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Chronik Dyrotz
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Dyrotz – Belgisch (Französisch) oder Slawisch?

1265 wird der Ort Dyrotz erstmals in einer Urkunde erwähnt. Damals verwendet man noch eine andere Schreibweise, die sich über die Jahrhunderte noch mehrfach verändert. So ist in Überlieferungen vielfach „Duratz“ oder „Doratz“, aber auch „Düraz“ sowie „Dürotz“ zu lesen und erst erheblich später bürgert sich „Dyrotz“ ein.
Woher also kommt der Ortsname? Im Lexikon der Ortsnamen des Havellandes stehen zwei Varianten. Die erste Deutung ist, daß sich die Bezeichnung von „Duras“ ableitet. Dieser Name steht für ein Adelsgeschlecht, das aus dem Departement Limburg in Belgien stammt. Mehrere Urkunden sprechen für diese Erklärung. Die beiden ältesten Dokumente weisen 1135 in einer Urkunde Kaiser Lothars III. in Aachen als Zeugen nebeneinander „marchio Albertus (Markgraf Albrecht der Bär) und Giselbertus de Duraco aus sowie 1162 in einer Beurkundung Kaiser Friedrich I. aus St. Jean-de-Losne wieder die Zeugen Gotefridus comes Durachienses, comes Albertus genannt sind.
Im 13. Jahrhundert ist das Adelsgeschlecht „von Duras“ in Anhalt und dem Magdeburgischen durch verschiedene Beglaubigungen belegt. Die Familie ist aber im havelländischen Dorf Dyrotz nicht nachzuweisen. In Belgien wird der Name „Duras“ keltisch erklärt, abstammend von „duracio“ = „kleine Festung“.
In der zweiten Version wird Dyrotz mit einer slawischen Herkunft erläutert. Danach soll sich die Benennung herleiten von „Durac“ oder Duras“. Wobei sich bezogen wird auf das Wort „durak“, welches in der deutschen Sprache „Dummkopf“ bedeutet.
In der Forschung hält man allerdings die erste Möglichkeit für die wahrscheinlichere Erklärung, da die urkundlichen Belege und die namentliche übereinstimmung von „Duras“ und „Dyrotz“ von einer Namensübertragung zeugen.
In Ernst Georg Bardeys „Geschichte von Nauen und Osthavelland“ findet sich noch eine weitere Version zur Namensgebung. Danach ist die Bezeichnung Dyrotz wendischen Ursprungs. Do-ratz bedeutet dabei ungefähr dasselbe wie Po-rats. Darin steckt das Wort reka = Fluß. Somit wäre Dyrotz mit „beim Fluße“ oder „an fließendem Wasser“ zu übersetzen.
Soweit also die Entstehung des Ortsnamens. In der nachfolgenden Zeittafel wird die historische Entwicklung von Dyrotz seit der erstmaligen urkundlichen Erwähnung von 1265 aufgezeigt. Diese Chronologie enthält ausgewählte Daten, ist aber noch bei weitem nicht vollständig, da zum einen nicht alle Ereignisse aufgelistet werden konnten und einige Zeiträume auch noch nicht recherchiert sind. Es soll mit der Zusammenstellung ein erster überblick über mehr als 700 Jahre Dyrotzer Ortsgeschichte gegeben werden.



Dyrotz 2008





Zeittafel



2.Jh.v.Chr.

Für Dyrotz ist ein germanischer Siedlungsplatz nachgewiesen.

7.bis8.Jh.

Slawische mehrteilige Burg auf der höchsten Stelle einer Talsandinsel im Dyrotzer Luch.
Luftaufnahme

10.bis13.Jh.

Eine ebenfalls slawische Siedlung wurde an der Wublitzrinne nördlich des jetzigen Dyrotz errichtet.

26.11.1265

Ersterwähnung des Dorfes in einer Urkunde. Darin ist festgehalten, daß Markgraf Otto dem Kloster in Zehdenick eine jährliche Getreidepacht vom Kruge zu Dyrotz schenkt.

18.04.1351

Markgraf Ludwig belehnt Betikin Valkener mit Hebungen im Dorf Dyrotz.

04.07.1362

Gerichtsentscheidung über das Leibgedinge in Dyrotz der Witwe Michels von Schlabberndorf. Ihr stehen im Dorf drei Wispel und vier Scheffel Roggen zu.

1375

Das Landbuch Karl IV. enthält u.a. folgende Nachrichten zu Dyrotz: Die Gemarkung umfaßt 50 Hufe, davon sind 34 mit Pacht-, Geld- und Fruchtbede belegt. Außerdem werden verschiedene Abgabenberechtigte aufgeführt, darunter das schon bekannte Kloster Zehdenick, aber auch die Gebrüder Prigard aus Priort. Doch muß ein nicht näher bezeichneter Lupold oder Lippold um diese Zeit der eigentliche Herr in Dyrotz gewesen sein, denn dieser besitzt Obergericht und Wagendienst im Dorf. Außerdem gibt es im Dorf eine hohe Anzahl an Kossäthen, nämlich 30.

1412-1424

Die Lehnsregistratur vermerkt aus der Zeit des Markgrafen Friedrich I. eine Abgabe von Dyrotz über ein Stück Geldes an Gerick und Otto von Arnym.

13.08.1419

Das Kloster Zehdenick verkauft die in der Ersterwähnung genannte Getreidepacht an das Domkapitel Brandenburg. Es handelt sich um den jährlichen Anteil von einem Wispel Hafer aus dem Dyrotzer Krug.

09.01.1433

Markgraf Johann beleiht die Gebrüder Hollenbrecht mit Besitzungen in Dyrotz, die diese von Hans von Arnim gekauft haben. Dabei handelt es sich um Zinsen und Renten unter anderem um 2 ¼ Stücke Geldes und verschiedene Getreideanteile von einigen Höfen sowie vom Krug neben der Kirche.

23.02.1435

Markgraf Johann beleiht die Brüder Mathias, Peter und Gregorius Hallenbrecht mit Besitzungen ihres verstorbenen Vaters unter anderem in Dyrotz, Hoppenrade und Wustermark. In Dyrotz sind das zwei Stücke Geldes.

08.05.1440

Markgraf Friedrich legt dem Landreiter im Havelland die Hechselhorst im Havelländischen Luch zwischen Dyrotz und Wustermark zur Nutzung bei.

1441

In der Lehnsregistratur ist für Peter von Pryerde der Empfang von zwei Stücke und fünf Groschen aus Dyrotz notiert. Diese Angaben werden für 1442 und 1445 wiederholt.

01.06.1441

Kurfürst Friedrich stellt einen Lehnsbrief für die Spandauer Bürger Jorgen und Matthise Helmbrechten aus. In diesem bestätigt er den beiden das Erbe ihres Vetters bzw. Vaters Peter. Aus dem Dorf Dyrotz betrifft das einen Anteil von zwei Stücke Geldes.

23.10.1449

Kurfürst Friedrich verschreibt dem Bürger Hans Mewes zu Köln ein Leibgedinge. Dazu gehören auch Getreidepächte, vornehmlich Roggen, von einigen Dyrotzer Höfen.

Um 1450

Die gutsherrlichen Rechte gehen auf die von Stechow über.

1459

Im Matrikel des Bistums Brandenburg ist nach den Propsteistühlen unter dem „Sedes Spandov“ auch „Duratz“ ausgewiesen.

1474–1536

Das Spandauer Stadtbuch verzeichnet Einnahmen von Gütern und Gerechtigkeiten aus Dyrotz. Darunter sind übereinkommen zwischen dem Spandauer Rat und Dyrotzer Schäfern über die Abgabe von Käse und mehreren Eimern Butter.

22.08.1496

Kurfürst Johann beleiht die Brüder und Vettern Hans, Achim, Otto, Hennig und Cuno von Stechow unter anderem mit dem Dorf Dyrotz und damit verbunden die höchste und niedrigste Gerichtsbarkeit.

1520

Eine im Kirchenbesitz befindliche Scheune wird ausgebessert und eine Schäferei gebaut.

1523

Der Spandauer Rat besitzt unter anderem Getreidepächte in Dyrotz.

07.03.1525

Kurfürst Joachim überschreibt dem Spandauer Bürgermeister Georg Wartemberg Hebungen unter anderem in Dyrotz. Von mehreren Höfen bekommt er Getreidepächte, vor allem Anteile an Roggen.

1535–1571

Kurfürst Joachim II. führt die Reformation in der Mark Brandenburg ein.

1535

Der Spandauer Rat erhält 2225 Gulden für die Wiedereinlösung des Dorfes Dyrotz zurück.

1536

Der Stechowsche Besitz geht von vier Brüdern in Dyrotz an die Gebrüder Ribbeck über. Aus dem Lehnsbrief ergibt sich, daß das Eigentum unter anderem aus dem Gut mit dem höchsten und niedrigsten Gericht, dem Kirchlehn und der Schäfereigerechtigkeit besteht.

1538

Der Spandauer Rat verkauft das Dorf Dyrotz zurück an den Kurfürsten. Mit dem Kaufpreis erwirbt die Stadt das Dorf Paaren an der Wublitz. Doch kurze Zeit später fordert der Lehnsherr die Eigentümer brüsk wieder zur Abtretung des Ortes auf.

21.12.1538

Kurfürst Joachim bestätigt einen Tausch zwischen dem Jungfrauenkloster in Spandau und den Brüdern Joachim und Asmus von Bredow. Betroffen sind davon auch Getreidehebungen von verschiedenen Dyrotzer Bauernhöfen.

24.03.1539

Das Haus Bredow zu Bredow erhält einen Lehnsbrief von Kurfürst Joachim in dem alle Besitzungen der Familie aufgeführt sind. Aufgelistet sind dabei auch die einzelnen Getreidepächte von verschiedenen Dyrotzer Höfen.

1550

Dyrotz hat verschiedene Abgaben an das Benediktinernonnen-kloster in Spandau zu entrichten, z.B. Getreidepächte. Auch für das Amt Spandau sind Leistungen zu erbringen. Genannt wird ein Holzzins.

1554

Joachim II. belehnt, nachdem der Dyrotzer Besitz von den Ribbecks wieder an den Kurfürsten zurückgefallen ist, Hans Roch zu Paaren mit dem Dorf und allen damit verbundenen Rechten wie beispielsweise den Hüfner- und Kossäthendiensten sowie der Gerichtsbarkeit, der Schäferei und dem früheren Landreiterhof.

1581

Der Markgraf von den Rochs tauscht wieder das Gut Dyrotz gegen das Dorf Döberitz ein. Dyrotz wird zum Amt Spandau gelegt.

1590

Im Spandauer Erbregister ist nachgewiesen, daß Dyrotz zum kurfürstlichen Besitz des Schlosses Spandau zählt. Genau verzeichnet sind darin auch, welche Abgaben die einzelnen Bewohner des Dorfes an den Landesherren zu entrichten haben. Das reicht vom Fleischzehnt über Getreidehebungen bis zum abzuliefernden Holzanteil aus dem Brieselang. Aus der Amtsnachweisung ist auch zu entnehmen, daß dem Spandauer Kloster unter anderem die Kirchenlehen in Dyrotz und Wustermark zustanden. Besonders ausgewiesen wird für das Amt Spandau noch, daß ein sechs Hufen großer Hof in Dyrotz bestand. Das Dorf zählt auch zum Spandauer Mühlenbannbezirk.

Interessant ist auch, was zu jener Zeit die Aussteuer einer Bauertochter kostete, und worin sie bestand. Bei "Andreas Beckers und Marie Oehlerß Erbteilung und Uebergabe," deren Wirtschaft im Ganzen auf 425 Thaler und 28 Gr. abgeschätzt wurde, heißt es: "An Aussteuer hat Katharina bekommen:
Eine Kuh 5 Thlr., ein jährig Fohlen 2 Thlr., ein Schweinichen 2 Thlr., einen Hammel 1 Thlr., 2 Metzen Hirse 7 Gr., Brot, Butter, Gewürz 1 Thlr., ein vollständig Bette 7 Thlr. Summa 25 Thlr. 6 Gr. Maria, weil sie zwei Tage Hochzeit gehalten: 25 Thlr., Elisabeth, weil sie nur wie Katharina einen Abend Hochzeit gehalten: 22 Thlr. 6 Gr".

1591

Ein Ribbeck erwirbt wieder Dyrotz. Hans Georg, Oberhofmeister am Hof des Kurfürsten vermehrt so seinen Besitz, zu dem bereits die Güter in Groß Glienicke, Seegefeld und das Dorf Dallgow zählen. Dazu gehört auch noch das vom Vater Matthias ererbte Recht am Dorf Hoppenrade. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts bleibt Dyrotz Ribbecksches Eigentum. 1600 weist das Kirchenvisitationsprotokoll unter anderem folgenden Angaben für Dyrotz aus: Es gibt ein Pfarrhaus mit einem kleinen Gärtlein daran. Es hat zwei Hufen, die bisweilen 6 Wispel Korn tragen. Der Pfarre stehen beispielsweise auch der Kornund der Fleischzehent zu. Inventar wird nicht vorgefunden, deswegen hinterläßt der Visitator ½ Wispel Korn, dafür sollen die Leute je drei Zinnkannen und –schüsseln sowie ein Bett und einen Tisch beschaffen. Der Küster hat ein Häuschen mit Garten. Als Jahreseinkommen sind 40 Scheffel Roggen angegeben, zu Ostern bekommt er aus jedem Haus ein paar Ostereier sowie zu Weihnachten und Johannis Brot und Wurst. Für die Kirche ist an Inventar unter anderem ein Kelch, eine Monstranz und zwei Ornate aufgelistet. Das Kirchenland bringt 9 Scheffel Korn. Einige Personen müssen der Kirche Wachs liefern. Als weitere Abgaben sind Getreide und Hühner aufgeführt. Barschaft ist keine vorhanden.

13.10.1600

Auf der Synode wird die Pfarrei mit Rohrbeck und Dyrotz als zur Kircheninspektion Spandau gehörig festgeschrieben.

1618–1648

30-jähriger Krieg, Dyrotz ist erheblich von der Bevölkerungs-einbuße betroffen.

1624

Der Ribbecksche Besitz in Dyrotz ist im Schoßkataster mit sechs Ritterhufen verzeichnet. Durch den Kauf eines drei Hufe großen Bauernhofes vergrößert sich die Anzahl der Ritterhufe auf neun. Das Dorf umfaßt laut der Aufstellung 42 Bauernhufen. Zwei Hufen sind als Pfarr- und Kirchenhufen ausgewiesen. Es gibt 15 Bauern- und 13 Kossäthenstellen sowie einen Schäfer, einen Hirten und einen Hirtenknecht. Aufgeführt sind auch zwei Paar Hausleute.

1641

In einem Verzeichnis der Ritterschaft des Havelländischen Kreises ist Dyrotz mit einer Fläche für das Dorf von 49 Hufen und beim Gut mit 10 Ritterhufen, die den Ribbecks gehören, aufgeführt.

1663

Karte der Mittelmark von Jeannes Blaeu (erschienen im Atlas Mayor, Amsterdam 1663).

Nach 1680

Die Ribbecks investieren Geld für einen Kirchenneubau in Dyrotz.

Nach 1699

Es zählen noch 29 auswärtige Krüge zum Monopolbereich der Stadt Spandau, darunter auch Dyrotz.

1713

Dyrotz hat unter der Obrigkeit der Ribbecks einen Schankbraukrug und zwei Schankkrüge. Außerdem gibt es im Ort drei Handwerker: Einen Leinweber, einen Dorfschmied und einen Schneider.

Juni 1721

Eine Liste der Handwerker, deren alte Stellen in den Dörfern verbleiben sollen, enthält für Dyrotz folgende Angaben: Je ein Wohnschmied, Schneider und Garnweber.

1725

Hans Ludwig von Ribbeck erläßt als damaliger Besitzer für Dyrotz eine Bauernordnung. In 26 Punkten wird das Dorfleben geregelt. Unter anderem ist darin festgelegt, daß jeder Hauswirt mit seinen Kindern und dem Gesinde sonntags zur Kirche zu gehen hat und Kinder von allen Einwohnern die Sommerschule besuchen sollen. Es werden ein Nachtbackverbot ausgesprochen und Vorschriften zur Verhinderung von Bränden erlassen.

1728

Bei der Erbschaftsregulierung des verstorbenen Schulzen Peter Tasche wird der genaue Wert seiner Bauernstelle mit drei Hufen Land und vollem Inventar ermittelt. Die ganze Wirtschaft mit liegendem und beweglichem Vermögen wird auf 566 Taler und einen Groschen geschätzt.

1730

Errichtung der Kircheninspektion Potsdam, der auch die Kirche Rohrbeck mit ihrer Filiale in Dyrotz zugeordnet wird.
In Dyrotz gibt es 13 Kossäthenstellen.

1748

Im Verzeichnis der Hufe- und Giebelschoß-Gelder für Dyrotz sind u.a. erfaßt 39 Schoß an Gütern, dafür sind 11 Taler und 9 Groschen zu leisten. Insgesamt werden aus dem Ort Einnahmen von 26 Talern und 3 Groschen erwartet.

1750

In Dyrotz stehen fünf Maulbeerbäume, diese werden für den Seidenbau genutzt.

Um 1770

Die von Ribbeck schenken ihren Untertanen in Dyrotz und Seegefeld das freie Eigentum an ihren Höfen.

1773

Fertigstellung der Dyrotzer Kirche.

1778

Ein Verzeichnis der Güter mit Besitzern im Havelländischen Kreis weist Hans Georg von Ribbeck als Eigentümer für Dyrotz, Seegefeld und Hoppenrade aus.

1778

Karte des Havelländischen Kreises (Urheber Oesfeld) aus dem Jahre 1778 mit allen relevanten Orten.

1783

Aus Dyrotz werden 42 Schock und eine Mandel Eier nach Potsdam und Berlin geliefert. Ein Jahr zuvor waren es noch 48 Schock, damit ist eine Reduzierung von 5 Schock und 3 Mandel zu verzeichnen.

1787

Eine Tabelle weist für den Dyrotzer Kirchhof 35 Maulbeerbäume aus, davon sind 17 unlaubbar, 10 laubbar und 7 eingegangen. Alle Bäume sind zu beschneiden. Der Küster pflegt und nutzt sie.

1796

Der Bestand an Maulbeerbäumen wird mit 10 Stück angegeben, davon befinden sich je 5 auf Gemeindeund Kirchenflächen.

1797

Die Dyrotzer Kirche bekommt 100 Taler, die Marie Luise von Bredow, geborene Quast, in ihrem Testament festgesetzt hat. Das Legat wird dem Kirchenvorsteher Dansmann übergeben.

Um 1800

Das Rittergut Dyrotz ist verpachtet und bringt seinen Ribbeckschen Besitzern einen Ertrag von 1500 Talern ein. In einem Nachweis sämtlicher Flurstellen ist das Gut mit einer verzeichnet. Für das Dorf Dyrotz sind 32 Flurstellen angegeben.

10.11.1800

Inkrafttreten eines Spritzenregelements für das Dorf Dyrotz. Diese Ordnung ist nötig geworden durch die Anschaffung einer Feuerspritze. Dafür wird die Handhabung festgesetzt.

1804

In einer statistischen Erhebung wird Dyrotz mit Dorf (39 Hufen) und Gut (11 Hufe) angegeben. Es leben in der Gemarkung 328 Menschen. Darunter befinden sich beispielsweise 10 Ganz- und 4 Halbbauern, 9 Ganzkossäthen, 2 Käthner, 5 Einlieger, und ein Rademacher. Gezählt werden auch 27 Feuerstellen. Es gibt eine Schmiede und drei Krüge. Aufgeführt sind noch 58 Morgen Holz. Besitzer ist der von Ribbeck auf Seegefeld.

1810

König Friedrich Wilhelm III. befiehlt die trigonometrische Vermessung der Marken. Die Dreiecksnetze haben in Berlin ihren Ausgangspunkt und überziehen Brandenburg. Als Hauptkoordinatenlinie wird der Meridian der alten Berliner Sternwarte genutzt. Einer der Vermessungspunkte ist der Dyrotzer Kirchturm. Er befindet sich im nordwestlichen Quadranten, in einer Entfernung vom Meridian von 7890,17, gemessen in preußischen Ruthen.
In Dyrotz leben 246 Personen, 113 Männer und 133 Frauen. Angegeben sind außerdem 38 Mägde und 39 Knechte sowie die Zahl der Kinder mit 15 Söhnen und 22 Töchtern.

1811

Hans Georg (VII) von Ribbeck veräußert Gut Dyrotz an seinen früheren Pächter, den Amtmann Ernst Gotthilf Schneider. Vom Verkaufserlös erwirbt von Ribbeck das Rittergut Horst in der Ostprignitz und läßt sich dort 1812 nieder.

1812–1815

Zeit der Befreiungskriege von der französischen Besatzung.

1815

Dyrotz und Wustermark sind als Garnisonen für das Brandenburgische Kürassier-Regiment (Kaiser Nikolaus I. von Rußland) Nr.6 aufgeführt.

1816–1830

Bau der Chaussee ab Berlin über Nauen, Friesack, Ludwigslust und weiter. Der Abschnitt mit Dyrotz und Wustermark wird 1830 fertiggestellt.

1816/1817

Bildung der Provinz Brandenburg und damit verbunden Neugliederung der Kreise, es entsteht der Landkreis Osthavelland zu dem auch Dyrotz gehört.

1817

Auf dem Rittergut Dyrotz zieht ein neuer Eigentümer ein. Es ist der Rittmeister August von Hobe, später auch Landrat des Kreises Osthavelland. Das Areal des Grundbesitzes umfaßt rund 1494 Morgen. Davon entfallen ca. 891 Morgen auf Acker und rund 350 Morgen auf Wiesen. Die Forstfläche beträgt 163 Morgen. Der Kaufpreis liegt bei 41.140 Reichstalern, viertausend Taler sind in Friedrichs d’or und 37.140 in preußischem Silber-Courant, basierend auf dem Münzfuß von 1704, zu entrichten.
Im Dorf und auf dem Gut leben insgesamt 334 Personen.

1819

Ersterwähnung des zum Rittergut Dyrotz gehörenden Vorwerkes Elsgrund im Amtsblatt der Regierung Potsdam.

1820

Eine Gewerbetabelle gibt folgende Auskünfte über Dyrotz: Im Ort ansässig sind zwei Schneidermeister sowie je ein Rade-/Stellmachermeister und Schmied, der auch einen Gesellen beschäftigt. Angegeben sind weiter eine Bockwindmühle sowie je zwei ölmühlen und ölpressen. Vorhanden sind auch vier Webstühle für Leinen. Es besteht ein Gasthof für die gebildeten Stände und ein Krug mit Ausspannung für Frachtfuhrwerk für die zum Markt kommenden Landleute. Genannt werden außerdem eine Speisewirt und vier Schankwirte. Erfaßt sind außerdem ein Dienstbote und eine Dienstbotin für die Herrschaft sowie 48 Knechte und 30 Mägde.

1826

Die Genehmigung zum Bau einer Straße von Spandau über Dyrotz nach Nauen erfolgt.

1828–1841

Rittergutsbesitzer von Hobe in Dyrotz ist Landrat des Kreises Osthavelland. Er wird nach einer Disziplinar-Untersuchungssache seines Amtes enthoben. Der Grund dafür geht aus den Unterlagen nicht hervor. Ab dem 1.1.1842 bekommt er eine Pension von 300 Talern jährlich. Bei der für 1842 angesetzten Neuwahl des Landrates will von Hobe wieder antreten, doch dagegen erhebt das Innenministerium Einspruch, so daß der Dyrotzer Rittergutsbesitzer nicht mehr kandidieren darf.

1834

Bei den Anträgen zur Anlegung notwendiger und wünschenswerter Straßen wird an erster Stelle die Trasse von Potsdam nach Dyrotz genannt. Die Streckenlänge beträgt ungefähr 2 ¼ Meile. befindet sich laut einer Erhebung in der Dyrotzer Kirche eine Orgel.

1838

Ein großer Brand, dem viele Häuser zum Opfer fielen, zerstörte auch das Gutshaus. Der Landrat von Hobe ließ vor seiner Pensionierung im Jahre 1838 ein neues Gutshaus errichten, das später auch als das "Schlösschen" bekannt wurde.

1840

Für das Dorf Dyrotz und das Vorwerk Elsgrund tritt eine neue Feuerlöschordnung in Kraft. Darin ist auch die Nachbarschaftshilfe zu den anderen Orten geregelt. Diese müssen für Dyrotz 22 Dörfer leisten, darunter u.a. Buchow-Karpzow, Hoppenrade. Priort, Wernitz, Döberitz und Ferbitz. Im Gegenzug ist Dyrotz dort zur Hilfe verpflichtet.

1845

In Dyrotz besteht, laut einer Statistik, eine Hebestelle im Verlauf der Straße Berlin über Spandau und Perleberg bis zur Mecklenburgischen Grenze. Diese hat eine Hebebefugnis für eine Meile. Die durchschnittliche Jahreseinnahme beträgt ca. 1781 Taler.

1848

In einer Auflistung finden sich folgende Angaben zur Dyrotzer Orgel: Sie hat 10 Register, davon 8 Riemen im Manual und 2 im Pedal.

Jan. 1849

In die "Commission zur Vorbereitung patriotischer Wahlen im Osthavelland" (hier zum Preusischen Landtag) sind folgende Dyrotzer Bürger berufen worden:
Dansmann (Kreisschulze zu Dyrotz) und von Hobe (Landrath a.D. zu Dyrotz).

21.05.1849

Mitteilung des Königlichen Landratamtes an die Ortschaften im Osthavelland über die Vergütung für die Einquartierung der Soldaten der Preusischen Armee. Die Servicevergütung beträgt 23 Thlr. 9 Sgr. 5 Pf.

Juli 1849

Dyrotz nebst Vorwerk hat 433 Einwohner.

24.01.1950

Bei der Wahl der Wahlmänner für das Volkshaus des deutschen Parlaments ist Gutsbesitzer Zechlin erwählt worden.

1850

Eine Aufstellung des osthavelländischen Kreistages über den Seidenbau weist Dyrotz mit dem Rittergutsbesitzer von Hobe aus.

01.06.1850

Einteilung der Distrikte für die Feuer-Lösch-Kommissare.

05.10.1850

Kreisschulze Dansmann wird Mitglied der Kreiskommission zur Einführung der Gemeindeordnung.

25.01.1851

Osthavelländisches Kreisblatt Nr. 9, amtlicher "Theil": Anweisung des Kriegsministeriums, "Oeconomie-Department", an die ostha-velländischen Ortsbehörden, den "Remonte-Pferden" auf langen Märschen genügend Futter zukommen zu lassen.

12.03.1851

Der Kreisschulze Dansmann (Dyrotz) hat seinen Posten aufge-geben, ein Nachfolger soll gewählt werden.

31.12.1851

Dyrotz steht im Verzeichnis der Vergütungsbeträge, welche die Ortschaften für die im 3ten Quartal d. J. an "durchmarschirte" Truppen verabreichte Fourage (Futtermittel) zu empfangen haben, nämlich 1 Thaler 10 Silbergroschen und 1 Pfennig.

15.10.1853

Der Vorsitzende des Verein für die Besserung entlassener Strafgefangenen und zur Belohnung guten Gesindes im Osthavellande, von Hobe, bittet in einem Brief an die Mitglieder um Verteilung eines Vortrages über die Behandlung von Strafgefangenen während und nach der Gefängnishaft.

Um 1860

Der Grundsteuerreinertrag beträgt pro Morgen beim Ackerland 30.19 Silbergroschen (Sgr.), bei Gärten 88.33 Sgr., bei Wiesen 38.05 Sgr. Und bei Weiden 8.41 Sgr.

1861

Dyrotz ist in der Ortschaftsstatistik mit Dorf und Gut sowie Vorwerk Elsgrund verzeichnet. In der Landgemeinde leben 503, im Gutsbezirk 32 und auf dem Vorwerk 7 Personen. Das Dorf hat 3 öffentliche, 42 Wohn-, und 96 Wirtschaftsgebäude sowie 14 Gehöfte. Das Gut besteht aus drei Wohnund fünf Wirtschaftsgebäuden. Das Vorwerk umfaßt acht Wirtschafts-gebäude. Für das Dorf werden an landwirtschaftlichen Flächen ausgewiesen 43 Morgen Garten, 2153 Morgen Acker, 623 Morgen Wiese, 940 Morgen Weide und Torf sowie 105 Morgen Wald. Für das Gut werden angegeben 15 Morgen Garten, 1020 Morgen Acker, 342 Morgen Wiese, 60 Morgen Weide und Torf sowie 57 Morgen Wald. Der Viehbestand im Dorf ergibt 101 Pferde, 218 Stück Rindvieh, 1238 und Schafe. Das Gut besitzt 28 Pferde, 49 Stück Rindvieh, und 721 Schafe.

August 1861

Der Gutsbesitzer Zechlin stellt den Antrag zur Aufstellung einer Dampfmaschine zum Betrieb einer Spiritusbrennerei.

1862

Eine übersicht gibt Auskunft über den Reinertrag der landwirtschaftlichen Flächen in Dyrotz. Danach umfaßt das Dorf eine Fläche von ca. 4098 Morgen, die einen Ertrag von etwa 3940 Talern erbringen, das sind pro Morgen 29 Silbergroschen. Für das Gut ist eine Gesamtfläche von etwa 1487 Morgen ausgewiesen mit einem Reinertrag von rund 1486 Talern, das bedeutet 30 Silbergroschen pro Morgen.

1865

Die Gemeinde Dyrotz umfaßt 874,1 ha Fläche. Für den Gutsbezirk sind 248,2 ha Land ausgewiesen.

13.06.1865

Karl Johann Maximilian von Bredow, gebürtig in Königsberg, erwirbt das Rittergut Dyrotz, nachdem er seinen Abschied aus der Armee genommen hat.

1868

Im Nachweis über den Seidenbau für Dyrotz werden der Rittergutsbesitzer von Bredow und der Gutsbesitzer Zechlin genannt.

1871

In Dyrotz gehen mit seinem Vorwerk Elsgrund 107 Kinder in die Schule. Diese werden in zwei Klassen zu 52 bzw. 55 Schülern und Schülerinnen unterrichtet.

01.12.1871

Die Volkszählung ermittelt für Dyrotz folgende Angaben: Der Ort besteht aus einer Landegemeinde und einem Gutsbezirk. Das Dorf hat einen Wohnplatz mit 44 Wohngebäuden. Die ortsansässige Bevölkerung umfaßt 514 Menschen, davon sind 251 männlichen und 263 weiblichen Geschlechts. Sie leben in 9 Einzel- und 97 Familienhaushalten. Von allen gezählten Bewohnern wurden 296 im Ort geboren. Alle 514 haben die preußische Staatsangehörigkeit und sind evangelisch. Bei der Schulbildung werden 128 Einwohner im Alter unter zehn Jahren ausgewiesen, 373 geben an, daß sie lesen und schreiben können, 11 sind Analphabeten und bei zwei fehlen Auskünfte. Das Gut besteht aus zwei Wohnplätzen mit drei Wohngebäuden. 39 Personen sind bei der Erhebung ortsanwesend, davon 23 männlichen und 16 weiblichen Geschlechts. Sie leben in fünf Familienhaushalten. Sechs Einwohner sind ortsgebürtig, 38 haben die preußische Staatsangehörigkeit und die protestantische Konfession. 10 Menschen sind unter zehn Jahre alt. Für die übrigen 29 wird notiert, daß sie lesen und schreiben können.

1872

Eine neue Kreisordnung tritt in Kraft, darin wird auch die Trennung zwischen Landgemeinden und Rittergutsbezirken festgeschrieben. Auch in Dyrotz entstehen so zwei Verwaltungseinheiten, die Gemeinde und der Gutsbezirk.

1873

Bildung von Amtsbezirken. Dem Amtsbezirk Dyrotz sind zugeordnet: Gut und Gemeinde Dyrotz sowie die Gemeinden Rohrbeck und Wustermark. Die Verwaltung wird von Bredow auf Dyrotz unterstellt.

1873

Gründungsjahr des Kriegervereins Dyrotz-Wustermark.

1885

Die Fläche für die Gemeinde Dyrotz ist mit 1039 ha angegeben und die Einwohnerzahl beträgt 589. Der Gutsbezirk umfaßt 378 ha und zählt 59 Einwohner.

1886

Dyrotz hat 572 Einwohner. Folgende Berufe sind in der Einwohnerschaft Dyrotz vertreten:

10.01.1888

Aus dem Nauener Gerichtssaal: Verhandlung gegen den Bäckermeister Otto B.

21.01.1888

Aus dem Osthavelländischem Kreisblatt: Anzeige einer General-versammlung des Krieger-Vereins.

06.03.1888

Die "Ortskrankenkasse für Dyrotz und Umgegend" veröffentlicht den durchschnittlichen Tagelohnsatz für die Arbeiter der Land- und Forstwirtschaft:

  • Für die Aufsichtsbeamten und sogenannten freien Arbeiter 1,50 Mk
  • Für die Frauen derselben 0,75 Mk
  • Für die Deputanten, Tagelöhner und Knechte 1,00 Mk
  • Für die Frauen derselben, die Mägde und sogenannten Hofjungen 0,50 Mk

02.10.1888

Anzeige eines Dyrotzer Geschäftsmannes?

25.12.1888

Privatklage wegen tätlicher und wörtlicher Beleidung?

1889

Zur Erweiterung des Kirchhofes soll eine 1 ¼ Morgen große Parzelle, die dem Rittergut gehört, von der Kirche erworben werden. Dieses wird nötig, da der alte Friedhof fast belegt ist. Zur Erweiterung vorgesehen hat man das Grundstück zwischen dem Gehöft des Rittergutes und der Schule. Die Fläche schließt zwar nicht direkt an den bestehenden Begräbnisplatz an, liegt aber nah genug im Anschluß daran und befindet sich auf der von der Hamburger Chaussee abgewandten Seite.

1892

Der Berliner Verleger Rudolf Mosse (Gründer des Berliner Tageblattes) kauft vom Vorbesitzer von Bredow das Gut Dyrotz. Ursprünglich hat der Unternehmer den Gutsbesitz mit einem Umfang von 353 Hektar Ackerland und Wald erworben. Bis etwa 1920 verringert sich der Landbesitz deutlich. Beispielsweise für den Bau des Verschiebebahnhofs Wustermark (1906-1909) und der Eisenbahnersiedlung Elstal (1918/19) werden Grundstücke aus dem Mosseschen Besitz benötigt.

24.03.1894

Ostertanz bei Neumann.

27.08.1892

Liste mit Gemeinde-Vorsteher, Schöffen und stellvertretenden Schöffen.

1894/1895

Einrichtung des Truppenübungsplatzes Döberitz. Dyrotzer Grundbesitzer müssen dafür Land an den Militärfiskus abtreten, darunter auch der Rittergutsbesitzer Rudolf Mosse.

02.12.1895

Die Volkszählung ergibt für Dyrotz folgende Daten: Der Gesamtflächeninhalt der Gemeinde beträgt 874,1 Hektar. Vorhanden sind drei Wohnplätze mit 47 bewohnten Gebäuden. Der Ort hat 505 Einwohner, die in 100 Haushalten leben. Im Gutsbezirk leben 59 Personen.

01.10.1896

Mit Streichhölzern spielende Kinder verursachten einen bedeutenden Brand. Auf dem Gute des Herren Hans Zechlin waren in dem Arbeiterwohnhause die Kinder des Hofmeiers ohne Aufsicht. In der Mittagsstunde belustigte der fünfjährige Junge seine jüngeren Geschwister und sich selbst damit, daß er mit Streichhölzern "Feuerwerk" machte, welches aber so großen Umfang annahm, daß das Wohnhaus, eine mit Getreide gefüllte Scheune und ein Stall lichterloh brannten und in Asche gelegt wurden. Hierbei fiel dem Element auch eine Dreschmaschine und eine Säemaschine zum Opfer. Das Vieh und einige wenige Mobilien der Arbeiter konnten gerettet werden; mancher ohnehin Arme verlor aber auch seine wenigen Habseligkeiten.

01.11.1896

"Ick bin besoffen jewesen!"

27.02.1898

Wegen Kindesmordes angeklagt.

18.06.1898

2 Mark Belohnung ausgelobt für Rebhuhngeläge-Schutz.

1898

Bei den Reichstagswahlen stimmen in Dyrotz bei der Hauptwahl 42 Wähler für den konservativen Kandidaten Pauli, 18 für den Sozialdemokraten Schroer und 12 für Dr. Mugdan von der Volkspartei. Die Stichwahl zwischen Pauli und Schroer gewinnt der Konservative mit 63 zu 13 Stimmen.

1899

In einem Verzeichnis der Schankkonzessionen für Dyrotz werden bei einer Einwohnerzahl von 525 ein alter Branntweinausschank und eine Gastwirtschaft aufgeführt.

19.01.1899

Der Dyrotzer Gemeindevorsteher Johann Dansmann ist verstorben.

21.02.1899

Mitteilung des Landrathes Steinmeister, "daß der Kreisausschuß an Stelle des verstorbenen Gemeinde-Vorstehers Danßmann zu Dyrotz - Nr. 110 des Verzeichnisses - den Bauergutsbesitzer und jetzigen Gemeinde-Vorsteher August Danßmann zu Dyrotz als geeignet zur Ernennung als Schiedsmann für die Taxation von seuchekrankem Vieh bezeichnet hat."

18.03.1899

Der Bauergutsbesitzer C. Hornemann in Wustermark ist zum Amtsvorsteher für den Amtsbezirk 28, Dyrotz, auf weitere sechs Jahre ernannt worden.

1900

Dyrotzer Ansichtskarte mit Dorfstraße, Kirche und Gasthof.

16.02.1901

Inserat: Ein Knabe, Sohn achtbarer Eltern, wird vom Schlächter-meister Karl Ganzer als Lehrling gesucht.

12.12.1901

Zum bevorstehend Weihnachtsfeste empfiehlt Gustav Euen sein reichhaltiges Spielwarenlager.

20.01.1903

Aus dem Gerichtssaal: Ein merkwürdiges "Sympathie"-Mittel.

05.11.1903

Zum Verkauf: Acetylen-Apparate.

1903

Bei den Reichstagswahlen entfallen in Dyrotz zunächst 42 Stimmen auf den Konservativen Pauli, 25 auf den freisinnlichen Kandidaten Kruse und 23 auf den Sozialdemokraten Liebknecht. Wieder entscheidet Pauli die Stichwahl für sich, dieses Mal mit 68 zu 23 Stimmen gegen Liebknecht.
Ein Nachweis über die Schulgebäude muß erbracht werden. Daraus ergibt sich, daß in Dyrotz vorhanden sind: Ein Küsterei- und Pfarrgebäude mit einem Klassenzimmer sowie einer Dienstwohnung für Lehrer und Küster, das 1866 in massiver Bauweise errichtet wurde; eine Pfarre mit Stallgebäude aus Fachwerk; ein Abort aus Holzwerk, gebaut 1884.

1904

Im Dyrotzer Gutshaus wird eine Kinderheilstätte eingerichtet. Der Rittergutsbesitzer Rudolf Mosse hat das Gebäude mietfrei zur Verfügung gestellt. Hauptsächlich arme Berliner Kinder erholen sich hier auf dem Land nach überstandener Krankheit.

11.02.1904

Ein ungetreuer Knecht verkauft ein Pferd seines Dienstherren und verduftet.

1905

Die Gemeinde Dyrotz hat einen Flächenumfang von 856,3 ha und zählt 478 Einwohner. Die Fläche für den Gutsbezirk wird mit 268,3 ha angegeben und die Bevölkerungszahl mit 71.

1906–1909

Errichtung des Rangierbahnhofes Wustermark. Erneut müssen Dyrotzer Landbesitzer Fläche abgeben.

17.02.1906

In Dyrotz leben 269 männlichen und 280 weiblichen Geschlechts.

03.09.1906

Die Kirche erfährt eine gründliche Renovierung.

26.09.1906

Von dem zum Mosseschen Vorwerk Elsgrund gehörigen Gebiet sind nunmehr seitens der Eisenbahnverwaltung für die Zwecke des neuen Rangierbahnhofes 64 Morgen enteignet worden. Als Entschädigungssumme wurde für den Morgen durchschnittlich gegen 2000 Mk. gezahlt.

29.11.1906

Die seit zwei Jahren bestehende Kinderheilstätte hat schon viel Segen gewirkt.

18.12.1906

20 Mk. Belohnung!

1906

Die Eisenbahndirektion stellt den Antrag, beim entstehenden Verschiebebahnhof, 75 Vierfamilien-Wohnhäuser und ein übernachtungsgebäude mit Wohnung für die Beamten zu bauen. Das Areal liegt 1 ½ km vom Ort Dyrotz entfernt.

1907

Bei der Reichstagswahl werden in Dyrotz 88 gültige Stimmen abgegeben. Davon erhält der Sozialdemokrat 8, der Konservative 49 und der Liberale 27. Bei der Stichwahl werden 93 gültige Stimmzettel gezählt. Mit 75 zu 18 Stimmen liegt der konservative Kandidat vorne.

07.03.1907

Die renovierte Kirche zu Dyrotz wird festlich eingeweiht. Neu ist die Sakristei mit Eingang sowie ein breiter Eingang von der Turmseite in das Schiff des Gotteshauses. Auch das Innere erstrahlt in neuem Glanz. Die alten Malereien an Gestühl und Emporen sind aufgefrischt und der Altaraufbau restauriert. Die Kirche hat außerdem eine Orgel bekommen, gebaut von dem Potsdamer Orgelbaumeister Schucke.

24.03.1907

Die Landgemeinde Dyrotz erlässt eine neue Steuerordnung "für die Erhebung einer Gemeindesteuer vom Erwerbe von Grund-stücken und von Rechten, für welche die auf Grundstücke bezüglichen Vorschriften gelten".

24.11.1907

In nächster Nähe des neuen Verschiebebahnhofs bei Wustermark-Dyrotz wird eine Eisenbahnreparaturwerkstatt errichtet, in der bis 1000 Arbeiter beschäftigt werden sollen.

10.12.1908

Das Heim für kranke, arme Kinder, welches schon 5 Jahre im schloßartigen Gebäude des Mosseschen Gutes untergebracht ist, wird wegen der Schadstoffe der naheliegenden Chaussee in eine saubere Gegend verlegt.

1909

Die Eisenbahndirektion beantragt eine Ansiedlungsgenehmigung für den Bau einer Eisenbahnersiedlung. Darin enthalten ist auch die Abtrennung des zu bebauenden Geländes vom Gemeindebezirk Dyrotz und die Bildung eines selbständigen Gutsbezirks.

09.01.1909

Vom Amtsvorsteher zu Wustermark war wegen unerlaubten Waffentragens der Kantinenwirt W. zu Dyrotz zu 3 Mk. Strafe verurteilt. W. trug auf richterliche Entscheidung an.

26.02.1909

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Dyrotz. Sie zählt 39 Mitglieder.

28.03.1909

Zum Besten der Überschwemmten in der Altmark wurden hierselbst 296 Mk. aufgebracht und der Kreiskasse in Nauen zugesandt.

1910

Die Dyrotzer Schule hat eine Bibliothek, die über einen Bestand von 152 Büchern verfügt.

09.01.1910

Preßtorf zum Heizen bietet Liesecke, Dyrotz, an.

05.02.1910

Aus dem Schöffengericht:
Gefängnisstrafe für Milchpantscherei.

05.03.1910

Zwei Monate Gefängnis für zusammengestohlenes Hochzeitbett.

10.03.1910

Das Rittergut Dyrotz inseriert 2 Wohnungen mit Garten.

1910

Aus der Standesakte Dyrotz ist zu entnehmen, dass das Dorf 1757 Einwohner hat. Außerdem sind 49 Geburten, 24 Sterbefälle und 18 Hochzeiten notiert.

26.02.1911

Am heutigen Tag wurde der Sonntag entheiligt durch Schlächter-meister v. B., wie er selbst zugab, auf dem Gute Dyrotz. Hier wurden sieben Rinder während der Kirchzeit geschlachtet.

20.10.1912

Hier wurde durch Feuer eine Windmühle mit allen Vorräten an Getreide vernichtet.

05.11.1912

Der Kuhstall des Gutsbesitzers Hornemann brannte ab.

1912

In Dyrotz entfallen auf den Kandidaten der Konservativen 46, der Sozialdemokraten 18 und der Liberalen 32 Stimmen. In der Stichwahl setzt sich der Konservative mit 78 zu 27 gegen den Sozialdemokraten durch.

Sommer 1912

In der Nauener Umgebung findet ein Manöver das Gardekorps statt, das mit einem Biwak in Dyrotz endet.
Ein Rittergut besteht mit dem Vorwerk Elsgrund, das der Verleger Rudolf Mosse besitzt. Es umfaßt eine Gesamtfläche von 240 Hektar, davon sind 106 ha Acker inkl. Garten, 105 ha Wiesen, ein Hektar Weide, 18 ha Holzungen und 10 ha Unland wie z.B. Wege. Der Grundsteuer-Reinertrag ist mit 3710 RM angegeben. Auf dem Gut werden 80 Stück Rindvieh gehalten. Verzeichnet sind für Dyrotz auch noch vier weitere Güter mit den Besitzern Wilhelm Dansmann, Friedrich Hornemann, F. Liesecke und Hans Zechlin. Die Größe dieser Besitzungen liegt zwischen ca. 41 ha und 160 ha. Auf zwei Gütern werden Pferde und Rindvieh gehalten.
Das Dyrotzer Schulvermögen umfaßt ein Schulhaus mit Hofraum und Garten im Dorf sowie äcker und Wiesen.

17.04.1913

Antrag auf Gründung einer neuen Ansiedlung am großen Luch-wege wird gestellt. Daraus wird mit größter Wahrscheinlichkeit das heutige Wohngebiet Dyrotz-Luch.

13.05.1913

Für die Landtagswahl sind folgende Wahlmänner der bürger-lichen Parteien aufgestellt.

26.05.1913

Beiträge zur Deckung der Entschädigungen bei Rotz und Milzbrand für Pferde und Rindvieh.

28.11.1913

Aus dem Schöffengericht
Betrunkener Arbeiter randaliert derart, daß gegen ihn eine Strafe von 3 Wochen Gefängnis verhängt wird, und eine Schlägerei in einem Arbeiterhaus.

Nov. 1913

Das Einverständnis wird erteilt über die Ausgemeindung der vom Eisenbahnfiskus erworbenen Flächen der Gemeinden Dyrotz, Hoppenrade und Buchow-Karpzow sowie der Gutsbezirke Dyrotz, Ferbitz und Buchow-Karpzow.

31.12.1913

Die Gebietseinteilung der Ärzte richtet sich vorwiegend nach deren Wohnsitz. Danach ist Dr. Burau für die Gemeinden Wustermark, Dyrotz, Hoppenrade, Priort und Wernitz zuständig.

1914–1918

Erster Weltkrieg

14.02.1914

Am Donnerstag abend feierte die Frauenhilfe der drei Gemeinden Wustermark, Dyrotz und Hoppenrade im Verbande mit dem Missions-Nähverein und der weiblichen Jugendvereinigung ihr neuntes Stiftungsfest im Saale des Herrn Schneider.

14.05.1914

Fahrraddiebstahl.

30.07.1914

Sommervergnügen des Kriegervereins.

13.04.1915

Todesanzeige für den gefallenen Wehrmann Carl Dähne.

1915-1921

In Dyrotz befindet sich ein Kriegsgefangenenlager. Hauptsächlich französische Soldaten sind dort inhaftiert. Die Baracken liegen in der verlängerten Kietzstraße gegenüber dem Areal der früheren Gärtnerei Ganzer.

1916

Bei der Ersatzwahl für den bisherigen Reichstagsabgeordneten Karl Liebknecht, der inhaftiert ist und daher sein Mandat nicht behalten kann, erhält in Dyrotz der konservative Kandidat Stahl 41 Stimmen, der Sozialdemokrat Mehring eine Stimme.

08.01.1916

Die Simson-Futterwerke GmbH soll versteigert werden.

17.01.1916

Das Ehepaar Schelzius hat Silberhochzeit gefeiert.

01.04.1916

Mit der Überschrift "Unentgeltliche Düngemittel" inseriert das Gefangenenlager Dyrotz. Landwirte, welche gewillt sind, die Fäkalien des Lagers Dyrotz kostenlos abzufahren, sollten sich sofort mit der Lagerkommandantur in Verbindung setzen.

10.06.1916

Kriegsspende Deutscher Frauendank.
Frau Landrat von Hahnke bedankt sich für die treue Opfer-willigkeit der Osthavelländischen Frauen, die zu einem Sammelergebnis von 14.812,48 M. geführt hat. In Dyrotz wurden 149 M. gespendet.

03.10.1916

Aus dem Kuhstall des Mosseschen Gutes wurde ein 1 1/2 Zentner schweres Kalb gestohlen und an Ort und Stelle geschlachtet. Die Täter wurden am Bahnhof gefasst.

29.11.1916

Gründung der Osthavelländischen Bodenverbesserungsgenos-senschaft „Wublitz“. Diese liegt innerhalb des Gebietes der Havelländischen Luchmeliorationsgenossenschaft und umfaßt die Niederung zwischen Dyrotz und Paretz.

07.12.1916

Ein vermutlich aus dem Zug geworfener Säugling ist aufgefunden worden.

25.02.1917

Die Frauenhilfe Wustermark-Dyrotz feiert im Liepeschen Gasthof ihr Jahresfest.

15.02.1918

Die Pferdevormusterung findet am 23. Februar 1918, 10 Uhr vormittags, im Dorfe zwischen dem Engelschen und Gastwirt Gagelschen Grundstück in Wustermark statt.
Das Pferdeausfuhr- und Besitzerwechselverbot bis zur Beendi-gung der Pferdevormusterung.
Die Pferdevormusterungsbestimmungen.

16.02.1918

Aufruf zur Ablieferung von Alteisen für die Herstellung von Kano-nen und Granaten, um die Feinde Deutschlands niederzukämpfen und zum Frieden zu zwingen.

04.05.1918

Die holde Weiblichkeit kann es nicht unterlassen, trotz Bestra-fung mit Kriegsgefangenen anzubandeln.

08.08.1918

Dyrotz behauptet, die Fischereirechte im Schöppengraben, Königsgraben und Priorter-Grenzgraben zusammen mit Wustermark, zu besitzen. Hierbei beruft sich die Gemeinde auf ein Fischereigesetz aus dem Jahre 1874.

01.10.1918

Bildung des Gutsbezirkes Elstal. Nach Beschlüssen des Kreisausschusses Osthavelland von 1913 und 1917 werden dafür von einigen Gemeinden Parzellen abgetrennt. Betroffen davon ist auch die Gemarkung Dyrotz, die Flächen abgeben muß.

23.11.1918

Aus einem Schreiben der Zuckerfabrik Nauen über die Versorgungslage geht hervor, daß von den 800 Arbeitern 650 Kriegsgefangene sind, für die die Lebensmittel bisher aus dem Gefangenenlager Dyrotz kamen. Dort aber sind die Vorräte aufgebraucht. Die wegen Verkehrsschwierigkeiten ausgebliebene notwendige Menge an Graupen wird am 27.11. nachgeliefert, so daß für die nächsten Wochen wieder ein ausreichendes Quantum vorhanden ist, heißt es dazu in einem Vermerk des Dyrotzer Stammlagers vom 11.12.1918.

08.03.1919

Ein verheirateter und zuverlässiger Schweizer wird gesucht.

12.06.1919

Torfstecherei Max Liesecke sucht für die Torfpresse einen Verschnitter.

24.09.1919

Amtsvorsteher ist Hermann Kietzerow, sein Stellvertreter ist Landwirt Max Liesecke.

25.10.1919

Die Eintragung der Kohlenbelieferung ist ab heute möglich.

13.11.1919

Ein E i n b r u c h in die K i r c h e wurde hier verübt. Dabei wurden 16 Fenster- und 2 Türvorhänge (grüne Fries), 4 weiße leinene Leichentücher, 1 Altardecke, 1 Teppich und ein weiteres Leichentuch gestohlen. Für die Ermittlung des Täters sind 100 Mark ausgesetzt.

15.12.1919

Einer Wache der örtlichen Einwohnerwehr gelang es, 60 Zentner Kartoffeln sicherzustellen. Die Ladung war ohne Ausfuhrbe-scheinigung auf dem Wege nach Berlin.

26.02.1920

Vom Landrat als Gemeindevorsteher bestätigt ist z. Zt. Landwirt Max Liesecke.

07.06.1920

Ergebnisse der Reichstagswahl.

17.07.1920

Als Gutsvorsteherstellvertreter ist der Gutspächter Karl Zorn für den Gutsbezirk Dyrotz bestätigt worden.

13.01.1921

Maskenball in Dyrotz.

13.06.1921

Anzeige: 1.000 Mark Belohnung für die Ergreifung eines Schweine-Diebes.

04.07.1922

Die Brücke über den neuen Luchkanal ist fertiggestellt. Der Hafen soll noch ausgebaggert werden, bis dahin ist es den Anwohnern erlaubt worden, Torf zu stechen, um die teuere Braunkohle zu strecken.

27.11.1922

Dem Landwirt Dantzmann wurden eine Ringelwalze und Räder einer Mähmaschine vom Acker gestohlen.

02.02.1923

Ruhrspende. Die kleinen hiesigen Geschäftsleute und Handwerker haben für die Ruhrbevölkerung 37.000 M gespendet.

21.02.1923

Wegen der teueren Beerdigungskosten hat sich der Tischler-meister Kluge einen Leihsarg patentieren lassen.

24.10.1923

In Dyrotz ging eine mit Getreide gefüllte Scheune des Mosseschen Gutes in Flammen auf und brannte vollständig nieder. Es wird Brandstiftung durch spielende Kinder ange-nommen.

12.07.1924

Zum Gemeindevorsther wurde der Landwirt Friedrich Hornemann, zu Schöffen der Kantor Schulze und der Obstzüchter Hermann Ganzer gewählt.

14.07.1924

Bäckermeister Schulze aus Buchow-Carpzow wird auf der Dorfstraße in Dyrotz überfallen.

18.07.1924

Am Sonntag, dem 13. Juli, beging die evangelische Kirch-gemeinde Dyrotz die Weihe der neu beschafften Glocke.

29.10.1924

Illusorische Viehversteigerung in der Gastwirtschaft Fernwarth.

31.10.1924

Im Gasthof zum alten Krug gibt es ein Tanzkränzchen.

1925

Der Flächeninhalt der Gemeinde Dyrotz liegt bei 925,5 ha und es leben dort 532 Menschen. Der Gutsbezirk wird nicht mehr ausgewiesen.

14.01.1925

Wüste Schlägerei während eines beim Gastwirt Femwirth statt-findenden Bockbierfestes.

04.02.1925

Die Frauenhilfen Wustermark und Dyrotz feierten am 01. des Monats ihr 20jähriges Bestehen.

10.03.1926

Am Sonnabend vorige Woche feierte die Freiwillige Feuerwehr ihr diesjähriges Stiftungsfest.

29.03.1926

Die Diamantene Hochzeit feiert das Ehepaar Gottfried Winkel.

01.04.1926

Auf eine dreißigjährige Dienstzeit bei der Verwaltung des Amtsbezirks Dyrotz kann heute der Amtsobersekretär Emil Otto zurückblicken.

10.06.1926

Krawalle in und vor dem Gasthaus J. durch Anhänger des Roten Frontbanners.

20.06.1926

Volksentscheid gegen die Fürstenabfindung. Die Zahl der Stimmberechtigten in Dyrotz beträgt 329. Abgegeben werden 129 gültige Stimmen. Für das Gesetz votieren 124, dagegen 5.

1928

Neugliederung der Gemeindestrukturen. Die Gutsbezirke werden aufgelöst. Es erfolgt eine Zusammenlegung mit den Landgemeinden. In Dyrotz wird das Gut der Gemeinde zugeordnet. Es entsteht eine Verwaltungseinheit.
Der Landjägereiposten 13 hat seinen Sitz in Dyrotz mit Zuständigkeit für die Ortschaften Dyrotz, Elstal mit Verschiebebahnhof Wustermark und Priort.

18.01.1928

Der Kriegerverein Dyrotz-Wustermark hielt seine Jahresver-sammlung im Saale des Lokals Bruhn ab.

27.01.1928

Kurt Schulz, Gastwirt, lädt ein zum Tanzvergnügen in seinen Räumen.

02.05.1928

Unfälle auf der Chaussee, Verursacher immer junge Kraftfahrer.

11.05.1928

S e l b s t m o r d. Am Donnerstag abend hat der bei dem hiesigen Gutspächter Zorn beschäftigte Inspektor M ü l l e r seinem Leben durch Erschießen ein Ende gemacht. Die Beweggründe der Tat sind nicht bekannt.

27.06.1928

Ein s c h w e r e r Junge gefaßt. Dem hiesigen Polizeibeamten Schur gelang es, einen Fürsorgezögling festzunehmen, der aus der Anstalt Hamburg-Ohlsdorf entwichen war und der von der Staatsanwaltschaft wegen versuchten Raubmordes gesucht wurde.

14.08.1928

Schwerverletzte durch Messerstiche während einer Prügelei.

15.09.1928

Dyrotzerin feiert ihren 91. Geburtstag.

01.12.1928

Umjubeltes Gesangskonzert des Dyrotzer Männergesangvereins Deutsche Eiche.

05.12.1928

55. Stiftungsfest des Kriegervereins Dyrotz-Wustermark.

19.10.1929

Im Gasthaus Zum Alten Krug gibt Jothellis Lachbühne aus Berlin ein Gastspiel. U.a. gelangt der Schwank "Das neue Dienstmädchen" zur Aufführung.

22.10.1929

In Moabit fand eine interessante Gerichtssitzung statt, bei der es sich um eine Beleidigungsklage der Reichseisenbahngesellschaft gegen den Bauunternehmer A. aus Dyrotz handelte.

1929

Das Landwirtschaftliche Güter-Adreßbuch vermerkt für Dyrotz folgende Angaben: Es besteht ein Rittergut mit dem Vorwerk Elsgrund, das der Verleger Rudolf Mosse besitzt. Es umfaßt eine Gesamtfläche von 240 Hektar, davon sind 106 ha Acker inkl. Garten, 105 ha Wiesen, ein Hektar Weide, 18 ha Holzungen und 10 ha Unland wie z.B. Wege. Der Grundsteuer-Reinertrag ist mit 3710 RM angegeben. Auf dem Gut werden 80 Stück Rindvieh gehalten. Verzeichnet sind für Dyrotz auch noch vier weitere Güter mit den Besitzern Wilhelm Dansmann, Friedrich Hornemann, F. Liesecke und Hans Zechlin. Die Größe dieser Besitzungen liegt zwischen ca. 41 ha und 160 ha. Auf zwei Gütern werden Pferde und Rindvieh gehalten.
Das Dyrotzer Schulvermögen umfaßt ein Schulhaus mit Hofraum und Garten im Dorf sowie äcker und Wiesen.

1930

In Abänderung der 1875 gebildeten Amtsbezirke wird vom Amtsbezirk Dyrotz die Gemeinde Rohrbeck ausgegliedert und dem neugegründeten Amtsbezirk Dallgow zugeordnet. Zum Amtsbezirk Dyrotz gehören jetzt die Landgemeinden Dyrotz (mit 538 Einwohnern und einer Fläche von 923 ha), Elstal (mit 1267 Einwohnern und einer Fläche von 224 ha), Wustermark (mit 861 Einwohnern und einer Fläche von 1114 ha) sowie Wernitz (mit 310 Einwohnern und 680 ha Fläche). Wernitz ist neu hinzugekommen, es gehörte bisher zum Amtsbezirk Bredow.

18.01.1930

Amtliche Mitteilung des Landrates Siering:
Gemäß § 84 der Landgemeindeordnung vom 3. Juli 1891 (GS. S. 233) ist von mir die Wiederwahl bzw. Wahl bestätigt: Gemeindevorsteher Landwirt Friedrich Hornemann; Schöffen Obstzüchter Hermann Ganzer Sen., Eisenbahnarbeiter Wilhelm Dehls; Schöffenstellvertreter Landwirt Hans Zechlin jun.

25.09.1930

Jagdverbrechen?

01.10.1930

Die gerichtliche Sühne des Verkehrsunfalls bei Dyrotz, bei dem der Kohlenhändler Lamprecht zu Tode kam.

09.10.1931

Die Dyrotzer Kirchengemeinde feiert beim Erntedankfest die Fertigstellung der neuen Kirchenfassade und des Kirchturmes. Die Kosten betragen 7100 Mark und überschreiten damit den einmal veranschlagten Betrag von 5000 Mark erheblich. Diese erste Summe sollte anteilmäßig vom Patron (1600 Mark), dem Konservator (1000 Mark), dem Evangelischen Konsistorium (1400 Mark) und der Gemeinde Dyrotz (1000 Mark) aufgebracht werden. Da die vereinbarte Kostenverteilung nicht eingehalten wurde, muß die Kirchengemeinde 4100 Mark abdecken.
Widerstand gegen den Gesamtschulverband Wustermark - Dyrotz

29.12.1931

Holzdiebe, die aus dem Dyrotzer Gutspark wertvolle ältere Bäume abgesägt und entwendet hatten, wurden gefasst.

1931

Aus dem Adreßbuch des Kreises Osthavelland:
Liste der Einwohner mit Hausnummer.

16.01.1932

Der hiesige Männergesangverein "Deutsche Eiche" feiert Maskenball im Saale der Gastwirtschaft "Alter Krug".

08.04.1932

Die Schulen von Dyrotz und Wustermark werden zusammengelegt.

24.06.1932

Tag des Deutschen Liedes.

1933

Die Tochter Rudolf Mosses Felicia will mit ihrem Mann Hans Lachmann-Mosse, nach dem Tod des Vaters 1920 die Erben, das Dyrotzer Gut veräußern, da sich der Verlag in Zahlungsschwierigkeiten befindet. Als Kaufpreis sind 280.000 Reichsmark überliefert, geboten von dem Immobilienhändler Conrad Heinzel. Zunächst wird der Verkauf vom Landrat des Kreises Osthavelland nicht genehmigt. Die Verhandlungen ziehen sich bis in das Jahr 1934. Die jüdische Familie Lachmann-Mosse hat zu diesem Zeitpunkt Deutschland bereits verlassen und sich vor den Nationalsozialisten in Sicherheit gebracht. Die Stiftung Mosse (einer Pensionskasse für die ehemaligen Verlagsbeschäftigten) übernimmt alle Vollmachten für den Besitz. Soweit bisher ermittelt, werden für das Gut in Dyrotz 1935 tatsächlich 280.000 Reichsmark bezahlt, an wen ist nicht bekannt. Aus späteren Akten ist zu ersehen, daß der Berliner Makler wohl 100 Hektar und die staatliche Landbank 230 Hektar Land erwerben.

21.01.1933

Jahresbericht des Kriegervereins Dyrotz-Wustermark 1932.

25.01.1933

Der Einbruch in die Metzgerei Ganzer wird vor dem Spandauer Strafgericht verhandelt.

05.03.1933

Reichstagswahl: In Dyrotz erhält die NSDAP 90, die KPD 65, die DNV 66 und die SPD 27 Stimmen.

12.03.1933

Bei den Wahlen zur Gemeindevertretung entfallen auf die Liste I Kommunistische Partei“ und die Liste III „Max Liesecke“ je zwei Mandate sowie auf die Liste IV „Unpolitische Einheitsliste“ fünf Mandate. Die Liste II „Freie Arbeiterliste“ erhält kein Mandat.

21.03.1933

Kommunist niedergestochen.

11.04.1933

Gründungsversammlung der Interessenten des Kleinkaliber-schießsports.

05.07.1933

Reden, Gesänge und das Verbrennen des Versailler "fluchwürdigen" Schandwerkes auf der Sonnenwendfeier.

30.08.1933

Die Märkische Rundschau berichtet über eine Versammlung der "Deutschen Christen".

10.10.1933

Versammlung der NS-Hago, Ortsgruppe Dyrotz.

02.1934

Werbeveranstaltung der NS-Frauenschaft im Gasthof "Alter Krug".

1934

13 Bauernsiedlungsstellen entstehen mit bis zu 15 ha Fläche. Das Land wird von der Landbank erworben.

01.03.1934

Vom Ortsgruppen - Amtswalter wurden nachstehende Parteigenossen zu Amtswaltern ernannt:
1) zum Ortsbetriebsgruppenführer für Handel Pg. Paul Kanin in Wustermark
2) zum Ortsbetriebsgruppenführer für Handwerk der Pg. Bäckermeister Richard Voigt in Dyrotz
3) zum Ortsbetriebsgruppenführer für Gewerbe der Pg. Josef Andrejewski in Dyrotz

18.03.1934

25jähriges Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Dyrotz

18.04.1934

Die erste Sitzung der Amtswehr findet statt. Dazu gehören die Löschzüge der Feuerwehren der Ortschaften Dyrotz, Elstal, Wustermark und Wernitz.

26.04.1934

Gründung eines Anglervereins.

18.03.1935

Übergabe der Ehrenkreuze an die Kriegsteilnehmer aus Dyrotz.

15.04.1935

Aufruf im Kreisblatt: Jeder aufrichtige Deutsche zeigt seine Verbundenheit mit dem deutschen Arbeiter und trägt am 01. Mai die Maiplakette!

13.11.1934

Gefallenenehrung ind Wustermark und Dyrotz.

1935

Das Gutshaus wird zu Wohnungen umgebaut.

22.06.1935

Mitgliederversammlung der NSDAP und DAF in Dyrotz.

09.10.1935

Die Abteilung Volkswirtschaft-Hauswirtschaft im Deutschen Frau-enwerk veranstaltet gemeinsam mit den Gruppen Dyrotz und Wernitz einen Handwerkertag im Gasthaus Bruhn..

31.10.1935

Der Kleinkaliber-Schützenverein Wustermark-Dyrotz feiert sein Stiftungsfest im Saal des Vereinswirtes Andrezjewski.

30.11.1935

Einen Verkehsunfall erlitt der bei dem Bäckermeister Voigt beschäftigte Richard Lubitz aus Dyrotz. Von einem Kraftwagen wurde er auf seinem Fahrrad sitzend von hinten angefahren, wobei er schwere Kopfverletzungen erlitt.

27.02.1936

Nachrichten des Standesamtes Dyrotz-Wustermark.

25.03.1936

Große Wahlkundgebung in Dyrotz.

22.05.1936

Schlecht besuchte Mitgliederversammlung der Deutschen Arbeitsfront. Thema des Abends war die NSG "Kraft durch Freude".

20.01.1937

Tag der Polizei

03.02.1937

Ein "Kraft-durch-Freude"-Abend für alle Volksgenossen wird von der Deutschen Arbeitsfront (DAF) veranstaltet.

22.02.1937

Horst Wessel Gedenkfeier im Alten Krug.

15.03.1937

Die Wettkampfgruppe Nährstand der deutschen Landjugend führte im "Alten Krug" in Dyrotz einen Reichsberufswettkampf für die männliche Jugend durch.

02.04.1937

Standesamtsnachrichten des Standesamtsbezirks Dyrotz.

14.05.1937

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr machten mit ihren Frauen einen Ausflug.

27.12.1937

Sonnenwendfeier der Wustermarker und Dyrotzer Jugend.

1938

In der Liste der Naturdenkmale im Kreis Osthavelland sind die Dyrotzer Maulbeerbäume verzeichnet.

05.04.1938

Großkundgebung mit Parteimitglied (Pg.) Dr. Fasolt.

21.06.1938

Sonnenwendfeier.

11.11.1938

Gedenkfeier der NSDAP zum 09. November in der Gaststätte Bruhns.

17.07.1940

Die Geschichte des "Schlösschen" in Dyrotz.

19.08.1940

Rekruten aus dem Havelland grüßen ihre Heimat.

26.08.1940

Zum 37. Mal wurde das Radrennen "Rund um Berlin" veranstaltet.

05.04.1941

Unsere SA war dabei.

05.04.1941

Feier der Verpflichtung der zu überweisenden Pimpfe und Jungmädel in die Hitlerjugend.

17.04.1941

Müllermeister Heinrich Leib feiert seinen 80ten Geburtstag am liebsten in der Windmühle in Berge. Seit über sechs Jahrzehnten ist er schon Müller im Havelland und war vorher in den Mühlen in Lietzow und Dyrotz tätig. Trotz seines hohen Alters übt er immer noch seinen Beruf aus.

13.12.1943

Otto Mainz bekommt als Nachfolger von Andrzejewski eine Vollschankerlaubnis für die Schankwirtschaft in der Dorfstraße 4.

09.01.1944

Wilddiebe in Dyrotz-Luch gefasst und vor ein Sondergericht gestelllt.

1945

Erste Etappe der Enteignung.

29.10.1946

Bei der Volks- und Berufszählung wird für Dyrotz eine Wohnbevölkerung von 942 Personen ermittelt.

1947

Enteignung von 435 ha Land. 413 ha werden auf 198 Eigentümer aufgeteilt. Es sind 29 landlose Bauern und Landarbeiter, 2 landarme Bauern, 15 Umsiedler und 152 nichtlandwirtschaftliche Arbeiter und Angestellte.

12.12.1947

Die Neubauern Gustav Nickel senior und junior aus Dyrotz erhielten je drei Monate Gefängnis wegen verschuldeter Nicht-erfüllung des Getreidesolls. Aus dem gleichen Grunde wurde der Neubauer Max Utecht aus Dyrotz zu einer Gefängnisstrafe von einem Monat verurteilt.

11.06.1948

Das Abgabesoll für Dyrotz an Kaninchenfellen ist auf 1500 Stk. und an Zickelfellen auf 28 Stk. für das Jahr 1948 festgesetzt worden.

1948-1952

Arbeiten zur Entwässerung des Dyrotzer Luches werden ausgeführt.

15.06.1951

Bürgermeister Fenz würdigt die Verdienste des Lehrers Ripka, der maßgeblich an dem Neuaufbau der Schule beteiligt war. Die Zentralschule wird heute von den Kindern der Orte Dyrotz, Hoppenrade, Wernitz, Wustermark und Zeestow besucht.

22.06.1951

Die Gemeinde Dyrotz wies 1945 einen Bestand von 39 Schweinen, 61 Rindern und 64 Pferden auf. Bis 1951 erhöhte sich die Zahl der Schweine auf 389, bei Rindern auf 321, bei Pferden auf 91.

28.06.1951

Empfehlung an die Bevölkerung, Schutt und andere Abfälle nicht am Straßenrand der Berlin-Hamburger Chaussee abzuladen. Dicht daneben ist eine Geröllhalde, die durch das Entnehmen von Bausand entstanden ist. Mit wenig Mühe kann man den Müll einige Meter weiter zur Auffüllung der Sandkuhle transportieren.

05.09.1951

Weil man ihr versprochen hatte, daß sie eine Wohnung bekom-men sollte, zog die Familie Steffen nach Dyrotz. Bei ihrer Ankunft wurde ihnen aber mitgeteilt, daß keine Wohnung frei sei, und sie müßte sich mit einer Unterkunft beim Bauern Köppe begnügen. Nach sieben Wochen nahm sich die Gewerkschaft Land und Forst des Falles an und nach Rücksprache mit dem Bürgermeister wurde die schon vier Wochen leerstehende Wohnung instand gesetzt. In diesen Tagen kann die Familie Steffen ihr neues Heim beziehen.

07.03.1952

Die VdgB (Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe) (BHG = Bäuerliche Handelsgenossenschaft) Dyrotz hat mit dem Bahnhof Wustermark-Ort einen Freundschaftsvertrag abgeschlossen. Die gegenseitige Hilfe sowie Zusammenarbeit bei der Demokratisierung des Dorfes und die Kulturarbeit bilden den Inhalt dieses Vertrages. Beide Partner sind sich darüber einig, daß dieser Vertrag ein Beitrag zur Einheit Deutschlands und zur Erhaltung des Friedens bedeutet.

30.03.1952

Der Mitschurinzirkel tagte kürzlich im Kulturraum Wustermark. Herr Schäfer behandelte das Thema "Kunst- und Naturdung".

08.04.1952

Die VdgB (BHG) erhielt jetzt vom Landesverband Potsdam für ihre Bauernstube einen Radioapparat und ein komplettes Tischtennis. Obwohl beide Gegenstände erst vor kurzem aufgestellt wurden, werden sie von der Jugend bereits eifrig benutzt. Alle Werktätigen sollten von dieser Einrichtung nach getaner Arbeit Gebrauch machen. Tischtennisspiel, bei Radiomusik ist Erholung und gibt Kraft zu neuen Taten.

21.04.1952

Im Kulturraum der Bürgermeisterei Wustermark fand eine kombinierte Blocksitzung der Gemeinden Wustermark und Dyrotz mit der Kanalbauleitung statt. Hier wurde beschlossen, daß alle Werktätigen dieser beiden Gemeinden mit den Werktätigen des Kanalbaues den Demonstrationszug zum 1. Mai gemeinsam durchführen.

29.05.1952

Ermahnung an die Dyrotzer Verwaltung.

20.06.1952

Die Heimatzeitung verteilt Lob und Tadel an die Dyrotzer Bauern.

29.06.1952

Dem Bauern Otto Benz wurde jetzt zum zweiten Male innerhalb von zwei Jahren eine Pumpe mit insgesamt neun Meter Rohr und einem Filter aus der Koppel gestohlen.
Hieraus ersieht man wieder, wie ungeheuer wichtig es ist, wachsam zu sein.

04.08.1952

Wieder verteilt die Heimatzeitung Lob, Tadel und Empfehlungen an die Dyrotzer Bauern.

1957

Die Gemeinde hat eine Einwohnerzahl von 664 (220 Männer, 290 Frauen und 122 Kinder). 208 Umsiedler hat der Ort aufgenommen. Es gibt eine LPG sowie 36 landwirtschaftliche Betriebe mit einer Größe zwischen einem Hektar bis über 20 Hektar. Als größter Produktionsbetrieb im Dorf gilt die Konsum-Fleischerei. Daneben gibt es noch je einen Schmied, Stellmacher, Schneider und Uhrmacher sowie zwei private Lebens-mittelgeschäfte und eine Bäckerei.

1958

Eingemeindung nach Wustermark

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