1265 wird der Ort Dyrotz erstmals in einer Urkunde erwähnt. Damals verwendet man noch eine andere Schreibweise, die sich über
die Jahrhunderte noch mehrfach verändert. So ist in Überlieferungen vielfach „Duratz“ oder „Doratz“, aber auch „Düraz“ sowie „Dürotz“
zu lesen und erst erheblich später bürgert sich „Dyrotz“ ein.
Woher also kommt der Ortsname? Im Lexikon der Ortsnamen des Havellandes stehen zwei Varianten. Die erste Deutung ist, daß sich
die Bezeichnung von „Duras“ ableitet. Dieser Name steht für ein Adelsgeschlecht, das aus dem Departement Limburg in Belgien
stammt. Mehrere Urkunden sprechen für diese Erklärung. Die beiden ältesten Dokumente weisen 1135 in einer Urkunde Kaiser Lothars
III. in Aachen als Zeugen nebeneinander „marchio Albertus (Markgraf Albrecht der Bär) und Giselbertus de Duraco aus sowie
1162 in einer Beurkundung Kaiser Friedrich I. aus St. Jean-de-Losne wieder die Zeugen Gotefridus comes Durachienses, comes Albertus
genannt sind.
Im 13. Jahrhundert ist das Adelsgeschlecht „von Duras“ in Anhalt und dem Magdeburgischen durch verschiedene Beglaubigungen belegt.
Die Familie ist aber im havelländischen Dorf Dyrotz nicht nachzuweisen. In Belgien wird der Name „Duras“ keltisch erklärt, abstammend
von „duracio“ = „kleine Festung“.
In der zweiten Version wird Dyrotz mit einer slawischen Herkunft erläutert. Danach soll sich die Benennung herleiten von „Durac“
oder Duras“. Wobei sich bezogen wird auf das Wort „durak“, welches in der deutschen Sprache „Dummkopf“ bedeutet.
In der Forschung hält man allerdings die erste Möglichkeit für die wahrscheinlichere Erklärung, da die urkundlichen Belege und die
namentliche übereinstimmung von „Duras“ und „Dyrotz“ von einer Namensübertragung zeugen.
In Ernst Georg Bardeys „Geschichte von Nauen und Osthavelland“
findet sich noch eine weitere Version zur Namensgebung. Danach ist die Bezeichnung Dyrotz wendischen Ursprungs. Do-ratz bedeutet
dabei ungefähr dasselbe wie Po-rats. Darin steckt das Wort reka = Fluß. Somit wäre Dyrotz mit „beim Fluße“ oder „an fließendem
Wasser“ zu übersetzen.
Soweit also die Entstehung des Ortsnamens. In der nachfolgenden Zeittafel wird die historische Entwicklung von Dyrotz seit der erstmaligen
urkundlichen Erwähnung von 1265 aufgezeigt. Diese Chronologie enthält ausgewählte Daten, ist aber noch bei weitem nicht
vollständig, da zum einen nicht alle Ereignisse aufgelistet werden konnten und einige Zeiträume auch noch nicht recherchiert sind. Es
soll mit der Zusammenstellung ein erster überblick über mehr als 700 Jahre Dyrotzer Ortsgeschichte gegeben werden.
2.Jh.v.Chr. |
Für Dyrotz ist ein germanischer Siedlungsplatz nachgewiesen. |
7.bis8.Jh. |
Slawische mehrteilige Burg auf der höchsten Stelle einer Talsandinsel im Dyrotzer Luch.

Luftaufnahme
 |
10.bis13.Jh. |
Eine ebenfalls slawische Siedlung wurde an der Wublitzrinne nördlich des jetzigen Dyrotz errichtet.
 |
26.11.1265 |
Ersterwähnung des Dorfes in einer Urkunde. Darin
ist festgehalten, daß Markgraf Otto dem Kloster in
Zehdenick eine jährliche Getreidepacht vom Kruge
zu Dyrotz schenkt. |
18.04.1351 |
Markgraf Ludwig belehnt Betikin Valkener mit Hebungen im Dorf Dyrotz. |
04.07.1362 |
Gerichtsentscheidung über das Leibgedinge in Dyrotz der Witwe Michels von Schlabberndorf. Ihr stehen im Dorf drei Wispel und vier Scheffel
Roggen zu. |
1375 |
Das Landbuch Karl IV. enthält u.a. folgende Nachrichten zu Dyrotz: Die Gemarkung umfaßt 50 Hufe, davon sind 34 mit Pacht-, Geld- und
Fruchtbede belegt. Außerdem werden verschiedene Abgabenberechtigte aufgeführt, darunter das schon bekannte Kloster Zehdenick, aber auch die
Gebrüder Prigard aus Priort. Doch muß ein nicht näher bezeichneter Lupold oder Lippold um diese Zeit der eigentliche Herr in Dyrotz gewesen sein,
denn dieser besitzt Obergericht und Wagendienst im Dorf. Außerdem gibt es im Dorf eine hohe Anzahl an Kossäthen, nämlich 30. |
1412-1424 |
Die Lehnsregistratur vermerkt aus der Zeit des Markgrafen Friedrich I. eine Abgabe von Dyrotz über ein Stück Geldes an Gerick und Otto von
Arnym. |
13.08.1419 |
Das Kloster Zehdenick verkauft die in der Ersterwähnung genannte Getreidepacht an das Domkapitel Brandenburg. Es handelt sich um den
jährlichen Anteil von einem Wispel Hafer aus dem Dyrotzer Krug. |
09.01.1433 |
Markgraf Johann beleiht die Gebrüder Hollenbrecht mit Besitzungen in Dyrotz, die diese von Hans von Arnim gekauft haben. Dabei handelt es sich um
Zinsen und Renten unter anderem um 2 ¼ Stücke Geldes und verschiedene Getreideanteile von einigen Höfen sowie vom Krug neben der Kirche. |
23.02.1435 |
Markgraf Johann beleiht die Brüder Mathias, Peter und Gregorius Hallenbrecht mit Besitzungen ihres verstorbenen Vaters unter anderem in Dyrotz,
Hoppenrade und Wustermark. In Dyrotz sind das zwei Stücke Geldes. |
08.05.1440 |
Markgraf Friedrich legt dem Landreiter im Havelland die Hechselhorst im Havelländischen Luch zwischen Dyrotz und Wustermark zur
Nutzung bei. |
1441 |
In der Lehnsregistratur ist für Peter von Pryerde der Empfang von zwei Stücke und fünf Groschen aus Dyrotz notiert. Diese Angaben werden für 1442 und
1445 wiederholt. |
01.06.1441 |
Kurfürst Friedrich stellt einen Lehnsbrief für die Spandauer Bürger Jorgen und Matthise Helmbrechten aus. In diesem bestätigt er den
beiden das Erbe ihres Vetters bzw. Vaters Peter. Aus dem Dorf Dyrotz betrifft das einen Anteil von zwei Stücke Geldes. |
23.10.1449 |
Kurfürst Friedrich verschreibt dem Bürger Hans Mewes zu Köln ein Leibgedinge. Dazu gehören auch Getreidepächte, vornehmlich Roggen, von
einigen Dyrotzer Höfen. |
Um 1450 |
Die gutsherrlichen Rechte gehen auf die von Stechow über. |
1459 |
Im Matrikel des Bistums Brandenburg ist nach den Propsteistühlen unter dem „Sedes Spandov“ auch „Duratz“ ausgewiesen. |
1474–1536 |
Das Spandauer Stadtbuch verzeichnet Einnahmen von Gütern und Gerechtigkeiten aus Dyrotz. Darunter sind übereinkommen zwischen dem
Spandauer Rat und Dyrotzer Schäfern über die Abgabe von Käse und mehreren Eimern Butter. |
22.08.1496 |
Kurfürst Johann beleiht die Brüder und Vettern Hans, Achim, Otto, Hennig und Cuno von Stechow unter anderem mit dem Dorf Dyrotz und damit
verbunden die höchste und niedrigste Gerichtsbarkeit. |
1520 |
Eine im Kirchenbesitz befindliche Scheune wird ausgebessert und eine Schäferei gebaut. |
1523 |
Der Spandauer Rat besitzt unter anderem Getreidepächte in Dyrotz. |
07.03.1525 |
Kurfürst Joachim überschreibt dem Spandauer
Bürgermeister Georg Wartemberg Hebungen unter anderem in Dyrotz. Von mehreren Höfen bekommt er Getreidepächte, vor allem Anteile an Roggen. |
1535–1571 |
Kurfürst Joachim II. führt die Reformation in der Mark Brandenburg ein. |
1535 |
Der Spandauer Rat erhält 2225 Gulden für die Wiedereinlösung des Dorfes Dyrotz zurück. |
1536 |
Der Stechowsche Besitz geht von vier Brüdern in Dyrotz an die Gebrüder Ribbeck über. Aus dem Lehnsbrief ergibt sich, daß das Eigentum unter
anderem aus dem Gut mit dem höchsten und niedrigsten Gericht, dem Kirchlehn und der Schäfereigerechtigkeit besteht. |
1538 |
Der Spandauer Rat verkauft das Dorf Dyrotz zurück an den Kurfürsten. Mit dem Kaufpreis erwirbt die Stadt das Dorf Paaren an der Wublitz. Doch kurze
Zeit später fordert der Lehnsherr die Eigentümer brüsk wieder zur Abtretung des Ortes auf. |
21.12.1538 |
Kurfürst Joachim bestätigt einen Tausch zwischen dem Jungfrauenkloster in Spandau und den Brüdern Joachim und Asmus von Bredow. Betroffen sind
davon auch Getreidehebungen von verschiedenen Dyrotzer Bauernhöfen. |
24.03.1539 |
Das Haus Bredow zu Bredow erhält einen Lehnsbrief von Kurfürst Joachim in dem alle Besitzungen der Familie aufgeführt sind.
Aufgelistet sind dabei auch die einzelnen Getreidepächte von verschiedenen Dyrotzer Höfen. |
1550 |
Dyrotz hat verschiedene Abgaben an das Benediktinernonnen-kloster in Spandau zu entrichten, z.B. Getreidepächte. Auch für das Amt
Spandau sind Leistungen zu erbringen. Genannt wird ein Holzzins. |
1554 |
Joachim II. belehnt, nachdem der Dyrotzer Besitz von den Ribbecks wieder an den Kurfürsten zurückgefallen ist, Hans Roch zu Paaren mit dem
Dorf und allen damit verbundenen Rechten wie beispielsweise den Hüfner- und Kossäthendiensten sowie der Gerichtsbarkeit, der Schäferei und dem
früheren Landreiterhof. |
1581 |
Der Markgraf von den Rochs tauscht wieder das Gut Dyrotz gegen das Dorf Döberitz ein. Dyrotz wird zum Amt Spandau gelegt. |
1590 |
Im Spandauer Erbregister ist nachgewiesen, daß Dyrotz zum kurfürstlichen Besitz des Schlosses Spandau zählt. Genau verzeichnet sind darin auch, welche
Abgaben die einzelnen Bewohner des Dorfes an den Landesherren zu entrichten haben. Das reicht vom Fleischzehnt über Getreidehebungen bis zum
abzuliefernden Holzanteil aus dem Brieselang. Aus der Amtsnachweisung ist auch zu entnehmen, daß dem Spandauer Kloster unter anderem die
Kirchenlehen in Dyrotz und Wustermark zustanden. Besonders ausgewiesen wird für das Amt Spandau noch, daß ein sechs Hufen großer Hof
in Dyrotz bestand. Das Dorf zählt auch zum Spandauer Mühlenbannbezirk.
Interessant ist auch, was zu jener Zeit die Aussteuer einer Bauertochter kostete, und worin sie bestand.
Bei "Andreas Beckers und Marie Oehlerß Erbteilung und Uebergabe," deren Wirtschaft im Ganzen auf 425 Thaler und 28 Gr. abgeschätzt
wurde, heißt es: "An Aussteuer hat Katharina bekommen:
Eine Kuh 5 Thlr., ein jährig Fohlen 2 Thlr., ein Schweinichen 2 Thlr., einen Hammel 1 Thlr., 2 Metzen Hirse 7 Gr., Brot, Butter,
Gewürz 1 Thlr., ein vollständig Bette 7 Thlr. Summa 25 Thlr. 6 Gr.
Maria, weil sie zwei Tage Hochzeit gehalten: 25 Thlr., Elisabeth, weil sie nur wie Katharina einen Abend Hochzeit gehalten:
22 Thlr. 6 Gr".
|
1591 |
Ein Ribbeck erwirbt wieder Dyrotz. Hans Georg, Oberhofmeister am Hof des Kurfürsten vermehrt so seinen Besitz, zu dem bereits die Güter in Groß
Glienicke, Seegefeld und das Dorf Dallgow zählen. Dazu gehört auch noch das vom Vater Matthias ererbte Recht am Dorf Hoppenrade. Bis Anfang des
19. Jahrhunderts bleibt Dyrotz Ribbecksches Eigentum. 1600 weist das Kirchenvisitationsprotokoll unter anderem folgenden Angaben für Dyrotz aus: Es gibt ein
Pfarrhaus mit einem kleinen Gärtlein daran. Es hat zwei Hufen, die bisweilen 6 Wispel Korn tragen. Der Pfarre stehen beispielsweise auch der Kornund
der Fleischzehent zu. Inventar wird nicht vorgefunden, deswegen hinterläßt der Visitator ½ Wispel Korn, dafür sollen die Leute je drei
Zinnkannen und –schüsseln sowie ein Bett und einen Tisch beschaffen. Der Küster hat ein Häuschen mit Garten. Als Jahreseinkommen sind
40 Scheffel Roggen angegeben, zu Ostern bekommt er aus jedem Haus ein paar Ostereier sowie zu Weihnachten und Johannis Brot und Wurst. Für die
Kirche ist an Inventar unter anderem ein Kelch, eine Monstranz und zwei Ornate aufgelistet. Das Kirchenland bringt 9 Scheffel Korn. Einige
Personen müssen der Kirche Wachs liefern. Als weitere Abgaben sind Getreide und Hühner aufgeführt. Barschaft ist keine vorhanden. |
13.10.1600 |
Auf der Synode wird die Pfarrei mit Rohrbeck und Dyrotz als zur Kircheninspektion Spandau gehörig festgeschrieben. |
1618–1648 |
30-jähriger Krieg, Dyrotz ist erheblich von der Bevölkerungs-einbuße betroffen. |
1624 |
Der Ribbecksche Besitz in Dyrotz ist im Schoßkataster mit sechs Ritterhufen verzeichnet. Durch den Kauf eines drei Hufe großen
Bauernhofes vergrößert sich die Anzahl der Ritterhufe auf neun. Das Dorf umfaßt laut der Aufstellung 42 Bauernhufen. Zwei Hufen sind als
Pfarr- und Kirchenhufen ausgewiesen. Es gibt 15 Bauern- und 13 Kossäthenstellen sowie einen Schäfer, einen Hirten und einen Hirtenknecht.
Aufgeführt sind auch zwei Paar Hausleute. |
1641 |
In einem Verzeichnis der Ritterschaft des Havelländischen Kreises ist Dyrotz mit einer Fläche für das Dorf von 49 Hufen und beim Gut mit
10 Ritterhufen, die den Ribbecks gehören, aufgeführt. |
1663 |
Karte der Mittelmark von Jeannes Blaeu (erschienen im Atlas Mayor, Amsterdam 1663).
 |
Nach 1680 |
Die Ribbecks investieren Geld für einen Kirchenneubau in Dyrotz. |
Nach 1699 |
Es zählen noch 29 auswärtige Krüge zum Monopolbereich der Stadt Spandau, darunter auch Dyrotz. |
1713 |
Dyrotz hat unter der Obrigkeit der Ribbecks einen Schankbraukrug und zwei Schankkrüge. Außerdem gibt es im Ort drei Handwerker: Einen Leinweber,
einen Dorfschmied und einen Schneider. |
Juni 1721 |
Eine Liste der Handwerker, deren alte Stellen in den Dörfern verbleiben sollen, enthält für Dyrotz folgende Angaben: Je ein Wohnschmied, Schneider
und Garnweber. |
1725 |
Hans Ludwig von Ribbeck erläßt als damaliger Besitzer für Dyrotz eine Bauernordnung. In 26 Punkten wird das Dorfleben geregelt. Unter
anderem ist darin festgelegt, daß jeder Hauswirt mit seinen Kindern und dem Gesinde sonntags zur Kirche zu gehen hat und Kinder von allen
Einwohnern die Sommerschule besuchen sollen. Es werden ein Nachtbackverbot ausgesprochen und Vorschriften zur Verhinderung von Bränden
erlassen.
 |
1728 |
Bei der Erbschaftsregulierung des verstorbenen Schulzen Peter Tasche wird der genaue Wert seiner Bauernstelle mit drei Hufen Land und
vollem Inventar ermittelt. Die ganze Wirtschaft mit liegendem und beweglichem Vermögen wird auf 566 Taler und einen Groschen geschätzt. |
1730 |
Errichtung der Kircheninspektion Potsdam, der auch die Kirche Rohrbeck mit ihrer Filiale in Dyrotz zugeordnet wird.
In Dyrotz gibt es 13 Kossäthenstellen. |
1748 |
Im Verzeichnis der Hufe- und Giebelschoß-Gelder für Dyrotz sind u.a. erfaßt 39 Schoß an Gütern, dafür sind 11 Taler und 9 Groschen zu
leisten. Insgesamt werden aus dem Ort Einnahmen von 26 Talern und 3 Groschen erwartet. |
1750 |
In Dyrotz stehen fünf Maulbeerbäume, diese werden für den Seidenbau genutzt. |
Um 1770 |
Die von Ribbeck schenken ihren Untertanen in Dyrotz und Seegefeld das freie Eigentum an ihren Höfen. |
1773 |
Fertigstellung der Dyrotzer Kirche. |
1778 |
Ein Verzeichnis der Güter mit Besitzern im Havelländischen Kreis weist Hans Georg von Ribbeck als Eigentümer für Dyrotz, Seegefeld und Hoppenrade
aus. |
1778 |
Karte des Havelländischen Kreises (Urheber Oesfeld) aus dem Jahre 1778 mit allen relevanten Orten.
 |
1783 |
Aus Dyrotz werden 42 Schock und eine Mandel Eier nach Potsdam und Berlin geliefert. Ein Jahr zuvor waren es noch 48 Schock, damit ist eine
Reduzierung von 5 Schock und 3 Mandel zu verzeichnen. |
1787 |
Eine Tabelle weist für den Dyrotzer Kirchhof 35 Maulbeerbäume aus, davon sind 17 unlaubbar, 10 laubbar und 7 eingegangen. Alle Bäume sind zu
beschneiden. Der Küster pflegt und nutzt sie. |
1796 |
Der Bestand an Maulbeerbäumen wird mit 10 Stück angegeben, davon befinden sich je 5 auf Gemeindeund Kirchenflächen. |
1797 |
Die Dyrotzer Kirche bekommt 100 Taler, die Marie Luise von Bredow, geborene Quast, in ihrem Testament festgesetzt hat. Das Legat wird dem
Kirchenvorsteher Dansmann übergeben. |
Um 1800 |
Das Rittergut Dyrotz ist verpachtet und bringt seinen Ribbeckschen Besitzern einen Ertrag von 1500 Talern ein. In einem Nachweis sämtlicher
Flurstellen ist das Gut mit einer verzeichnet. Für das Dorf Dyrotz sind 32 Flurstellen angegeben. |
10.11.1800 |
Inkrafttreten eines Spritzenregelements für das Dorf Dyrotz. Diese Ordnung ist nötig geworden durch die Anschaffung einer Feuerspritze. Dafür
wird die Handhabung festgesetzt. |
1804 |
In einer statistischen Erhebung wird Dyrotz mit Dorf (39 Hufen) und Gut (11 Hufe) angegeben. Es leben in der Gemarkung 328 Menschen. Darunter
befinden sich beispielsweise 10 Ganz- und 4 Halbbauern, 9 Ganzkossäthen, 2 Käthner, 5 Einlieger, und ein Rademacher. Gezählt werden
auch 27 Feuerstellen. Es gibt eine Schmiede und drei Krüge. Aufgeführt sind noch 58 Morgen Holz. Besitzer ist der von Ribbeck auf Seegefeld. |
1810 |
König Friedrich Wilhelm III. befiehlt die trigonometrische Vermessung der Marken. Die Dreiecksnetze haben in Berlin ihren
Ausgangspunkt und überziehen Brandenburg. Als Hauptkoordinatenlinie wird der Meridian der alten Berliner Sternwarte genutzt. Einer der
Vermessungspunkte ist der Dyrotzer Kirchturm. Er befindet sich im nordwestlichen Quadranten, in einer Entfernung vom Meridian von 7890,17,
gemessen in preußischen Ruthen.
In Dyrotz leben 246 Personen, 113 Männer und 133 Frauen. Angegeben sind außerdem 38 Mägde und 39 Knechte sowie die Zahl der Kinder mit 15
Söhnen und 22 Töchtern. |
1811 |
Hans Georg (VII) von Ribbeck veräußert Gut Dyrotz an seinen früheren Pächter, den Amtmann Ernst Gotthilf Schneider. Vom Verkaufserlös
erwirbt von Ribbeck das Rittergut Horst in der Ostprignitz und läßt sich dort 1812 nieder. |
1812–1815 |
Zeit der Befreiungskriege von der französischen Besatzung. |
1815 |
Dyrotz und Wustermark sind als Garnisonen für das Brandenburgische Kürassier-Regiment (Kaiser Nikolaus I. von Rußland) Nr.6 aufgeführt. |
1816–1830 |
Bau der Chaussee ab Berlin über Nauen, Friesack, Ludwigslust und weiter. Der Abschnitt mit Dyrotz und Wustermark wird 1830 fertiggestellt. |
1816/1817 |
Bildung der Provinz Brandenburg und damit verbunden Neugliederung der Kreise, es entsteht der Landkreis Osthavelland zu dem auch Dyrotz
gehört. |
1817 |
Auf dem Rittergut Dyrotz zieht ein neuer Eigentümer ein. Es ist der Rittmeister August von Hobe, später auch Landrat des Kreises
Osthavelland. Das Areal des Grundbesitzes umfaßt rund 1494 Morgen. Davon entfallen ca. 891 Morgen auf Acker und rund 350 Morgen auf
Wiesen. Die Forstfläche beträgt 163 Morgen. Der Kaufpreis liegt bei 41.140 Reichstalern, viertausend Taler sind in Friedrichs d’or und 37.140 in
preußischem Silber-Courant, basierend auf dem Münzfuß von 1704, zu entrichten.
Im Dorf und auf dem Gut leben insgesamt 334
Personen. |
1819 |
Ersterwähnung des zum Rittergut Dyrotz gehörenden Vorwerkes Elsgrund im Amtsblatt der Regierung Potsdam. |
1820 |
Eine Gewerbetabelle gibt folgende Auskünfte über Dyrotz: Im Ort ansässig sind zwei Schneidermeister sowie je ein Rade-/Stellmachermeister und
Schmied, der auch einen Gesellen beschäftigt. Angegeben sind weiter eine Bockwindmühle sowie je zwei ölmühlen und ölpressen. Vorhanden sind
auch vier Webstühle für Leinen. Es besteht ein Gasthof für die gebildeten Stände und ein Krug mit Ausspannung für Frachtfuhrwerk für die zum
Markt kommenden Landleute. Genannt werden außerdem eine Speisewirt und vier Schankwirte. Erfaßt sind außerdem ein Dienstbote und eine
Dienstbotin für die Herrschaft sowie 48 Knechte und 30 Mägde. |
1826 |
Die Genehmigung zum Bau einer Straße von Spandau über Dyrotz nach Nauen erfolgt. |
1828–1841 |
Rittergutsbesitzer von Hobe in Dyrotz ist Landrat des Kreises Osthavelland. Er wird nach einer Disziplinar-Untersuchungssache seines Amtes
enthoben. Der Grund dafür geht aus den Unterlagen nicht hervor. Ab dem 1.1.1842 bekommt er eine Pension von 300 Talern jährlich. Bei der für 1842
angesetzten Neuwahl des Landrates will von Hobe wieder antreten, doch dagegen erhebt das Innenministerium Einspruch, so daß der Dyrotzer
Rittergutsbesitzer nicht mehr kandidieren darf. |
1834 |
Bei den Anträgen zur Anlegung notwendiger und wünschenswerter Straßen wird an erster Stelle die Trasse von Potsdam nach Dyrotz genannt. Die
Streckenlänge beträgt ungefähr 2 ¼ Meile. befindet sich laut einer Erhebung in der Dyrotzer Kirche eine Orgel. |
1838 |
Ein großer Brand, dem viele Häuser zum Opfer fielen, zerstörte auch das Gutshaus. Der Landrat von Hobe ließ vor seiner Pensionierung im Jahre 1838 ein neues Gutshaus errichten,
das später auch als das "Schlösschen" bekannt wurde.
|
1840 |
Für das Dorf Dyrotz und das Vorwerk Elsgrund tritt eine neue Feuerlöschordnung in Kraft. Darin ist auch die Nachbarschaftshilfe zu den anderen Orten
geregelt. Diese müssen für Dyrotz 22 Dörfer leisten, darunter u.a. Buchow-Karpzow, Hoppenrade. Priort, Wernitz, Döberitz und Ferbitz.
Im Gegenzug ist Dyrotz dort zur Hilfe verpflichtet. |
1845 |
In Dyrotz besteht, laut einer Statistik, eine Hebestelle im Verlauf der Straße Berlin über Spandau und Perleberg bis zur Mecklenburgischen
Grenze. Diese hat eine Hebebefugnis für eine Meile. Die durchschnittliche Jahreseinnahme beträgt ca. 1781 Taler. |
1848 |
In einer Auflistung finden sich folgende Angaben zur Dyrotzer Orgel: Sie hat 10 Register, davon 8 Riemen im Manual und 2 im Pedal. |
Jan. 1849 |
In die "Commission zur Vorbereitung patriotischer Wahlen im Osthavelland" (hier zum Preusischen Landtag)
sind folgende Dyrotzer Bürger berufen worden:
Dansmann (Kreisschulze zu Dyrotz) und von Hobe (Landrath a.D. zu Dyrotz).
|
21.05.1849 |
Mitteilung des Königlichen Landratamtes an die Ortschaften im Osthavelland über die Vergütung für die
Einquartierung der Soldaten der Preusischen Armee. Die Servicevergütung beträgt 23 Thlr. 9 Sgr. 5 Pf.
 |
Juli 1849 |
Dyrotz nebst Vorwerk hat 433 Einwohner. |
24.01.1950 |
Bei der Wahl der Wahlmänner für das Volkshaus des deutschen Parlaments ist Gutsbesitzer Zechlin erwählt worden. |
1850 |
Eine Aufstellung des osthavelländischen Kreistages über den Seidenbau weist Dyrotz mit dem Rittergutsbesitzer von Hobe aus. |
01.06.1850 |
Einteilung der Distrikte für die Feuer-Lösch-Kommissare.
 |
05.10.1850 |
Kreisschulze Dansmann wird Mitglied der Kreiskommission zur Einführung der Gemeindeordnung.
 |
25.01.1851 |
Osthavelländisches Kreisblatt Nr. 9, amtlicher "Theil": Anweisung des Kriegsministeriums, "Oeconomie-Department",
an die ostha-velländischen Ortsbehörden, den "Remonte-Pferden" auf langen Märschen genügend Futter zukommen zu lassen.
 |
12.03.1851 |
Der Kreisschulze Dansmann (Dyrotz) hat seinen Posten aufge-geben, ein Nachfolger soll gewählt werden.
 |
31.12.1851 |
Dyrotz steht im Verzeichnis der Vergütungsbeträge, welche die Ortschaften für die im 3ten Quartal
d. J. an "durchmarschirte" Truppen verabreichte Fourage (Futtermittel) zu empfangen haben, nämlich 1 Thaler 10 Silbergroschen und 1 Pfennig. |
15.10.1853 |
Der Vorsitzende des Verein für die Besserung entlassener Strafgefangenen und zur Belohnung guten Gesindes im Osthavellande,
von Hobe, bittet in einem Brief an die Mitglieder um Verteilung eines Vortrages über die Behandlung von Strafgefangenen während
und nach der Gefängnishaft.
 |
Um 1860 |
Der Grundsteuerreinertrag beträgt pro Morgen beim Ackerland 30.19 Silbergroschen (Sgr.), bei Gärten 88.33 Sgr., bei Wiesen 38.05 Sgr. Und bei Weiden
8.41 Sgr. |
1861 |
Dyrotz ist in der Ortschaftsstatistik mit Dorf und Gut sowie Vorwerk Elsgrund verzeichnet. In der Landgemeinde leben 503, im Gutsbezirk 32 und
auf dem Vorwerk 7 Personen. Das Dorf hat 3 öffentliche, 42 Wohn-, und 96 Wirtschaftsgebäude sowie 14 Gehöfte. Das Gut besteht aus drei Wohnund
fünf Wirtschaftsgebäuden. Das Vorwerk umfaßt acht Wirtschafts-gebäude. Für das Dorf werden an landwirtschaftlichen Flächen
ausgewiesen 43 Morgen Garten, 2153 Morgen Acker, 623 Morgen Wiese, 940 Morgen Weide und Torf sowie 105 Morgen Wald. Für das Gut werden
angegeben 15 Morgen Garten, 1020 Morgen Acker, 342 Morgen Wiese, 60 Morgen Weide und Torf sowie 57 Morgen Wald. Der Viehbestand im Dorf
ergibt 101 Pferde, 218 Stück Rindvieh, 1238 und Schafe. Das Gut besitzt 28 Pferde, 49 Stück Rindvieh, und 721 Schafe. |
August 1861 |
Der Gutsbesitzer Zechlin stellt den Antrag zur Aufstellung einer Dampfmaschine zum Betrieb einer Spiritusbrennerei. |
1862 |
Eine übersicht gibt Auskunft über den Reinertrag der landwirtschaftlichen Flächen in Dyrotz. Danach umfaßt das Dorf eine Fläche von ca. 4098 Morgen,
die einen Ertrag von etwa 3940 Talern erbringen, das sind pro Morgen 29 Silbergroschen. Für das Gut ist eine Gesamtfläche von etwa 1487 Morgen
ausgewiesen mit einem Reinertrag von rund 1486 Talern, das bedeutet 30 Silbergroschen pro Morgen. |
1865 |
Die Gemeinde Dyrotz umfaßt 874,1 ha Fläche. Für den Gutsbezirk sind 248,2 ha Land ausgewiesen. |
13.06.1865 |
Karl Johann Maximilian von Bredow, gebürtig in Königsberg, erwirbt das Rittergut Dyrotz, nachdem er seinen Abschied aus der Armee genommen hat. |
1868 |
Im Nachweis über den Seidenbau für Dyrotz werden der Rittergutsbesitzer von Bredow und der Gutsbesitzer Zechlin genannt. |
1871 |
In Dyrotz gehen mit seinem Vorwerk Elsgrund 107 Kinder in die Schule. Diese werden in zwei Klassen zu 52 bzw. 55 Schülern und Schülerinnen
unterrichtet. |
01.12.1871 |
Die Volkszählung ermittelt für Dyrotz folgende Angaben: Der Ort besteht aus einer Landegemeinde und einem Gutsbezirk. Das Dorf hat einen
Wohnplatz mit 44 Wohngebäuden. Die ortsansässige Bevölkerung umfaßt 514 Menschen, davon sind 251 männlichen und 263 weiblichen
Geschlechts. Sie leben in 9 Einzel- und 97 Familienhaushalten. Von allen gezählten Bewohnern wurden 296 im Ort geboren. Alle 514
haben die preußische Staatsangehörigkeit und sind evangelisch. Bei der Schulbildung werden 128 Einwohner im Alter unter zehn Jahren ausgewiesen,
373 geben an, daß sie lesen und schreiben können, 11 sind Analphabeten und bei zwei fehlen Auskünfte. Das Gut besteht aus zwei Wohnplätzen
mit drei Wohngebäuden. 39 Personen sind bei der Erhebung ortsanwesend, davon 23 männlichen und 16 weiblichen Geschlechts. Sie leben in fünf
Familienhaushalten. Sechs Einwohner sind ortsgebürtig, 38 haben die preußische Staatsangehörigkeit und die protestantische
Konfession. 10 Menschen sind unter zehn Jahre alt. Für die übrigen 29 wird notiert, daß sie lesen und schreiben können. |
1872 |
Eine neue Kreisordnung tritt in Kraft, darin wird auch die Trennung zwischen Landgemeinden und Rittergutsbezirken festgeschrieben. Auch in Dyrotz
entstehen so zwei Verwaltungseinheiten, die Gemeinde und der Gutsbezirk. |
1873 |
Bildung von Amtsbezirken. Dem Amtsbezirk Dyrotz sind zugeordnet: Gut und Gemeinde Dyrotz sowie die Gemeinden Rohrbeck und Wustermark.
Die Verwaltung wird von Bredow auf Dyrotz unterstellt. |
1873 |
Gründungsjahr des Kriegervereins Dyrotz-Wustermark.
|
1885 |
Die Fläche für die Gemeinde Dyrotz ist mit 1039 ha angegeben und die Einwohnerzahl beträgt 589. Der Gutsbezirk umfaßt 378 ha und zählt 59 Einwohner. |
1886 |
Dyrotz hat 572 Einwohner. Folgende Berufe sind in der Einwohnerschaft Dyrotz vertreten:
 |
10.01.1888 |
Aus dem Nauener Gerichtssaal: Verhandlung gegen den Bäckermeister Otto B.
 |
21.01.1888 |
Aus dem Osthavelländischem Kreisblatt: Anzeige einer General-versammlung des Krieger-Vereins.
 |
06.03.1888 |
Die "Ortskrankenkasse für Dyrotz und Umgegend" veröffentlicht den durchschnittlichen Tagelohnsatz für
die Arbeiter der Land- und Forstwirtschaft:
- Für die Aufsichtsbeamten und sogenannten freien Arbeiter 1,50 Mk
- Für die Frauen derselben 0,75 Mk
- Für die Deputanten, Tagelöhner und Knechte 1,00 Mk
- Für die Frauen derselben, die Mägde und sogenannten Hofjungen 0,50 Mk
|
02.10.1888 |
Anzeige eines Dyrotzer Geschäftsmannes?
 |
25.12.1888 |
Privatklage wegen tätlicher und wörtlicher Beleidung?
 |
1889 |
Zur Erweiterung des Kirchhofes soll eine 1 ¼ Morgen große Parzelle, die dem Rittergut gehört, von der Kirche erworben werden. Dieses wird
nötig, da der alte Friedhof fast belegt ist. Zur Erweiterung vorgesehen hat man das Grundstück zwischen dem Gehöft des Rittergutes und der
Schule. Die Fläche schließt zwar nicht direkt an den bestehenden Begräbnisplatz an, liegt aber nah genug im Anschluß daran und befindet sich auf der
von der Hamburger Chaussee abgewandten Seite. |
1892 |
Der Berliner Verleger Rudolf Mosse (Gründer des Berliner Tageblattes) kauft vom Vorbesitzer von Bredow das Gut Dyrotz. Ursprünglich hat der
Unternehmer den Gutsbesitz mit einem Umfang von 353 Hektar Ackerland und Wald erworben. Bis etwa 1920 verringert sich der Landbesitz deutlich.
Beispielsweise für den Bau des Verschiebebahnhofs Wustermark (1906-1909) und der Eisenbahnersiedlung Elstal (1918/19) werden
Grundstücke aus dem Mosseschen Besitz benötigt. |
24.03.1894 |
Ostertanz bei Neumann.
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27.08.1892 |
Liste mit Gemeinde-Vorsteher, Schöffen und stellvertretenden Schöffen.
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1894/1895 |
Einrichtung des Truppenübungsplatzes Döberitz. Dyrotzer Grundbesitzer müssen dafür Land an den Militärfiskus abtreten, darunter auch der
Rittergutsbesitzer Rudolf Mosse. |
02.12.1895 |
Die Volkszählung ergibt für Dyrotz folgende Daten: Der Gesamtflächeninhalt der Gemeinde beträgt 874,1 Hektar. Vorhanden sind drei
Wohnplätze mit 47 bewohnten Gebäuden. Der Ort hat 505 Einwohner, die in 100 Haushalten leben. Im Gutsbezirk leben 59 Personen. |
01.10.1896 |
Mit Streichhölzern spielende Kinder verursachten einen bedeutenden Brand. Auf dem Gute des Herren Hans Zechlin
waren in dem Arbeiterwohnhause die Kinder des Hofmeiers ohne Aufsicht. In der Mittagsstunde belustigte der fünfjährige Junge
seine jüngeren Geschwister und sich selbst damit, daß er mit Streichhölzern "Feuerwerk" machte, welches aber so großen Umfang
annahm, daß das Wohnhaus, eine mit Getreide gefüllte Scheune und ein Stall lichterloh brannten und in Asche gelegt wurden. Hierbei
fiel dem Element auch eine Dreschmaschine und eine Säemaschine zum Opfer. Das Vieh und einige wenige Mobilien der Arbeiter konnten
gerettet werden; mancher ohnehin Arme verlor aber auch seine wenigen Habseligkeiten. |
01.11.1896 |
"Ick bin besoffen jewesen!"
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27.02.1898 |
Wegen Kindesmordes angeklagt.
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18.06.1898 |
2 Mark Belohnung ausgelobt für Rebhuhngeläge-Schutz.
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1898 |
Bei den Reichstagswahlen stimmen in Dyrotz bei der Hauptwahl 42 Wähler für den konservativen Kandidaten Pauli, 18 für den Sozialdemokraten
Schroer und 12 für Dr. Mugdan von der Volkspartei. Die Stichwahl zwischen Pauli und Schroer gewinnt der Konservative mit 63 zu 13
Stimmen. |
1899 |
In einem Verzeichnis der Schankkonzessionen für Dyrotz werden bei einer Einwohnerzahl von 525 ein alter
Branntweinausschank und eine Gastwirtschaft aufgeführt. |
19.01.1899 |
Der Dyrotzer Gemeindevorsteher Johann Dansmann ist verstorben.
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21.02.1899 |
Mitteilung des Landrathes Steinmeister, "daß der Kreisausschuß an Stelle des verstorbenen Gemeinde-Vorstehers
Danßmann zu Dyrotz - Nr. 110 des Verzeichnisses - den Bauergutsbesitzer und jetzigen Gemeinde-Vorsteher August Danßmann zu Dyrotz
als geeignet zur Ernennung als Schiedsmann für die Taxation von seuchekrankem Vieh bezeichnet hat." |
18.03.1899 |
Der Bauergutsbesitzer C. Hornemann in Wustermark ist zum Amtsvorsteher für den Amtsbezirk 28, Dyrotz,
auf weitere sechs Jahre ernannt worden. |
1900 |
Dyrotzer Ansichtskarte mit Dorfstraße, Kirche und Gasthof.
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16.02.1901 |
Inserat: Ein Knabe, Sohn achtbarer Eltern, wird vom Schlächter-meister Karl Ganzer als Lehrling gesucht.
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12.12.1901 |
Zum bevorstehend Weihnachtsfeste empfiehlt Gustav Euen sein reichhaltiges Spielwarenlager.
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20.01.1903 |
Aus dem Gerichtssaal: Ein merkwürdiges "Sympathie"-Mittel.
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05.11.1903 |
Zum Verkauf: Acetylen-Apparate.
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1903 |
Bei den Reichstagswahlen entfallen in Dyrotz zunächst 42 Stimmen auf den Konservativen Pauli, 25 auf den freisinnlichen Kandidaten Kruse und 23
auf den Sozialdemokraten Liebknecht. Wieder entscheidet Pauli die Stichwahl für sich, dieses Mal mit 68 zu 23 Stimmen gegen Liebknecht.
Ein Nachweis über die Schulgebäude muß erbracht werden. Daraus ergibt sich, daß in Dyrotz vorhanden sind: Ein Küsterei- und Pfarrgebäude mit
einem Klassenzimmer sowie einer Dienstwohnung für Lehrer und Küster, das 1866 in massiver Bauweise errichtet wurde; eine Pfarre mit
Stallgebäude aus Fachwerk; ein Abort aus Holzwerk, gebaut 1884. |
1904 |
Im Dyrotzer Gutshaus wird eine Kinderheilstätte eingerichtet. Der Rittergutsbesitzer Rudolf Mosse hat das Gebäude mietfrei zur Verfügung gestellt.
Hauptsächlich arme Berliner Kinder erholen sich hier auf dem Land nach überstandener Krankheit. |
11.02.1904 |
Ein ungetreuer Knecht verkauft ein Pferd seines Dienstherren und verduftet.
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1905 |
Die Gemeinde Dyrotz hat einen Flächenumfang von 856,3 ha und zählt 478 Einwohner. Die Fläche für den Gutsbezirk wird mit 268,3 ha angegeben und
die Bevölkerungszahl mit 71. |
1906–1909 |
Errichtung des Rangierbahnhofes Wustermark. Erneut müssen Dyrotzer Landbesitzer Fläche abgeben.
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17.02.1906 |
In Dyrotz leben 269 männlichen und 280 weiblichen Geschlechts. |
03.09.1906 |
Die Kirche erfährt eine gründliche Renovierung.
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26.09.1906 |
Von dem zum Mosseschen Vorwerk Elsgrund gehörigen Gebiet sind nunmehr seitens der Eisenbahnverwaltung
für die Zwecke des neuen Rangierbahnhofes 64 Morgen enteignet worden. Als Entschädigungssumme wurde für den Morgen durchschnittlich
gegen 2000 Mk. gezahlt. |
29.11.1906 |
Die seit zwei Jahren bestehende Kinderheilstätte hat schon viel Segen gewirkt.
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18.12.1906 |
20 Mk. Belohnung!
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1906 |
Die Eisenbahndirektion stellt den Antrag, beim entstehenden Verschiebebahnhof, 75 Vierfamilien-Wohnhäuser und ein übernachtungsgebäude mit Wohnung für die
Beamten zu bauen. Das Areal liegt 1 ½ km vom Ort Dyrotz entfernt. |
1907 |
Bei der Reichstagswahl werden in Dyrotz 88 gültige Stimmen abgegeben. Davon erhält der Sozialdemokrat 8, der Konservative 49 und der
Liberale 27. Bei der Stichwahl werden 93 gültige Stimmzettel gezählt. Mit 75 zu 18 Stimmen liegt der konservative Kandidat vorne. |
07.03.1907 |
Die renovierte Kirche zu Dyrotz wird festlich eingeweiht. Neu ist die Sakristei mit Eingang sowie ein breiter Eingang von der Turmseite in das Schiff
des Gotteshauses. Auch das Innere erstrahlt in neuem Glanz. Die alten Malereien an Gestühl und Emporen sind aufgefrischt und der Altaraufbau
restauriert. Die Kirche hat außerdem eine Orgel bekommen, gebaut von dem Potsdamer Orgelbaumeister Schucke.
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24.03.1907 |
Die Landgemeinde Dyrotz erlässt eine neue Steuerordnung "für die Erhebung einer Gemeindesteuer vom Erwerbe
von Grund-stücken und von Rechten, für welche die auf Grundstücke bezüglichen Vorschriften gelten".
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24.11.1907 |
In nächster Nähe des neuen Verschiebebahnhofs bei Wustermark-Dyrotz wird eine Eisenbahnreparaturwerkstatt
errichtet, in der bis 1000 Arbeiter beschäftigt werden sollen.
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10.12.1908 |
Das Heim für kranke, arme Kinder, welches schon 5 Jahre im schloßartigen Gebäude des Mosseschen Gutes
untergebracht ist, wird wegen der Schadstoffe der naheliegenden Chaussee in eine saubere Gegend verlegt.
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1909 |
Die Eisenbahndirektion beantragt eine Ansiedlungsgenehmigung für den Bau einer Eisenbahnersiedlung. Darin enthalten ist auch die
Abtrennung des zu bebauenden Geländes vom Gemeindebezirk Dyrotz und die Bildung eines selbständigen Gutsbezirks. |
09.01.1909 |
Vom Amtsvorsteher zu Wustermark war wegen unerlaubten Waffentragens der Kantinenwirt W. zu Dyrotz zu 3 Mk.
Strafe verurteilt. W. trug auf richterliche Entscheidung an.
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26.02.1909 |
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Dyrotz. Sie zählt 39 Mitglieder. |
28.03.1909 |
Zum Besten der Überschwemmten in der Altmark wurden hierselbst 296 Mk. aufgebracht und der Kreiskasse in Nauen
zugesandt. |
1910 |
Die Dyrotzer Schule hat eine Bibliothek, die über einen Bestand von 152 Büchern verfügt. |
09.01.1910 |
Preßtorf zum Heizen bietet Liesecke, Dyrotz, an.
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05.02.1910 |
Aus dem Schöffengericht:
Gefängnisstrafe für Milchpantscherei.
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05.03.1910 |
Zwei Monate Gefängnis für zusammengestohlenes Hochzeitbett.
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10.03.1910 |
Das Rittergut Dyrotz inseriert 2 Wohnungen mit Garten.
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1910 |
Aus der Standesakte Dyrotz ist zu entnehmen, dass das Dorf 1757 Einwohner hat. Außerdem sind 49 Geburten,
24 Sterbefälle und 18 Hochzeiten notiert. |
26.02.1911 |
Am heutigen Tag wurde der Sonntag entheiligt durch Schlächter-meister v. B., wie er selbst zugab, auf dem Gute
Dyrotz. Hier wurden sieben Rinder während der Kirchzeit geschlachtet. |
20.10.1912 |
Hier wurde durch Feuer eine Windmühle mit allen Vorräten an Getreide vernichtet.
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05.11.1912 |
Der Kuhstall des Gutsbesitzers Hornemann brannte ab.
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1912 |
In Dyrotz entfallen auf den Kandidaten der Konservativen 46, der Sozialdemokraten 18 und der Liberalen 32 Stimmen. In der Stichwahl setzt sich
der Konservative mit 78 zu 27 gegen den Sozialdemokraten durch. |
Sommer 1912 |
In der Nauener Umgebung findet ein Manöver das Gardekorps statt, das mit einem Biwak in Dyrotz endet.
Ein Rittergut besteht mit dem Vorwerk Elsgrund, das der Verleger Rudolf Mosse besitzt. Es umfaßt eine Gesamtfläche von 240 Hektar, davon sind 106
ha Acker inkl. Garten, 105 ha Wiesen, ein Hektar Weide, 18 ha Holzungen und 10 ha Unland wie z.B. Wege. Der Grundsteuer-Reinertrag ist mit 3710
RM angegeben. Auf dem Gut werden 80 Stück Rindvieh gehalten. Verzeichnet sind für Dyrotz auch noch vier weitere Güter mit den Besitzern
Wilhelm Dansmann, Friedrich Hornemann, F. Liesecke und Hans Zechlin. Die Größe dieser Besitzungen liegt zwischen ca. 41 ha und 160 ha.
Auf zwei Gütern werden Pferde und Rindvieh gehalten.
Das Dyrotzer Schulvermögen umfaßt ein Schulhaus mit Hofraum und Garten im Dorf sowie äcker und Wiesen. |
17.04.1913 |
Antrag auf Gründung einer neuen Ansiedlung am großen Luch-wege wird gestellt. Daraus wird mit größter
Wahrscheinlichkeit das heutige Wohngebiet Dyrotz-Luch.
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13.05.1913 |
Für die Landtagswahl sind folgende Wahlmänner der bürger-lichen Parteien aufgestellt.
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26.05.1913 |
Beiträge zur Deckung der Entschädigungen bei Rotz und Milzbrand für Pferde und Rindvieh.
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28.11.1913 |
Aus dem Schöffengericht
Betrunkener Arbeiter randaliert derart, daß gegen ihn eine Strafe von 3 Wochen Gefängnis verhängt wird, und eine Schlägerei
in einem Arbeiterhaus.
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Nov. 1913 |
Das Einverständnis wird erteilt über die Ausgemeindung der vom Eisenbahnfiskus erworbenen Flächen der Gemeinden Dyrotz,
Hoppenrade und Buchow-Karpzow sowie der Gutsbezirke Dyrotz, Ferbitz und Buchow-Karpzow. |
31.12.1913 |
Die Gebietseinteilung der Ärzte richtet sich vorwiegend nach deren Wohnsitz. Danach ist Dr. Burau für die
Gemeinden Wustermark, Dyrotz, Hoppenrade, Priort und Wernitz zuständig.
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1914–1918 |
Erster Weltkrieg |
14.02.1914 |
Am Donnerstag abend feierte die Frauenhilfe der drei Gemeinden Wustermark, Dyrotz und Hoppenrade im Verbande
mit dem Missions-Nähverein und der weiblichen Jugendvereinigung ihr neuntes Stiftungsfest im Saale des Herrn Schneider.
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14.05.1914 |
Fahrraddiebstahl.
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30.07.1914 |
Sommervergnügen des Kriegervereins.
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13.04.1915 |
Todesanzeige für den gefallenen Wehrmann Carl Dähne.
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1915-1921 |
In Dyrotz befindet sich ein Kriegsgefangenenlager. Hauptsächlich französische Soldaten sind dort inhaftiert. Die
Baracken liegen in der verlängerten Kietzstraße gegenüber dem Areal der früheren Gärtnerei Ganzer.
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1916 |
Bei der Ersatzwahl für den bisherigen Reichstagsabgeordneten Karl Liebknecht, der inhaftiert ist und daher sein Mandat nicht behalten
kann, erhält in Dyrotz der konservative Kandidat Stahl 41 Stimmen, der Sozialdemokrat Mehring eine Stimme. |
08.01.1916 |
Die Simson-Futterwerke GmbH soll versteigert werden. |
17.01.1916 |
Das Ehepaar Schelzius hat Silberhochzeit gefeiert.
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01.04.1916 |
Mit der Überschrift "Unentgeltliche Düngemittel" inseriert das Gefangenenlager Dyrotz. Landwirte, welche
gewillt sind, die Fäkalien des Lagers Dyrotz kostenlos abzufahren, sollten sich sofort mit der Lagerkommandantur in Verbindung
setzen.
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10.06.1916 |
Kriegsspende Deutscher Frauendank.
Frau Landrat von Hahnke bedankt sich für die treue Opfer-willigkeit der Osthavelländischen Frauen, die zu einem Sammelergebnis von 14.812,48 M.
geführt hat. In Dyrotz wurden 149 M. gespendet.
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03.10.1916 |
Aus dem Kuhstall des Mosseschen Gutes wurde ein 1 1/2 Zentner schweres Kalb gestohlen und an Ort und Stelle
geschlachtet. Die Täter wurden am Bahnhof gefasst.
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29.11.1916 |
Gründung der Osthavelländischen Bodenverbesserungsgenos-senschaft „Wublitz“. Diese liegt innerhalb des Gebietes der
Havelländischen Luchmeliorationsgenossenschaft und umfaßt die Niederung zwischen Dyrotz und Paretz. |
07.12.1916 |
Ein vermutlich aus dem Zug geworfener Säugling ist aufgefunden worden.
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25.02.1917 |
Die Frauenhilfe Wustermark-Dyrotz feiert im Liepeschen Gasthof ihr Jahresfest.
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15.02.1918 |
Die Pferdevormusterung findet am 23. Februar 1918, 10 Uhr vormittags, im Dorfe zwischen dem Engelschen
und Gastwirt Gagelschen Grundstück in Wustermark statt.
Das Pferdeausfuhr- und Besitzerwechselverbot bis zur Beendi-gung der Pferdevormusterung.

Die Pferdevormusterungsbestimmungen.

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16.02.1918 |
Aufruf zur Ablieferung von Alteisen für die Herstellung von Kano-nen und Granaten, um die Feinde Deutschlands
niederzukämpfen und zum Frieden zu zwingen.
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04.05.1918 |
Die holde Weiblichkeit kann es nicht unterlassen, trotz Bestra-fung mit Kriegsgefangenen anzubandeln.
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08.08.1918 |
Dyrotz behauptet, die Fischereirechte im Schöppengraben, Königsgraben und Priorter-Grenzgraben zusammen
mit Wustermark, zu besitzen. Hierbei beruft sich die Gemeinde auf ein Fischereigesetz aus dem Jahre 1874.
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01.10.1918 |
Bildung des Gutsbezirkes Elstal. Nach Beschlüssen des Kreisausschusses Osthavelland von 1913 und 1917 werden dafür von einigen Gemeinden
Parzellen abgetrennt. Betroffen davon ist auch die Gemarkung Dyrotz, die Flächen abgeben muß. |
23.11.1918 |
Aus einem Schreiben der Zuckerfabrik Nauen über die Versorgungslage geht hervor, daß von den 800 Arbeitern 650 Kriegsgefangene sind, für die die
Lebensmittel bisher aus dem Gefangenenlager Dyrotz kamen. Dort aber sind die Vorräte aufgebraucht. Die wegen Verkehrsschwierigkeiten
ausgebliebene notwendige Menge an Graupen wird am 27.11. nachgeliefert, so daß für die nächsten Wochen wieder ein ausreichendes Quantum
vorhanden ist, heißt es dazu in einem Vermerk des Dyrotzer Stammlagers vom 11.12.1918. |
08.03.1919 |
Ein verheirateter und zuverlässiger Schweizer wird gesucht.
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12.06.1919 |
Torfstecherei Max Liesecke sucht für die Torfpresse einen Verschnitter.
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24.09.1919 |
Amtsvorsteher ist Hermann Kietzerow, sein Stellvertreter ist Landwirt Max Liesecke.
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25.10.1919 |
Die Eintragung der Kohlenbelieferung ist ab heute möglich.
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13.11.1919 |
Ein E i n b r u c h in die K i r c h e wurde hier verübt. Dabei wurden 16 Fenster- und 2
Türvorhänge (grüne Fries), 4 weiße leinene Leichentücher, 1 Altardecke, 1 Teppich und ein weiteres Leichentuch gestohlen. Für
die Ermittlung des Täters sind 100 Mark ausgesetzt.
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15.12.1919 |
Einer Wache der örtlichen Einwohnerwehr gelang es, 60 Zentner Kartoffeln sicherzustellen. Die Ladung
war ohne Ausfuhrbe-scheinigung auf dem Wege nach Berlin.
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26.02.1920 |
Vom Landrat als Gemeindevorsteher bestätigt ist z. Zt. Landwirt Max Liesecke.
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07.06.1920 |
Ergebnisse der Reichstagswahl.
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17.07.1920 |
Als Gutsvorsteherstellvertreter ist der Gutspächter Karl Zorn für den Gutsbezirk Dyrotz bestätigt worden.
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13.01.1921 |
Maskenball in Dyrotz.
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13.06.1921 |
Anzeige: 1.000 Mark Belohnung für die Ergreifung eines Schweine-Diebes.
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04.07.1922 |
Die Brücke über den neuen Luchkanal ist fertiggestellt. Der Hafen soll noch ausgebaggert werden, bis dahin
ist es den Anwohnern erlaubt worden, Torf zu stechen, um die teuere Braunkohle zu strecken.
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27.11.1922 |
Dem Landwirt Dantzmann wurden eine Ringelwalze und Räder einer Mähmaschine vom Acker gestohlen.
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02.02.1923 |
Ruhrspende. Die kleinen hiesigen Geschäftsleute und Handwerker haben für die Ruhrbevölkerung 37.000 M gespendet.
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21.02.1923 |
Wegen der teueren Beerdigungskosten hat sich der Tischler-meister Kluge einen Leihsarg patentieren lassen.
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24.10.1923 |
In Dyrotz ging eine mit Getreide gefüllte Scheune des Mosseschen Gutes in Flammen auf und brannte vollständig nieder.
Es wird Brandstiftung durch spielende Kinder ange-nommen.
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12.07.1924 |
Zum Gemeindevorsther wurde der Landwirt Friedrich Hornemann, zu Schöffen der Kantor Schulze und der
Obstzüchter Hermann Ganzer gewählt. |
14.07.1924 |
Bäckermeister Schulze aus Buchow-Carpzow wird auf der Dorfstraße in Dyrotz überfallen.
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18.07.1924 |
Am Sonntag, dem 13. Juli, beging die evangelische Kirch-gemeinde Dyrotz die Weihe der neu beschafften Glocke.
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29.10.1924 |
Illusorische Viehversteigerung in der Gastwirtschaft Fernwarth.
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31.10.1924 |
Im Gasthof zum alten Krug gibt es ein Tanzkränzchen.
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1925 |
Der Flächeninhalt der Gemeinde Dyrotz liegt bei 925,5 ha und es leben dort 532 Menschen. Der Gutsbezirk wird nicht mehr ausgewiesen. |
14.01.1925 |
Wüste Schlägerei während eines beim Gastwirt Femwirth statt-findenden Bockbierfestes.
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04.02.1925 |
Die Frauenhilfen Wustermark und Dyrotz feierten am 01. des Monats ihr 20jähriges Bestehen.
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10.03.1926 |
Am Sonnabend vorige Woche feierte die Freiwillige Feuerwehr ihr diesjähriges Stiftungsfest. |
29.03.1926 |
Die Diamantene Hochzeit feiert das Ehepaar Gottfried Winkel.
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01.04.1926 |
Auf eine dreißigjährige Dienstzeit bei der Verwaltung des Amtsbezirks Dyrotz kann heute der Amtsobersekretär Emil Otto zurückblicken.
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10.06.1926 |
Krawalle in und vor dem Gasthaus J. durch Anhänger des Roten Frontbanners.
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20.06.1926 |
Volksentscheid gegen die Fürstenabfindung. Die Zahl der Stimmberechtigten in Dyrotz beträgt 329. Abgegeben werden 129 gültige Stimmen. Für das
Gesetz votieren 124, dagegen 5. |
1928 |
Neugliederung der Gemeindestrukturen. Die Gutsbezirke werden aufgelöst. Es erfolgt eine Zusammenlegung mit den Landgemeinden. In
Dyrotz wird das Gut der Gemeinde zugeordnet. Es entsteht eine Verwaltungseinheit.
Der Landjägereiposten 13 hat seinen Sitz in Dyrotz mit Zuständigkeit für die Ortschaften Dyrotz, Elstal mit Verschiebebahnhof Wustermark und Priort. |
18.01.1928 |
Der Kriegerverein Dyrotz-Wustermark hielt seine Jahresver-sammlung im Saale des Lokals Bruhn ab.
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27.01.1928 |
Kurt Schulz, Gastwirt, lädt ein zum Tanzvergnügen in seinen Räumen.
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02.05.1928 |
Unfälle auf der Chaussee, Verursacher immer junge Kraftfahrer.
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11.05.1928 |
S e l b s t m o r d. Am Donnerstag abend hat der bei dem hiesigen Gutspächter Zorn beschäftigte Inspektor
M ü l l e r seinem Leben durch Erschießen ein Ende gemacht. Die Beweggründe der Tat sind nicht bekannt. |
27.06.1928 |
Ein s c h w e r e r Junge gefaßt. Dem hiesigen Polizeibeamten Schur gelang es, einen
Fürsorgezögling festzunehmen, der aus der Anstalt Hamburg-Ohlsdorf entwichen war und der von der Staatsanwaltschaft wegen versuchten
Raubmordes gesucht wurde. |
14.08.1928 |
Schwerverletzte durch Messerstiche während einer Prügelei.
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15.09.1928 |
Dyrotzerin feiert ihren 91. Geburtstag.
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01.12.1928 |
Umjubeltes Gesangskonzert des Dyrotzer Männergesangvereins Deutsche Eiche.
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05.12.1928 |
55. Stiftungsfest des Kriegervereins Dyrotz-Wustermark.
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19.10.1929 |
Im Gasthaus Zum Alten Krug gibt Jothellis Lachbühne aus Berlin ein Gastspiel. U.a. gelangt der Schwank
"Das neue Dienstmädchen" zur Aufführung. |
22.10.1929 |
In Moabit fand eine interessante Gerichtssitzung statt, bei der es sich um eine Beleidigungsklage der
Reichseisenbahngesellschaft gegen den Bauunternehmer A. aus Dyrotz handelte.
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1929 |
Das Landwirtschaftliche Güter-Adreßbuch vermerkt für Dyrotz folgende Angaben: Es besteht ein Rittergut mit dem Vorwerk Elsgrund,
das der Verleger Rudolf Mosse besitzt. Es umfaßt eine Gesamtfläche von 240 Hektar, davon sind 106 ha Acker inkl. Garten, 105 ha Wiesen, ein Hektar
Weide, 18 ha Holzungen und 10 ha Unland wie z.B. Wege. Der Grundsteuer-Reinertrag ist mit 3710 RM angegeben. Auf dem Gut werden 80 Stück
Rindvieh gehalten. Verzeichnet sind für Dyrotz auch noch vier weitere Güter mit den Besitzern Wilhelm Dansmann, Friedrich Hornemann, F.
Liesecke und Hans Zechlin. Die Größe dieser Besitzungen liegt zwischen ca. 41 ha und 160 ha. Auf zwei Gütern werden Pferde und Rindvieh
gehalten.
Das Dyrotzer Schulvermögen umfaßt ein Schulhaus mit Hofraum und Garten im Dorf sowie äcker und Wiesen. |
1930 |
In Abänderung der 1875 gebildeten Amtsbezirke wird vom Amtsbezirk Dyrotz die Gemeinde Rohrbeck ausgegliedert und dem neugegründeten
Amtsbezirk Dallgow zugeordnet. Zum Amtsbezirk Dyrotz gehören jetzt die Landgemeinden Dyrotz (mit 538 Einwohnern und einer Fläche von 923 ha),
Elstal (mit 1267 Einwohnern und einer Fläche von 224 ha), Wustermark (mit 861 Einwohnern und einer Fläche von 1114 ha) sowie Wernitz (mit 310
Einwohnern und 680 ha Fläche). Wernitz ist neu hinzugekommen, es gehörte bisher zum Amtsbezirk Bredow. |
18.01.1930 |
Amtliche Mitteilung des Landrates Siering:
Gemäß § 84 der Landgemeindeordnung vom 3. Juli 1891 (GS. S. 233) ist von mir die Wiederwahl bzw. Wahl bestätigt: Gemeindevorsteher
Landwirt Friedrich Hornemann; Schöffen Obstzüchter Hermann Ganzer Sen., Eisenbahnarbeiter Wilhelm Dehls; Schöffenstellvertreter
Landwirt Hans Zechlin jun. |
25.09.1930 |
Jagdverbrechen?
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01.10.1930 |
Die gerichtliche Sühne des Verkehrsunfalls bei Dyrotz, bei dem der Kohlenhändler Lamprecht zu Tode kam.
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09.10.1931 |
Die Dyrotzer Kirchengemeinde feiert beim Erntedankfest die Fertigstellung der neuen Kirchenfassade und des Kirchturmes. Die Kosten
betragen 7100 Mark und überschreiten damit den einmal veranschlagten Betrag von 5000 Mark erheblich. Diese erste Summe sollte anteilmäßig
vom Patron (1600 Mark), dem Konservator (1000 Mark), dem Evangelischen Konsistorium (1400 Mark) und der Gemeinde Dyrotz (1000 Mark)
aufgebracht werden. Da die vereinbarte Kostenverteilung nicht eingehalten wurde, muß die Kirchengemeinde 4100 Mark abdecken.
Widerstand gegen den Gesamtschulverband Wustermark - Dyrotz  |
29.12.1931 |
Holzdiebe, die aus dem Dyrotzer Gutspark wertvolle ältere Bäume abgesägt und entwendet hatten, wurden gefasst.
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1931 |
Aus dem Adreßbuch des Kreises Osthavelland:
Liste der Einwohner mit Hausnummer.
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16.01.1932 |
Der hiesige Männergesangverein "Deutsche Eiche" feiert Maskenball im Saale der Gastwirtschaft "Alter Krug".
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08.04.1932 |
Die Schulen von Dyrotz und Wustermark werden zusammengelegt.
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24.06.1932 |
Tag des Deutschen Liedes.
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1933 |
Die Tochter Rudolf Mosses Felicia will mit ihrem Mann Hans Lachmann-Mosse, nach dem Tod des Vaters 1920 die Erben, das Dyrotzer Gut veräußern, da sich der Verlag in Zahlungsschwierigkeiten
befindet. Als Kaufpreis sind 280.000 Reichsmark überliefert, geboten von dem Immobilienhändler Conrad Heinzel. Zunächst wird der Verkauf vom
Landrat des Kreises Osthavelland nicht genehmigt. Die Verhandlungen ziehen sich bis in das Jahr 1934. Die jüdische Familie Lachmann-Mosse hat
zu diesem Zeitpunkt Deutschland bereits verlassen und sich vor den Nationalsozialisten in Sicherheit gebracht. Die Stiftung Mosse (einer Pensionskasse
für die ehemaligen Verlagsbeschäftigten) übernimmt alle Vollmachten für den Besitz. Soweit bisher ermittelt, werden für das Gut in Dyrotz 1935
tatsächlich 280.000 Reichsmark bezahlt, an wen ist nicht bekannt. Aus späteren Akten ist zu ersehen, daß der Berliner Makler wohl 100 Hektar und die
staatliche Landbank 230 Hektar Land erwerben.
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21.01.1933 |
Jahresbericht des Kriegervereins Dyrotz-Wustermark 1932.
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25.01.1933 |
Der Einbruch in die Metzgerei Ganzer wird vor dem Spandauer Strafgericht verhandelt.
 |
05.03.1933 |
Reichstagswahl: In Dyrotz erhält die NSDAP 90, die KPD 65, die DNV 66 und die SPD 27 Stimmen. |
12.03.1933 |
Bei den Wahlen zur Gemeindevertretung entfallen auf die Liste I Kommunistische Partei“ und die Liste III „Max Liesecke“ je zwei Mandate sowie auf
die Liste IV „Unpolitische Einheitsliste“ fünf Mandate. Die Liste II „Freie Arbeiterliste“ erhält kein Mandat. |
21.03.1933 |
Kommunist niedergestochen.
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11.04.1933 |
Gründungsversammlung der Interessenten des Kleinkaliber-schießsports.
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05.07.1933 |
Reden, Gesänge und das Verbrennen des Versailler "fluchwürdigen" Schandwerkes auf der Sonnenwendfeier.
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30.08.1933 |
Die Märkische Rundschau berichtet über eine Versammlung der "Deutschen Christen".
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10.10.1933 |
Versammlung der NS-Hago, Ortsgruppe Dyrotz.
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02.1934 |
Werbeveranstaltung der NS-Frauenschaft im Gasthof "Alter Krug".
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1934 |
13 Bauernsiedlungsstellen entstehen mit bis zu 15 ha Fläche. Das Land wird von der Landbank erworben. |
01.03.1934 |
Vom Ortsgruppen - Amtswalter wurden nachstehende Parteigenossen zu Amtswaltern ernannt:
1) zum Ortsbetriebsgruppenführer für Handel Pg. Paul Kanin in Wustermark
2) zum Ortsbetriebsgruppenführer für Handwerk der Pg. Bäckermeister Richard Voigt in Dyrotz
3) zum Ortsbetriebsgruppenführer für Gewerbe der Pg. Josef Andrejewski in Dyrotz |
18.03.1934 |
25jähriges Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Dyrotz  |
18.04.1934 |
Die erste Sitzung der Amtswehr findet statt. Dazu gehören die Löschzüge der Feuerwehren der Ortschaften Dyrotz, Elstal, Wustermark und
Wernitz.  |
26.04.1934 |
Gründung eines Anglervereins.
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18.03.1935 |
Übergabe der Ehrenkreuze an die Kriegsteilnehmer aus Dyrotz.
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15.04.1935 |
Aufruf im Kreisblatt: Jeder aufrichtige Deutsche zeigt seine Verbundenheit mit dem deutschen Arbeiter
und trägt am 01. Mai die Maiplakette!
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13.11.1934 |
Gefallenenehrung ind Wustermark und Dyrotz.
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1935 |
Das Gutshaus wird zu Wohnungen umgebaut. |
22.06.1935 |
Mitgliederversammlung der NSDAP und DAF in Dyrotz.
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09.10.1935 |
Die Abteilung Volkswirtschaft-Hauswirtschaft im Deutschen Frau-enwerk veranstaltet gemeinsam mit den Gruppen
Dyrotz und Wernitz einen Handwerkertag im Gasthaus Bruhn..
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31.10.1935 |
Der Kleinkaliber-Schützenverein Wustermark-Dyrotz feiert sein Stiftungsfest im Saal des Vereinswirtes Andrezjewski.
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30.11.1935 |
Einen Verkehsunfall erlitt der bei dem Bäckermeister Voigt beschäftigte Richard Lubitz aus Dyrotz. Von einem
Kraftwagen wurde er auf seinem Fahrrad sitzend von hinten angefahren, wobei er schwere Kopfverletzungen erlitt.
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27.02.1936 |
Nachrichten des Standesamtes Dyrotz-Wustermark.
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25.03.1936 |
Große Wahlkundgebung in Dyrotz.
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22.05.1936 |
Schlecht besuchte Mitgliederversammlung der Deutschen Arbeitsfront. Thema des Abends war die NSG "Kraft durch Freude".
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20.01.1937 |
Tag der Polizei
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03.02.1937 |
Ein "Kraft-durch-Freude"-Abend für alle Volksgenossen wird von der Deutschen Arbeitsfront (DAF) veranstaltet.
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22.02.1937 |
Horst Wessel Gedenkfeier im Alten Krug.
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15.03.1937 |
Die Wettkampfgruppe Nährstand der deutschen Landjugend führte im "Alten Krug" in Dyrotz einen Reichsberufswettkampf
für die männliche Jugend durch.
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02.04.1937 |
Standesamtsnachrichten des Standesamtsbezirks Dyrotz.
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14.05.1937 |
Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr machten mit ihren Frauen einen Ausflug.
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27.12.1937 |
Sonnenwendfeier der Wustermarker und Dyrotzer Jugend.
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1938 |
In der Liste der Naturdenkmale im Kreis Osthavelland sind die Dyrotzer Maulbeerbäume verzeichnet. |
05.04.1938 |
Großkundgebung mit Parteimitglied (Pg.) Dr. Fasolt.  |
21.06.1938 |
Sonnenwendfeier.  |
11.11.1938 |
Gedenkfeier der NSDAP zum 09. November in der Gaststätte Bruhns.
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17.07.1940 |
Die Geschichte des "Schlösschen" in Dyrotz.
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19.08.1940 |
Rekruten aus dem Havelland grüßen ihre Heimat.
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26.08.1940 |
Zum 37. Mal wurde das Radrennen "Rund um Berlin" veranstaltet.
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05.04.1941 |
Unsere SA war dabei.
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05.04.1941 |
Feier der Verpflichtung der zu überweisenden Pimpfe und Jungmädel in die Hitlerjugend.
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17.04.1941 |
Müllermeister Heinrich Leib feiert seinen 80ten Geburtstag am liebsten in der Windmühle in Berge. Seit
über sechs Jahrzehnten ist er schon Müller im Havelland und war vorher in den Mühlen in Lietzow und Dyrotz tätig. Trotz seines
hohen Alters übt er immer noch seinen Beruf aus.
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13.12.1943 |
Otto Mainz bekommt als Nachfolger von Andrzejewski eine Vollschankerlaubnis für die Schankwirtschaft
in der Dorfstraße 4. |
09.01.1944 |
Wilddiebe in Dyrotz-Luch gefasst und vor ein Sondergericht gestelllt.
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1945 |
Erste Etappe der Enteignung. |
29.10.1946 |
Bei der Volks- und Berufszählung wird für Dyrotz eine Wohnbevölkerung von 942 Personen ermittelt. |
1947 |
Enteignung von 435 ha Land. 413 ha werden auf 198 Eigentümer aufgeteilt. Es sind 29 landlose Bauern und Landarbeiter, 2 landarme Bauern, 15
Umsiedler und 152 nichtlandwirtschaftliche Arbeiter und Angestellte. |
12.12.1947 |
Die Neubauern Gustav Nickel senior und junior aus Dyrotz erhielten je drei Monate Gefängnis wegen verschuldeter
Nicht-erfüllung des Getreidesolls. Aus dem gleichen Grunde wurde der Neubauer Max Utecht aus Dyrotz zu einer Gefängnisstrafe
von einem Monat verurteilt. |
11.06.1948 |
Das Abgabesoll für Dyrotz an Kaninchenfellen ist auf 1500 Stk. und an Zickelfellen auf 28 Stk. für das Jahr
1948 festgesetzt worden. |
1948-1952 |
Arbeiten zur Entwässerung des Dyrotzer Luches werden ausgeführt. |
15.06.1951 |
Bürgermeister Fenz würdigt die Verdienste des Lehrers Ripka, der maßgeblich an dem Neuaufbau der Schule
beteiligt war. Die Zentralschule wird heute von den Kindern der Orte Dyrotz, Hoppenrade, Wernitz, Wustermark und Zeestow besucht. |
22.06.1951 |
Die Gemeinde Dyrotz wies 1945 einen Bestand von 39 Schweinen, 61 Rindern und 64 Pferden auf. Bis 1951
erhöhte sich die Zahl der Schweine auf 389, bei Rindern auf 321, bei Pferden auf 91. |
28.06.1951 |
Empfehlung an die Bevölkerung, Schutt und andere Abfälle nicht am Straßenrand der Berlin-Hamburger Chaussee
abzuladen. Dicht daneben ist eine Geröllhalde, die durch das Entnehmen von Bausand entstanden ist. Mit wenig Mühe kann man den
Müll einige Meter weiter zur Auffüllung der Sandkuhle transportieren. |
05.09.1951 |
Weil man ihr versprochen hatte, daß sie eine Wohnung bekom-men sollte, zog die Familie Steffen nach Dyrotz.
Bei ihrer Ankunft wurde ihnen aber mitgeteilt, daß keine Wohnung frei sei, und sie müßte sich mit einer Unterkunft beim Bauern Köppe begnügen.
Nach sieben Wochen nahm sich die Gewerkschaft Land und Forst des Falles an und nach Rücksprache mit dem Bürgermeister wurde die schon vier Wochen
leerstehende Wohnung instand gesetzt. In diesen Tagen kann die Familie Steffen ihr neues Heim beziehen. |
07.03.1952 |
Die VdgB (Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe) (BHG = Bäuerliche Handelsgenossenschaft) Dyrotz
hat mit dem Bahnhof Wustermark-Ort einen Freundschaftsvertrag abgeschlossen. Die gegenseitige Hilfe sowie Zusammenarbeit bei
der Demokratisierung des Dorfes und die Kulturarbeit bilden den Inhalt dieses Vertrages. Beide Partner sind sich
darüber einig, daß dieser Vertrag ein Beitrag zur Einheit Deutschlands und zur Erhaltung des Friedens bedeutet. |
30.03.1952 |
Der Mitschurinzirkel tagte kürzlich im Kulturraum Wustermark. Herr Schäfer behandelte das Thema "Kunst-
und Naturdung". |
08.04.1952 |
Die VdgB (BHG) erhielt jetzt vom Landesverband Potsdam für ihre Bauernstube einen Radioapparat und ein
komplettes Tischtennis. Obwohl beide Gegenstände erst vor kurzem aufgestellt wurden, werden sie von der Jugend bereits eifrig
benutzt. Alle Werktätigen sollten von dieser Einrichtung nach getaner Arbeit Gebrauch machen. Tischtennisspiel, bei Radiomusik
ist Erholung und gibt Kraft zu neuen Taten. |
21.04.1952 |
Im Kulturraum der Bürgermeisterei Wustermark fand eine kombinierte Blocksitzung der Gemeinden Wustermark
und Dyrotz mit der Kanalbauleitung statt. Hier wurde beschlossen, daß alle Werktätigen dieser beiden Gemeinden mit den Werktätigen
des Kanalbaues den Demonstrationszug zum 1. Mai gemeinsam durchführen. |
29.05.1952 |
Ermahnung an die Dyrotzer Verwaltung.
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20.06.1952 |
Die Heimatzeitung verteilt Lob und Tadel an die Dyrotzer Bauern.
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29.06.1952 |
Dem Bauern Otto Benz wurde jetzt zum zweiten Male innerhalb von zwei Jahren eine Pumpe mit insgesamt
neun Meter Rohr und einem Filter aus der Koppel gestohlen.
Hieraus ersieht man wieder, wie ungeheuer wichtig es ist, wachsam zu sein. |
04.08.1952 |
Wieder verteilt die Heimatzeitung Lob, Tadel und Empfehlungen an die Dyrotzer Bauern.
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1957 |
Die Gemeinde hat eine Einwohnerzahl von 664 (220 Männer, 290 Frauen und 122 Kinder). 208 Umsiedler hat der Ort aufgenommen. Es gibt eine
LPG sowie 36 landwirtschaftliche Betriebe mit einer Größe zwischen einem Hektar bis über 20 Hektar. Als größter Produktionsbetrieb im Dorf gilt
die Konsum-Fleischerei. Daneben gibt es noch je einen Schmied, Stellmacher, Schneider und Uhrmacher sowie zwei private
Lebens-mittelgeschäfte und eine Bäckerei. |
1958 |
Eingemeindung nach Wustermark |
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