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Chronik Wustermark
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Seit einigen Jahren bemüht sich eine kleine Arbeitsgruppe des Vereins bestehend aus Klaus-Peter Nowak und Hartmut Schönduwe die noch zu Wustermarker Amtszeiten von Frau Christel Debusmann angefangene Riesenarbeit einer Erstellung einer Ortschronik weiterzuführen.
In Kürze werden die ersten Ergebnisse hier zu sehen sein, wobei zuerst die Ortschronik des jetzigen Ortsteils Wustermark, dem ältesten Ort im ehemaligen Amtsbereich mit einer Ersterwähnung im Jahre 1212, erstellt wird. Es folgen die Chronologien der jetzigen Wustermarker Gemeindeteile Dyrotz und Wernitz, die bis 1958 bzw. 1998 selbständige Gemeinden waren. Danach ist ein geschichtlicher Abriß über Hoppenrade vorgesehen. Dieser Ort ist zum einen eng verbunden mit Dyrotz, da dem dortigen Rittergutsbesitzer meist auch Hoppenrade gehörte, besonders sind dabei die Ribbecks zu erwähnen. Zum anderen besteht eine enge Beziehung zu Wustermark durch die geistliche Institution. Hoppenrade gehörte als Filiale immer zur Mutterkirche in Wustermark.
Bei den Zeittafeln handelt es sich um einen ersten Überblick zu relevanten Daten aus der Geschichte. Darüber hinaus gibt es noch weiteres Material, das in späteren Ortsporträts zusammengefaßt werden soll.
Die Zeittafeln wurden erstellt nach Informationen aus der historischen Literatur, Archivmaterialien im Brandenburgischen Landeshauptarchiv, dem Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, dem Archiv der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam, dem Archiv der Märkischen Allgemeinen in Nauen, dem Archiv des Nauener Museums und dem Archiv des Stadtgeschichtlichen Museums Spandau sowie aus Unterlagen, die im Amt Wustermark vorhanden sind.



„toder wuster marke" war Klosterbesitz

Der Ort soll schon im Jahre 981 bestanden haben. Nach einer sorgsam gehüteten Urkunde über den Ursprung der Stadt Nauen schenkte der Kaiser Otto II. am 21. Juli 981 dem von seiner Frau gegründeten Kloster Memleben einen Ort Dubie im Havellande. Es handelte sich wahrscheinlich um Wustermark.
In einer anderen alten Urkunde ist von „to der wuster marke" die Re­de, was soviel heißt wie „zu der wüsten Mark". Die Endungs­form -er rührt in der Mark Bran­denburg von niederländischen Siedlern her. In der Ortslage, auf dem Grundstück des damaligen Bauerngutsbesitzers Hornemann, stand früher ein slawischer Burgwall, der erst im vorigen Jahrhundert abgefahren worden ist. Dieser stammte nach den dort gefundenen verzierten Urnenscherben, Knochen, Asche und Kohlenresten aus der wendischen Zeit. Vielleicht war diese verlas­sene Siedlung der Grund für die Namensgebung während der Neubesiedlung zu deutscher Zeit, denn beim Wendenaufstand gegen die Deutschen war der Ort so zerstört worden, dass Albrecht der Bär 1150 nur noch verwüstete Reste vorfand.
Der älteste und namengebende Ort der heutigen Gemeinde ist damals auf der Grenze des „Landes um Nauen", wie der mittlere Teil des Havellandes auch genannt wird, angelegt worden. Nach einer Urkunde von 1212 schenkte Vogt Albrecht zu Spandau dem Kloster Lehnin zwei Hufen Landes, sein „Wustermarke" zu seinem, und seiner Frau Seelenheil. 1220 wurde der Ort dann Wostermarke genannt, seit 1412 heißt der kleine Ort am Havelkanal Wustermark. Hier gab es bereits im Jahre 1313 eine Kirche, in welcher ein Pfarrer Weger fungierte. 1375 gab es in Wustermark mit Einschluss des Schulzen 13 Hüfner, die dem Amte Spandau Holzzins zu entrichten hatten. Im Dorfe wohnten damals die Familien Bredow, Bellin, Da­me, Eteber, Goris, Hornigmann, Kuheller, Lange, Martzan, Moeß, Mertin, Wunderlich und Zander.



Wustermark 2008





Zeittafel



800 - 1000

Mittelalterlicher Burgwall

9.bis11.Jh.

Slawische Einwanderer errichten eine Burg mit einer Größe von ca. 6,6 Hektar als Zentrum eines Gutsbezirkes, den sie auch bewohnen.

1000-1200

Spätslawische Siedlung

1212

Ersterwähnung des Ortes in einer Urkunde in welcher Markgraf Albrecht bestätigt, daß der Vogt Albrecht zu Spandau dem Kloster Lehnin zwei Hufen Landes "in Wustermarke" zum Seelenheil seiner Ehegattin

1215

In einer Urkunde ist belegt, daß der Bischof von Brandenburg über die Zehnten des Dorfes verfügte und der Trugseß des Markgrafen Hermann, der Ritter Busse Gruvelhut, der Lazarus-Kapelle vor Spandau vier Hufen in der Feldmark Wustermark schenkte; diese Angaben werden in Urkunden von 1220 und 1307 wiederholt.

1220

Wustermark wird bereits als Pfarrdorf geführt.

Um 1250

Der Vogt von Spandau, Herr von Schneidlingen, verfügt über Landbesitz in Wustermark.

13.10.1307

Busso Gruwelhut, Trucheß am Hofe des Markgrafen Hermann von Brandenburg, überträgt mit Zustimmung des Landesherrn der bei Spandau gelegenen Kapelle des St. Lazarus-Hospitals, errichtet zur Aufnahme Aussätziger, vier Hufen im Dorf Wustermark, die jährlich 4 Wispel Roggen, 32 Scheffel Weizen, 2 Wispel Gerste, 4 Scheffel Erbsen und 35 Hühner einbringen.

1313

Im Dorf gab es bereits eine Kirche, in welcher ein Pfarrer Weger fungierte. Es bestand auch eine Burg, die an der alten Heerstraße zwischen Brandenburg und Spandau erbaut war, und möglicherweise in älterer Zeit zu kriegerischen Zwecken oder zur Sicherung der Umgegend gedient haben könnte.

07.01.1317

Markgraf Johann befreit zwei Hufen Land in Wustermark, die dem Kloster Lehnin gehören, von Diensten und Beden.

09.07.1353

Markgraf Ludwig der Römer genehmigt, daß Heinrich Wegher dem Nauener Bürger Paul Dammeker einige Hebungen im Dorf Wustermark verpfändet.

08.03.1354

Markgraf Ludwig der Römer verleiht den Gebrüdern Peter, Cöpkin, Wilkin und Mathias von Bredow zur Deckung von Schuldforderungen aus der Verwaltung der Vogtei Spandau Anteile an verschiedenen Dörfern, darunter auch Wustermark.

1355

Markgraf Ludwig der Römer verpfändet je zehn Schillinge an den beiden Krügen und einige Einkünfte aus Hein Brunninges Hofe in Wustermark an Christian Duseke zu Pankow und den Bürger Claus Rennebom in Nauen.

24.12.1359

Markgraf Ludwig der Römer übereignet dem St. Johannis-Altar zu Nauen Anteile am Wublitzsee, die zuvor Eggehard von Bardeleben gehörten, und Anteile des Hofes von Hein Brunnige in Wustermark, die zuvor Nauener Bürgern zufielen. Diese Besitzänderungen werden am 3. Juni 1364 auch bischöflich bestätigt.

1375

Im Landbuch Kaiser Karls IV. werden für Wustermark 44 Hufen ausgewiesen, davon besitzt der Pfarrer zwei, der Schulze drei Lehns- und ein Zinshufe; die übrigen 38 Hufe sind im Besitz von zwölf Bauern: Bolling, Brunning, Clodow, Fetzen Guris, Herbert, Hun, Kartzow der ältere und der Jüngere, Mewes, Nibede sowie Zabel. Der größte Teil der Abgaben, die diese in Pacht, Zins und Bede leisten, erheben unter anderem Ernst von Etzin, Nicolaus von der Gröben, Arnold von Karpzow, die Mönche von Lehnin, ein Altar in Spandau, der Pfarrer und der Schulze in Zeestow. Die obere und niedere Gerichtsbarkeit sowie die Dienste gehören dem Markgrafen zum Schloß Spandau wie das Erbregister des Amtes Spandau von 1590 aussagt. Inklusive des Schulzen gibt es im Ort dreizehn Hüfner.

05.03.1378

Ein Wustermarker Bauer hat etwas unverzeihliches getan: Er hat eine Wahrsagerin befragt, um einen Diebstahl aufzuklären.

20.06.1424

Markgraf Friedrich verpfändet der Neustadt Brandenburg markgräfliche Zölle, darunter auch auf den Straßen zwischen Plaue, Pritzerbe bis nach Wustermark.

19.04.1427

Markgraf Johann beleiht die Brüder Albrecht zu Spandau mit zwei Hufen Land zu Wustermark, die diese von Arnd von Lindow gekauft haben.

03.01.1434

Der Markgraf Johann belehnt den Ritter Hasse von Bredow mit einer jährlichen Hebung von der "Burgk zu Wustermarke", dazu zählen je sechs Scheffel Roggen, Gerste und Weizen.

23.02.1435

Markgraf Johann beleiht die drei Brüder Hallenbrecht mit Besitzungen ihres verstorbenen Vaters, darunter auch vier Stücke Geldes in Wustermark.

06.05.1439

Markgraf Friedrich der Jüngere bestätigt dem Armenhospital St. Georg in Spandau eine Schenkung im Dorf Wustermark, die aus Zinsen und Renten aus zwei Hufen Land besteht.

01.08.1446

Die Verpfändung von Zöllen wird, auch auf den Straßen nach Wustermark, durch die Markgrafen Friedrich den älteren und den Jüngeren an Brandenburg nochmals erneuert. Dieses geschah, weil die Stadt zum Pommerschen Kriege dem Markgrafen 2089 Gulden geliehen hat. Am 4.7.1458 erfolgt eine weitere Bestätigung dazu.

1459

Das Matrikel des Bistums Brandenburg weist nach den Propsteistühlen im Gebiet Nauen auch Wustermark aus.

1472

An verschiedene Brandenburger Bürger erfolgen Belehnungen, darunter auch 4 1/3 Wispel Roggen und Gerste aus drei Hufen im Dorf Wustermark. Belehnt werden auch Berliner Bürger. So erhalten Jorg und Peter Helmbrecht, wohnhaft zu Coln und Spandow, in Wustermark von Mathis Krumenaw einige Wispel Roggen, Gerste und Weizen.

1473-1536

Die Spandauer Stadtbücher weisen in ihrer Stadtkämmerei die Berechtigung zu Einnahmen von Gütern und Gerechtigkeiten in Wustermark aus. Danach gab Peter Lantzberch dem Rat in der Havelstadt jedes Jahr zu Martini je acht Scheffel Roggen und Gerste.

29.08.1473

Markgraf Johann belehnt die von Britz mit ihren Besitzungen, dabei auch Hufe in Wustermark.

31.05.1483

Markgraf Johann erteilt dem Balthasar von Schlieben das Recht, Besitzungen in Wustermark dem Kloster auf dem Berge zu Brandenburg zu verpfänden, das betrifft Getreideanteile.

1600-1800

Die Standesregister wurden hauptsächlich von den kirchlichen Gemeinden geführt. Notiert wurden auch die Anzahl der Geburten, Todesfälle und wieviele kopuliert (verheiratet) wurden innerhalb eines Jahres oder Jahrzehnt.

07.03.1525

Kurfürst Joachim verleiht dem Spandauer Bürgermeister Georg Wartemberg unter anderem Hebungen in Wustermark. Von dort bekommt er jährlich Zins und Rente von Bartolomeus Mors Hof und zwei Hufen sowie von jeglichen Hufen je 1 1/2 Wispel Gerste und Roggen.

1535-1571

Kurfürst Joachim II. führt die Reformation in der Mark Brandenburg ein.

1536-1567

Aus den aus dieser Zeit erhaltenen Registern und Rechnungen des Nonnenklosters und des Amtes Spandau geht hervor, daß Wustermark beiden gegenüber abgabenpflichtig ist. Die Klosterfrauen bekommen beispielsweise Getreide. Dem Amt steht unter anderem ein Holzzins zu.

1536

Nach einem Lehnsbriefe erwerben die Gebrüder Levin und Berthold von Wilmersdorf das Schulzengericht, welches zu diesem Zeitpunkt die von Priort innehatten. Dieses besteht in drei freien Hufen, Zinsen und Renten vom Kruge, von einem Kossäthenhofe, in Bau- und Brennholz aus dem Brieselang, 1/3 der Strafen, Fischerei auf den Pfühlen und Mist aus der Schmiede.

21.12.1538

Kurfürst Joachim bestätigt einen Gütertausch zwischen den Brüdern von Bredow und dem Kloster Spandau. Danach bekommen die Bredows Anteile am Dorf Roskow, dessen Einkünfte bisher an die Nonnen gingen. Im Gegenzug erhalten die Spandauer Klosterfrauen Hebungen in Dyrotz und Wustermark. Es sind vor allem Getreidepächte von einigen Höfen. In Wustermark betrifft es die Bauern Ethebern, Mertzan und Bellin.

01.11.1539

Der Kurfürst tritt in der Nicolaikirche zu Spandau öffentlich zum evangelischen Glauben über.

1540

Das Kirchenvistationsprotokoll weist aus, daß das Domstift zu Cölln an der Spree das Patronat über die Wustermarker Mutterkirche mit seiner Filiale Hoppenrade innehat.

1542

Die Gebrüder Wilmersdorf erhalten die Bestätigung über das Schulzengericht in Wustermark. In der überlassung sind auch noch einmal die Einkünfte aus diesem Amt geregelt, dazu gehören zum Beispiel Holzgerechtigkeiten.

1550

13 Hüfner haben zum Amt Spandau Holzzins zu entrichten, das weist in diesem Jahr eine Amtsrechnung aus. Darin sind auch die Namen der Ortseinwohner angegeben: Bredow, Bellin, Dame, Eteber, Goris, Hornigmann, Kuheller, Lange, Martzan, Moeß, Mertin, Wunderlich und Zander.

1574

Kurfürst Johann Georg verfügt die Führung von Kirchenbüchern. Geburten, Sterbefälle und Eheschließungen sind darin regelmäßig einzutragen.

1590

Wustermark zählt zum Spandauer Mühlenbannbezirk, d.h. zum Bereich der Orte, die ausschließlich in der Havelstadt ihr Getreide mahlen lassen dürfen.
Wustermark gehört bis auf einen adeligen Bauern mit vier Hufen zum Amt Spandau. Außerdem gibt es in dem königlichen Dorf einen freien Lehnschulzen mit drei freien Hufen Land, acht Inhaber von drei Hufen Land inklusive Krüger sowie fünf Ansässige mit zwei Hufen Land. Es gibt im Ort fünf Kossäthen, einen mit einem Hufe Land, drei mit wenig und einen ohne Land. Im Dorf befindet sich eine Schmiede, Hirten und Dammacher leben dort.

13.10.1600

Auf einer Synode wird festgesetzt, daß der Pfarrherr für Wustermark und Hoppenrade zur Kircheninspektion Spandau zählt.

1618-1648

Dreißigjähriger Krieg

1624

Das Schoßkataster weist für Wustermark 39 Hufen aus, davon drei Ritterhufe. Im Ort gibt es 15 Bauern-, und vier Kossäthenstellen sowie 3 1/2 Paar Hausleute, außerdem einen Hirten, einen Hirtenknecht und eine Schmiede.

1635

Der Kurfürst von Brandenburg eröffnet eine tägliche Botenpost von Tangermünde nach Spandau und Berlin; die Route führt über Wustermark.

02.01.1636

Durchmarsch der sächsischen Kavallerie von Nauen nach Spandau, etliche Regimenter beziehen in den Orten zwischen den beiden Städten Quartier.

1652

Im Dorf befinden sich ein freier Lehnschulze, mit dem Namen von Wilmersdorf, mit drei Hufen Land. Außerdem gibt es noch ein Freigut mit vier Hufen Land mit dem Besitzer von Götze und es besteht eine Meierei. Ansässig sind auch Bauern und Kossäthen, ein Schäfer und ein Dammacher.

1663

Karte der Mittelmark von Jeannes Blaeu (erschienen im Atlas Mayor, Amsterdam 1663).

1670

Der Rat und Bibliothecarius Ernst Sigismund Crellius übernimmt das Schulzenamt in Wustermark.

1675

Schwedische Truppen fallen in die Mark Brandenburg ein. Am 16. Juni überrumpelt der Große Kurfürst die Schweden bei Rathenow und treibt sie durch das Havelland bis es in Fehrbellin zur Entscheidungsschlacht kommt.

1600-1800

Beispiel einer statistischen Erhebung über die Entwicklung einer Einwohnerschaft (hier Falkenhagen).

1704

Das Dorf Wustermark befindet sich vollständig im Besitz des Amtes Spandau.

März 1705

Königin Sophie Charlotte, nach der Charlottenburg benannt ist, stirbt auf einer Reise nach Hannover. Der König läßt den Leichenzug mit seiner Gemahlin unter großer Eskorte über Ziesar, Brandenburg und Nauen nach Berlin geleiten. Freitags soll das Nachtlager in Wustermark genommen werden. Wegen der vielen Leute und Pferde muß dieser Plan aufgegeben werden. Statt dessen übernachten die mehr als 500 Menschen, die die tote Königin bei ihrer Rückkehr nach Berlin begleiten, in Nauen.

1713

Im Dorf bestehen zwei Schankkrüge, die zwei Spandauer Bürger betreiben. Außerdem sind drei Handwerker ansässig. Alle unterstehen der Obrigkeit des Königlichen Amtes in der Havelstadt.

07.04.1713

Aushändigung der Urkunde über das Lehnschulzengericht zu Wustermark an Ernst Sigismund Crellius.

1715

Der Etatrat von Fuchs erwirbt das Eigentum, das einstmals den von Wilmersdorf gehört hat und von diesen schon früher an den Rat und Bibliothekar Ernst Sigismund Crellius abgetreten worden ist. Später gelangt es in den Besitz der Familie Schmidt. 1718 - 1724 beginnt die Entwässerung und Urbarmachung des havelländischen Luchs. Die Ortschaften sollen sich an den Kosten für die Anlegung der Gräben beteiligen. Bei dem veranschlagten Gesamtbetrag von 38 000 Talern hat Wustermark 400 Taler aufzubringen. Gegen diese Anordnung legt der Landrat des Havelländischen Kreises Beschwerde beim zuständigen General-Direktorium ein, da die meisten Edelleute die Zahlungen nur über Verschuldungen ihrer Güter leisten können.

1721

Im Handwerkerverzeichnis des Havelländischen Kreises sind für Wustermark ein Wohnschmied und ein Garnweber aufgeführt.

1728

Das Kirchenvernögen in Wustermark beträgt 322 Taler und 11 Pfennige.

1730

Für Potsdam wird eine eigene Kircheninspektion eingerichtet. Wustermark wird von Spandau ausgegliedert und diesem neuen Gebiet zugeordnet.
Das Pfarranwesen wird gebaut. Es besteht aus Pfarrhaus, Kuh-, Pferde- und Hühnerställen. Der Pfarrer erhält kein Gehalt, er ist Selbstversorger und Landwirt.

1745

Wustermark ist für die Erhebung von Brückenzoll notiert.

1747

Im Jahre 1747 kam Wustermark durch einen Kobold, der sich angeblich ausgerechnet im Pfarrhause gezeigt hatte, in einen sonderbaren Ruf.

1748

Die Kreisbehörde verzeichnet Einnahmen aus Wustermarker Hufen- und Giebel-Schoß-Geldern von 25 Talern und 16 Groschen.

1751

Der Postmeister und Schulze Andreas Schmidt zu Wustermark wendet sich zur Klärung von Unstimmigkeiten über seine Holzgerechtigkeiten an den König. Die Verhältnisse des Wustermarker Schulzengerichtes, schreibt er dabei, seien in der Qualität mit einem Lehn- bzw. Rittergut zu vergleichen.

1758

Dem Müller Schwartz zu Dyrotz wird die Erlaubnis erteilt in der Nähe des Dorfes Wustermark zwei Windmühlen zu errichten. Zum Mahlen des Getreides dort werden vier Orte, nämlich Wustermark, Dyrotz, Hoppenrade und Zeestow, mit 588 Personen zugewiesen. Doch die Mahlpflichtigen halten sich nicht an diese Anweisungen. Ab 1769 sind mehrere Beschwerden des Müllers überliefert. Die Streitigkeiten setzen sich bis zur Aufhebung des Mahlzwanges fort.

13.07.1765

In der Nacht zwischen 11 und 12 Uhr bricht im Krug des Pächters Böttcher ein Feuer aus. Vermutet wird, daß es von einem Bettler verursacht wurde, der sich noch nachts davonschlich. Entdeckt wird der Brand erst, als auch schon Scheune und Stall in Flammen stehen. Das Feuer greift auch noch auf den zweiten Krug im Ort über. Beide Gebäude brennen völlig nieder.
13 Menschen sterben bei der Feuersbrunst. Soweit der Auszug aus dem Bericht im Wustermarker Kirchenbuch.

1767

Postmeister Schmidt wird als Inhaber der Schank- und Braugerechtigkeiten im Ort genannt.
Es kommtzu einer Auseinandersetzung zwischen dem Fiskus und dem Lehnschulzen Andreas Schmidt zu Wustermark über die Rittergutsqualität des Lehnschulzengerichts im Dorf. Es geht bei um die entsprechenden Privilegien.

1776

In einem Schreiben des Forstdepartments werden für das Wustermarker Feld drei Brücken angegeben, die reparaturbedürftig sind. Zwei in der Brandenburgischen auf die Rathenower Straße und eine in der Nauener Straße. Zur Wiederherstellung der baufälligen übergänge, die die Wustermarker Gemeinde unterhält, werden 30 Fuß Holz benötigt.

1778

Karte des Havelländischen Kreises (Urheber Oesfeld) aus dem Jahre 1778 mit allen relevanten Orten.

1779

In Wustermark leben 314 Menschen. Der Ort hat zwei Windmühlen und ein Freigut, das dem Posthalter Schmidt gehört, der dort einen Bauern eingesetzt hat. Das Dorf steht unter dem Amt Spandau und Kirchenpatron ist das Domkirchen-Direktorium zu Berlin.

1787

In einer Tabelle über den Bestand von Maulbeerbäumen sind für Wustermark 23 Stück auf dem Kirchhof angegeben, die beschnitten werden müssen. Gepflegt und benutzt werden die Gewächse vom Küster. Dieser Nachweis bleibt bis 1799 unverändert.

1793

Die Dorfkirche wird wahrscheinlich unter Verwendung mittelalterlicher Reste als Putzbau mit polygonalem Schluß und quadratischem Westturm errichtet. Das Innere wird mit hölzerner Tonnenwölbung und Hufeisenempore gebaut.

1796

In der Gemeinde Wustermark befinden sich 79 und zusätzlich auf dem Kirchhof fünf Maulbeerbäume. Zwischen 1794 und 1805 sind auch Angaben erhalten über den Verkauf von Seiden-Grains nach Berlin durch den Küster.
Marie Louise von Bredow, geborene Quast, stirbt in Wustermark und hinterläßt der Kirche im Ort sowie denen in Dyrotz und Bredow Legate. In ihrem Testament vermacht die Dame der Wustermarker Kirche 50 Taler mit der Auflage, daß Kapital bei der Bank anzulegen. Das Vermächtnis ist auch an die Bedingung geknüpft, daß nach ihrem Tod die Glocken von 12 Uhr bis 1 Uhr mittags eine Stunde lang geläutet werden.

Um 1800

Folgende Besitzstandsverhältnisse werden in Wustermark ausgewiesen: teils ansässige Bürger, teils Domänenamt Spandau. Das Dorf hat 20 Hof- und 31 Feuerstellen. Es gibt zwei Krüge, eine Schmiede und einen Stellmacher.
Die Route der Fernhandels- und Poststraße führt ab Spandau über Wustermark.

1804

Für das Dorf sind ein Lehnschulze, 15 Ganzbauern, vier Kossäthen, zehn Einlieger, je ein Rademacher und ein Schmied sowie zwei Windmühlen und zwei Krüge verzeichnet. Insgesamt leben 380 Menschen dort und es gibt 31 Feuerstellen. Der Ort befindet sich im Besitz des Domänenamtes Spandau, umfaßt 44 Hufe. Die Kirche gehört zur Inspektion Potsdam.
Zwei der 14 Hauptpostwege in der Kurmark führen über die Poststation in Wustermark, es sind die Routen nach Halberstadt und nach Salzwedel.

1806-1810

Frankreich, namentlich Napoleon, führt Krieg in Europa. Die französischen Truppen erreichen im Oktober Brandenburg unter Marschall Bernadotte, dem späteren König von Schweden. In Wustermark wird noch im gleichen Monat eine französische Kommandantur eingerichtet, die für die umliegende Gegend zuständig ist. In der Zeit dieses Krieges wird auch die alte Militärstraße über Potsdam von den Franzosen verändert. Die neue Verbindung führt ab Mainz unter anderem über Magdeburg, Brandenburg und Wustermark nach Berlin und weiter bis nach Polen. Alle französischen Truppen aus und nach Frankreich und Polen marschieren über diese Wegtrasse.

1807

Das Dorf wird zum Etappenort bis zum 1. November erklärt und daraus ergibt sich die Einrichtung eines Garde-Magazins.

30.01.1807

Der Dichter Heinrich von Kleist wird mit seinen beiden Reisegefährten von den Franzosen unter Spionageverdacht festgenommen und verbringt eine Nacht im Keller des Wustermarker Hauses von Christoph Wilhelm G(C)rellius in der Dorfstraße bevor er den Gang in die französische Kriegsgefangenschaft antreten muß.

1810

Das Verzeichnis der Familien mit schulpflichtigen Kindern in der Gemeinde vermerkt 54 Schüler je 27 Mädchen und Jungen; die Einkünfte aus der Küster- und Schulstelle betragen 105 Taler und 23 Silbergroschen, zusammengesetzt aus Kosten für Wohnung, Bargeld, Naturalien und Schulgeld.
Wustermark hat insgesamt 361 Einwohner, davon sind 174 männlichen und 187 weiblichen Geschlechts. Bei der Anzahl der Kinder sind 33 Söhne und 34 Töchter angegeben. Es gibt 25 Knechte und 17 Mägde im Ort.

1812-1815

Zeit der Befreiungskriege von der französischen Besatzung.

1812

Der Müller Carl Friedrich Schüler zu Wustermark, der die beiden beim Dorf gelegenen Mühlen betreibt, die sein verstorbener Vater in Erbpacht genommen hatte, stellt den Antrag auf Herabsetzung der Erbpacht, die 417 Taler, 13 Silbergroschen und 8 Pfennige beträgt. Er begründet dies damit, daß nach der Aufhebung des Mühlenzwanges viele Mahlgäste abgewandert seien, das habe Einkommensverluste zur Folge, so daß der Müller den vereinbarten Betrag nicht mehr zahlen kann. Das Verfahren zieht sich über mehrere Jahre.

09.01.1813

Für Fahrten zwischen Berlin und Wustermark wurden zu Zeiten der Befreiungskriege Passierscheine benötigt.

20.02.1813

Ein Gefangenentransport mit 170 Häftlingen geht vom Zuchthaus Spandau zum Landarmenhaus nach Brandenburg. Zwei Gefangene fliehen dabei, einer unweit von Wustermark, der andere in Nauen.

27.02.1813

Zwei größere Abteilungen der russischen Armee erreichen Nauen. Die rund 150 Mann ziehen weiter auf dem Weg nach Wustermark.

1815

Wustermark und Dyrotz werden als Garnison für das Brandenburgische Kürassier-Regiment Nr. 6 ausgewiesen. Ein Escadron ist in den Orten um Wustermark einquartiert. Beim Pfarrer logiert der Rittmeister von Manstein mit einem Adjutanten.

1816-1830

Bau der Chaussee ab Berlin über Nauen, Friesack, Ludwigslust und weiter. Das Teilstück mit Dyrotz und Wustermark wird 1830 fertiggestellt.

1816/1817

Gründung des Kreises Osthavelland, dem auch Wustermark zugeordnet ist.

1817

Das Dorf Wustermark gehört mit seinen 366 Seelen noch immer dem Amt Spandau.

1819/20

Die Gewerbetabelle für Wustermark verzeichnet: Zwei Schneidermeister, je einen Tischlermeister, Rade-/Stellmachermeister, Uhrmachermeister sowie einen Schmied, der einen Lehrling bzw. Gesellen beschäftigt; im Dorf befinden sich zwei Bockwindmühlen, zwei Webstühle für Leinen, ein Laden für Gewürzmaterialien und ein Geschäft mit anderen Waren, deren Inhaber beide die kaufmännischen Rechte besitzen sowie ein Viktualienhändler ohne diese Privilegien; außerdem gibt es zwei Krüge mit Ausspannung und zwei Schankwirte; aufgeführt sind noch ein Musikant sowie 59 Knechte und 84 Mägde.

12.06.1820

Feuersbrunst in Wustermark.

1839

Auf dem Urmeßtischblatt für Wustermark ist ein Torfstich eingetragen, auch die Kuhdammbrücke ist vorhanden.

1844

Bau des Abschnittes Wustermark - Falkenrehde der Straße bis Potsdam.
In einer Nachweisung der in der Regierungszeit Friedrich II. angelegten Maulbeerplantagen für die Seidenzucht sind für Wustermark sechs Bäume auf dem Kirchhof verzeichnet und mit der Bemerkung versehen, daß diese von niemandem genutzt werden.

1847

In dem Handbuch des Preussischen Staates für Wustermark sind unter anderem folgende Einträge enthalten: Der Ort ist Sitz einer Postexpedition, hat 435 Einwohner und es werden 38 Häuser gezählt.

02.01.1849

Erstausgabe des Osthavelländischen Kreisblattes

Jan. 1849

In die "Commission zur Vorbereitung patriotischer Wahlen im Osthavelland" (hier zum Preusischen Landtag) sind folgende Wustermarker Bürger berufen worden:
Dominick junior (Schmiedemeister zu Wustermark) und Ritter (Prediger zu Wustermark).

11-12.02.1849

Erneut ein großer Brand, der viele Gebäude im Dorf zerstört, darunter auch das Wohn- und Wirtschaftsgebäude der Pfarre.

21.02.1849

Spendenaufruf im Kreisblatt zu Gunsten der Geschädigten des großen Brandes Anfang des Monats.

21.05.1849

Mitteilung des Königlichen Landratamtes an die Ortschaften im Osthavelland über die Vergütung für die Einquartierung der Soldaten der Preusischen Armee. Die Servicevergütung beträgt 43 Thlr. 8 Sgr. 7 Pf.

30.05.1849

Bericht über die für die Abgebrannten zu Wustermark eingekom-menen Gaben.

Juli 1849

Wustermark hat 455 Einwohner.

24.01.1850

Bei der Wahl der Wahlmänner für das Volkshaus des deutschen Parlaments ist Prediger Ritter erwählt worden.

01.06.1850

Einteilung der Distrikte für die Feuer-Lösch-Kommissare.

28.12.1850

Werbung im Osthavelländischen Kreisblatt (Zweiter Jahrgang) für eine Gesichtscreme.

Um 1850

Ausbeutung des Torfbruches.
Angaben zu großem Lehmvorkommen

18.01.1851

Im Osthavelländischen Kreisblatt Nr. 6, amtlicher "Theil", wird Wustermark ermahnt, ihre Rückstände an Landwehr-Übungsgeldern aus dem Jahre 1850 an die Kreiskasse abzuführen.

25.01.1851

Osthavelländisches Kreisblatt Nr. 9, amtlicher "Theil": Anweisung des Kriegsministeriums, "Oeconomie-Department", an die ostha-velländischen Ortsbehörden, den "Remonte-Pferden" auf langen Märschen genügend Futter zukommen zu lassen.

05.02.1851

Mühlenmeister Schüler sucht einen Käufer für seine Acker-wirtschaft.

19.02.1851

Der Kaufmann und Güter-Commissionair M. J. Cohn sucht einen Käufer für sein Vierhüfner-Gut mit Grundstücken an der Berlin- Hamburger und Potsdam-Nauener-Chaussee.

12.03.1851

Der Kreisschulze Dansmann (Dyrotz) hat seinen Posten aufge-geben, ein Nachfolger soll gewählt werden.

16.04.1851

Aufruf des Predigers zu Wustermark, Ritter, Spenden für die vertriebenen Schleswiger zu geben.

31.12.1851

Wustermark steht im Verzeichnis der Vergütungsbeträge, welche die Ortschaften für die im 3ten Quartal d. J. an "durchmarschirte" Truppen verabreichte Fourage (Futtermittel) zu empfangen haben, nämlich 18 Thaler 10 Silbergroschen und 10 Pfennig.

1857

Ablauf einer brandenburgischen Bauernhochzeit.

1861

Die Ortschaftsstatistik für Wustermark enthält beispielsweise folgende Daten: das Dorf hat 538 Einwohner bei 6 öffentlichen, 39 Wohn- sowie 95 gewerblichen und wirtschaftlichen Gebäuden. Die Gemeindefläche umfaßt 60 Morgen an Gehöften, 2570 Morgen Acker, 1490 Morgen Wiese und 565 Morgen Land an Weide, Torf etc.

1862

Die übersicht der Flächeninhalte der Gemarkungen und der Reinerträge für Wustermark weist ein Areal von rund 4418 Morgen aus, die einen Reinertrag von rund 9726 Talern erbringen, das bedeutet etwa 68 Silbergroschen pro Morgen. Ca. 2505 Morgen werden als Ackerland, rund 21 Morgen als Gärten, etwa 1323 Morgen als Wiesen und rund 372 Morgen als Weiden genutzt. Der höchste Ertrag wird mit dem Ackerland erzielt, nämlich gut 7655 Thaler, das sind 92 Silbergroschen pro Morgen.

1869

Wustermark wird Stationsort der Berlin - Lehrter Eisenbahn.

01.12.1871

Stichtag für die Volkszählung für Gemeinden und Gutsbezirke in der Provinz Brandenburg, dabei werden für Wustermark folgende Angaben ermittelt: Zum Ort gehören zwei Wohnplätze mit 45 Wohngebäuden. Gezählt werden 629 Ortsanwesende, 314 männliche und 315 weibliche Personen. 299 der erfaßten Einwohner sind ortsgebürtig. Es gibt 13 Einzel- und 127 Familienhaushaltungen. Vermerkt sind auch noch sieben Ortsabwesende. Bei der Staatsangehörigkeit werden 628 Preußen und ein Nichtpreuße angegeben. Im Ort leben 152 Menschen im Alter unter 10 Jahren. Von den Personen im Alter von über 10 Jahren können 459 lesen und schreiben, 16 sind Analphabeten, bei zwei fehlen die Angaben zur Schulbildung. Die Religionszugehörigkeit weist 625 Evangelische und vier Katholiken aus.

1872

In der Provinz Brandenburg wird die Bildung von Amtsbezirken beschlossen.
Anläßlich eines großen Manövers halten sich Kaiser für mehrere Tage im Ort auf. Die Majestäten aus Deutschland, Rußland und österreich wohnen in besonders errichteten Zelten.

1873

Gründungsjahr des Kriegervereins Dyrotz-Wustermark.

1875

Das Verzeichnis der gebildeten Amtsbezirke enthält folgende Angaben: der Amtsbezirk Dyrotz umfaßt die Gemeinden Dyrotz, Rohrbeck und Wustermark sowie das Rittergut Dyrotz. Amtsvorsteher ist der Rittergutsbesitzer und Rittmeister a.D. von Bredow aus Dyrotz bei Wustermark. Als sein Stellvertreter wird der Rittergutsbesitzer und Rittmeister a.D. von Bredow auf Buchow-Karpzow angegeben.
95 Schüler und Schülerinnen werden im Dorf unterrichtet. Für die Küster- und Lehrerstelle werden Einkünfte von 1081,62 Mark ermittelt. Diese setzen sich folgendermaßen zusammen: aus Land 133,50 Mark, aus Ernte (Getreide) 333,61, aus Schulgeld 342,76, aus Accidenzien 57 Mark und aus verschiedenen Quellen 213,75 Mark.

1875

Empfangsquittung eines wichtigen Dokumentes.

bis 1879

Der Gerichtsstandort für die Wustermarker ist bisher Spandau. Bei der Justizneugliederung entsteht ein Amtsgericht in Nauen, das jetzt auch für Wustermark zuständig ist.

1880

Im Ort wütet die Diphtherie in grausamer Weise. Fast in jedem Haus sind Tote zu beklagen. Allein mehr als 60 Kinder sterben durch die Krankheit.

1884

In Wustermark kommt es zu wiederholter Brandstiftung. Die Besitzer stellen Nachtwachen auf, um ihr Eigentum zu schützen.
Für den Ort wird eine weitere Schankkonzession erteilt unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl, die mit 810 angegeben ist.

1886

Wustermark hat 705 Einwohner. Folgende Berufe sind in der Einwohnerschaft vertreten:

21.01.1888

Aus dem Osthavelländischem Kreisblatt: Anzeige einer General-versammlung des Krieger-Vereins.

14.02.1888

Suchanzeige im Osthavelländischen Kreisblatt: Ein neuer Schuh ist verloren gegangen!

15.07.1888

Hammeltanz in Wustermark !

17.07.1888

Aus dem Gerichtssaal.

01.12.1888

Aus dem Gerichtssaal: Strafanzeige wegen eines nicht angeleinten Hundes.

1890

Wustermark ist Sitz eines Patrouillen-Bezirks der Fußgendamerie. Dieser umfaßt die Orte Dyrotz, Hoppenrade, Buchow-Karpzow, Priort mit Wolfsberg, Wernitz und Kartzow. Der Zuständigkeitsbereich beinhaltet rund 6040 ha Fläche bei einer Einwohnerzahl von insgesamt 2726 Personen. In Wustermark leben die meisten, nämlich 728 Menschen.

1894

Für Wustermark sind statistisch erfaßt: 1 Lehngutsbesitzer mit 42 ha Land, 1 Gutsbesitzer mit 65 ha Land sowie 10 Bauerngutsbesitzer mit unterschiedlich großen Flächen. Aufgeführt werden auch drei Kossäthen und ein Büdner. Weiter sind unter anderem ansässig 1 Müllermeister, 2 Schmiedemeister, 2 Schlächtermeister, 1 Bäckermeister, 2 Tischlermeister, 1 Töpfermeister, 2 Gastwirte, 2 Kaufleute, 1 Fuhrherr, 2 Handelsmänner, 1 Zimmermeister, 1 Böttchermeister, 2 Barbiere, 1 Stationsvorsteher, 1 Bahnmeister, 1 Bahnassistent, 1 Postverwalter, 1 Restaurator, 1 Arzt, 1 Molkereigeschäftsführer, ein Pastor und 2 Lehrer.

1895

Das Gemeindelexikon für Wustermark weist 774 Einwohner, 376 männliche und 398 weibliche, aus. Diese leben in 159 Familien- und 13 ( 8 männlichen und 5 weiblichen) Einzelhaushalten, außerdem ist eine Anstalt für gemeinsamen Aufenthalt verzeichnet. Für den Ort sind drei Wohnplätze mit 56 Wohnhäusern sowie drei andere bewohnte Baulichkeiten wie Hütten etc. angegeben. Der evangelischen Kirche gehören 746 und der katholischen 28 Gläubige an. Wustermark zählt zum Amts- und Standesamtsbezirk Dyrotz.

1897

Die Zustimmung zur Einrichtung einer Gastwirtschaft mit Fremdenbeherbergung erfolgt, da dafür ein öffentliches Bedürfnis besteht; Wustermark hat zu diesem Zeitpunkt 764 Einwohner.

1899

Im Ort gibt es drei Gastwirtschaften, zwei davon sind alte Konzessionen zum Branntweinausschank, dazu gekommen ist eine neue Schankwirtschaft in einer Kantine, die aus Anlaß des Bahnbaus Nauen - Wildpark errichtet wurde.

1900

Wustermark hat 822 Einwohner.
Für den Bahnbau Treuenbrietzen-Nauen wird eine Enteignung durchgeführt.

30.01.1900

Die Molkerei- und Milchhandelsgenossenschaft Wustermark, ein-getragene Genossenschaft mit unbeschränkter Nachschutzpflicht, lädt ein zur ordentlichen General-Versammlung.

01.04.1901

Der Bahnhof Wustermark wird aus dem Bereich des Eisenbahndirektionsbezirks Hannover in den Direktionsbezirk Berlin übernommen.

1902

Die Wildpark - Nauener Eisenbahnstrecke nimmt ihren Betrieb auf mit Wustermark als Haltepunkt.

1902

Ansichtskarte vom Dorfplatz.

27.07.1902

Die Kreiskonferenz des sozialdemokratischen Wahlvereins beschließt die Einteilung in fünf Agitationsbezirke, einer davon ist Spandau, dem auch Wustermark zugeordnet wird.

09.10.1902

Wie fängt man einen Hasen?

04.12.1902

Ein entsetzlicher Vorfall hat sich in Wustermark zugetragen. Ein junger Knecht war bei dem Betrieb eines Roßwerks beschäftigt, und insbesondere mit der Aufsicht der Pferde beauftragt. Auf eine bisher noch nicht aufgeklärte Weise geriet er in das Roßwerk-getriebe, und es wurden ihm durch dieses beide Beine vom Körper abgetrennt. Der Verunglückte wurde nach Nauen ins Krankenhaus geschafft; an seinem Aufkommen wird gezweifelt.

1903

Reichstagswahlen: Wustermark liegt im Wahlkreis Potsdam-Spandau-Osthavelland, dem sogenannten "Kaiserwahlkreis". Im Ort werden bei der Hauptwahl für den konservativen Kandidaten Pauli 39, für Kruse von der freisinnlichen Partei 33 und für den Sozialdemokraten Liebknecht 19 Stimmen abgegeben. Bei der Stichwahl votieren 89 Wähler für Pauli und 27 für Liebknecht.
Ein Bestandsverzeichnis der Schulen weist für den Ort folgende Gebäude aus: Ein Haus mit zwei Klassenzimmern und zwei Lehrerdienstwohnungen als Massivbau errichtet 1890, eine Scheune mit Stallgebäude, Massivbau mit Fachwerk von 1850 und ein Abortgebäude in Massivbau von 1895.

28.01.1904

Ein harter Schicksalsschlag traf am Montag vormittag die Familie Sydow hierselbst. Der 30jährige Sohn Ernst war mit Feldarbeit beschäftigt und bestieg einen beladenen Ackerwagen, stürzte jedoch beim Anziehen der Pferde herab und brach die Wirbelsäule. Der Tod trat auf der Stelle ein.

1905

Eine Molkereigenossenschaft hat in Wustermark ihren Sitz mit 42 Mitgliedern. Direkt an die Molkerei werden 7353 kg Milch geliefert. Die Menge der verkauften Butter liegt bei 29861 Pfund mit einem Wert von 35635 Mark.
Im Ort sind 3,52 km Anschlußleitung für das Orts- und Fernsprechnetz fertiggestellt und es gibt zwei Sprechstellen. Vorgesehen hat man drei Sprechstellen, diese Zahl ist 1906 erreicht.
Seitenansicht des Neubaus einer Molkerei (direkt gegenüber des Bahnhofes)

07.03.1905

Das Allgemeine Ehrenzeichen haben Se. Majestät der Kaiser dem Fußgendarmen Illgner hierselbst zu verleihen geruht.

30.09.1905

In Wustermark gibt es einen Lehrermangel, der in absehbarer Zeit nicht beseitigt werden kann mangels Masse.

01.10.1905

Für die Erbauung des seit zwei Jahren geplanten Wohnhauses für Postbeamten sind 18.000 Mk. bewilligt worden, somit ist das Bauvorhaben nunmehr gesichert.

1906-1909

Im Anschluß an den 1902 eröffneten Streckenteil des Berliner Güteraußenringes entsteht der größte deutsche Verschiebe-bahnhof.

11.01.1906

Der neue Rangierbahnhof kommt ungefähr da zu liegen, wo sich jetzt das Mossesche Vorwerk Elsgrund befindet. Die Verkaufs-verhandlungen mit den Hoppenrader Eigentümern sind abge-schlossen, mit den Dyrotzer Eigentümern ist noch keine Einigung erzielt worden.

17.02.1906

In Wustermark leben 371 männlichen und 366 weiblichen Geschlechts.

08.03.1906

Kantor Liere tritt in den Ruhestand. Ein Höhepunkt seiner langjährigen Tätigkeit waren die Aufführungen mit den Schul-kindern im Grünefeldschen Lokale aus Anlaß der Silberhoch-zeitsfeier des Kaiserpaares.

10.04.1906

Das hiesige Ortsfernsprechnetz hat neuerdings durch den Anschluß der Gutsvorsteher von Dyrotz und Buchow-Karpzow eine wertvolle Erweiterung erfahren.

03.05.1906

Vermögensbilanz der Molkerei- und Milchhandelsgenossenschaft Wu stermark.

21.06.1906

"Die Jungen Leute" laden zum "Aalradfahren" ein.

07.07.1906

Der neugegründete Gesangverein Konkordia veranstaltete einen Unterhaltungsabend zusammen mit den Brudervereinen "Glück auf" aus Hoppenrade und "Deutsche Eiche" aus Dyrotz.

24.07.1906

Die Arbeiten des zur Herstellung des bei Dyrotz geplanten großen Zentral-Güterbahnhofs haben ihren Anfang genommen.

25.08.1906

Die beabsichtigte Belegung Wustermarks durch Truppen des Gardekorps auf dem Marsche zum bezw. aus dem Manöver-gelände wird mit einer Belegungsstärke von 4 Offizieren, 106 Mannschaften und 126 Pferden sein.

05.09.1906

Durch ein Jagdunglück verlor Oberleutnant Alvardes sein Leben.

07.09.1906

Um den hiesigen Einwohnern die Möglichkeit zu geben, ihre Kinder in die höheren Schulen nach Nauen zu schicken, hat sich die Eisenbahnverwaltung nunmehr bereit erklärt, bei nächster Gelegenheit den geäußerten Wünschen entsprechende Zugver-bindungen herzustellen.

09.09.1906

Auf der diesjährigen Kreislehrerkonferenz im Gasthof Grünefeld wurde das von der Königlichen Regierung angeordnete Thema "Wie kann die Schule bei der Fürsorge für die schulentlassene männliche Jugend mitwirken?" referiert, welches in folgenden Leitsätzen gipfelte:

25.09.1906

Am 23. September verstarb der Gasthofbesitzer Karl Grünefeld im 57. Lebensjahre.

26.09.1906

Von dem zum Mosseschen Vorwerk Elsgrund gehörigen Gebiet sind nunmehr seitens der Eisenbahnverwaltung für die Zwecke des neuen Rangierbahnhofes 64 Morgen enteignet worden. Als Entschädigungssumme wurde für den Morgen durchschnittlich gegen 2000 Mk. gezahlt.

06.10.1906

Erhängt hat sich hierselbst am Donnerstag der Schlächter Franz W.

13.11.1906

Amtsmeldung: Keine Schwefelhölzer mehr. Alle Gastwirte und die es sonst angeht, seien darauf aufmerksam gemacht, daß am 1. Januar 1907 das "Schwefelhölzerverbot" in Kraft tritt. Es empfiehlt sich, den etwaigen Vorrat an "deutschen" noch vor diesem Termin aufzubrauchen.

15.11.1906

Ab April 1907 bis September werden versuchsweise Schülerzüge zwischen Priort und Nauen eingesetzt.

22.12.1906

In der Nacht wurde ein dem Gutspächter Gericke in Niederhof gehöriges Reitpferde von einem Schnellzuge erfaßt und zermalmt. Das Pferd hatte sich im Stalle losgerissen und irrte herrenlos herum, bis es auf den Bahnkörper geriet und getötet wurde. Der Zug mußte zum Stehen gebracht und die Maschine erst von dem Pferdekadaver befreit werden, ehe die Weiterfahrt erfolgen konnte.

30.12.1906

Auf dem neuen Verschiebebahnhof kam es unter den dort beschäftigten galizischen Arbeitern zu Ausschreitungen, die zu einer Schlägerei ausarteten. Dem Polier, der Ruhe gebieten wollte, ging man mit Spaten und Hacken zu Leibe, so daß er flüchten und sich in Sicherheit bringen mußte.

1906

Bei der Hauptwahl zum Reichstag entfallen in Wustermark bei 146 gültigen Stimmen 30 auf den sozialdemokratischen, 74 auf den konservativen und 36 auf den liberalen Kandidaten, das Ergebnis der Stichwahl ergibt 33 Stimmen für den Sozialdemokraten und 113 für den Konservativen.

1907

Ansichtskarte Dorfstraße.

08.01.1907

Der Altsitzer Karl Engel, einer der ältesten Wustermarker, ist gestorben.

11.01.1907

An der Lehrter Eisenbahn zwischen Dallgow-Döberitz und Wustermark wird mit Rücksicht auf den großen Rangierbahnhof eine Eisenbahnstation errichtet, welche in der Hauptsache dem Verkehr der Eisenbahnbeamten und Arbeiter dienen soll.

21.03.1907

Umzug der Praxis Dr. Burau in das Molkereigebäude am Bahnhof.

31.03.1907

Mitteilung des Wustermarker Gemeindevorstehers, Hornemann, über neue Krankenkassenbeiträge.

21.04.1907

Ein Arbeiter wird wegen Unterschlagung eines Betrages von 1 Mk. 40 Pfg., der zum Kauf von Schnaps vorgesehen war, angezeigt.

16.10.1907

Die Erweiterungsbauten der Bahnanlagen zwischen Spandau und Wustermark werden erstellt.

1907

Was sonst noch in diesem Jahr in Wustermark geschah.

04.07.1908

Radfahrerverein sucht neue Mitglieder.

17.07.1908

Am Vorwerk Elsgrund (bei Dyrotz) werden die Bahnhofsanlagen in Eisenbeton ausgeführt.

02.08.1908

Der Rollfuhrunternehmer Gustav Lamprecht ist als bahnamtlicher Rollfuhrunternehmer für den Bahnhof Wustermark bestellt wor-den. Das Rollgebiet umfaßt die Ortschaften Wustermark, Dyrotz, Hoppenrade, Wernitz und Zeestow.

01.11.1908

Der Kantinenwirt in Elsgrund Heinrich K. hatte bei einer Neu-eröffnung seines Gewerbebetriebes die Anmeldung desselben bei dem Gemeindevorsteher in Hoppenrade unterlassen. Er war vom Amtsvorsteher mit fünf Mark Geldstrafe belegt, welche nach Einspruch auf zwei Mark reduziert wurde.

27.11.1908

Auf dem Verschiebebahnhof brannte Montag abend zum ersten Male das elektrische Licht zur Probe. Außer den kleinen Lampen sind 128 große Bogenlampen zur Erleuchtung aufgestellt. Der an dem Himmel weithin sichtbare Schein gab vielfach zu der irrigen Meinung Anlass, daß es der Widerschein einer großen Feuers-brunst sei. Seit fünf Wochen halten auch sämtliche Fernzüge der Lehrter Bahn auf dem Verschiebebahnhof zum Ein- und Aussteigen von Personen; die neue Station trägt die amtliche Bezeichnung "Elsgrund".

1908

Die Eisenbahnstrecke zwischen Staaken und Nauen wird bis Wustermark zweigleisig ausgebaut.

1908

Ansicht Dorfeingang Berliner Straße mit der Bäckerei Heide auf der linken Seite.

1908

Otto Bruhn's Gasthof.

01.04.1909

Das seltene Fest des 50jährigen Amtsjubiläums beging der durch sein instruktives Buch: "Das Singen nach Noten" und durch sein "Schulxylophon" auch weiteren Kreisen bekannte hiesige Kantor Herr Liere in Rüstigkeit und Frische.

01.05.1909

Der Große Berliner Zentralrangierbahnhof, oder, wie er amtlich bezeichnet wird, "Verschiebebahnhof Wustermark", wird mit Einführung des Sommerfahrplans am 1. Mai 1909 eröffnet, wenn bis dahin die Gleisabnahme beendigt ist. (Großer Artikel "Wustermark der größte Rangierbahnhof der Welt" von der Entstehung des Bahnhofes im Osthavel-ländischen Kreisblatt vom 24.4.1909).
Und was sonst noch geschah

04.05.1909

Ein hiesiger Besitzer hatte sich von außerhalb zwei wertvolle Pferde verschrieben. Die Tiere kamen auch am Sonnabend per Eisenbahn hier an. Beim Ueberführen des Wagens, in welchem sich die Pferde befanden, auf ein anderes Gleis entgleiste der Wagen und stürzte um. Die beiden Pferde im Gesamtwert von 2600 Mk. wurden bei dem Sturz so erheblich verletzt, daß sie total unbrauchbar geworden sind und wahrscheinlich dem Schlächter anheimfallen.

31.07.1909

Der Radfahrerverein Borussia veranstaltet ein "Hahnradfahren".

31.08.1909

Humoristisches aus dieser Zeit.

17.09.1909

Fundsache.

27.11.1909

Durch einen Schneesturm am Bußtag waren die Signalleitungen der Lehrter Bahn zwischen Spandau und Wustermark unbrauch-bar geworden. Wie man sich trotzdem zu helfen wusste -->

1910

In Wustermark besteht eine der Kirche gehörende Bibliothek mit einem Buchbestand von 285 Exemplaren.

1910

Aus dem Osthavelländischen Kreisblatt

09.01.1910

Tanz bei Witwe Gagel.

09.01.1910

Mitteilung des Amtsvorstehers:
"Einem längst bestehenden Bedürfnisse ist auch hier jetzt abge-holfen, indem das Amtslokal des Herrn Amtsvorstehers mit Fernsprecher, der die Nr. 13 führt, versehen ist."

12.01.1910

Einladung zum Gustav-Adolf-Fest in Wustermark.

22.01.1910

G. Sydow sucht einen ordentlichen Großknecht.

04.03.1910

Ziegelei Wustermark sucht einen Ziegelstreicher.

26.03.1910

Verhängnisvoller Zugzusammenstoß auf dem Verschiebebahnhof fordert zwei Menschenleben.

29.04.1910

Das Kreisblatt meldet:
Eine Abnormität aus der Tierwelt ist bis zum Sonntag bei Herrn Kaufmann H. Juhrt hierselbst zu besichtigen. Es ist ein Kalb, das vor einigen Tagen lebend zur Welt kam und infolge seiner eigenartigen Kopfpartie einem Nashorn gleicht, während die Augen sich unter den seitwärts liegenden Ohren befinden.

20.05.1910

Heute feiert das Ehepaar J. H. Hipler ihre goldene Hochzeit.

30.06.1910

Ackerverpachtung zu Wustermark.

02.07.1910

Jahresbericht des Postamtes Wustermark.

02.07.1910

Jahresbericht des Eisenbahnverkehrs der Staatsbahnen.

09.07.1910

Für das Betteln in 5-6 Häusern wurde der geständige Schuhmacher Friedr. W. mit 2 Wochen Gefängnis bestraft.

10.08.1910

Neuerdings müssen Autos vorn und hinten Kennzeichenschilder führen. Wer nur mit einem Schild fährt riskiert eine 5 Mark Strafe.

12.08.1910

Verkaufswerbung Kinderbetten und -wagen.

15.10.1910

Havelländische Volksbräuche beim Einsammeln von Trinkgeldern bei Familienfeierlichkeiten.

1911

Der Wustermarker Bahnhof.

15.02.1911

Der Schüler Willi Taube rettet den neunjährigen Sohn des Büd-ners Garmatter vor dem Ertrinken.

07.04.1911

Die Staatsbahnverwaltung beabsichtigt, beim Verschiebebahnhof Wustermark eine größere Ansiedlung für Beamte und Arbeiter zu gründen.

29.04.1911

Der Arbeiter Johann Prz., der zuletzt beim Gutsbesitzer Gericke in Arbeit stand, wurde wegen köperlicher Mißhandlung, Beleidigung und Sachbeschädigung vom Schöffengericht zu je 12 Mark, insgesamt 36 Mark, Strafe verurteilt.

30.07.1911

Schmiedemeister Pahlke bietet einen Zwangs-Hufbeschlagsstand für Pferde und Ochsen an.

21.09.1911

Amtliche Bekanntmachung:
Die Königliche Eisenbahndirektion in Hannover beabsichtigt, auf ihrem im Gemeindebezirk Wustermark außerhalb der im Zusam-menhange gebauten Ortschaft belegenen Grundstück drei Einfamilien-Doppelwohnhäuser zu errichten, und hat die Erteilung der hierzu nach § 13 des Ansiedlungsgesetzes von 1904 erfor-derlichen Genehmigung beantragt.

23.09.1911

Die Verlegung des Ruhlebener Auswandererbahnhofs nach Wustermark ist von der Bahnverwaltung beschlossen worden. Die großen Schiffahrtsgesellschaften, die den Auswanderer-verkehr vermitteln, wollen allerdings nicht die Kosten des Bahnhofbaus tragen.

11.10.1911

Bekanntmachung des Landrates von Hanke:
Ich ersuche die städtischen Polizeiverwaltungen und die Herren Amtsvorsteher des Kreises, den Bedarf an Selbstmordzählkarten bestimmt innerhalb 8 Tagen bei mir anzuzeigen. Fehlanzeigen sind nicht erforderlich.

03.01.1912

Kulinarisches aus dem Havelland.

26.04.1912

Die Überführung der Güterzüge von Berlin nach dem Verschiebe-bahnhof Wustermark findet seit Sonntag auf dem hochgelegten Bahndamm statt.

08.06.1912

Auf dem Verschiebebahnhof verunglückte der 26jährige Rangierer Wegener dadurch, daß er zu Fall kam und ihm beide Beine abgefahren wurden.

30.06.1912

Reiseartikel: Kosten, Aussehen, Handlichkeit.

16.07.1912

Märkische Biernamen werden u.a. im dritten Band der Landes-kunde der Provinz Brandenburg von R. Mielke aufgezählt.

07.09.1912

Großes Erntefest in der Gaststätte Schneider sowie Festumzug mit Harken und Sensen.

20.11.1912

Auf eine 25jährige erfolgreiche Tätigkeit bei der Landgendarmerie kann der weit über die Grenzen des Kreises hinaus bekannte Gendarmeriewachtmeister Fritz Illgner zurückblicken.

1912

Bei den Reichstagswahlen siegt erstmals ein Sozialdemokrat im "Kaiserwahlkreis". In Wustermark aber liegt der konservative Kandidat in Haupt- und Stichwahl (77/125) vor seinem sozialdemokratischen Kontrahenten. Liebknecht erzielt 23 bzw. 27 Stimmen.

1912

Grundriss eines Wohnhauses mit Backstube und Verkaufsraum in der Friedrich-Rumpf-Straße (Dorfstraße).
Frontansicht des Hauses

1912

Ansichtskarte mit Juhrts Kaufhaus.

1913

Gründung des Jugendbundes "Armin", außerdem gibt es zu diesem Zeitpunkt auch Jugendvereinigungen für Mädchen, nämlich ein Jungfrauenverein und ein Missionsnähverein. Es besteht ein Ortsausschuß zur Jugendpflege, der aus dem Jugendpflegefond 200 RM für die Beschaffung von Turn- und Spielgeräten für den von der Gemeinde angelegten Turn- und Spielplatz erhält. Für den gleichen Zweck kommen noch je 100 RM aus Gemeinde- und Kreismitteln dazu.

21.01.1913

Nüchterne Arbeiterfamilien werden gesucht.

19.02.1913

Vor dem Schöffengericht zu Nauen wurden zwei Strafanzeigen (Uebertretung der Polizeistunde, Widerstand gegen einen Beamten) gegen den Wustermarker Gastwirt Oskar Schn. verhandelt.

24.02.1913

Vor Schreck gestorben.
Während eines Feuers auf dem Marzahnschen Gehöft ereignete sich leider auch ein Todesfall, der hiermit im Zusammenhang steht. Die Ehefrau des nebenan wohnenden Nachtwächters Taube hatte einen derartigen Schreck bekommen, daß sie bald darauf umfiel und starb.

01.03.1913

Flugübungen der "Hansa".
Schon seit einigen Tagen fliegt das Luftschiff "Hansa" an der Grenze des Truppenübungsplatzes Döberitz und über unsere Ortschaft hinweg. Anscheinend liegen militärische Uebungen vor. Gestern konnte man es wieder in bedeutender Höhe über unseren Ort sehen.

12.03.1913

Aus allen Teilen des Havellandes wird von würdig begangenen Jahrhundertfeiern berichtet, so auch aus Wustermark.

22.04.1913

Umfangreiche Bahnarbeiten stehen an im Zuge der Höherlegung der Lehrter- und Wildparkbahn.

13.05.1913

Für die Landtagswahl sind folgende Wahlmänner der bürger-lichen Parteien aufgestellt.

26.05.1913

Beiträge zur Deckung der Entschädigungen bei Rotz und Milzbrand für Pferde und Rindvieh.

19.06.1913

Die Jugend feiert das 100jährige Kriegsende (1813) und das Regierungsjubiläum des Kaisers.

25.06.1913

Der hiesige Jugendbund "Armin" nahm an den Jubiläumsfest-spielen in Falkenrehde teil und holte einige Preise.

31.07.1913

Auf dem hiesigen Güterrangierbahnhof sind jetzt 200 Beamten und 300 Arbeiter beschäftigt; letztere wohnen in den umliegenden Ortschaften, während die Beamten zumeist in Spandau wohnen. Die Eisenbahnverwaltung beabsichtigt daher für die Beamten Wohnhäuser zu bauen, ein größeres Gelände ist für diesen Zweck schon ausgewiesen.

09.08.1913

Für den Nachweis des Eigentümers einer abgegebenen Tesching-büchse winken 20 Mark Belohnung.

28.08.1913

Ein junger Mensch wurde auf dem Rangierbahnhof als blinder Passagier entlarvt.

16.09.1913

Auf der Feldmark von Dyrotz bauen drei Besitzer dieses Dorfes eine Fabrik zur Herstellung von Kartoffelschnitzeln und andern Futtermittel. Der Bau ist bald vollendet; der Betrieb soll noch in diesem Jahre eröffnet werden.

30.09.1913

Am Sonntag morgen wurde vom Posthofe ein Rad, dem Brief-träger Löchel gehörig, entwendet. Der Dieb fuhr über Wernitz nach Hoppenrade, wo er sich stärkte, um dann mit dem Rade zu verschwinden.

03.10.1913

Aus dem Schöffengericht.
Taubstummer Knecht wegen Angriffs auf kleines Mädchen verurteilt.

22.10.1913

Die Jahrhundertfeier der Völkerschlacht bei Leipzig wurde auch hier festlich begangen.

12.11.1913

Von der hiesigen Polizei ist eine Verordnung erlassen, nach welcher die Straßen an jedem Sonnabend vor Eintritt der Dunkelheit von den Anliegern zu reinigen sind. Gepflasterte Straßen und Bürgersteige sind zu kehren und ungepflasterte Straßen zu harken.

12.11.1913

Unfreundliche Wegeverhältnisse in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs.

22.12.1913

Der 32 Jahre alte Bahnarbeiter Max Wüstenberger geriet auf dem Verschiebebahnhof Wustermark beim Rangieren zwischen zwei Wagen und wurde dabei so schwer verletzt, daß der Tod auf der Stelle eintrat.

24.12.1913

Warnung des Ministers des Innern vor raffinierten Betrügereien des Bettler- und Landstreichertums.

31.12.1913

Die Gebietseinteilung der Ärzte richtet sich vorwiegend nach deren Wohnsitz. Danach ist Dr. Burau für die Gemeinden Wustermark, Dyrotz, Hoppenrade, Priort und Wernitz zuständig.

1914

Der Ort wird im Wegeverzeichnis des Kreises als Ausgangs- bzw. Endpunkt von drei Straßen genannt. Es sind die Strecken Potsdam - Wustermark, Wustermark - Zeestow und Tremmen - Wustermark.

1914

Ansichtskarte mit Dorfkirche, Dorfstraße und Gasthof Oskar Schneider an der Berliner Straße.

05.01.1914

Das Arbeiterehepaar Voigt hierselbst feierte das Fest der goldenen Hochzeit. Von Sr. Majestät dem Kaiser war ein Geschenk eingegangen, welches vom Herrn Superintendenten Miething feierlichst überreicht wurde.

07.01.1914

Eine königliche Deckhengststation soll in Wustermark eingerichtet werden. Der Besitzer Herr Hornemann I wird die Unterstellung der Hengste übernehmen. Um in dortiger Gegend eine neue Zucht einzuführen, ist die Einstellung eines Oldenburger und eines Hannoveraner Deckhengstes vorgesehen worden.

08.01.1914

Zu einem großen Bockbierfest wird eingeladen.

22.01.1914

Katzenaberglaube im Havelland.

11.02.1914

Am letzten Sonntag beging der hiesige Jugendbund "Armin" sein erstes Stiftungsfest im Saale des Herrn Schneider.

14.02.1914

Am Donnerstag abend feierte die Frauenhilfe der drei Gemeinden Wustermark, Dyrotz und Hoppenrade im Verbande mit dem Missions-Nähverein und der weiblichen Jugendvereinigung ihr neuntes Stiftungsfest im Saale des Herrn Schneider.

16.02.1914

In der Nacht vom 12. zum 13. Februar wurde in dem Lokal des Gastwirts Schneider ein Einbruch verübt, bei dem ungefähr 50 M Kleingeld, 800 Zigarren, 2000 Zigaretten und ein Fahrrad mit Gestell entwendet wurden. Der mutmaßliche Täter hat sich vorher mit dem Nachtwächter unterhalten.

03.03.1914

Die hiesige Freiwillige Feuerwehr beging am Sonnabend ihr 5. Stiftungsfest im Saale Schneider.

20.03.1914

Schwer verunglückt ist auf dem hiesigen Bahnhof ein Rangierer. Der bedauernswerte Mann kam zwischen die Puffer, wobei ihm das Fleisch vom rechten Unterarm losgerissen wurde.

11.04.1914

Todesanzeige Amtsvorsteher Karl Hornemann.

15.05.1914

Zwischen einer Wirtschafterin und einem Milchkühler kam es zu Handgreiflichkeiten.

20.05.1914

Der gefahrvolle Bahnübergang Berlin-Hamburger Chaussee soll durch eine Überführung ersetzt werden.

11.06.1914

Kinderwagenausstellung.

29.06.1914

Ein Junkers Gasbadeofen ersetzt eine Badereise.

30.07.1914

Beim diesjährigen Preis- und Gewinnschießen des Kriegervereins "Dyrotz-Wustermark" erwarb der Dyrotzer Hermann Thiele die Königswürde, 1. und 2. Ritter wurden die Wustermarker Taube und Schöneberg. Die meisten Ringe (56) erzielte der Hoppenrader W. Grünefeld.

31.08.1914

Eine Sammlung für das Rote Kreuz hat in der Gemeinde Wustermark 725,50 Mk. ergeben.

16.09.1914

Einen Finderlohn von 5 M. für ein verlorenes Portemonnaie mit einem Inhalt von 40 M. verspricht H. Daute, Wustermark.

19.11.1914

Ein junger Soldat, der beim Kaufmann Juhrt einquartiert war, hat folgendes Gedicht hinterlassen:

02.12.1914

Helle Freude werden die aus der Gemeinde Wustermark ins Feld gezogenen Krieger haben ...

12.01.1915

Auszug aus der Preusischen Verlustliste:
Es starben den Heldentod fürs Vaterland: Vom Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 20, gemeldet vom Feldlazarett: Gefreiter Wilhelm Kliem, Wustermark, gestorben an seinen Wunden im Lazarett Brügge 18. Oktober 1914.
Ersatzreservist Adolf Grüneberg, Wustermark.

15.01.1915

Aufruf des Landrates zur Landsturm-Musterung.

16.02.1915

Die Kaisergeburtstagsfeier gibt den Anlass zu einer Kollekte für die Soldaten im Kriegseinsatz.

20.04.1915

Die Kleidermode für alle.

26.04.1915

Ein deutsches Kaiserlied.

24.01.1916

Todesanzeige Bertha Juhrt, geb. Zeitel.

27.01.1916

Marktpreise in Brandenburg.

04.03.1916

Landwirt Schrobsdorf verlangt einen verheirateten Melker.

31.03.1916

Oberpfarrer Voß aus Prenzlau hat ein kriegerisches "Märkerlied" gedichtet.

25.04.1916

Die Einführung der Sommerzeit bei der Eisenbahn wird in folgender Weise ablaufen: Abends am 30. April wird um 11 Uhr ein "Uhrsignal" gegeben, woraufhin sämtliche Stations-, Zimmer- und Taschenuhren der Beamten um eine Stunde, d.h. auf 12 Uhr, vorgestellt werden müssen.

02.05.1916

Eine Genossenschaft unter dem Namen: "Osthavelländische Bodenverbesserungs-Genossenschaft Mitte" hat sich mit dem Sitz in Wustermark gebildet. Sie bezweckt, bestimmte Grundstücke unter Beschaffung der Vorflut und gleichzeitiger Herstellung der erforderlichen Wege und Gräben in Acker, Wiese und Weide umzuwandeln und nach Bedarf zu bewirtschaften und zu nutzen.

10.06.1916

Kriegsspende Deutscher Frauendank.
Frau Landrat von Hahnke bedankt sich für die treue Opfer-willigkeit der Osthavelländischen Frauen, die zu einem Sammelergebnis von 14.812,48 M. geführt hat. In Wustermark wurden 260,55 M. gespendet.

10.06.1916

Kriegsspende Deutscher Frauendank.
Frau Landrat von Hahnke bedankt sich für die treue Opfer-willigkeit der Osthavelländischen Frauen, die zu einem Sammelergebnis von 14.812,48 M. geführt hat. In Wustermark wurden 260,55 M. gespendet.

28.06.1916

Die Vertreter des Kirchenkreises haben folgende Eingabe beschlossen:
Das Generalkommando in den Marken wolle Maßregeln treffen, daß dem Rauchen der halbwüchsigen Jugend in der Öffentlichkeit ein Riegel vorgeschoben, dem spätabendlichen Herumtreiben dieser Jugend auf den Straßen sowie ihrem Wirtshausbesuch eine Beschränkung auferlegt werde.

12.09.1916

In größter Lebensgefahr schwebte eine Frau, die mit dem Zuge von Spandau nach Wustermark fuhr.

1917/1919

Anträge zum Bau einer Provinzialstraßenbrücke im Zuge der Berlin - Hamburger Chaussee zwischen Dyrotz und Wustermark. Die Errichtung zweier Eisenbetonbrücken wird durch den Bau des Havelländischen Hauptkanals notwendig.

29.01.1917

Die Kaisergeburtstagsfeier gibt den Anlass zu einer Kollekte für die Soldaten im Kriegseinsatz.

17.03.1917

In Wustermark wird ein französischer Kommandant eingesetzt, ein wahrer Unhold, Räuber und Gelderpresser.

19.05.1917

Der Gemeindekirchenrat verpachtet auch in diesem Jahr seine Pfarrwiesen (5 Morgen Dammkavelwiese, 3 Morgen Hauskavel-wiese und 3,5 Morgen Erbskavelwiese) meistbietend.
Kavelwiese ist eine Fläche von Gräsern und Sträuchern, die als Weideland genutzt wird.

29.06.1917

Todesanzeige eines 20-jährigen Wustermarkers und Träger des Eisernen Kreuzes 2. Klasse.

19.09.1917

Räuberischer Überfall auf einen 13jährigen Berliner Knaben.

08.02.1918

Oberleutnant von Trotha hält einen Lichtbildervortrag über die türkischen Bundesgenossen.

15.02.1918

Die Pferdevormusterung findet am 23. Februar 1918, 10 Uhr vormittags, im Dorfe zwischen dem Engelschen und Gastwirt Gagelschen Grundstück in Wustermark statt.
Das Pferdeausfuhr- und Besitzerwechselverbot bis zur Beendi-gung der Pferdevormusterung.
Die Pferdevormusterungsbestimmungen.

16.02.1918

Aufruf zur Ablieferung von Alteisen für die Herstellung von Kano-nen und Granaten, um die Feinde Deutschlands niederzukämpfen und zum Frieden zu zwingen.

01.03.1918

"Lernt schweigen" oder "Vorsicht bei Gesprächen".

18.03.1918

Am 15. März 1918 wird in den Zeitungen eine Bekanntmachung veröffentlicht, die die Beschlagnahme und Meldepflicht von gesammelten rohen Menschenhaaren reguliert. Betroffen sind Frauenhaare und Chinesenhaare!

16.04.1918

Dem Postaushelfer Ferdinand Engel, Wustermark, ist das Ver-dienstkreuz für Kriegshilfe verliehen worden.

04.05.1918

Die holde Weiblichkeit kann es nicht unterlassen, trotz Bestra-fung mit Kriegsgefangenen anzubandeln.

07.05.1918

Ein Leutnant vom Reserve-Infanterie-Regiment hält einen lehrrei-chen Vortrag über die baltischen Länder.

25.05.1918

Die Unsitte vieler Soldaten, sich auf die Dächer der Waggons zu setzen, hat wieder mal ein Opfer gefordert.

01.08.1918

Die für den Kreis Osthavelland festgesetzten Höchstpreise für Frühgemüse und Obst, zu denen der Erzeuger-, Groß- und Kleinhandel die Produkte verkaufen darf.

02.09.1918

Wie jedes Jahr findet heute, dem Gedenktage der Schlacht am Sedan, im Saale der Diakonissenstation ein Familienabend statt.

21.12.1918

Umfangreichen Spitzbübereien ist man wieder auf dem Verschiebebahnhof Wustermark auf die Spur gekommen.

1918/1919

Die Gemeinde Wustermark stellt einen Antrag auf Eintragung des Fischereirechtes ins Wasserbuch für den Schlag-, Mittel- und Schöppengraben.

12.02.1919

Ankündigung eines Vortrages in der Gastwirtschaft Schneider über den "Entwurf zu einer neuen Reichsverfassung".

10.03.1919

In die Gemeindevertretung gewählt wurden 6 Bürgerliche, 3 Sozialisten und Unabhängige.

13.05.1919

Gutsbesitzer Karl Gericke in Wustermark hat das z. Zt. im Konkurs erstandene Ziegeleigrundstück am Kuhdamm für rund 50.000 M an Domänenpächter Schurig in Markee verkauft.

21.05.1919

Die neuen Tarife für Landarbeiter im Osthavelland.

24.05.1919

Werbung für Einradhackmaschinen mit selbst konstruierten Kornhacken.

24.05.1919

Ankündigung einer Protestversammlung gegen den Gewalt-frieden.

30.05.1919

Hermann Städicke eröffnet eine Schlächterei.

05.06.1919

Angebote der Gärtnerei Fruth jun.

05.08.1919

Beraubung eines Güterwagens durch Eisenbahnarbeiter.

08.09.1919

Nachts wurde während einer Hochzeitsfeier das Nebenhaus, in welchem die Hochzeitsgäste ihre Garderobe aufbewahrten, von Einbrechern heimgesucht und mehrere wertvolle Kleider und Anzüge sowie auch Wäsche entwendet.

01.10.1919

Die Postgebühr für einen Brief bis 20 g im Orts- und Nachbar-ortsverkehr kostet 15 Pf., im Fernverkehr 20 Pf.. Postkarten kosten 10 Pf. bzw. 15 Pf..

21.10.1919

Ein typisches Eisenbahnerlos.

25.10.1919

Die Eintragung der Kohlenbelieferung ist ab heute möglich.

29.10.1919

Viehdiebstahl beim Chausseearbeiter Hornemann.

29.10.1919

Die Theatergesellschaft Nauen 1919 gibt ein Gastspiel in Bruhns Gasthaus.

26.11.1919

Protestversammlung gegen die Zurückhaltung der deutschen Kriegsgefangenen in Frankreich.

11.12.1919

Verlobungsanzeige Zechlin (Dyrotz) - Engel (Wustermark).

18.12.1919

Wie in vielen Gemeinde, so hat sich auch jetzt in Wustermark eine Einwohnerwehr gebildet zum Schutze des Eigentums. Der Wehr gehören augenblicklich 48 Einwohner an. Zu ihrem Führer haben sie den Sohn des Gutsbesitzers Gericke gewählt.

23.12.1919

Ein von Hamburg kommender Transport Truppen der Eisernen Division hat auf dem Verschiebebahnhof Wustermark gestern früh Güterwagen erbrochen und beraubt, wobei sie beobachtet wurden. Eine gleich danach angesetzte Durchsuchung brachte Stoffe, Sacharin und Bilderrahmen zum Vorschein.

24.12.1919

Trotz der vor kurzem gegründeten Ortswehr gab es einen Einbruch bei dem Schlächtermeister Zinke.

26.02.1920

Vom Landrat als Gemeindevorsteher bestätigt ist z. Zt. Landwirt Wilhelm Böttcher.

04.03.1920

An der Eisenbahnsiedlung sind die Arbeiten wieder aufgenommen worden.

11.03.1920

Der Kreisverein Osthavelland der Deutschen Volkspartei hält eine öffentliche Versammlung in Wustermark ab.

12.04.1920

Hammeldiebstahl in Wustermark.

07.06.1920

Ergebnisse der Reichstagswahl.

07.06.1920

Grausamer tödlicher Eisenbahnunfall.

02.07.1920

Werbung für ein Kuss-Lehrbuch!

17.08.1920

Werbung für eine Hinrichtung.

19.08.1920

Sauberes Hausmädchen gesucht.

02.12.1920

Ein Gefecht zwischen Überwachungsmannschaften der Eisenbahn und Eisenbahndieben forderte einen Toten und einen Verletzten.

20.12.1920

Die Mitglieder des Ortskartells des Deutschen Beamtenbundes protestieren gegen die ungerechte Einstufung ihres Ortes unter 10.000 Einwohner.

ca. 1920

Wustermarker Amtssiegel

21.09.1920

Ortskartell des Deutschen Beamtenbundes berät über Bildung eines Landesbeamtenbundes.

27.01.1921

Ein "bahnpostlagernder" Einbrecher, der in einem Korb befördert wurde, ist gefasst worden.

16.08.1921

Der Markkurs am 16. August:
Es zahlten für je 100 M Zürich 7, Paris 14,79 Franken, Stockholm 5,65 Kronen, Amsterdam 3,76 Gulden, Newyork 1,15 Dollar, Rom 26,17 Lire. Ein Pfund Sterling kostete 317 M.

17.09.1921

Wertheim präsentiert die neuesten Damenmoden.

27.12.1921

Schießerei zwischen Eisenbahndieben und Überwachungs-beamten.

29.12.1921

Getreidehändler Erich Wagenführ, Bahnhof Wustermark, inseriert.

09.02.1922

Zeitplan des vorörtlichen Zugverkehrs.

13.02.1922

Fremdwährungen kosteten nach den amtlichen Notierungen der Berliner Börse:

04.04.1922

Handgezeichnete Karte des Havelländischen Luchs.

13.05.1922

Die Lebenshaltungskosten sind seit 1914 um das 54fache gestiegen bei fast stagnierendem Gehalt.

30.08.1922

Tarife für Landarbeiter.

09.11.1922

Der Kirchenkreis Potsdam II hatte heute hierorts eine bedeutsame Feier. Der neuernannte Superintendent Pfarre Korth wurde durch den Generalsuperintendenten der Kurmark D. theol. Axenfeld feierlich in das Ephoralamt eingeführt.

21.12.1922

Der Kreistag legt die Kostenverteilung für den Bau des Kanals Nauen-Paretz fest. Insgesamt muß ein Betrag von 21,6 Millionen Mark aufgebracht werden. Ein Anteil von 5,2 Millionen Mark wird auf die Ortschaften umgelegt. 6/13 = 2,4 Millionen Mark entfallen auf die Gemarkungen deren Ländereien meist günstig zum Kanal liegen, dazu zählt auch der Gemeindebezirk Wustermark.

03.01.1923

Die Telefongebühren ab 1. Januar bei öffentlichen Sprechstellen betragen für ein Gespräch von nicht mehr als 3 Minuten Dauer im Orts- und im Fernverkehr bis 5 km 30 M., von einer Teilnehmerstelle beträgt die Gebühr für ein Ortsgespräch 15 M.

09.01.1923

Wieder mal werden die Postgebühren zum 15. des Monats erhöht.

21.02.1923

An der Berliner Börse kostet 1 US-Dollar zwischen 23.500 und 25.000 Mark.

27.02.1923

Eine Vorführung des von Tischlermeister Ernst Kluge in Dyrotz erfundenen Leihsarges findet auf dem Kirchhof in Dyrotz statt.

03.03.1923

Mode: Die ersten Jackenkleider des Jahres

08.03.1923

Erfolg des Kreispolizeihundes Rolf.

14.06.1923

Kirchenräuber stahlen zwei wertvolle Kronleuchter aus der Kirche.

14.06.1923

An der Berliner Börse kostet 1 US-Dollar zwischen 106.500 und 110.000 Mark.

09.07.1923

Fuhrwerk am offenen Bahnübergang vom Zug erfasst.

09.07.1923

An der Berliner Börse zogen Devisen und Noten weiter an, 1 US-Dollar kostete 275.862 Mark.

10.08.1923

An der New Yorker Börse kostet 1 US-Dollar jetzt 4.847.850 Mark.

08.1923

Handskitze des Wustermarker Bahnhofes.

30.10.1923

1 Dollar kostet 65.000.000.000 Mark.

08.12.1923

Auflistung der ab dem 1. Dezember geltenden Beamtengehälter.

18.12.1923

Werbung des Textilhauses Leineweber.

21.12.1923

Rätselhafter Leichenfund in Wustermark.

03.06.1924

Seit einigen Tagen steht ein großer Teil der hiesigen Land-arbeiterfrauen wegen Lohndifferenzen im Streik.

03.06.1924

Trotz eines Beschlusses im vorigen Jahr gibt es nun doch keinen Bahnhofsumbau.

04.06.1924

Der im vorigen Jahre eingegangene Jugendbund "Armin" ist jetzt neugegründet worden. Er ist dem hiesigen Kriegerverein angegliedert worden.

12.07.1924

In der Gemeindevertretersitzung am letzten Donnerstag wurde der Landwirt Emil Spiesecke (Wirtschaftvereinigung) zum Gemeindevorsteher, der Oberlandjäger Friedrich Illgner (Wirt-schaftvereinigung) zum 1. Schöffen und der Arbeiter Fritz Fenz (Kommunist) zum 2. Schöffen gewählt.

12.07.1924

Die Schulen von Wustermark, Hoppenrade, Buchow-Carpzow und Wernitz unternahmen gemeinsam einen Ausflug.

19.07.1924

Ein hiesiger Einwohner namens Fenz wird tätlich gegenüber der Feuerwehr während eines Löscheinsatzes.

09.08.1924

Die Ernte ist im vollen Gange, der Ertrag ist zufriedenstellend, es fehlen in diesem Jahr aber die Ährensammler aus Berlin.

09.08.1924

Einige Kinder haben leider nur Unfug in ihren Köpfen.

14.08.1924

In letzter Zeit werden immer mehr Stahlhelm-Ortsgruppen gegründet. Es stellt sich daher die Frage:
Was ist der "Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten"?

04.09.1924

Das monatliche Abbonnenment der Havelländischen Rundschau kostet z.Zt. 2 Mark.

04.09.1924

Die gewählten und jetzt von dem Landrat bestätigten Gemeindevorstandsmitglieder Spiesecke, Illgner und Hilfsschöffe Böttcher sind von dem Amtsvorsteher in ihr Amt eingeführt worden, nachdem sie den Eid auf die Verfassung geleistet haben. Die Bestätigung des zum 2. Schöffen gewählten Arbeiters Fritz Fenz, der der kommunistischen Partei angehört, ist von dem Landrat noch ausgesetzt worden.

04.09.1924

Vor einigen Jahren wurde der der Kirche gehörige Acker in Parzellen von je 1/2 Morgen Größe eingeteilt und an die kleineren Gewerbetreibenden, Beamten und Arbeiter verpachtet. Diese Regelung wurde auch bei der am Freitag stattgefundenen Neuverpachtung beibehalten. Der Taxpreis war auf 26 Mark pro Morgen festgesetzt worden. In fast allen Fällen wurde aber die Taxe um fast 100 % überboten.

04.09.1924

Die Rotlaufseuche unter den Schweinen breitet sich immer mehr aus. Fast jeden Tag verenden Tiere und zerstören die Hoffnung vieler Halter, den Winter gut überstehen zu können.

06.09.1924

Einem seit vielen Jahren bestehenden Mißstand hat der Gastwirt D. Bruhn abgeholfen. Irgendein größeres Vergnügen oder dergleichen zu veranstalten war bisher nicht möglich, da ein entsprechender Saal nicht zur Verügung stand. Herr Bruhn hat jetzt seinen bestehenden Saal erweitert. Vor allen Dingen hat der Saal jetzt eine wirklich gute Theaterbühne.

10.09.1924

Pachtstreitigkeiten der Pfarre.

25.09.1924

Die Belegung der unterirdischen Telefon-Kabel Berlin-Köln sind nunmehr beendet. Die Reichstelegrafen-Verwaltung ist jetzt dabei, die Luftleitung abzubrechen. Soweit die Luftleitung innerhalb der Ortschaft Wustermark nicht noch andere Leitungen trägt, ist ihr Abbruch bereits erfolgt.

03.10.1924

Schlafender Kutscher hatte keine Gewalt über seine Pferde.

03.10.1924

Erntefest bei strömendem Regen.

07.10.1924

Die Wustermarker Ortsgruppe der Kommunistischen Partei Deutschlands verklärt in einer Versammlung die nahezu paradie-sichen Zustände in Sowjetrußland.

07.10.1924

Aus dem Gerichtssaal:
Viehdieb aufgrund einer installierten Alarmanlage erwischt.

07.10.1924

10-Jährige Gedenkfeier des Vereins ehemaliger 15. Reserve-Jäger in Wustermark.

16.10.1924

In der Pachtstreitsache mit der Pfarre hat sich ein großer Teil der Pächter auf Aufforderung durch die Pfarre, mit der Zahlung des geforderten Pachtpreises einverstanden erklärt. Gegen die übrigen Pächter hat die Pfarre Klage bei dem Pachteinigungsamt in Nauen erhoben. In dem am letzten Sonnabend stattge-fundenen Termin hatten sich die Pächter bereit erklärt, einen Pachtpreis von 20 Mark pro Morgen und Jahr zu zahlen. Eine Einigung kam aber nicht zu Stande und wird ein neuer Termin anberaumt werden.

24.10.1924

Es ist beschlossen worden, die elektrische Straßenbeleuchtung, die seit dem Kriege aus Sparsamkeitsgründen eingestellt war, wieder in Betrieb zu nehmen.

28.10.1924

In Wustermark gibt es ein Schaupflügen mit einem Wendestock.

11.12.1924

Die am 1. Dezember des Jahres statt gefundene Viehzählung hatte folgendes Ergebnis: Zahl der viehbesitzenden Haus-haltungen 165. Gezählte Pferde 167, Rindvieh 375, Schafe 6, Schweine 321, Ziegen 77, Federvieh 1792. Haushaltungen mit Hausschlachtungen 95. Geschlachtet sind 131 Schweine und 1 Ziege.

18.12.1924

Gründungsfest des Wustermarker Sportvereins, der aus dem früheren Jugendbund Armin hervorgegangen ist.

24.12.1924

Am Sonntag wurde die neuerbaute Orgel der Kirche geweiht in Verbindung mit einem Konzert.

27.12.1924

Dem Kreisblatt wird entnommen: Am Eingang unseres Dorfes an der Chausseeabzweigung Nauen-Berlin-Potsdam kann man in letzter Zeit nur allzu häufig die Wahrnehmung machen, daß von Schulkindern Scherben und Blechstücke auf den Fahrdamm geworfen werden. Was nützen da alle Vorsichtsmaßregeln zur Verhütung von Automobilunglücken, wie aufstellen von Warnungstafeln usw., wenn der Fahrdamm von solchen dem Verkehr gefährlichen Gegenständen nicht freigehalten wird. Hier müßte einmal energisch eingegriffen werden.

03.01.1925

Eine schöne, große, dicke Wurst verschwindet und verwandelt sich in ein großes dickes Tier, welches ein graues, haariges Fell hat.

08.01.1925

Das Fest der goldenen Hochzeit konnte der Produktenhändler Friedrich Wagenschütz mit seiner Ehefrau Dorothe Sophie Elisabeth, geb. Moritz, im Kreise ihrer Angehörigen feiern. Wagenschütz, ebenso wie seine Ehefrau, erfreut sich großer Beliebtheit in der Gemeinde.

12.01.1925

Der Bau einer großen Hochspannungsleitung ist jetzt auch von Wustermark aus zu sehen. Die Leitung wird in Spandau enden.

21.01.1925

Am Montag hielt die Ortsgruppe Wustermark des Kreisvereins Osthavelland der Deutschnationalen Volkspartei im Lokal von Juhrt ihre erste diesjährige Versammlung ab.

24.01.1925

Ein Versuchswagen der Protoswerke verursacht einen Verkehrs-unfall, der jedoch ohne Personenschaden verlief. Der Wagen zerstörte lediglich einen steinernen Pfeiler des Vorgartens auf dem Grundstück des Gutsbesitzers Engel.

04.02.1925

Die Frauenhilfen Wustermark und Dyrotz feierten am 01. des Monats ihr 20jähriges Bestehen.

23.02.1925

Am 15. des Monats ist der langjährige Seelsorger der Gemeinden Wustermark und Hoppenrade, Superintendent Miething, im Alter von 72 Jahren verstorben.

28.03.1925

Ein schlechter Silvesterscherz.

18.05.1925

Schwarzangler am Kanal Nauen-Paretz gefasst.

23.05.1925

Die Provinzialverwaltung lässt eine Neuschüttung des Fahrdammes der Berlin-Hamburger Chaussee zu beiden Seiten der Berlin-Lehrter Bahn vornehmen.

27.05.1925

Am Montagnachmittag entlud sich ein ziemlich starkes Gewitter über unserem Ort. Dabei schlug der Blitz in die elektrische Hochspannungsleitung der Überlandzentrale und führte Kurz-schluss herbei. Eine hohe, weithin sichtbare Feuerzunge schlug aus dem eisernen Mast an der Chaussee nach Hoppenrade empor, und ein ziemlich starkes Knattern war in der Umgebung zu hören. Nachdem die Leitung ausgeschaltet war, erlosch der Brand. Das am Sonntag nachmittag niedergegangene Gewitter war zum Teil mit Hagelschlag verbunden, doch schien dieser keinen Schaden angerichtet zu haben.

19.06.1925

Bei dem Hammeltanzvergnügen der hiesigen jungen Leute am letzten Sonntag ging es wieder einmal nicht ohne Schlägerei ab. Gegen 12 Uhr musste der Wirt den Saal räumen lassen, da anzunehmen war, dass die Schlägerei noch weiter ausartete. Einer der Radaubrüder musste später noch von dem Land-jägerbeamten festgenommen und eingesperrt werden.

05.08.1925

Die Kirchensteuer beträgt in diesem Jahr 15 Prozent der Einkommensteuervorauszahlung für das Jahr 1924.

17.08.1925

Das Tagebuch des für Wustermark zuständigen Landjägers enthält einen Eintrag über Mord und Selbstmord im Ort, danach erschießt um 8.35 Uhr auf dem Molkereigrundstück ein Arbeiter ein Dienstmädchen und tötet sich dann selbst.

21.08.1925

Etwas für Bienenzüchter.
Vor einigen Tagen konnte man hier eine seltene Wahrnehmung machen. Ein Fuhrwerk eines hiesigen Besitzers war auf dem Felde, als plötzlich ein ziemlich starker Bienenschwarm sich an dem Wagen festsetzte. Der Schwarm blieb auch sitzen, als das Fuhrwerk den Heimweg antrat. Zu Hause angekommen, konnte dann der Schwarm eingeschlagen werden.

11.11.1925

Die Deutschvölkische Freiheitsbewegung hält eine schwach-besuchte Versammlung ab.

12.11.1925

Die Lehrerschaft von Wustermark und Umgebung bezieht Stellung gegen den neuen Reichsschulgesetzentwurf.

21.11.1925

Wahlplakat des "Wirtschaftsblock Osthavelland".

19.01.1926

Sechsköpfige Güterdiebesbande gefasst.

29.01.1926

Demonstration gegen die Fürstenabfindung.

30.01.1926

Tod auf den Schienen.

05.02.1926

Die jährlichen Elternabende der Schule erfreuen sich allgemeiner Beliebtheit.

15.02.1926

Mutter und ihre Söhne müssen sich vor dem Großen Schöffengericht zu Spandau wegen Anstiftung zum Diebstahl verantworten.

04.03.1926

Juhrt-Firma wirbt mit ihren Produkten.

04.03.1926

Die alten und unleserlichen Merkschilder für die Hydranten wurden ausgetauscht mit dem Ergebnis, die Lust an der Zerstörung eben dieser in Schulkindern hervorzurufen.

09.03.1926

Der Melker Willy Bo. hatte sich in Spandau wegen Hundediebstahls zu verantworten.

16.03.1926

Mit dem Umbau des Personenbahnhofes soll in kürzester Zeit begonnen werden.

16.03.1926

In der vorigen Woche wurde ein Marokkaner festgenommen, der von der französischen Besatzungsarmee im Rheinland desertiert war, weil sein Regiment nach Marokko tranportiert wurde, um im Kampf gegen die Rifkabylen Verwendung zu finden.

17.03.1926

Die Fischereirechte der Gemeinde Wustermark im Kanal Nauen-Paretz wurden öffentlich meistbietend verpachtet.

22.03.1926

Die Gemeindevertreter haben beschlossen, die jährliche Ratten-vertilgung einem Fachmann zu überlassen.

22.03.1926

Ein durchgehendes Pferd des Schlächtermeisters St. richtete erheblichen Schaden an.

26.03.1926

Am Sonntag Palmarum werden in der hiesigen Kirche durch Superintendent Korth folgende Kinder eingesegnet: Hertha Brüggemann, Betty Grünefeld, Gerda Genschow, Martha Kraatz, Magdalena Krems, Martha Marzilger, Erna Pulst, Ella Reetz, Dora Sydow, Emmi Schrobsdorff, Hans Böttcher, Gerhard Dörnbrack, Alfred Eiseermann, Franz Horowsky, Klaus Korth, Albert Ihlefeld und Erich Rohde.

01.04.1926

Ein Kindesmörder, nach dem seit 1923 gefahndet wurde, ist jetzt gefasst worden.

06.05.1926

Die Teilnehmer des örtlichen Fernsprechdienstes werden recht stiefmütterlich behandelt.

07.05.1926

Mit dem Umbau des hiesigen Personenbahnhofs ist diese Woche nun endgültig begonnen worden.

10.05.1926

Todesurteil für den Kindesmörder.

21.05.1926

Der Arbeiter F. wurde wegen Beleidigung des Gemeindevor-stehers Spisecke vor dem Nauener Strafgericht angeklagt.

25.05.1926

Während die Kraftpersonenpostlinie Ketzin- Groß-Kreutz einge-stellt werden soll, konnte auf der Strecke Ketzin-Wustermark eine neue Strecke eingerichtet werden, so daß das Auto jetzt zwischen Ketzin und Wustermark und umgekehrt je drei Fahrten täglich fährt.

09.06.1926

Der Händler Gustav Kanitz musste sich wegen wiederholter Hehlerei vor Gericht verantworten.

20.06.1926

Volksentscheid gegen die Fürstenabfindung; in Wustermark gibt es 545 Wahlberechtigte; es werden 262 gültige Stimmen abgegeben, für das Gesetz votieren 254 Wähler, dagegen 8.

1926-1928

Verlegung einer neuen Wasserhauptdruckleitung von Wustermark über Zeestow nach Brieselang im Rahmen von Notstandsarbeiten bei denen Arbeitslose aus der Region beschäftigt werden sollen. In Wustermark sind 27 Männer und vier Frauen erwerbslos gemeldet. Die Beschäftigten beim Bau erhalten einen tariflichen Stundenlohn von 0,64 RM.

1927

Bau einer Tankstelle auf der Verkehrsinsel in Wustermark.
Baupolizeilich geprüfte Handskitze.

29.01.1927

Die elektrische Straßenbeleutung wird vervollständigt.

31.01.1927

Vortrag mit Vorführungen und Schaukochen über verschiedene neue elektrotechnische Haushaltseinrichtungen.

18.02.1927

Öffentliche Diskussionsversammlung mit den Gruppen "Stahlhelm" und "Rote Frontkämpferbund" über das Thema: Stahlhelm und Arbeiter. Redner u.a. Fenz (Wustermark) und Krause (Priort).

11.03.1927

Die Einzahlung von rückständigen Steuern und Abgaben wird öffentlich angemahnt. Außerdem wird bekannt gegeben, dass die Auszahlung der Erwerbslosenunterstützung nur an die Hauptunterstützungsempfänger erfolgt.

17.03.1927

Aus dem Kreisblatt:
Am Volkstrauertag hielt Herr Betz im Saale des Gastwirts Bruhn, hierselbst, einen Vortrag über seine Erlebnisse in der französischen Fremdenlegion. In packenden, bewegten Worten schilderte er die Leiden und Qualen der Fremdenlegionäre in dem heißen Afrika, die nur als Kanonenfutter für Frankreichs Eroberungen in Afrika betrachtet würden. Reicher Beifall dankte Betz für seinen Vortrag.

23.03.1927

Konfirmanden in Wustermark.

23.03.1927

Vor dem Großen Schöffengericht hatte sich der Reichsbahn-inspektor Hermann Th. wegen Unterschlagung von Kassen-geldern in Höhe von 12.618 RM zu verantworten.

29.03.1927

Der Schulvorstand beschließt, Minderbemittelten auf Antrag Beihilfen zur Beschaffung von Schulbüchern zu gewähren.

22.04.1927

Junge Mädel beim Osterwasserholen von einer geisterhaften Gestalt fast zu Tode erschreckt.

21.05.1927

Die Kreissynode tagt in Bruhns Gasthof.

23.05.1927

Am gestrigen Sonntag wurde im Rahmen eines Sängertages das Stiftungsfest und eine Fahnenweihe des Männergesangsvereins Liederkranz zelebriert.

27.05.1927

Ein Arbeiter wurde schwer verletzt durch einen Blitzeinschlag.

15.06.1927

Schlägerei zwischen Roten Frontkämpfern und Stahlhelmern.

30.06.1927

Das Kreisblatt zeigt sich erbost über den schlechten Zustand der Straße zum Bahnhof.

1928

Der Landjägerposten 14 (Polizei) hat in Wustermark seinen Sitz mit Zuständigkeit für Wustermark, Hoppenrade, Wernitz und Buchow-Karpzow.
Antrag auf Neubau eines Landjägerdoppelgehöfts an der Landstraße nach Zeestow (letztes Doppelhaus auf der rechten Seite).

17.01.1928

Der hiesige Christliche Verein junger Männer feiert sein diesjähriges Jahresfest in Gestalt eines Heimatabends am kommenden Sonntag im Saale des Gastwirts Bruhn. "Märkerland - Heimatland, Märkerland - Gottesland" sind die Titel des reichhaltigen Programms. Der Eintrittspreis ist äußerst niedrig gehalten.

18.01.1928

Der Kriegerverein Dyrotz-Wustermark hielt seine Jahresver-sammlung im Saale des Lokals Bruhn ab.

03.02.1928

Tischlermeister Gustav Gollnischsche feiert mit seiner Frau Goldene Hochzeit.

28.02.1928

Am 25. Februar fand im Bruhnschen Saal ein Konzert des Prof. F. Schmidt-Quartetts (Doppelquartett des Berliner Lehrervereins) statt. Hier nun die Rezension im Kreisblatt.

09.03.1928

Versammlung der Wirtschaftspartei mit dem Provinziallandtags-abgeordneten Amtsvorsteher Krüger, Hoppenrade.

17.03.1928

Die Prüfung der diejährigen Konfirmanden von Wustermark und Hoppenrade findet Sonntag, den 25. März, vorm. 10 Uhr, in der Kirche zu Wustermark statt, die Einsegnung Palmsonntag, den 1. April, 9 Uhr in Hoppenrade, 11 Uhr in Wustermark.

22.03.1928

Informationen zur Einschulung und Konfirmation.

07.04.1928

Durch Hochspannungsleitungen gefährdete Grundstücke sollen entschädigt werden.

11.04.1928

Eindruch und Belästigung eines Arztes.

01.05.1928

Das örtliche Postamt führt Verbesserungen ein, u.a. wird der Telephondienst auch an Sonntagen zur Verfügung stehen.

06.06.1928

Der schlechte Zustand des Friedhofswasserbeckens erschwert das Pflegen der Gräber.

08.06.1928

Keine Elternbeiratswahl in der Grundschule.

11.06.1928

Schwerer Unfall mit Todesfolge in der Nähe des Bahnübergangs.

27.06.1928

L a n d v e r p a c h t u n g. Hier wurden der Acker und die Wiesen der hiesige Pfarre auf die Dauer von zwölf Jahren öffentlich meistbietend verpachtet. Die Preise bewegten sich zwischen 28 und 48 Mark für den Morgen. Für die im Luch liegenden Grundstücke fanden sich keine Pächter.

30.06.1928

Verkaufswerbung Motorräder. U.a. wird die "Weltrekord-maschine" F.N. angeboten.

07.07.1928

Kindesleiche auf der Eisenbahnstrecke bei Wustermark gefunden.

28.07.1928

Angler ohne E r l a u b n i s s c h e i n e. In den letzten Tagen wurde wieder einmal am hiesigen Kanal eine Razzia durch die Polizei abgehalten und eine größere Anzahl Personen beim Angeln getroffen, die weder im Besitz eines Erlaubnisscheines noch eines Fischereischeines waren. Sie wurden zur Anzeige gebracht und sehen ihrer Bestrafung entgegen.

03.08.1928

Bau des Landjägerhauses an der Zeestower Chaussee wird kritisiert.

04.08.1928

A m t s n i e d e r l e g u n g. Der Landwirt Emil Spiesecke, hierselbst, hat sein Amt als Gemeindevorsteher der hiesigen Gemeinde niedergelegt. Zwecks Neuwahl eines Gemeinde-vorstehers ist die Gemeindevertretung zu einer Sitzung am kommenden Montag eingeladen worden. Bis zur Neuwahl und Bestätigung des neuen Gemeindevorstehers führt Spiesecke den Posten weiter.

10.08.1928

Gemeindevorsteher Spiesecke vom Rücktritt zurückgetreten.

12.08.1928

Ermordung des Stahlhelmers Heinz Malchert.

14.08.1928

Schwerverletzte durch Messerstiche während einer Prügelei.

17.08.1928

Weitere Ermittlungen mit neuen Erkenntnissen zum Hergang der Ermordung Malcherts.

22.08.1928

Der elektrische Bahnbetrieb auf der Strecke Charlottenburg-Spandau/West wird eröffnet.

17.09.1928

Wahl der kirchlichen K ö r p e r s c h a f t e n.
Das Kreisblatt meldet: Am 18. November dieses Jahres finden die Wahlen zu den kirchlichen Körperschaften statt. Alle Gemeindeglieder, die seit 1924 das 24. Lebensjahr erreicht haben oder zugezogen sind und den Willen haben, ihr Wahlrecht im Sinne und Geiste der evangelischen Kirche auszuüben, werden aufgefordert, sich bis zum 23. September zur Eintragung in die Listen im Pfarrhaus zu melden.

17.09.1928

Das Kreisblatt meldet:
Die zum Wustermarker Stahlhelmmord V e r h a f t e t e n entlassen. Die z.Zt. von den hier zur Untersuchung des Stahlhelmmordes in Wustermark anwesenden Berliner Kriminalisten nach Moabit überführten Verhafteten, der Kupferschmied Willi Burdack und die Arbeiter Otto Heese und Peters, wurden gestern entlassen. Sie trafen gestern abend gegen 7.30 Uhr in Nauen ein, wo sie von ihren sehr zahlreich erschienenen Parteigenossen mit Musik abgeholt wurden. Den Mord selbst umhüllt noch immer tiefes Dunkel.

04.10.1928

Seit Jahren wartet die Gemeinde auf ein Ehrenmal für die im 1. Weltkrieg Gefallenen.

18.10.1928

Der Amtsvorsteher hat sein am 18. August dieses Jahres aus Anlass der politischen Zusammenstöße und der Ermordung des Stahlhelmers Malchert, für die Ortschaften Wustermark und Dyrotz erlassenes Versammlungs- und Umzugsverbot wieder aufgehoben. Über die Mordtat an dem Stahlhelmer Malchert schwebt immer noch völliges Dunkel.

24.10.1928

Die Endstation der Vorortbahn Berlin-Spandau-Wustermark erhält zum ersten Male eine Garnison. Die 2. Kompagnie der 3. Preusischen Kraftfahrer-Abteilung ist von Berlin-Lankwitz nach der ehemaligen Fliegerkaserne Elsgrund verlegt worden.

27.10.1928

Beschwerden über die ewigen Zugverspätungen werden laut.

27.10.1928

Rabiate Automobilisten.

06.11.1928

100-Jahrfeier des Todestages des großen Komponisten Franz Schubert.

29.11.1928

Gründungsversammlung des Angelsportvereins Wustermark und Umgegend.

05.12.1928

55. Stiftungsfest des Kriegervereins Dyrotz-Wustermark.

15.12.1928

Bauernregeln vom Schnee. Als Gegenstück zum "Hundertjährigen Kalender" wird hier ein ewiger Kalender mit dem Titel "Aller Praktiken Großmutter" vorgestellt.

31.01.1929

Malchert: Die Untersuchung der Wustermarker Bluttat.

04.02.1929

Der Verkehr zu den Nachbarorten ist nicht möglich bedingt durch starke Schneeverwehungen.

14.02.1929

Die strenge Kälte legt den Postautobetrieb lahm.

22.02.1929

Die Brücke über den Nauen-Paretz Kanal zwischen Wustermark und Dyrotz ist in ihrer ganzen Breite durch den strengen Frost gerissen. Der Verkehr ist aber nicht unterbunden.

08.05.1929

Baumfrevel am Mühlenweg.

03.06.1929

Heute feiert der bekannte Kaufmann Juhrt seinen 70. Geburtstag.

01.09.1929

Bei dem Postamt Wustermark wird erstmalig eine Landkraftpost eingerichtet.

13.09.1929

Der Königin-Luise-Bund hielt eine Versammlung ab mit Teilnahme einer Stahlhelmgruppe.

09.10.1929

Die Potsdamer Bibelgesellschaft, eine Tochter der Preuß. Hauptbibelgesellschaft, feierte ihr Jahresfest im Schwesternsaal.

30.10.1929

Die vereinigten Schulen von Wustermark und Hoppenrade halten einen Reformationsgottesdienst in der Kirche zu Wustermark ab, der zugleich als Feier des 400jährigen Bestehens von Luthers kleinem Kathechismus gedacht ist.

11.11.1929

Für die Gemeindevertreterwahlen sind zwei Wahlvorschläge aufgestellt und vom Wahlausschuß zugelassen worden.

1929

Fertigstellung des Landjägerdienstgehöftes im Ort. Die Gesamtkosten für den Bau betragen 29.923,94 RM. Zur Beseitigung von Mängeln werden noch einmal 4.500 RM benötigt und genehmigt. Das Gebäude liegt an der Kreisstraße zwischen Bahnhof Wustermark - Zeestow vor der Bahnüberführung.

1930

Im Ortsgebiet Wustermark wird auf 700 m Länge die Berlin-Hamburger Chaussee von 5m auf 6m verbreitert und mit Kleinpflaster versehen, die Kosten für den Ausbau der Strecke werden mit 70.000 Reichsmark angegeben. Geplant war eigentlich auch die verkehrshinderliche Stelle an der schienengleichen Trasse durch einen übergang über die Gleise zu beseitigen. Die Kosten für das Gesamtvorhaben wurden auf 1.333.000 Reichsmark geschätzt. Schließlich stellte man den Bau der Brücke noch einmal zurück.

08.02.1930

Opel-Werbung mit neuen billigeren Preisen.

17.03.1930

Bei den Abgrenzungen der Amtsbezirke erfolgen Veränderungen. Wustermark bildet mit den Gemeinden Dyrotz, Elstal und Wernitz den Amtsbezirk Dyrotz. Dabei wird Wernitz aus dem Amtsbezirk Bredow ausgegliedert und Dyrotz zugeordnet. Dafür wird Rohrbeck von Dyrotz abgetrennt und mit Dallgow zu dem neuen Amtsbezirk Dallgow zusammengelegt. Wustermark hat zu diesem Zeitpunkt 861 Einwohner und umfaßt eine Gemarkung von 1114 Hektar.

03.04.1930

Aufklärung des Wustermarker Mordes an Malchert, die Täter haben gestanden.

04.04.1930

Mann von Zug überfahren.

02.07.1930

Fritz Fenz, nach dem Krieg Bürgermeister, in Aktion.

05.07.1930

Möbelwerbung.

08.07.1930

Verheerendes Gewitter verwüstet das Landjägerdienstgebäude.

09.08.1930

Angehöriger des Roten Frontkämpferbundes wegen schweren Diebstahls verurteilt.

15.09.1930

Gewaltiger Stimmenzuwachs der Nationalsozialisten bei den Reichstagswahlen.

20.09.1930

Eine der Poststraßen führte von Berlin über Spandau, Staaken, Dyrotz und Wustermark als Heerstraße nach Brandenburg und Rathenow. Die Gabelung lag westlich Wustermark, wo die "Straße" nach Rathenow über Wernitz nach Norden abzweigte, von dort über Markau nach Schwanebeck und weiter nach Westen führte, während die Heerstraße nach Brandenburg sich über Tremmen weiterzog. Posthaltereien befanden sich in Spandau und Wustermark.

23.09.1930

Die Einrichtung eines Selbstanschlusses bei der Fernsprech-vermittlungsstelle Wustermark ist im Gespräch.

04.10.1930

Die Berlin-Hamburger Chaussee wird zu beiden Seiten der Eisenbahn instand gesetzt.

31.10.1930

Überblick einiger Lebensmittelpreise.

01.11.1930

Bau- und Baulandpreise in Wustermark.

13.12.1930

Glimpflich verlaufener Eisenbahnunfall.

18.12.1930

Ankündigung der Gottesdienste in Wustermark und Hoppenrade zur Weihnachtszeit.

24.12.1930

Der bisherige Gemeindevorsteher, Landwirt Emil Spiesecke, hat sein Amt niedergelegt. Aus diesem Grunde mußte sich die Gemeindevertretung in der letzten Sitzung mit der Neuwahl des Nachfolgers befassen. Mit den bürgerlichen Stimmen wurde der Landwirt Theodor Engel zum Gemeindevorsteher der hiesigen Gemeinde gewählt. Die Kommunisten gaben ihre Stimme für den Kreistagsabgeordneten Fenz ab.

11.07.1931

Aus der Havelländischen Rundschau:
Den starken (übrigens in manchen Fällen auch strafbaren) Lärm durch Radio, Musikdarbietungen usw. hat ein Leser in Wustermark zum Anlaß genommen, seinen Pegasus zu besteigen und in Form von Klapphornversen seinem Herzen "Luft" über ein "fideles" Wohnhaus zu verschaffen. Der Dichterling schreibt:

13.07.1931

Der Kampf der Elternschaft gegen einen Gesamtschulverband.

27.07.1931

Wild-West in Wustermark: Jugendliche Rowdys überfallen am hellichten Tage Autos.

12.10.1931

Zechpreller flüchten durch das Pensionsfenster.

13.10.1931

Einbrecher, die in Wustermark ihr Unwesen trieben, sind gefasst worden.

16.11.1931

Erweiterung der Siedlung. Die hiesige, zwischen der Berlin-Hamburger Chaussee und der Hoppenrader Grenze gelegene Siedlung erfährt jetzt eine Erweiterung. Der Landwirt Rich. Böttcher hat etwa 80 Morgen seiner Wirtschaft, die an das Zahnsche Siedlungsgelände angrenzen, für Parzellierungszwecke verkauft.

1931

Wustermark hat laut Gemeindelexikon 861 Einwohner, davon 435 männlichen Geschlechts. Es gibt 217 Haushaltungen und 74 Wohnhäuser. 815 Personen bekennen sich zur evangelischen und 42 zur katholischen Kirche.
Die hiesige, zwischen der Berlin-Hamburger Chaussee und der Hoppenrader Grenze gelegene Siedlung erfährt jetzt eine Erweiterung. Der Landwirt Rieh. Böttcher hat etwa 80 Morgen seiner Wirtschaft, die an das Zahnsche Siedlungsgelände angrenzten, für Parzellierungszwecke verkauft.

05.01.1932

6. Jahresfest des hiesigen Christlichen Vereins Junger Männer, C.V.J.M.

09.03.1932

Die 1. Elf des FC Wustermarks traf sich am Sonntag mit der 1. Elf von Kuhhorst zu einem Freundschaftsspiel. Die Mannschaft von Kuhhorst legte gleich mächtig los und führte bald 2:0 vor den völlig verduzten Wustermarkern. Das war Anlaß zu einem Generalansturm der Wustermarker, und der Ausgleich wurde noch bis Halbzeit durch sehr schöne Tore erzielt. Gleich nach Halbzeit schoß der Rechtsaußen von Wustermark das siegbringende Tor. Ergebnis: 3:2 für Wustermark.

05.04.1932

Konzert des Beethoven-Chores und Orchesters Spandau im Saale Bruhn.

08.04.1932

Die Schulen von Dyrotz und Wustermark werden zusammengelegt.

08.04.1932

Werbung: Außergewöhnlich billige Konserven.

27.05.1932

Wustermarker Eisenbahnräuber vor Gericht.

04.06.1932

Wertheim-Werbung.

1932

Die Wohnbevölkerung wird mit Stand vom 16. Juni mit 876 Personen angegeben.
Die Gemeinde Wustermark beschließt ein Ortsstatut zur Ausführung des Straßen- und Baufluchtengesetzes mit entsprechender Satzung.

24.06.1932

Tag des Deutschen Liedes.

25.06.1932

Fußball: Am letzten Sonntag spielte Wustermark I gegen eine kombinierte Mannschaft des Spandauer Ballspiel-Clubs und gewann 4:1. Die 2. Elf verlor gegen die gleiche von Hertefeld 1:0. Am Vorsonntag spielte die 1. Elf gegen die in der Gauklasse A im Südkreis spielende 1. Mannschaft der Berliner Sport-Union 1913 und konnte einen 4:3 Sieg landen. Am kommenden Sonntag spielt die 1. Elf gegen die Mannschaft der Italienischen Botschaft. Anfang 16,30 Uhr.

1933

Ansichtskarte mit dem Bahnhof Wustermark.

20.01.1933

Ausspracheabend für Männer über das Thema "Die sexuelle Frage" auf einer Veranstaltung der Anhänger des Freidenkertums.

21.01.1933

Jahresbericht des Kriegervereins Dyrotz-Wustermark 1932.

Febr. 1933

Im Lagebericht der Geheimen Staatspolizei ist eine Beurteilung des Landrates des Kreises Osthavelland, Freiherr von Rheinbaben, vermerkt, in der er unter anderem die Gemeinde Wustermark "sehr stark mit linksradikalen Elementen durchsetzt" einschätzt.

17.02.1933

Durch eine Bekanntmachung fordert der hiesige Gemeinde-vorsteher zur Einreichung von Wahlvorschlägen für die am 12. März d. Js. stattfindende Gemeindevertreterwahl auf. Die Wahlvorschläge, die den gesetzlichen Bestimmungen ent-sprechen müssen, sind bis spätestens 23. Februar bei dem Vorsitzenden des Wahlausschusses einzureichen. Vorsitzender des Wahlausschusses ist der Gemeindevorsteher Engel.

21.02.1933

Dem Wahlausschuß für die Wahlen der Gemeindevertretung gehören an: Gemeindevorsteher Engel als Vorsitzender, Landwirt Wilhelm Böttcher, Landwirt Wilhem Spiesecke, Tischlermeister Paul Kanitz, Bauarbeiter Fritz Fenz und Wilhelm Lucke.

23.02.1933

Zusammenstoß zwischen einem Lastauto und einem Pferde-fuhrwerk.

28.02.1933

24. Stiftungsfest der Freiwilligen Feuerwehr.

01.03.1933

Geländespielübung des Stahlhelms.

05.03.1933

Bei den Reichstagswahlen entfallen auf die Parteien folgende Stimmen: KPD 146, NSDAP 217, DNVP 99, SPD 43.

11.03.1933

Der Fußball-Club hat sich zum Sonntag eine schwere Aufgabe gestellt, indem er sich den Sport-Club Bornim, welcher der Gauklasse A angehört, zum Freundschaftsspiel verpflichtet hat.

14.03.1933

Volkstrauertag.

14.03.1933

Bei den Gemeindewahlen erhält die Bürgerliche Einheitsliste 331 Stimmen und damit sieben Mandate; die kommunistische Liste bekommt 111 Stimmen, das bedeutet zwei Mandate.

06.04.1933

Im Gemeindebüro fand die Wahl des Gemeindevorstandes statt. Zum Gemeindevorsteher wurde der bisherige Gemeindevor-steher, Landwirt Theodor Engel, wiedergewählt. Zu Schöffen wurden gewählt: der Landwirt Wilhelm Böttcher sen. und der Tischlermeister Gustav Gollnisch.

06.04.1933

Brutales Fußballspiel der Mannschaften Nauen I und Wustermark I.

11.04.1933

Gründungsversammlung der Interessenten des Kleinkaliber-schießsports.

22.04.1933

Der Geburtstag des Volkskanzlers wird mit einer Fahnenweihe gefeiert.

29.04.1933

Wimpelweihe der Mädchenjungschar.

1933

Jahresbericht des Standesamtsbezirks Wustermark, Dyrotz und Rohrbeck.

04.05.1933

Jungscharfest in Bruhns Gasthaus.

04.05.1933

Tag der nationalen Arbeit.

04.05.1933

Postschaffner erhängt aufgefunden.

18.05.1933

Elektrifizierung der Bahnstrecke Berlin-Nauen im Gespräch.

02.06.1933

Gründungsversammlung des Kampfbundes des gewerblichen Mittelstandes.

28.06.1933

Aus der Havelländischen Rundschau: S o n n e n w e n d f e i e r.
Heute abend 8,30 Uhr soll anläßlich des Versailler Schandvertrages auf dem Fußballplatz das am Sonnabend ausgefallene Sonnenwendfeuer auflodern. Es wird erwartet, daß die gesamte Einwohnerschaft an der Feier teilnimmt.

05.07.1933

Reden, Gesänge und das Verbrennen des Versailler "fluchwürdigen" Schandwerkes auf der Sonnenwendfeier.

Juli 1933

Kirchliche Wahlen in Wustermark.

08.07.1933

Tödlicher Unfall: Motorrad fährt gegen Schranke des Bahn-übergangs.

24.07.1933

Die Glaubensbewegung "Deutsche Christen" wehrt sich gegen eine Pressemeldung, es gäbe sie nicht in Wustermark und Hoppenrade.

10.08.1933

Brieftauben werben für die SS.-Gruppe Ost.

19.08.1933

Der Kleinkalibersportverein hielt seine öffentliche Versammlung ab.

31.08.1933

Die Havelländische Rundschau kann nach langer Spielpause wieder über 2 Fußballspiele des Wustermarker Fußball-Clubs berichten.

03.10.1933

Das 1. Erntedankfest im "neuen geeinigten deutschen Volksstaat" findet statt.

08.10.1933

1000 Jahre Havelland. Landrat Freiherr von Rheinbaben gibt einen Rückblick auf die Geschichte des Kreises Osthavelland.

31.10.1933

Eine NSDAP Wahlversammlung mit markigen Reden.

14.01.1934

Die Kampftruppe Kurmark ruft die gesamte Einwohnerschaft Wustermarks, besonders aber die Jugend, auf zu einem Jugend-Bekenntnis-Gottesdienst.

Januar 1934

Versammlung der "Nationalsozialistische Handels, Handwerks- und Gewerbeorganisation (NS-Hago)".

Februar 1934

Versammlung der Wustermarker Christen.

01.03.1934

Vom Ortsgruppen - Amtswalter wurden nachstehende Parteigenossen zu Amtswaltern ernannt:
1) zum Ortsbetriebsgruppenführer für Handel Pg. Paul Kanin in Wustermark
2) zum Ortsbetriebsgruppenführer für Handwerk der Pg. Bäckermeister Richard Voigt in Dyrotz
3) zum Ortsbetriebsgruppenführer für Gewerbe der Pg. Josef Andrejewski in Dyrotz

12.03.1934

Kulturabend der NSDAP Wustermark.

17.03.1934

Die Wustermarker Feuerwehr feiert ihr 25jähriges Bestehen.
Ab diesem Tage werden die vier Löschzüge Elstal, Dyrotz, Wustermark und Wernitz zu eienr Amtsfeuerwehr zusammen-geschlossen.

21.03.1934

Die vier Löschzüge der Gemeinden Elstal, Dyrotz, Wustermark und Wernitz werden zu einer Amtsfeuerwehr zusammen-geschlossen.

26.03.1934

Treffen der Deutschen Arbeitsfront.

04.04.1934

Goebbels besucht Wustermark.

14.04.1934

12. Stiftungsfest des Männergesangvereins "Liederkranz".

22.04.1934

Gründung eines Anglervereins in Wustermark.

11.05.1934

Das deutsche olympische Dorf auf dem Truppenübungsplatz in Döberitz.

04.09.1934

Der Geheimen Staatspolizei wird gemeldet, daß die Stapo Potsdam gegen eine Versammlung der Bekenntnis-Synode Berlin-Brandenburg in Wustermark vorgegangen ist. Die Veranstaltung, an der rund 90 Personen teilnahmen, wird, so heißt es im Lagebericht, nach Angriffen der Redner auf die Nationalsynode, aufgelöst.

Sept.1934

Mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Pfarramtes Wuster-mark ist Pfarrer Braun von St. Nikolai aus Prenzlau vom Probst der Kurmark beauftragt worden.

1934

Stiftungsfest der NS-Frauenschaft.

13.11.1934

Gefallenenehrung in Wustermark und Dyrotz.

26.11.1934

Einweihung eines Ehrenmals an der Mordstelle Heinz Malcherts.

12.12.1934

Bericht über erbitterte Kämpfe um einen Platz im überfüllten Zug.

03.01.1935

Diamanten-Hochzeit in Wustermark

03.01.1935

Eine unverhoffte Sylvesterfreude wurde vielen armen Leuten von Wustermark bereitet.

10.01.1935

Der Kinofilm "Tannenberg" wird im Bruhnschen Saal gezeigt. Der Film zeigt die Eroberung der masurischen Städte durch den Volkshelden Hindenburg.

02.1935

30 Jahre Evangelische Frauenhilfe und Schwesternstation

16.02.1935

Dem Luftschutz wird eine bedeutende Rolle in den nächsten Jahren eingeräumt.

12.03.1935

Ehrenkreuze für Kriegsteilnehmer werden ausgegeben.

15.04.1935

Aufruf im Kreisblatt: Jeder aufrichtige Deutsche zeigt seine Verbundenheit mit dem deutschen Arbeiter und trägt am 01. Mai die Maiplakette!

22.06.1935

Singen auf der Dorfaue.
Der Männergesangsverein "Liederkranz" veranstaltet am Montag, dem 24. Juni, um 20:00 Uhr, auf der Dorfaue ein Platzkonzert. Gesungen werden vaterländische Lieder, Lieder der neuen Zeit und Volkslieder.

27.06.1935

Tödlicher Verkehrsunfall eines 70jährigen vor Wustermark.

27.06.1935

Bäckergeselle gesucht.

10.08.1935

Aktuelle Preise für Küchengeräte aus dem KaDeWe.

09.10.1935

Die Abteilung Volkswirtschaft-Hauswirtschaft im Deutschen Frau-enwerk veranstaltet gemeinsam mit den Gruppen Dyrotz und Wernitz einen Handwerkertag im Gasthaus Bruhn.

21.10.1935

Feuerwehraufmarsch des Feuerschutzbezirkes V in Wustermark.

31.12.1935

Ein großer Scheunenbrand erforderte den Einsatz der Wehren aus Wustermark, Dyrotz, Elstal, Bredow, Nauen, Zeestow, Finkenkrug und der Berufsfeuerwehr vom Flugplatz Döberitz. Trotzdem konnte nicht verhindert werden, dass die Scheune des Bauern Wilhelm Böttcher mitsamt den großen Getreidevorräten und mehreren Maschinen völlig niederbrannte.

01.01.1936

NSDAP Wustermark, Dyrotz und Hoppenrade werden zusammengelegt.

07.01.1936

Berufung eines Gemeindekassenverwalters.

22.01.1936

Einen frohen Feierabend bereitet eine Veranstaltung der NSG "Kraft durch Freude".

25.01.1936

Das Wappen des Kreises Osthavelland.

30.01.1936

Die politischen Soldaten Adolf Hitlers, SA, sammeln für das WHW (Winterhilfswerk).

27.02.1936

Nachrichten des Standesamtes Dyrotz-Wustermark.

10.03.1936

Die NS. Frauenschaft hielt ihre Pflichtversammlung in Dyrotz im Saale von Andrezewski ab.

25.03.1936

Große Wahlkundgebung in Dyrotz.

01.04.1936

Vor 35 Jahren, am 1. April 1901, wurde der Bahnhof Wustermark aus dem Bereich des Eisenbahndirektionsbezirks Hannover in den Direktionsbezirk Berlin übernommen.

22.04.1936

Ein Wustermarker, Opfer eines schweren Unfalls, ist im Krankenhaus gestorben.

07.05.1936

Spargel-Notierung am 6. Mai.

08.05.1936

Bei dem Bahnübergang Wustermark geriet ein Kraftwagen in Brand.

26.05.1936

Pimpfe zu Besuch.

05.08.1936

Weitere Nachrichten des Standesamtes Dyrotz-Wustermark.

06.01.1937

Autobahnneubau bis Wustermark ist freigegeben worden.

26.01.1937

Tödlicher Unfall auf dem Bahnhof Wustermark.

27.01.1937

Schulungstagung der NSDAP zum Thema "Volk und Staat".

03.02.1937

Ein "Kraft-durch-Freude"-Abend für alle Volksgenossen wird von der Deutschen Arbeitsfront (DAF) veranstaltet.

22.02.1937

Eine Gedächtnisfeier für Horst Wessel veranstaltet die Orts-gruppe der NSDAP im "Alten Krug" in Dyrotz.

25.02.1937

Heldengedenktag

15.03.1937

25 Zentner Altmaterial erbrachte eine vom hiesigen Junkvolke durchgeführte Sammlung. Außerdem wurde in der Schule eine Knochensammelstelle eingerichtet.

15.03.1937

Die Wettkampfgruppe Nährstand der deutschen Landjugend führte im "Alten Krug" in Dyrotz einen Reichsberufswettkampf für die männliche Jugend durch.

30.06.1937

Der Männergesangverein "Liederkranz" veranstaltete auf der Dorfaue ein Platzkonzert. Es wurden Lieder der neuen Zeit - Chöre für das Deutsche Sängerbundesfest in Breslau - und Volkslieder zum Vortrag gebracht.

27.07.1937

Der Reichsbund der Körperbehinderten hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle körperbehinderten Volksgenossen gesundheitlich auszurichten.

20.09.1937

Schwerer Verkehrsunfall in Wustermark.

23.09.1937

Die Mitglieder der Lehrerschaft der NSLB (Nationalsozialistischer Lehrerbund) trugen ihre vorgeschriebenen sportlichen Wett-kämpfe aus.

28.09.1937

Der Duce und der Führer passieren im Staatssonderzug den Bahnhof Wustermark. Aushang:
Der Bericht über dieses Ereignis am folgenden Tag in der Havelländischen Rundschau.

21.10.1937

Gendarmerie-Wachtmeister Illgner 80 Jahre alt.

12.11.1937

Kameradschaftsabend der NSKOV (NS-Kriegsopferversorgung).

16.11.1937

Laienhilfe-Lehrgang des Reichsluftschutzbundes für Frauen.

27.12.1937

Sonnenwendfeier der Wustermarker und Dyrotzer Jugend.

30.03.1938

Die nationalsozialistische Frauenschaft Wustermark bietet einen Säuglingspflegelehrgang an.

05.04.1938

Großkundgebung mit Parteigenosse (Pg.) Graebert.

12.04.1938

Theaterabend der NS Gemeinschaft "Kraft durch Freude".

14-18.5.1938

Bei einer amtlichen Flurbegehung werden in Wustermark ur- und frühgeschichtliche Fundstücke entdeckt, darunter ein Mahlstein, germanische und römischkaiserzeitliche Scherben, Feuerstein-geräte und ein mittelalterisches Hufeisen.

24.05.1938

Feueralarm: In Niederhof brennt es.

10.06.1938

Schwere Bluttat in Wustermark: Häftling schießt Gemeindediener nieder.

12.08.1938

Kranzniederlegung am Wustermarker Denkmal zum 10. Jahrestag der Ermordung des Stahlhelmers Heinz Malchert.
Wie Heinz Malchert starb.

23.08.1938

Jugendlicher Messerheld in Wustermark.

23.09.1938

Riesenkartoffel in Wustermark gefunden.

13.12.1938

Die Kindergruppe der NS Frauenschaft feiert ein vorweihnachtliches Fest.

1939

Ansichtskarte vom Wustermarker Bahnhof.

11.01.1939

25 Jahre Chorleiter

23.06.1939

Goldene Hochzeit in Wustermark

Sep. 1939

Goldene, silberne und bronzene Ehrenkreuze wurden an folgende Wustermarkerinnen verliehen:

20.07.1940

Ein Melker wird gesucht, aber er muss verheiratet sein.

26.08.1940

Zum 37. Mal wurde das Radrennen "Rund um Berlin" veranstaltet.

06.12.1940

Verhandlung über eine Enteignung von Grundflächen für den Bau eines Reichsbahnstellwerkes.

16.12.1940

Schwerer Unfall eines Bahnarbeiters auf dem Bahnhof Wustermark.

10.01.1941

Lastzug fährt Bahnwärterhäuschen um.

25.03.1941

Aufruf zum Erwerben des SA-Wehrsportabzeichens.

März 1941

Aufruf zur Teilnahme am Kriegsschießen des Winterhilfswerkes (WHW).

05.04.1941

Unsere SA war dabei.

05.04.1941

Feier der Verpflichtung der zu überweisenden Pimpfe und Jungmädel in die Hitlerjugend.

12.06.1941

Vom Zuge überfahren und schwer verletzt.

Juni-Juli 1941

Todesanzeigen Hornemann und Ilgner.

11.11.1941

DRK-Hilfe bei einem Zugunglück.

25.05.1943

Ehrung verdienter Mitglieder des Chores MSB Liederkranz.

14.01.1944

Heldentod im blühenden Alter von 30 Jahren.

17.01.1944

Hauptversammlung des örtlichen Pferdezuchtvereins.

03.02.1944

Im Bericht des SD (Sicherheitsdienstes) zu Inlandsfragen ist zur allgemeinen Verkehrslage notiert, daß die Vorortzüge zum Lehrter Bahnhof den Verkehr nicht mehr bewältigen können, da sie bereits voll besetzt von Nauen bzw. Wustermark ankommen.

01.12.1945

Volkszählung ergab 1.184 Einwohner in Wustermark.

20.04.1945

Zwischen 9.57 und 10.04 Uhr wird Wustermark von der 8. US Air Force bombardiert. Zum Einsatz kommen dabei 77 B-17 Bombenflugzeuge mit einer Bombenlast von 227,5 Tonnen.

August 1945

Wustermark Schule wird zur Zentralschule für die vier oberen Jahrgänge der Orte Dyrotz, Hoppenrade, Zeestow, Wernitz.

02.09.1945

Der KP-Vorsitzende Wilhelm Pieck verlangt in Kyritz eine zügige Durchführung der Bodenreform unter dem Motto "Junkerland in Bauernhand".

15.09.1945

Eröffnung des Kindergartens, provisorische Unterbringung im Geschäft Kamm.

01.09.1946

Rechenschaftsbericht des zuständigen Arbeitsamtes.

29.10.1946

Volks- und Berufszählung, dabei werden für Wustermark 1340 Einwohner ermittelt.

1947

Enteignung von 378 ha Land, davon werden 351 ha auf 128 Eigentümer aufgeteilt. Darunter sind Bauern und Landarbeiter, Umsiedler und Kleinpächter. 90 ha des Gutsbezirks Döberitz werden der Gemeinde Wustermark zugeordnet.

05.02.1947

Kurzbericht eines Mitgliedes des neugegründeten Frauenaus-schusses in Wustermark.

12.09.1947

Auf Beschluss der Landesregierung Brandenburg ist der 14. September 1947 zum Gedenktag für die Opfer und Kämpfer des verbrecherischen Naziregimes erklärt worden.

01.09.1948

In der Schule sind 359 Schüler in 9 Klassen registriert.

04.06.1948

Der Schulbezirk Wustermark (Ltg.: Rekt. Gustav Ripka, Zentral-schule Wustermark) umfaßt: Elstal, Dyrotz, Zeestow, Wernitz, Hoppenrade, Priort, Satzkorn, Marquardt, Buchow-Karpzow, Kartzow.

11.06.1948

Das Abgabesoll für Wustermark an Kaninchenfellen ist auf 2550 Stk. und an Zickelfellen auf 60 Stk. für das Jahr 1948 festgesetzt worden.

05.11.1948

In der Fußballkreisklasse belegt Hoppenrade mit 10:8 Punkten den 4. Platz, Wustermark mit 4:10 Punkten den 10. Platz.

25.02.1949

Verordnung über die Kleinverkaufspreise für Fleischwaren.

25.03.1949

In der Fußballkreisklassenmeisterschaft wurde Hoppenrade mit 23:7 Punkten 4. und Wustermark mit 11:29 Punkten 9.

29.04.1949

Aufruf des Landrates zum 1. Mai, dem Kampftag aller Werk-tätigen.

06.05.1949

Vor Geschäftsabschlüssen mit einer Westberliner Firma wird gewarnt.

20.05.1949

Auf Grund einer Polizeiverordnung wird eine gründliche Räumung und Krautung des Wißmathengrabens (bei Wustermark) angeordnet.

24.06.1949

Das Korkengeld in den Gaststätten {Stöpselgeld) wird mit sofortiger Wirkung wie folgt festgesetzt:
Für Spirituosen der Preisgruppen I: 4,- DM; II: 5,- DM; III: 6,- DM
Für Weine der Preisgruppen I: 1,50 DM; II: 2,- DM; III: 2,50 DM

1949/1950

Planung einer Zentralschule in Wustermark. Der Kosten-voranschlag für den Neubau liegt bei 1.255.000 Mark. Davon werden 350.000 Mark 1950 benötigt. Im Gebäude sollen auch ein Kindergarten und Lehrerwohnungen untergebracht werden.

1950-1955

Am Berliner Außenring der Reichsbahn wird die Lücke im Norden zwischen Karow und Wustermark geschlossen.

14.04.1950

FDJ-Werbung für ein Deutschlandtreffen in Berlin.

07.08.1950

Grundsteinlegung zum Bau eines Kindergartens im Mühlen-weg. Das Gebäude steht immer noch (BBS).

01.09.1950

Auflösung der Dyrotzer Schule und Zusammenlegung mit der Zentralschule in Wustermark. Zehn Lehrkräfte unterrichten in zehn Klassen 410 Schüler/innen.

1951

Gemeindestempel und Unterschrift des ersten Wustermarker Bürgermeisters nach Kriegsende: Fritz Fenz.

01.02.1951

Aufruf des Wustermarker Bürgermeisters, eine Frauendelegation aus Potsdam gebührend zu begrüßen.

01.06.1951

Es wird von der Heimatzeitung Osthavelland angeregt, am Wustermarker Bahnhof dem Beispiel der Elstaler nachzueifern: Während der dreitägigen Volksbefragung gegen die Remili-tarisierung Deutschlands sollten Informationstafeln am Gebäude und Bahnsteig aufgehängt werden.

09.06.1951

Bei einer Flurbegehung einer zuständigen Kommission wird festgestellt, daß einigen Flächen der Kopfdünger fehlt, weil es nicht allen Bauern aus finanziellen Gründen möglich war, den Bedarf für das ganze Jahr anzunehmen.

11.06.1951

Kein Platz für Umsiedler: Eine 14jährige schreibt aus West-deutschland.

15.06.1951

Bürgermeister Fenz würdigt die Verdienste des Lehrers Ripka, der maßgeblich an dem Neuaufbau der Schule beteiligt war. Die Zentralschule wird heute von den Kindern der Orte Dyrotz, Hoppenrade, Wernitz, Wustermark und Zeestow besucht.

21.06.1951

Die im Dorfwirtschaftsplan vorgesehene Badeanstalt soll jetzt am Kanal gebaut werden. Für das Bauvorhaben wird 1 Morgen Land benötigt. Der jetzige Kanal ist wegen des Schmutzwassers kaum zu benutzen.

28.06.1951

Der Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands, Ortsgruppe Wustermark, hatte zu einem Farbbildervortrag einge-laden. Bei Vorstellungsbeginn ergab sich, daß die Vorführungs-apparatur schadhaft war. Eine Fahrt nach Nauen sollte die Ersatzbirne heranholen. Doch auch dann klappte es nicht, und die Zuschauer mussten nach einer Stunde ungeduldigen Wartens enttäuscht abziehen.

03.07.1951

So mancher mußte Leichtsinn mit seinem Leben bezahlen.

24.07.1951

Die Kartoffelkäferplage.

28.07.1951

Die Jugendarbeit in Wustermark.

07.08.1951

Für die Weltfestspiele wurde die Hamburger Chaussee geschmückt. Das Jugendheim der FDJ erhielt ein besseres Aussehen. Der Barackenbau wurde gestrichen. Ein Schaukasten mit Leuchtreklame macht den Einwohnern die Bedeutung des großen Festivals klar. Der Ernst-Thälmann-Platz, der das Heim umgibt, wurde in freiwilligen Aufbaustunden umgegraben. Die Gärtner des Ortes haben sich verpflichtet, den Platz zu besäen und zu bepflanzen.

30.09.1951

In Wustermark wurden zwei Radfahrer von einer Volkspolizei-streife gestellt, welche in Säcken Gurken transportierten. Wie sich herausstellte, wollten sie diese in Spandau verschieben.

10.11.1951

Den leistungsschwachen Großbetrieben, die mit Ablieferung von Kartoffeln und Getreide stark im Rückstand sind, wurde geholfen.

1952

Es gibt eine LPG mit 14 Mitgliedern und 50 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche.

31.01.1952

Kommentar der Heimatzeitung zum Thema "einen heben" zu wollen.

03.02.1952

In einem Artikel der Heimatzeitung über die Entstehung des Dorfes Wustermark wird weiterführend erwähnt, dass in den Annalen 1687 erstmalig ein Schulmeister erwähnt wird. Weitere Einzelheiten siehe

29.02.1952

Herbe Kritik an der Reichsbahn wegen ihrer Bürokratie. Im aktuellen Fall wird einer Neubäuerin seit 2 Jahren der elektrische Anschluss ihres Hauses verwehrt.

06.03.1952

Zur Unterstützung des Nationalen Aufbauprogramms stellt die Neubauernfamilie Kortus ein Schwein zur Verügung, damit wurde ihr Schweinefleischsoll für 1952 bis jetzt schon mit 85% erfüllt. Kortus hat sich außerdem als Freundschaftstraktorist der MAS (Maschinenausleihstation) zur Verfügung gestellt.

08.03.1952

Als 1946 so nach und nach alles anfing sich zu ordnen, waren es die Frauen, die tatkräftig mit zugriffen. Die ersten Frauen-ausschüsse bildeten sich und begannen beim Aufbau mitzu-helfen. In Wustermark war es ein Aktiv von 10 Frauen, die überall - wo es not tat - zupackten und Hand anlegten. Diese Frauen traten am 8. März 1947 geschlossen als Mitglieder in den DFD (Demokratischer Frauenbund Deutschlands) ein und wurden damit die erste Gruppe des DFD im Kreise Osthavelland.

28.03.1952

Einer Mitteilung des Rates der Gemeinde an den Kreisverband VVN Osthavelland entnommen:
Folgende Straßenumbenennungen nach Widerstandskämpfern wurden in der Gemeinde Wustermark vogenommen:
Dorfstraße -> Friedrich Rumpfstraße
Amselweg -> Rudolf Breitscheidstraße
Mittelstraße -> Schollweg
Dorfaue -> Ernst-Thälmann Platz.

07.08.1952

Südlich von Wustermark wird beim Anlegen der Böschung ein Bronzehortfund zutage gefördert, der aus zwölf Armringen besteht.

10.08.1952

Nachtdrusch bei guter Beleuchtung und vorfristige Sollerfüllung durch die Bäuerin Anna Kirstein.

17.04.1955

Durchführung der ersten Jugendweihe.

Ende 1955

Eine 16-Klassen Schule wird geplant.

Januar 1956

Der Schulneubau in Wustermark wird begonnen. Das Gebäude mit geplanten 16 Klassenräumen entsteht auf dem Areal zwischen Mühlenweg und Chaussee.

1956

Die LPG Dyrotz wird der Wustermarker angeschlossen.

1956/1957

Umwidmung der Zentralschule in eine Mittelschule mit Gewicht auf die Verbesserung der polytechnischen Ausbildung.

1958

Eingemeindung von Dyrotz nach Wustermark.

27.03.1958

Protestnote der Gemeindevertretung gegen die Bewaffnung der Bundeswehr.

09.04.1958

Die neue Schule ist zum Teil bezugsfähig und wird in Betrieb genommen.

01.09.1959

Fertigstellung der Lehrerwohnungen in 2 Häusern in der Schulstraße.

03.10.1959

Bericht des Bürgermeisters über den Verlauf der Festwoche zum 1. Jahrestag der Republik.

1960

Die LPG besteht aus 198 Mitgliedern, die 1331 ha Fläche einbringen.

02.10.1960

Einweihung des Kulturhauses Ecke Berliner Straße/Potsdamer Landstraße.

Mai 1962

Das 750-jährige Jubiläum der Gemeinde wird mit einer mehrtägigen Veranstaltung gefeiert.

03.02.1963

Mit dem richtigen Elan gingen die Genossen der Parteiorga-nisation Wustermark an die Auswertung des VI. Parteitages. Genosse Bresindki sprach über die Efektivität der zu leistenden Arbeit und stellte u.a. in aller Deutlichkeit fest, "Die Vergütung nach der Leistung über eine reale Einschätzung der Arbeits-leistung jedes Genossenschaftsbauem muß in Zukunft jegliche Gleichmacherei ausschalten. Gleichmacherei verstößt gegen das Prinzip der materiellen Interessiertheit, und von ihr profitieren Schlendrian, Schluderei und Unordnung".

14.02.1963

Im Umspannwerk wird eine FDJ-Organisation gebildet.

22.02.1963

Die Dyrotzer Windmühle wird im Zuge einer Verschönerung der Gebäude an der F5 abgerissen.

27.03.1963

Um die Milchleistung der LPG Wustermark zu steigern wird "Atomfutter" eingesetzt. Klee, Lupinen und andere eiweißreiche Futterpflanzen werden gehäckselt und in der Zuckerfabrik getrocknet.

04.05.1963

Die Pioniere der Oberschule Wustermark pflanzten 2000 Pappeln.

08.08.1963

Als Abkühlung dachte man sich in der Genossenschaft etwas anderes aus. Statt einer Duschanlage stehen auf dem Getreidefeld ein großer Wasserwagen und eine Wanne. Von Zeit zu Zeit machen die Kollegen davon freudig Gebrauch, denn eine kleine Abkühlung gibt neuen Arbeitsmut.

04.09.1963

Alles für die Gäste der HOG "Raststätte".

21.09.1963

Informationen zu Reisen nach Westdeutschland und -berlin. Z.B. müssen Reiseanträge nach Westdeutschland zum Schutze der Bürger abgelehnt werden, da diese dort vogelfrei und der Willkür des West-Staates ausgesetzt sind. Das Aufsuchen Westberlins bedeutet auch eine Gefahr wegen des dort praktizierten Menschenhandels vor dem Mauerbau.

27.11.1963

Viele GST-Gruppen (Gesellschaft für Sport und Technik) des Oshavelländischen Kreises können sich an den Wustermarkern ein Beispiel nehmen.

15.03.1964

Als Vorbild stellte die Parteigruppe Viehwirtschaft der LPG "Solidarität" den Kälberpfleger, Genosse Heidemann, heraus, weil er eines Tages anfing die Kälber zu putzen.

29.07.1964

Bei großer Hitze und viel Staub vollbringen die Werktätigen der sozialistischen Betriebe gewaltige Leistungen. Tage vorher wurde die Braugerste auf Schwad gelegt, danach waren alle drei Mähdrescher im Einsatz, um diese Gerste im Schwaddrusch zu bergen.

15.08.1964

Westdeutscher Kraftfahrer schwer verlezt.

29.11.1964

Die Basketballmannschaft der BSG Lok Elstal-Wustermark bestrei-tet ihre ersten Heim-Punktspiele in der Turnhalle Wustermark. Gegner sind die Mannschaften der HSG Wissenschaft Potsdam und Motor Ludwigsfelde.

01.05.1965

Zweimal in dieser Woche liefen alkoholisierte Wustermarker, Lach und Ganzack, unter Alkoholeinwirkung in einen PKW hinein. Beide wurden schwer verletzt.

02.06.1965

Bisher haben die Genossenschaftsbauern in Wustermark die Maßnahmen des Zentralkomitees zur Weiterführung des sozialistischen Wettbewerbes anläßlich des bevorstehenden 20. Jahrestages der demokratischen Bodenreform gut verwirklicht, indem sie u.a. durch eine gute Qualität der Frühjahrsarbeiten auch eine gute Ernte und damit die Pläne der Brutto- und Marktproduktion sichern helfen.

18.06.1965

Kinder ertrunken.

07.10.1965

Jochen Merkert, LPG Wustermark, wurde anläßlich des 16. Jahres-tages der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik für seine hervorragenden Leistungen beim Aufbau des Sozialismus und zur weiteren Stärkung des Arbeiter-und-Bauernstaates mit der "Medaille für ausgezeichnete Leistungen" in der LPG geehrt.

17.10.1965

Die Kollegen Arras und Kähne erlitten Unfälle am Förderband.

26.01.1966

Die Volksstimme berichtet über die Aufklärung eines Diebstahls in der HO Gaststätte.

05.11.1966

66 Jungen und Mädchen wurden Mitglieder der FDJ und trugen damit an den Aufschwung der FDJ-Arbeit an der Oberschule Wustermark bei. Die Verwirklichung des Auftrages "Auf den Spuren des roten Oktober - hohe Leistungen zu Ehren der Republik" kann jetzt auf einer größeren und festeren Grundlage erfolgen.

15.01.1967

Die Genossen der Oberschule behandelten das Thema "Die beiden Wege zur Einigung Deutschlands und die Lehren daraus für den heutigen Kampf".

05.04.1967

Verkehrsunfall in Dyrotz: Ein westdeutscher PKW fuhr in Richtung Staaken und erfasste den Bürger Gerhard Lange aus Dyrotz, der tödlich verletzt wurde.

11.07.1967

Höhepunkt der Vorbereitungen zum roten Oktober an der Oberschule war das Fest der Freundschaft am 1. November. In einer Ausstellung wurden die besten Schülerzeichnungen zum Thema Deutsch-Sowjetische Freundschaft gezeigt.

29.11.1967

Zwischen der Klasse 1c der Polytechnischen Oberschule und dem Kollektiv des Umspannwerkes wurde ein Patenschaftsvertrag abgeschlossen.

1968

In der Gemeinde leben insgesamt 1843 Menschen in 725 Haushalten. Der gesamte Ort gliedert sich wie folgt in Ortsteile und Einwohner auf:
Wustermark Ort 737 EW
Wustermark Siedlung 439 EW
Wustermark Ausbau 16 EW
Wustermark Umspannwerk 115 EW
Dyrotz Ort 468 EW
Dyrotz Ausbau 16 EW
Dyrotz Luch 52 EW
Der Bürgermeisters verdient monatlich 725,00 Mark, eine Raumpflegerin verdient monatlich 120,00 Mark.

09.02.1968

"Ihr seid die Kampfreserve unserer Partei". Diese Worte sprach Genosse Kaden, leitender Mitarbeiter der Bezirksleitung der Sozialistischen Partei Deutschlands zu den Jugendfreunden der Klasse 9a.

14.06.1968

Aus der Märkischen Volksstimme: Die Wustermarker Eisenbahner verfolgen aufmerksam die verstärkte westdeutsche Revanche-politik und sind bereit, mitzuhelfen, jeden hinterhältigen Anschlag unseres Klassengegners zu verhindern. Die Genossen Kämpfer der Kampfgruppe der Wustermarker Reichsbahn-Dienststellen haben bewiesen, daß sie den Auftrag der Partei der Arbeiterklasse und aller Werktätigen verstanden haben.

15.06.1968

Am 11. Juni weilte eine Delegation der Kommunistischen Partei Finnlands an der Oberschule Wustermark. Sie studiert im Auf-trage ihres Zentralkomitees Probleme des Volksbildungswesens in unserer Republik.

16.07.1968

Beherzte Tat eines Zwölfjährigen.

22.10.1968

Vorbildliche Leistungen vollbrachten viele Bürger im Wettbewerb zu Ehren des 20. Jahrestages der Republik. Als Beispiel lieferten in der Eierproduktion die Bürger Pauline Kurt 135 Eier, Bruno Malkowski 131 Eier und Siegfried Zabrowski 130 Eier pro Henne an den Handel ab.

16.11.1968

Wer kennt sich noch aus in den Verkehrsregeln der DDR?

1969

Im Kreis Nauen bestehen vier Meliorationsgenossenschaften (Bodenkunde), eine mit dem Namen "Nauener Platte" hat ihren Sitz in Wustermark.

07.01.1969

Glückwunsch und Präsente vom Staatsratsvorsitzenden W. Ul-bricht empfing Emilie Damerow aus Wustermark zu ihrem 100. Geburtstag.

18.01.1969

In der Märkischen Volksstimme wird Hildegard Bothe für ihre herausragende Arbeit im Vorstand der Gruppe Wustermark / Dyrotz des DFD (Demokratischer Frauenbund Deutschland) gelobt.

18.06.1969

„Schöner unsere Städte und Gemeinden - mach mit“

23.08.1969

Die II. Dorffestspiele finden in Wustermark in der Zeit vom 1. Oktober bis 8. Oktober 1969 statt. Die Bürger Wustermarks organisieren eine Ausstellung über die Freizeitgestaltung, den Tag der Jugend und des Sportes, Sportveranstaltungen für alle Einwohner und die Festveranstaltung zum 20. Jahrestag der DDR.
Höhepunkt wird die Auslosung der Aufbautombola und Aus-zeichnung sowie die Ermittlung der Sieger eines Wissenstotos sein.

09.09.1969

Viele Bürger des Dorfes, angefangen beim Schüler bis hin zum Rentner, beteiligten sich an der großen Solidaritätsaktion für das heldenhaft um seine Freiheit kämpfende vietnamesische Volk.

16.09.1969

An der POS wurden 220 Kinder in den örtlichen Ferienspielen betreut. Alle Helfer gaben sich große Mühe, durch ein abwechslungsreiches Programm für die Kinder erlebnisreiche, lehrreiche und erholsame Ferientage zu gestalten.

11.10.1969

Die Betriebsberufsschule des Reichsbahnamtes erhielt Ehrentitel.

12.12.1969

Am Pioniergeburtstag in der Klasse 6a der Oberschule wurden die besten Schüler mit Urkunden ausgezeichnet. Die Klassenlehrerin, Frau Engelmann, zog außerdem Bilanz und stellte fest, dass besonders die Mädchen gute Leistungen brachten.

03.02.1970

Die besten Schützen der Luftgewehrdisziplin wurden ermittelt. Hierbei zeigten die Teilnehmer der BBS Reichsbahn Wustermark Rbf gute Leistungen.

25.04.1970

Anfang Mai finden in Proßnitz (Rügen) die Deutschen Eisen-bahnmeisterschaften der DDR statt. Als Auswahlmannschaft werden 10 Kameraden der Betriebsberufsschule Wustermark die Reichsbahndirektion Berlin bei diesen Meisterschaften vertreten.
Bei der kürzlich stattgefundenen Bestenermittlung im Sport-schießen der BBS der Rbd Berlin in Jüterbog belegten die Wustermarker Sportschützen den 1. Platz.

23.07.1970

Preisinformation für Obst und Gemüse.

29.07.1970

Mit dem Bau der technischen Station der LPG „Solidarität" Wustermark wurde von vornherein gesichert, daß der gesamte polytechnische Unterricht der Oberschule in dieser Station nach modernen Gesichtspunkten durchgeführt werden kann.

25.09.1970

56 Schüler der POS Wustermark erklärten ihren Beitritt in den sozialistischen Jugendverband und werden aus diesem Anlaß heute die historische Gedenkstätte Cecilienhof in Potsdam besuchen, um dort aus der Hand des 1. Kreissekretärs der FDJ, Heinz Wylezol, das FDJ-Dokument zu erhalten.

04.12.1970

Leserbrief der Schüler Sylvio Schwarz und Uwe Menzel.

1970

Ein Jugendclub gründet sich, als die Jugendlichen nicht zum Abschlussfest der Tanzschule eingeladen wurden.

12.05.1971

Die gastronomische Betreuung im Ort ist ungenügend. Da durch den Ort zwei wichtige Fernverkehrsstraßen führen und sich hier eine Tankstelle befindet, hat aber die Gastronomie eine große Bedeutung für die Durchreisenden.

19.05.1971

Das Klubhaus, das vor 2 Jahren wegen schlechter hygienischer Bedingungen geschlossen wurde, soll auf Anregung des Bürger-meisters Ponier wieder eröffnet werden.

11.06.1971

Am 1. Juni wurde den Schülern der POS Wustermark durch den Bürgermeister und die Verkehrspolizei Nauen ein Verkehrsgarten übergeben.

30.07.1971

Gemeindevertreter Lange aus Dyrotz-Luch drängt darauf, die Befestigung des Weges von Dyrotz-Luch nach Finkenkrug endlich zu erledigen. Bei schlechter Witterung kommt es hier oftmals zu Schwierigkeiten, weil die Versorgungsfahrzeuge bzw. der Arzt nicht mehr durchkommen.

10.08.1971

Die Plangemeinschaftsleiter des Bahnbetriebswerkes Wuster-mark Rbf. verpflichteten sich in Auswertung der Wettbewerbs-ergebnisse des I. Halbjahres 1971 dazu, ihre Wettbewerbsziele neu zu überarbeiten und den sozialistischen Massenwettbewerb auf höherer Ebene als ökonomischkulturellen Leistungsvergleich weiterzuführen.

09.11.1971

Die Wustermarker Sportschützen des GST-Trainingsstützpunktes kamen ihren Verpflichtungen nach und erzielten bei den Meister-schaften der Reichsbahndirektion Berlin zwei Siege durch Karla Otto und Margitta Höbler.

16.11.1971

Vom Transportpolizeirevier verpflichteten sich 12 Angehörige anläßlich der Volkswahlen, ihren Ehrendienst bis zum Jahre 1980 zu verlängern, um damit ihre Verbundenheit zu den Beschlüssen von Partei und Regierung sowie zum Schutz des sozialistischen Eigentums der DDR zum Ausdruck zu bringen.

1972

Bei der Volkszählung hat Wustermark mit Ortsteil Dyrotz 1772 Einwohner.

12.02.1972

Vor 25 Jahren war Else Kortus Mitbegründerin der ersten Gruppe des DFD (Demokratischer Frauenbund Deutschlands). Am 8. März wird sie hierfür gewürdigt. Viel Lob erntet sie auch von der Bürgermeisterin Elvira Grohmann.

19.02.1972

Frau Charlotte Kley, Leiterin des Ballets der Deutschen Reichsbahn Wustermark, wird für ihre aufopferungsvolle Arbeit geehrt.

11.03.1972

Die Genossen der Parteigruppe Brigade IV vom Bahnhof Wustermark Rbf. haben beschlossen, künftig halbjährlich einen Erfahrungsaustausch mit allen Brigademitgliedern in Form eines "Roten Treffs" durchzuführen.

16.05.1972

Die Eisenbahner der Brigade I "Vorwärts" haben ein halbes Jahr unfallfrei gearbeitet und im innerbetrieblichen Wettbewerb den 1. Platz belegt.

01.09.1972

Die Dienstplangemeinschaft 138 des BW Wustermark, Rangier-bahnhof, ist „ihrer Klasse" seit vier Jahren ein vorbildliches Patenkollektiv. Die Genossen und Kollegen dieses mehrfach mit dem Titel „Kollektiv der sozialistischen Arbeit" ausgezeichneten Kollektivs kennen ihre Kinder ganz genau. Der in der 1. Klasse abgeschlossene Patenschaftsvertrag wurde in jedem Jahr erneuert bzw. präzisiert und war die Grundlage für eine kontinuierliche staatsbürgerliche Erziehung.

14.12.1972

'Hei, hei, sing noch mal das Lied vom Festival' - so tönt es aus allen Klassen der Polytechnischen Oberschule Wustermark. Aus Anlaß des Weltjugendtages wurde ein Fahnenappell durchgeführt. Hier zeigten Pioniere und FDJler die Entwicklung der Festspiele auf. Mit großem Eifer lernt man nun das Festivallied.

15.12.1972

Das Kollektiv des Kindergartens "Fritz Fenz" schreibt einen Leserbrief an die Märkische Volksstimme. Hier wird geschildert, wie es unter großen Mühen gelang, die sanitären Anlagen wieder in Betrieb zu nehmen.

26.04.1973

Ein wertvolles Tongefäß aus der Jastorf-Kultur-Epoche 500 v.u.Z. wurde bei Erdarbeiten hinter dem Rinderstall der LPG Wustermark gefunden.

30.05.1973

Bei einem Vortrag über die Anwendung moderner Waschmittel konnten sogar erfahrene Hausfrauen der DFD-Ortsgruppe etwas dazulernen.

11.08.1973

Von den X. Weltfestspielen der Jugend und Studenten aus Berlin kam auch der FDJ-Sekretär der LPG Wustermark, Jugendfreund Bartsch, begeistert zurück. Eine Auswertung soll in erster Linie mit den Jugendfreunden am Erntekomplex durchgeführt werden. Weiterhin wollen sich die FDJ-Mitglieder vornehmen, auch in der Gemeinde Wustermark endlich ein interessanteres Jugendleben als bisher zu entwickeln.

27.09.1973

Die Umspannwerker wollen schwitzen. Der vorhandene Wohn-raum soll modernisiert werden und Trumpf ist das Vorhaben, eine betriebseigene Sauna einzurichten.

06.10.1973

Wustermark belegt den 3. Platz im Wettbewerb "Schöner unsere Städte und Gemeinden - mach mit!".

25.01.1974

- - - 7, 8, 9, 10 Klasse! Die Wustermarker Pioniere sind stolz sagen zu können, daß sie die I. Etappe des Pionierauftrages 1973/74 vorbildlich erfüllt haben. So wurden über 3000 Unterschriften für die Freiheit des chilenischen Patrioten Luis Corvalan gesammelt und chilenische Gäste wurden begrüßt. Auf einer Festveranstaltung bekamen dafür einige Pioniere das rote Halstuch überreicht.

15.03.1974

Anläßlich des Internationalen Frauentages veranstalteten 10 Kolleginnen der Weichenreinigung des Bahnhofs Wustermark, Rangierbahnhof, einen Solidaritätsbasar.

03.05.1974

Die Genossenschaftsbauern, Eisenbahner, Pädagogen und viele andere Bürger der Gemeinde Wustermark/Dyrotz haben sich ganz auf den 25. Jahrestag der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik eingestellt. Saubere Straßen, gepflegte Vorgärten, verputzte Häuserfassaden charakterisieren den Ort.

08.05.1974

Die erste größere Exkursion für Interessenten der Ur- und Frühgeschichte fand am 12. April 1974 statt. Sie führte zum slawischen Burgwall bei Dyrotz. Es beteiligten sich 50 Personen, darunter 35 Kinder. Teilnehmer fanden auf dem Gelände des Walles alte slawische Tonscherben mit Mustern. Jede hatte ihre Eigenart. Ein Muster, das in kleinen Tupfen angeordnet war, ist hier erstmalig bei dieser Exkursion gefunden worden.

03.12.1974

Die eigentlichen Burgherren der slawischen Burg bei Dyrotz sind die Wilzen. Dies wurde jetzt bestätigt durch neue Keramikfunde.

03.12.1974

Der Gemeinde wird im Wettbewerk der Zivilverteidigung der Titel "Bester" zuerkannt.

11.04.1975

Die Ortsgruppe Dyrotz-Wustermark im DAV beschloss, am 27. April zu Ehren des 30. Jahrestages der Befreiung vom Hitler-faschismus einen Wettkampf der Freundschaft mit sowjetischen Sportfreunden am Kanal durchzuführen.

07.05.1975

Der Rat der Gemeinde erinnert in einem Schreiben an die hohen Ziele des laufenden Fünfjahresplanes, die umgesetzt werden müssen.

27.08.1975

Die Gemeindebibliothek Wustermark hat - nachdem sie mehrere Male umziehen mußte - seit einigen Monaten einen anspre-chenden Raum gefunden, der von den Bürgern zum großen Teil in Aufbaustunden aus einem alten Fahrradladen errichtet wurde.

1976

Wustermark belegt den ersten Platz im Kreis Nauen beim Wettbewerb "Schöner unsere Städte und Gemeinden - mach mit!"

12.04.1978

Wustermark ist erfolgreicher Teilnehmer am "Mach Mit!"-Wettbewerb.

26.04.1978

Nach Fertigstellung der Betonbrücke über die F 5 wird der Ver-kehr bei Nutzung des neuen Autobahnzubringers kreuzungsfrei über die Fernverkehrsstraße geleitet.

24.08.1978

Polnische Studenten halfen im Studentensommer auf dem Bahnhof Rbf. Sie waren in der Umladehalle eingesetzt und so halfen sie mit, einen reibungslosen Ablauf der Gütertransporte zu sichern.

11.11.1978

Die Dyrotzer Kirche, die zur Zeit wegen ihres schlechten bau-lichen Zustandes gesperrt ist, steht unter Denkmalschutz wegen der besonders wertvollen Barock-Inneneinrichtung aus der Mitte des 18. Jahrhundert.

21.08.1979

Eine neue Tankstelle, wenige Meter von der F5 entfernt, wurde eröffnet. Zwei der drei Tanksäulen sind für VK 88 und eine für Dieselkraftstoff vorgesehen.

08.03.1980

Referat eines Vertreters des Rates der Gemeinde Wustermark zum Internationalen Frauentag.

06.01.1981

Unter dem Vorsitz von Elvira Gromann, Bürgermeisterin der Ge-meinde Wustermark, hat der neugegründete Gemeindeverband Wustermark, bestehend aus den Gemeinden Bredow, Elstal, Hoppenrade, Priort, Wernitz, Wustermark und Zeestow, seit dem 1. Januar seine Arbeit aufgenommen.

22.04.1981

Mit dem Lied "Brüder zur Sonne, zur Freiheit" begannen die Mädchen und Jungen der Oberschule "Max Reimann" ihren Appell anläßlich des 95. Geburtstages Ernst Thälmanns.

20.06.1981

Die Betriebsberufsschule der Deutschen Reichsbahn in Wuster-mark wurde 30 Jahre alt. Weit über 1000 Jugendliche wurden hier zu Facharbeitern im Betriebs- und Verkehrsdienst und zu Triebfahrzeugschlossern ausgebildet.

22.06.1982

Bei der diesjährigen Kreis-, Kinder- und Jugendspartakiade nahmen an den Endwettkämpfen insgesamt 4922 Mädchen und Jungen in 22 Sportarten teil. In der Sportart Leichtathletik gewannen u.a. folgende Teilnehmer aus Wustermark eine Medaille:
Gold in Hochsprung AK 10: Katrin Hausen, 1,10 m.
Gold in Kugelstoßen AK 11: Anett Hoppe, 6,69 m.
Silber in Hochsprung AK 11: Markus Sajitz, 1,20 m.
Gold in Kugelstoßen AK 11: Mario Gerlach, 8,35 m.
Gold in 100 m AK 12: Sven Starke, 13,7 s.
Silber in Weitsprung AK 12: Sven Starke, 4,51 m.
Bronze in Weitsprung AK 12: Jens König, 4,45 m.
Bronze in Hochsprung AK 12: Sven Starke, 1,37 m.
Silber in 40 m AK 12: Jens König, 67,2 s.
Gold 4 x 100 m AK 12: Oberschule Wustermark, 58,8 s.
Silber in 60 m AK 12: Jutta Paschen, 9,0 s.

22.09.1982

Die Kirche in Wustermark wird zum Denkmal erklärt,
und ebenso die Innenausstattung der Kirche in Dyrotz.

1981-1983

Der Bezirk Potsdam besteht aus 15 Kreisen.

17.05.1983

Merkblatt zur Übung der Zivilverteidung.

27.08.1983

Ein Bezirksentscheid der Schäfer im Leistungshüten findet an der Straße nach Zeestow statt.

25.10.1983

Ein eisernes Ungeheuer, ein elektrobetriebener Portalkran, über-nimmt künftig die Umschlagsarbeiten im Hafen. Besonders kommt er den Baubetrieben des Kreises zugute. Es handelt sich hier um eine Rationalisierungsmaßnahme der ZBO Nauen.

28.04.1984

Der Rangierbahnhof Wustermark, der größte im nördlichen Bezirk von Berlin, feiert sein 75jähriges Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür.

24.05.1984

Elvira Gromann wird erneut einstimmig zur Bürgermeisterin gewählt. Stellvertretende Bürgermeisterin wird Marianne Schulze.

07.10.1984

Die Gemeinde Wustermark wird als Anerkennung für die Gewährleistung von Ordnung, Disziplin und Sicherheit mit einer Urkunde geehrt.

Dez. 1984

Der Volkskontrollausschuß Wustermark war im vergangenen Jahr sehr fleißig.

01.09.1985

Am ersten Friedenslauf durch Wustermark starteten 132 Bürger zwischen 4 und 58 Jahren.

1986

Das Territorium der Gemeinde Wustermark ist 20 km² groß mit einem Straßennetz von 48 km. Die Gemeinde besteht aus dem Hauptort Wustermark und dem Ortsteil Dyrotz mit Dyrotz-Luch. In den Gemeinden wohnen insgesamt 1506 Bürger in 619 Haushalten. Der Ortsteil Dyrotz einschließlich Dyrotz-Luch wird von 486 Bürgern, die 162 Haushalte bilden, bewohnt.

05.07.1986

In der "Kampfaktion Güterwagen" leisten die Eisenbahner aus Wustermark eine fleißige Arbeit. Höhere Auslastungen der Güterwagen mit Stückgut führen dazu, der Wirtschaft 10 Waggons zusätzlich bereitzustellen.

13.01.1987

Einsatzbereite Wustermarker wurden vom örtlichen Rat, Vorsitz die amtierende Bürgermeisterin Helga Gültzow, geehrt.

09.03.1987

Bekanntmachung der kulturellen Veranstaltungen in der ersten Jahreshälfte.

01.10.1987

80.000 Tonnen Güter werden jährlich im Wustermarker Hafen umgeschlagen. Mit der Inbetriebnahme der Portalkrananlage der ZBO Landwirtschaftbau Nauen verkürzte sich die Liegezeit der Binnenschiffe um mehr als 60 Prozent.

05.12.1987

Ein reichhaltiges Sortiment frischer Backwaren bietet die bereits in der dritten Generation geführte Bäckerei Voigt, die in diesem Jahr ihr 100jähriges Bestehen feierte, ihren Kunden an. Täglich gehen in Dyrotz 3000 Schrippen, 600 Brote und 100 kg Kuchenwaren, Torten und diverse andere Feinbackwaren, darunter auch das bei den Kunden so beliebte Partybrot, über den Ladentisch.

09.12.1987

Mit der Verdienstmedaille der deutschen Reichsbahn, Stufe I, wurde die Miarbeiterin der Betriebsberufsschule der DR in Wustermark Rbf, Reichsbahn-Inspektor Roswitha Schieritz, ausgezeichnet.

08.03.1988

Nach 18 Monaten Generalinstandsetzung der beliebten Gaststätte "Raststätte" an der F 5, wird sie am 11.März wiedereröffnet.

17.05.1988

Der Bahnhof Wuslermark wird in das Ortsbild im Zuge der Aktion VK-Stafette "Schönere Bahnhöfe".

20.12.1988

Genossen aus Nikaragua besuchen Pädagogen in Wustermark.

04.10.1989

Ein Erntefest anlässlich des 40. Jahrestages der DDR feiern die Mitglieder der VdgB Ortsorganisation Wustermark.

Oktober 1989

Der Gemeinde Wustermark wird Dank und Anerkennung ausgesprochen für hervorragende kommunalpolitische Ergebnis-se bei der Steigerung des Leistungswachstums und zur Verbesserung des Bürgerwohls in Vorbereitung des 40. Jahrestages der DDR.

31.12.1989

Wustermark hat 1401 Einwohner.

18.03.1990

Ergebnis der Volkskammerwahl in der Gemeinde Wustermark:
Wahlberechtigte 435, Stimmenabgaben 414, ungültig 1.
SPD 175 42,4 %
CDU 114 27,6 %
PDS ..49 11,9 %
LDP ..25 ..6,1 %
Grüne Partei ..20 ..4,9 %
DBD ....8 ..1,9 %
DSU ....7 ..1,7 %
Bündnis 90 ....6 ..1,5 %
DA ....5 ..1,2 %
USAP ....2 ..0,5 %
NDPD ....1 ..0,2 %
Nelken ....1 ..0,2 %
Jugendlisten ....0 ..0,0 %
EFP ....0 ..0,0 %
KPD ....0 ..0,0 %
UVP ....0 ..0,0 %

27.05.1990

Auf 130 Hektar soll der Gewerbe- und Industriepark Wustermark entstehen.

30.06.1990

Wustermark hat 1376 Einwohner.

01.06.1991

Seit Juni verkehrt eine neue Buslinie von Wustermark über Brie-selang nach Falkensee und zurück.

16.10.1991

Die ersten Überlegungen und Diskussionen über ein "Güterver-teilungszentrum Wustermark" finden statt. Nauen und die betroffenen Gemeinden bestehen auf ein klares Mitspracherecht.

06.12.1991

Zwei Maskierte überfielen an diesem Tage die Poststelle und erbeuteten Bargeld.

1992

Die Baulandpreise in Wustermark liegen zwischen 70,- und 120,- DM.

22.01.1992

Seit Anfang des Jahres gibt es die Verwaltungsgemeinschaft der Orte Wustermark, Elstal, Priort, Hoppenrade, Buchow-Karpzow und Wernitz. Das Problem: Es fehlen 600 Seelen, um von Bonn als VWG (mindestens 5000) akzeptiert zu werden. Es wird daher erwogen, ob sich Dallgow (ca. 3000) der VWG Wustermark anschließt, doch die Dallgower sind massiv dagegen.

23.01.1992

Die B5 soll Wustermark nördlich umgehen, die entsprechende Planung ist in der Genehmigungsphase. 13000 Fahrzeuge brausen jetzt schon durch den Ort, mit einem Gewerbe- und Güterverkehrszentrum wird sich der Verkehr massiv erhöhen.

Mai 1992

Wustermark und Umgebung ist gut mit Telefonanschlüssen versorgt.

14.06.1992

Parallel zum Volksentscheid über die neue Landesverfassung findet auf Beschluss der Gemeindevertretung ein Bürgerentscheid zur Frage des Ortsnamens statt:
Anlass dafür ist, dass seit der Eingemeindung von Dyrotz im Jahre 1957 offensichtlich eine einheitliche Ortsbezeichnung nicht durchgehalten wurde. Dies äußerte sich in der Veränderung der Ortsschilder, unterschiedlichen Eintragungen in Personalaus-weisen, Wählerlisten und anderen Dokumenten. Deshalb sollte nun eine klare Festlegung getroffen werden. Die Frage hieß:
Wie soll der Ortsname lauten:
(1) wie bisher: Wustermark mit den Ortsteilen Dyrotz und Dyrotz-Luch
(2) Doppelname: Wustermark-Dyrotz mit den Ortsteilen Wustermark, Dyrotz und Dyrotz-Luch

22.09.1992

Das Brandenburger Innenministerium hat die Gemeinde Dallgow-Döberitz "zwangsweise" dem Amt Wustermark zugeordnet.

10.11.1992

S-Bahn zwischen Staaken und Wustermark rechne sich auch in Zukunft nicht. Zu diesem Ergebnis kam ein Gutachten, welches die Kreisverwaltung in Auftrag gegeben hatte. Ein Bericht der MAZ.

19.12.1992

Foto der alten Kanalbrücke B5 in Dyrotz.

Ende 1992

62 Erdgas-Hausanschlüsse sind fertig gestellt.

26.01.1993

An der B5 zwischen Dyrotz und Abzweig Priort wird es keinen Markt geben wegen unzureichender Sicherheit in diesem Bereich.

06.02.1993

Der kommissarisch amtierende Amtsdirektor Wolfgang Schröder, vormals Bürgermeister der Gemeinde Wustermark, wird nicht zur Wahl des neuen Amtsdirektors antreten.

23.03.1993

Ein Bebauungsplan für ein neues Wohngebiet "An der Siedlung" ist beschlossen worden. Zwischen B 5 und B 273 sollen 750 Wohnungen gebaut werden.

April 1993

Die ersten symbolischen Spatenstiche für das neue Wohngebiet für 2300 Einwohner werden getan.

1993

In diesem Jahr werden die Siedlungswege mit Asphaltfräsgut befestigt.

05.06.1993

Der Rangierbahnhof ist nach wie vor Dreh- und Angelpunkt des Güterverkehrs auf Schienen. Täglich werden 500 Waggons umrangiert. Vollständiger Artikel der MAZ hier

30.07.1993

In der Bronzezeit lebten die Ur-Wustermarker in Pfostengruben.

17.08.1993

Offizieller Baubeginn zur Erschließung des Wohngebietes "An der Siedlung" für 2300 Einwohner.
Im Vorfeld wurden auf dem Gebiet archäologische Ausgrabungen durchgeführt, die durch Funde belegten, dass die Fläche schon im 3. Jahrtausend v. Chr. bewohnt wurde.
Zusammenfassung des Grabungsbefundes

Okt. 1993

In Wustermark sind 54 Gewerbebetriebe ansässig, teilte Bürgermeister Wolfgang Schröder mit.

09.10.1993

In der Schule, deren Schüler auch aus Buchow-Karpzow, Elstal, Hoppenrade, Wernitz und Priort kommen, konnte eine neue Heizungsanlage und Sanitäreinrichtungen fertiggestellt werden.

09.12.1993

Bäcker Klaus Voigt (60) aus Dyrotz ist seit 35 Jahren Meister vor Trog und Ofen. Sein Großvater Gustav gründete 1888 die Bäckerei. Dieses und vieles mehr ist in der Neuen Nauener Rundschau nachzulesen.

20.01.1994

Auf Anregung der Direktorin der Grundschule, Elke Schiller, wer-den die kargen Wände der langen Flure von drei Künstlern mit einem eindrucksvollen Fries bis in die oberen Etagen verziert.

24.02.1994

Ein beliebter Zwischenstopp für viele Kraftfahrer ist der Imbiß direkt an der B 5 in der Berliner Staße 4. Betreiber ist seit zwei Jahren das Ehepaar Monika und Jonny Peter. Auch ältere Menschen holen sich hier eine warme Mahlzeit ab. Bis zur Wende wurden dort Mittagessen für Schulen gekocht, doch nun wünscht der neue Hausverwalter, der aus dem Westen kommt, die Schließung, um die Räume anderweitig nutzen zu können.

01.04.1994

Das 1. Amtsblatt des Amtes Wustermark erscheint. Mitgliedsge-meinden sind Buchow-Karpzow, Elstal, Hoppenrade, Priort, Wernitz und Wustermark.
Die Gemeinde Wustermark beabsichtigt, ein Güterverkehrszen-trum (GVZ) zu errichten.

April 1994

Zügig fortgeschritten sind derzeit die Bauarbeiten an der Bahnlinie Berlin-Hannover im Abschnitt zwischen Wustermark und Staaken. Die ehemals viergleisige Strecke, die als Folge des zweiten Weltkrieges und der deutschen Teilung nur noch zweigleisig betrieben wurde, soll nicht nur in ihren früheren Zustand zurückversetzt werden. Sie wird auch Hoch- geschwindigkeitsgleis und in vollem Umfang elektrifiziert.

Mai 1994

Wieder in Betrieb genommen wurde zu Ostern das Geläut der Dorfkirche Wustermark.

17.06.1994

Bei den Europawahlen gehen die meisten Stimmen an die SPD (176), CDU (106) und PDS (59).

29.06.1994

Ausbau des Havelkanals bis zum geplanten GVZ Wustermark beschlossen. Artikel in der Neuen Nauener Rundschau

25.08.1994

Beginn der Erschließungsarbeiten zum Güterverkehrszentrums. Artikel der MAZ

Sept. 1994

Baubeginn des Neubauprojektes "An der Wublitz".

14.09.1994

Bei den Landtagswahlen gehen die meisten Stimmen an die SPD (373), CDU (105) und PDS (74).

23.09.1994

Richtfest für den Neubau des Rathauses wird gefeiert.

18.10.1994

Bei den Bundestagswahlen gehen die meisten Stimmen an die SPD (400), CDU (210) und PDS (97).

06.12.1994

In Wustermark gibt es zum Jahresende 63 Gewerbetreibende.

13.01.1995

Dyrotzer Kirche wird wieder zur "Perle des Havellandes".

31.01.1995

Wustermark hat 1372 Einwohner.

27.02.1995

Dallgower Gemeindevertreter kritisieren den Ausbau der B5.

08.03.1995

Das neue Verwaltungsgebäude nimmt auch die Amtsbibliothek auf. Aus der MAZ

10.03.1995

Raubüberfall auf die Wustermarker Sparkasse. Aus der MAZ

16.03.1995

Wustermarker Sparkassenfiliale zum dritten Mal überfallen.

26.04.1995

Eine Brücke soll den Bahnübergang bei Wustermark ersetzen. Aus der MAZ

Mai 1995

Wustermarker Straßen bekommen Asphaltbelag. Nach Abschluss der Tiefbauarbeiten für die Verlegung von Trink-, Abwasser- und Regenwasserleitungen in der Friedrich-Rumpf-Straße wird die Fahrbahn asphaltiert. Das Pflaster soll in den Parkbuchten am Fahrbahnrand eingesetzt werden. Parallel zur Straße werden außerdem ein Geh- und Radweg angelegt.
Ebenso sind die Zeiten der Schlaglöcher und großen Pfützen für die Schulstraße und den Mühlenweg vorüber. Auf einer Sitzung beschlossen die Gemeindevertreter diese zu asphaltieren.

07.06.1995

Kurzporträt des Wustermarker Bürgermeisters Manfred Junghans.

13.06.1995

Die Mittelbrandenburgische Sparkasse verlegt ihre Geschäfts-stelle in das neue Verwaltungsgebäude an der Hoppenrader Allee.

Juli 1995

Die Gemeinde Wustermark hat einen Wochenmarkt jeden Samstag auf dem öffentlichen Parkplatz Hoppenrader Allee.

16.09.1995

Provisorische Verkehrsverbindung zum GVZ übergeben.

28.09.1995

Protestunterschriften gegen die Einstellung des Schienen-verkehrs zwischen Berlin und Wustermark übergeben.

15.10.1995

Krach um den Bahntunnel in Wustermark: Aus Kostengründen wird der Ortsteil Ziegelei nun doch nicht direkten Zugang zum Bahnhof haben, sondern der Tunnel soll nur den Bahnhofsvor-platz mit dem Bahnsteig verbinden.

17.10.1995

Baubeginn für das GVZ Wustermark

25.10.1995

Neue Bibliothek im Wustermarker Rathaus eröffnet

02.11.1995

Die Umladehalle im Rangierbahnhof wird geschlossen, weil der Ladedienst zum Jahresanfang nach Berlin verlegt wird.

Nov. 1995

Seit November gibt es eine Sozialstation in Wustermark.

30.11.1995

Abnahme der Umbauarbeiten an der Friedrich-Rumpf-Straße.

29.12.1995

Grünes Licht für Hafenbau in Wustermark.
Die Planungen für den Hafen im Güterverkehrszentrum (GVZ) Wustermark können beginnen. Das Potsdamer Verkehrs-ministerium hat mehr als eine halbe Million Mark dafür bereitgestellt.
Mit dem Hafenbecken erhält das GVZ direkten Anschluss an die Wasserstraße Hannover-Berlin, die im Rahmen der Verkehrs-projekte Deutsche Einheit ausgebaut werden soll.

31.01.1996

20 Familien in Dyrotz, darunter Stoll und Schönberg, bangen um ihre Grundstücke, die bis 1934 der jüdischen Verlegerfamilie Lachmann-Mosse aus Berlin gehörten, deren Erben jetzt einen Antrag auf Rückübertragung gestellt haben. Die Grundstücke waren Teil des Rittergutes Dyrotz.

25.03.1996

Das im Jahr 1991 neu eröffnete „Landhaus Tusk" wird wegen fehlender Baugenehmigungen geschlossen.

26.04.1996

Im Zuge des Verkehrsprojektes No. 17 der Deutschen Einheit läuft die Planung für einen Hafen am GVZ an. Außerdem soll der Ausbau des Havelkanals zwischen Paretz und Wustermark angegangen werden.
Im Zuge des Baues der IC - Hochgeschwindigkeitstrecke Hannover-Berlin wurde eine von zwei parallel liegenden Eisenbahnbrücken über den Havelkanal bei Wustermark um acht Meter in südliche Richtung verschoben (4801 - 43 m lang).

27.04.1996

Der Bürgermeister von Wustermark, Manfred Junghans, legt sein Amt nieder. Er hatte Äußerungen gemacht, die eine Herab-würdigung von Juden erkennen lassen. Bis zur Neuwahl eines Bürgermeisters beauftragte die Gemeindevertretung den stellvertretenden Bürgermeister, Manfred Rettke, mit der Wahrnehmung der Amtsgeschäfte.

30.04.1996

Wustermark hat 1469 Einwohner.

05.05.1996

Volksabstimmung über die geplante Fusion Berlin-Brandenburg. Das Abstimmungsergebnis in Wustermark:
Abst.-Berechtigte: 1100
Teilnehmer: 790 71,82%
Antwort ja: 290 36,71%
Antwort nein: 492 62,28%
ungültig: ....8 ..1,01%

07.07.1996

Bürgermeisterwahl in Wustermark.
38 Prozent alle Wahlberechtigten (1105) beteiligten sich an der Bürgermeisterwahl und stimmten mit 357 Ja-Stimmen für und 59 Nein-Stimmen gegen Manfred Rettke (parteilos). Damit erhielt Rettke 85,2 Prozent aller Stimmen.

Juli 1996

Umbau der früheren HO - Gaststätte in ein Hotel und Gewerbe-haus.

16.08.1996

Richtfest im Neubaugebiet "An der Siedlung".

28.08.1996

Zum stellvertretenden Bürgermeister wird Bäckermeister Klaus Voigt (CDU) aus Dyrotz gewählt. Die Gemeindevertreter entschieden sich einstimmig für ihn.

Sept.1996

Die Freiwillige Feuerwehr feiert ihren 90. Geburtstag.

08.09.1996

Am Tag des offenen Denkmals konnte die größte unbefestigte Siedlung der Slawen (10. bis 12. Jahrh.) besichtigt werden.

Sept.1996

Startschuss für den Bau des Wustermarker Einkaufszentrum.

14.09.1996

Die Gemeindevertretung spricht sich für den Neubau einer größeren Feldwegbrücke über den Havelkanal aus.

28.11.1996

Erstes Treffen zur Gründung des Vereins Querbeet (Vorläufer des Kulturvereins).

1997

Die Umleitung der B5 ist beschlossene Sache, der Baubeginn ist für 1998 avisiert.

17.01.1997

Gründung eines SPD Ortsvereins.

22.01.1997

Aral beabsichtigt eine Tankstelle mit LKW-Waschanlage und Bistro im GVZ zu errichten.

12.02.1997

Beschluss zum Bau einer Verbindungsstraße zwischen der B5 und Mühlenweg.

14.02.1997

Die Pläne des Amtsdirektors, Dieter Kieber, zum Zusammen-schluss der Amtsgemeinden werden von den Wustermarker Gemeindevertretern entschieden abgelehnt.

15.02.1997

Eine Übertragung des Gebietes Dyrotz-Luch an Falkensee wird diskutiert, doch letztendlich sollen im Ernstfall die Bürger entscheiden. Hintergrund sind geplante Bauten im Güterver-kehrszentrum, die eine Schließung des einzigen Zuganges nach Dyrotz-Luch notwendig machen könnten.

22.03.1997

Die Diskussionen einer Zusammenlegung der Amtsgemeinden betreffend gehen weiter. Wie könnte der Name der neuen Gemeinde lauten?

30.03.1997

Der Verein Querbeet organisiert das erste Wustermarker Osterfest.

April 1997

Der Ausbau der Brandenburger Straße kann bis Ende des Monats erfolgen.

01.06.1997

Der Regionalverkehr zwischen Wustermark und Spandau ist neu eröffnet. Die Züge fahren im Stundentakt.

09.06.1997

Nach fast 30 Jahren können die Dyrotzer wieder in ihre Kirche, die wegen Baufälligkeit seit 1970 gesperrt war.

24.08.1997

Der Zusammenschluss der Amtsgemeinden ist gescheitert: vier Kommunen dagegen, nur zwei dafür (Hoppenrade und Buchow-Karpzow).

27.09.1997

An der B 5 Abzweigung B 273 wird ein 20-Betten-Hotel Anfang Oktober eröffnet.

01.10.1997

Die Schranken sind passee, ab heute können die Autofahrer ungehindert durch Wustermark fahren, die neue Brücke über die Eisenbahn ist eröffnet.

11.10.1997

Direkt am Demex-Gewerbepark hat eine Aral-Tankstelle eröffnet.

21.11.1997

Wernitzer und Wustermarker Politiker stimmen einer Fusion beider Kommunen zu.

10.02.1998

Schlechte Luft soll bald der Vergangenheit angehören. Mit einem modernen Filtersystem will der Abwasserverband dem von der Kanalisation herrührenden Gestank ein Ende machen.

März 1998

Grundsteinlegung des Einkaufzentrums "Wuster-Markt".

11.04.1998

Ein Altenpflegeheim mit achtzig Plätzen soll bis zum Jahresende von der Marseille-Klinik gebaut werden. Das Unternehmen will rund sieben Millionen Mark investieren, das Gebäude soll an der Brandenburger Straße entstehen.

13.06.1998

Die Jugendlichen bekommen die Räume des alten Kindergartens. Da eine neue Kindertagesstätte noch in diesem Jahr gebaut wird, sei dies der Containerlösung vorzuziehen, sagte Bürgermeister Manfred Rettke nach einem Treffen mit Amtsdirektor Dieter Kieber.

16.06.1998

Der Dyrotzer Familienbetrieb Voigt feiert 110jähriges Firmen-jubiläum.

26.06.1998

Richtfest des Einkaufzentrums "Wuster-Markt".

04.08.1998

Pfarrerin Heike Benzin wird am 1. September ihren Dienst im Pfarrsprengel Wustermark antreten.

10.08.1998

Parteilose Wustermarker haben sich zur "Freien Wählergemein-schaft Wustermark" zusammengeschlossen. Sie wollen mit eige-nen Kandidaten zur Kommunalwahl antreten.

11.09.1998

Die B 5 soll in Zukunft nicht mehr durch Wustermark führen. Am 18. September um 13 Uhr wird der erste Spatenstich für die Umgehung erfolgen.

24.09.1998

REWE eröffnet seinen Supermarkt im Einkaufszentrum.

27.09.1998

Bei den Kommunalwahlen zum ehrenamtlichen Bürgermeister erhielt Manfred Rettke von 1534 abgegebenen Stimmen 1248.

27.09.1998

Wernitz ist jetzt ein Ortsteil von Wustermark.

05.11.1998

Dyrotzer Klubbesucher mögen Werner Schild so, wie er ist.

06.11.1998

Grundsteinlegung für das Designer-Outlet-Center im DEMEX-Park an der B5.

27.11.1998

Am Bahnhof werden 20 PKW-Stellplätze und überdachte Fahr-radständer eingerichtet.

06.02.1999

Die Marseille-Kliniken AG hat ihr Projekt, ein Altenheim in Wuster-mark zu bauen, auf Eis gelegt wegen der geänderten politischen Rahmenbedingungen.

20.03.1999

Für Behinderte und Müttern mit Kindern wird es weiterhin beschwerlich sein, den Zug zu erreichen. Die Bahn begründet ihre Ablehnung eines behindertengerechten Zugangs mit zu wenig Reisenden. Statt geforderten 1000 zählt man derzeit nur 400 Bahnkunden pro Tag.

27.03.1999

Der Neptunbrunnen wird eingeweiht.

01.04.1999

Der neue Wustermarker Amtsdirektor heißt Horst Pohl. Der 51jährige löst Dieter Kieber ab, der Sozialdezernent in der Kreisverwaltung Havelland wird.

08.05.1999

Querbeet e.V. veranstaltet ein Open-Air-Konzert im Demex-Park.

23.05.1999

Die Sparkasse wurde wieder mal überfallen. Die Räuber ent-kamen mit mehreren tausend Mark.

04.06.1999

Luftfoto B5-Abfahrt Outlet-Center.

21.07.1999

Wustermarker sind sehr tierlieb: weil der alte Transformatorturm an der Brandenburgischen Straße von Eulen bewohnt wurde, konnte das Teil nicht abgerissen werden. Jetzt sind sie ausge-zogen und der Turm könnte abgerissen werden.

23.08.1999

Im Geschäft von Gisela Thomas, "Tommi's Schreibkiste", eröffnet die Deutsche Post heute eine Agentur.

31.08.1999

Der Jugendklub feiert sein 8-jähriges Bestehen.

03.12.1999

Grundsteinlegung des Kita Neubaus.

24.12.1999

Das Güterverkehrszentrum registrierte 1999 die größte Nach-frage seit dem Bestehen. Dadurch fanden allein in diesem Jahr 400 Menschen Arbeit.

04.01.2000

Der Versuch, den erhofften Wochenmarkt an dem Brunnen zu eröffnen, scheitert nun schon zum 2. Mal. Die Händler scheint der Mut verlassen zu haben.

14.01.2000

In Tommi's Schreibkiste wurde eingebrochen und 300 Stangen Zigaretten entwendet.

03.02.2000

Um den Weg für konstruktive Jugendarbeit zu ebnen, musste zunächst der Konflikt zwischen den etwa 60 jungen Leuten im Jugendclub Dyrotz und den Gemeindepolitikern an einem runden Tisch beigelegt werden. Gleichgültigkeit werfen die Jugendlichen den Politikern vor, sie interessierten sich nicht für den Club und ihre Bedürfnisse. Außerdem seien sie es leid, für jeden Scherbenhaufen im Dorf verantwortlich gemacht zu werden.

08.02.2000

Seit Herbst 1998 gehört Wernitz zu Wustermark, verändert hat sich für die 189 Dörfler so gut wie nichts. Aus dem Havelländer.

15.03.2000

Der Bund fördert das Projekt Umschlagbahnhof im GVZ mit 12 Millionen DM.

29.03.2000

Hundert Raver drängelten sich zur Eröffnung des Wustermarker Party-Sommers am Wochenende bei der Techno-Party des Jugendclubs. Im Schwarzlichtgewitter folgten die Tänzer den Beats von DJ Yettle und DJ Yellow.

29.04.2000

Zwei junge Männer stürzten auf einer Baustelle im GVZ in den Tod. Die beiden standen auf einer Hebebühne, deren Plattform auf 13 m ausgefahren war, als diese plötzlich umkippte.

25.05.2000

Nach zweiwöchigem Probelauf wird das bundesweit erste Designer Outlet Center eröffnet.

01.07.2000

Einweihung der neuen Kita an der Brandenburger Straße.

23.09.2000

Aus der ehemaligen Kita am Mühlenweg wird eine Bürger-begegnungsstätte, in der sowohl Jugendliche als auch Senioren der Gemeinde ihren Platz finden.

07.12.2000

In Wernitz leben z. Zt. 206 Menschen, für die soll der alte leerstehende Konsum zu einer Begegnungsstätte umgebaut werden.

26.01.2001

Aus der MAZ: Die Wernitzer Kirchenuhr zeigt immer sieben vor sieben.

07-09.09.2001

Das 1. Wustermarker Brunnenfest findet statt.

2001

Umbau der alten Kita in eine Begegnungsstätte sowie Räume für den Jugendclub und der Sozialstation.
Baubeginn des B5-Knoten Wernitz.
Richtfest im B5- Designer Outlet Center für Nike Faktory Store.

05.03.2002

Bernd Drees wird mit 7 von 9 abgegebenen Stimmen zum neuen Amtsdirektor gewählt.

31.12.2002

Die Amtsgemeinden Buchow-Karpzow, Elstal, Hoppenrade, Priort und Wustermark bilden die neue Gemeinde Wustermark. Die vorgenannten sind jetzt Ortsteile der Gemeinde Wustermark. Der Amtsdirektor ist jetzt hauptamtlicher Bürgermeister.

Juli 2008

Zum 50-jährigen Jubiläum der Wustermarker Schule besucht eine geborene Wustermarkerin mit etlichen Olympia- und Weltmeister-titeln im Rudern ihre alte Schule.

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