Der Ortsname Wernitz leitet sich höchstwahrscheinlich ab von dem Begriff „Varnica“, was soviel bedeutet wie „Ort, wo es Raben und
Krähen gibt“. Zugrunde gelegt sind dabei die Wörter „Varn“ = „Rabe“ und „Varna“ = „Krähe“. Möglich ist auch, daß der Ortsname
abstammt von „Varnici“. Das heißt „Leute des Varn“ und wird in der Regel mit einem entsprechenden Zunamen ergänzt. Die jetzige
Schreibweise ist damit zu erklären, daß das „e“ in der ersten Silbe dem Umlaut von „a“ im Deutschen entspricht.
Diese Erläuterungen sind entnommen aus dem Brandenburgischen Namensbuch, Teil 4: Die Ortsnamen des Havellandes von Reinhard
E. Fischer.
In einem alten Zeitungsausschnitt, der sich in einer Akte mit Sammlungen zur Geschichte der Mark im Preußischen Geheimen Staatsarchiv
befindet, wird die Herkunft des Ortsnamens Wernitz anders erläutert. Danach sind Endungen wie „-witz“, „-itz“ oder „-nitz“ in
der slawischen Sprache üblich und entsprechen im Deutschen etwa „-ingen“ oder „-lingen“. Während die slawische Endung meist von
örtlichkeiten abgeleitet ist, bezieht man sich bei der deutschen Form hauptsächlich auf Personennamen.
1000–1200 |
In dieser spätslawischen Zeit gibt es bereits im
Gebiet des heutigen Ortes Wernitz einen Burgwall
mit Siedlung. |
06.06.1373 |
Ersterwähnung des Dorfes in einer Urkunde: Markgraf Otto belehnt Heinze Stertzinger mit Hebungen in Wernitz, Groß Behnitz und
Schwanebeck. Diese beinhalten für das Dorf Wernitz sieben Hufen Acker, das oberste und niederste Gericht sowie eine freie Schäferei. |
1375 |
Nach dem Landbuch Kaiser Karl IV. umfaßt Wernitz 31 Hufen. Eine davon besitzt die Pfarre, sieben sind Ritterhufe, die zum Stertzinger Hof
gehören. Dieser Besitzer muß auch Vasallendienste leisten. |
1402 |
In der wüsten luxemburgischen Zeit kam es in diesem Jahr bei Wernitz zu einer blutigen Entscheidung zwischen
den Magdeburgern und Märkern. Über das Treffen wird berichtet:
 |
1412 |
Es gibt Hinweise auf Besitztümer der von Bardeleben in Wernitz. |
28.03.1427 |
Markgraf Johann veräußert wiederkäuflich Getreidepächte verschiedener Wernitzer Ortsansässiger an den Spandauer Bürger Peter
Michil. |
29.09.1430 |
Markgraf Johann verpfändet mehrere Hebungen in Wernitz an den Spandauer Jacob Liefeld. Genannt werden unter anderem neun Mandel Groschen mit
allen Freiheiten und Gerechtigkeiten. |
24.02.1431 |
Jacob Liefeld, Spandauer Bürger, erwirbt wiederkäuflich Hebungen und Rechte in Wernitz von Markgraf Johann. Aufgeführt sind
beispielsweise Getreideabgaben. |
1441 |
Die Lehnsregistratur weist aus, daß Sigmund Knoblauch das Dorf Wernitz mit allen Rechten empfangen hat. Ausgenommen sind davon aber
unter anderem sieben Hufen der von Bardeleben und einige Abgaben, die Hans Mewes gehören. Diese Besitztümer werden 1442 und 1445 in den
Aufzeichnungen wiederholt. |
1443 |
Das Kloster erhält auf dem Berge zu Brandenburg vom Kurfürsten einige Güter für ein gesichertes Einkommen übereignet. Unter anderem werden
dem Stift das oberste und niederste Gericht in Wernitz zugesprochen. Außerdem stehen dem Kloster Abgaben und Rechte von 18 Hufen aus dem
Besitz des Getreuen Segemunde von Knobelouch und von weiteren fünf Hufen im Dorf zu. |
1450 |
Das Schoßregister verzeichnet, daß Knobeloch mit Wernitz belehnt ist. Die Feldmark umfaßt 31 Hufen, wovon u. a. der Pfarrer zwei und die
Bardeleben sieben haben. Andere Ortsbewohner haben Abgaben zu leisten, z.B. Getreideanteile und Hühner., daß Knobeloch mit
Wernitz belehnt ist. Die Feldmark umfaßt 31 Hufen, wovon u. a. der Pfarrer zwei und die Bardeleben sieben haben. Andere Ortsbewohner
haben Abgaben zu leisten, z.B. Getreideanteile und Hühner. |
01.04.1455 |
Kurfürst Friedrich übereignet dem Kloster auf dem Berge vor der Altstadt Brandenburg Besitzungen zu Wernitz. Es handelt sich dabei um jährliche Zinsen
aus dem Landbesitz verschiedener Eigentümer. |
1541 |
Im Bestandsverzeichnis über die bestehenden Pfarren ist Wernitz als Filiale von Zeestow ausgewiesen. Der Probst auf dem Berge vor
Brandenburg wird als Patron für die Wernitzer Kirche genannt. |
25.01.1549 |
Kurfürst Joachim überschreibt das Kloster auf dem Berge zu Brandenburg an Anthonius von Warberg. Diese übereignung betrifft auch das Dorf Wernitz. |
Um 1550 |
Das Prämonstratenserstift St. Marien hat auf dem Harlunger Berge bei Brandenburger das Patronat über die Wernitzer Kirche inne. |
1552 |
Die Einwohner von Wernitz haben u.a. Holzzins und Getreidepacht an das Amt Spandau zu entrichten. |
20.01.1555 |
Kurfürst Joachim läßt die erste Verleihungsurkunde über Besitzungen in Wernitz für Joachim von Bredow zu Bredow ausstellen. Dem kurfürstlichen
Rat und seinen männlichen Nachkommen werden unter anderem das Dorf mit allen Hüfner- und Kossäthenhöfen, sowie das oberste und niederste
Gericht zugesprochen. Der Bredow erhält außerdem aus dem Dorf Rauchhühner und den Fleischzehnt. Von den auf der Gemarkung Wernitz
gelegenen Gewässern stehen ihm die Fischerei und die Enten zu. Zuvor gehörte Wernitz dem Kloster zu Marienberge bei Brandenburg. |
1580 |
Teilung des Bredowschen Besitzes in Wernitz innerhalb der Familie. Je ein Drittel fällt an Joachim II. auf Bredow, Georg auf Markee und Heinrich auf
Roskow. Damit beginnt für Jahrhunderte eine Vererbung an die verschiedenen Bredowschen Familienzweige. Meistens wird es für Wernitz
mehrere Eigentümer aus diesem verzweigten märkischen Adelsgeschlechts geben. |
1618–1648 |
30jähriger Krieg |
1624 |
Aus dem mittelmärkischen Schoßkataster für Wernitz sind überliefert: Zum Dorf gehören 37 Bauernhufen, darunter vier auf der Feldmark
Schlabrendorf. Es gibt zehn Bauern- und zwei Kossäthenstellen, außerdem ein ½ Paar Hausleute. Angegeben sind noch ein Hirte, ein Hirtenknecht
und eine Schmiede. Zwei Hufen von den 37 besitzt die Pfarre. |
1629 |
Die kaiserlichen Truppen fallen im Havelland ein. In Wernitz schlagen die Soldaten bei den Leuten, die nichts geben können, alles entzwei. Man nimmt
den Einheimischen auch die Pferde weg. |
1635 |
Eröffnung einer täglichen Botenpost von Tangermünde nach Spandau. Der Kurs führt von Rathenow kommend unter anderem auch über
Wernitz und Wustermark. |
1663 |
Karte der Mittelmark von Jeannes Blaeu (erschienen im Atlas Mayor, Amsterdam 1663).
 |
1671 |
In der Hufentabelle für das Havelland sind für Wernitz angegeben: zehn Bauern, 37 Bauernhufen und zwei Kossäthen. |
Nach 1695 |
Das Güterverzeichnis Otto Ludwig von Bredows vermerkt unter anderem folgende Besitztümer in Wernitz:
1. Aus dem Erbe seines Vaters – drei bewohnte Pflugdienste in Wernitz nebst Unter- und Obergericht auf dem Lande der Mewes, außerdem
auf Buntebarts Hof ein Wispel und 17 Scheffel Roggen, ein Wispel und 12 Scheffel Gerste sowie acht Scheffel Hafer nebst Gerechtigkeiten wie sie in
den Lehnsbriefen festgesetzt sind. 1/3 von zwei kleinen Kossäthenhöfen gehören ihm und es stehen ihm 6 Taler und 2 Gulden Geldzinsen aus Unter-,
Ober- und Straßengerichten in Bredow und Wernitz zu. An Naturalabgaben sind genannt 100 Hühner von den Untertanen in Bredow und Wernitz sowie
von dort der Fleischzehnt. Die Bierwirte in Bredow und Wernitz müssen jeder 1 Pfund Pfeffer und 12 Gulden Geld abgeben. Der Bredow verfügt auch
über die Jagdhoheit zu Wasser und zu Lande.
2. Aus dem Erbe seines Vetters in Markee – das ganze Dorf Wernitz mit allen Gerechtigkeiten, drei Bauernhöfe und wiederum 1/3 von zwei kleinen
Kossäthenhöfen. Dazu kommen noch Geldzahlungen von verschiedenen Ortsansässigen sowie Naturalabgaben wie Hühner und Gänse. Es
stehen ihm Beträge aus den Gerichten und die Jagdhoheit zu, wie schon aus dem Erbteil seines Vaters. |
1713 |
Der von Bredow auf Markau und Bredow besitzt Wernitz. Im Dorf ist ein Handwerker, nämlich ein Schneider, ansässig. |
Um 1750 |
In Wernitz stehen 9 Maulbeerbäume, die für die Seidenzucht gebraucht werden. Das geht aus einer Aufstellung zu den einzelnen Dörfern hervor. |
1775 |
In einer Ortschaftsübersicht wird Wernitz als adeliger Ort geführt. |
1778 |
Karte des Havelländischen Kreises (Urheber Oesfeld) aus dem Jahre 1778 mit allen relevanten Orten.
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1779 |
Wernitz hat 137 Einwohner. |
1783 |
Eine Tabelle des Havelländischen Kreises weist für Wernitz 17 Schock Eier aus, die nach Berlin und Potsdam geliefert wurden. 1782 waren es noch 16
Schock und 4 Mandeln. Es gibt also eine Steigerung um eine Mandel. |
20.07.1785 |
Hagelschlag ruiniert einen Teil der Getreideernte. |
1787 |
Eine Tabelle weist für Wernitz 20 Maulbeerbäume auf dem Kirchhof aus. Diese werden von dem Küster gepflegt und genutzt. Dafür fallen Kosten in
Höhe von einem Taler und 12 Silbergroschen an. |
1795 |
Der Ortsprediger stellt an das Amt Spandau den Antrag auf Besichtigung des schadhaften Kirchturms. Im August wird dann die Reparatur in
Auftrag gegeben. Die ermittelten Kosten von 183 Reichstalern, 20 Groschen und 10 Pfennigen sollen in drei Raten zu 100 Reichstalern, 50 Reichstalern
sowie 33 Reichstaler, 20 Groschen und 10 Pfennigen gezahlt werden. Für jede Woche Verzug bei der Fertigstellung des Kirchturms müssen 5
Reichstaler Strafe gezahlt werden. |
1796 |
Eine Zählung ergibt, daß in Wernitz 5 Maulbeerbäume auf Gemeindeland und 11 auf dem Kirchhof stehen. |
1800 |
In Wernitz gibt es 14 Hofstellen; zwei mehr als 1624. |
1804 |
Eine statistisch-topographische Beschreibung der Mark Brandenburg erscheint. Für Wernitz ist darin notiert, daß es ein Dorf mit zwei Gütern ist.
Im Ort gibt es zehn Ganzbauern, vier Kossäthen, zwei Einlieger, eine Schmiede und einen Krug. Insgesamt leben in der Ortschaft 181 Menschen.
Gezählt werden 17 Feuerstellen. Die Gemarkung umfaßt 34 Hufen. Besitzer von Wernitz sind der Bredow zu Bredow und der Bredow zu Markau. Die
Kirche als Filiale von Zeestow gehört zur Kircheninspektion Nauen. |
1810 |
Wernitz hat 151 Einwohner. Es werden 69 männliche und 66 weibliche Personen ermittelt. Als Kinder ausgewiesen sind 13 Söhne und 14 Töchter.
Angeben werden auch 25 Knechte und 17 Mägde. |
16.03.1810 |
Schulze Dansmann erstellt einen Zustandsbericht über Brücken in Wernitz: 1. In der Rathenower Straße führt über den Feldgraben eine
Massivbau-Brücke, die der Gemeinde gehört und von dieser instandgehalten wird. Deren Zustand ist gut, es besteht kein Materialbedarf. Die Brücke hat
eine Länge von 6 Fuß und eine Breite von 1 Ruthe und 3 Fuß. 2. Auf dem Weg nach Zeestow befindet sich eine Holzbrücke, die ebenfalls im
Gemeindebesitz ist. Eine Reparatur ist nicht notwendig. Die Brücke ist ebenfalls 6 Fuß lang und 1 Ruthe und 3 Fuß breit. 3. Eine Holzbrücke führt
über den Bredowschen Graben. Die überführung zählt zu 1/3 zu Wernitz und 2/3 zu Zeestow und Brieselang. Die drei Gemeinden halten das
Bauwerk gemeinsam instand. Die Länge beträgt 8 Fuß und die Breite 1 Ruthe und 8 Fuß. |
1812 |
Erneut findet sich ein Hinweis auf die Bepflanzung des Kirchhofes mit Maulbeerbäumen. Schulze Dansmann nutzt die Bäume. |
1819 |
Eine Kirchenreparatur ist notwendig, die insgesamt 60 Reichstaler, 19 Silbergroschen und 1 Pfennig kostet. |
1820 |
Eine Gewerbetabelle für Wernitz verzeichnet als ortsansässig einen Schneidermeister und einen Schmied. Es gibt im Ort eine ölmühle und eine
ölpresse. Es befindet sich im Dorf auch ein Webstuhl für Leinen. Vermerkt sind noch ein Krug mit Ausspannung sowie ein Schankwirt. Außerdem
werden 26 Knechte und 23 Mägde gezählt. |
1823 |
Die Wernitzer Kirche gehört zur Diözese Nauen als Filiale der Mutterkirche in Zeestow. Das Patronat für Wernitz liegt bei Seiner Majestät, dem König. |
1831 |
Aus dem Wernitzer Kirchenbesitz müssen mehrere Morgen Land zum Bau der von Spandau nach Nauen führenden Straße abgetreten werden. Die
Entschädigungssumme wird von der Königlichen Regierung des Innern übernommen und beträgt insgesamt 1236 Reichstaler, 11 Silbergroschen und
7 Pfennige. Wie aus Mahnungen des Predigers
hervorgeht, bleibt die Zahlung längere Zeit aus. |
1834 |
Im Januar wird ein Kircheneinbruch und -diebstahl aus Wernitz gemeldet. Der Tat dringend verdächtig ist ein Dienstknecht. |
1841 |
Bei der Kirchenvisitation wird als Kircheninventar beispielsweise eine Bibel und ein Kreuz auf dem Altar genannt. Erwähnt ist auch, daß bei dem
früheren Einbruch in die Kirche die Figur des Gekreuzigten abgerissen wurde. |
1847 |
In Wernitz zählt man 200 Seelen und 26 Häuser.
Im Ort wird das erste Schulgebäude errichtet und der erste ausgebildete Lehrer eingestellt. Bis zu diesem Zeitpunkt unterrichteten meist Handwerker
die Kinder nebenamtlich. Zuletzt tat das der Schneidermeister Deter. |
21.05.1849 |
Mitteilung des Königlichen Landratamtes an die Ortschaften im Osthavelland über die Vergütung für die
Einquartierung der Soldaten der Preusischen Armee. Die Servicevergütung beträgt 50 Thlr. 21 Sgr. 1 Pf..
 |
Juli 1849 |
Wernitz hat 198 Einwohner. |
07-08.07.1849 |
Ein Feuer zerstört in der Nacht mehr als die Hälfte des Dorfes. Alle vom Brand Betroffenen können wenig
oder nichts von ihrer Habe retten. Auch die Kirche brennt ab.
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31.10.1849 |
Der Prediger zu Zeestow und Wernitz, J. Dracke, reicht zusammen mit anderen Geistlichen eine Petition
an die "Hohe Zweite Kammer zu Berlin" ein mit der Bitte, die Verfassung hinsichtlich der Ungleichstellung der Wertigkeit der
Eheschliesung zu ändern, wonach eine kirchliche Trauung nur nach Vollziehung des Civilaktes stattfinden darf.
"Wir bitten, die Hohe Zweite Kammer wolle dem § 16 folgende Fassung geben:
Die bürgerliche Gültigkeit der Ehe wird entweder durch die kirchliche Trauung oder durch den Civilact bedingt". |
07.12.1849 |
Danksagung an die Spender der Liebesgaben für die Abgebrannten im Juli.
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1850 |
Das Dorf bekommt ein neues Spritzenhaus. Der Etat des Baufonds des geistlichen Patronats weist für Wernitz einen Stall- und Brunnenbau aus.
Es wird angemerkt, daß der Lehrer die Wirtschaftsgebäude nicht länger entbehren kann. Als Patronatsanteil wird ein Betrag von 135 Talern,
13 Groschen und 9 Pfennigen ausgewiesen. Holz wird im Wert von 61 Talern, 21 Groschen und 1 Pfennig benötigt. |
Ab 1850 |
Bemühungen um den Wiederaufbau der Kirche. |
01.06.1850 |
Einteilung der Distrikte für die Feuer-Lösch-Kommissare.
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24.07.1850 |
Der Pfarrer des Ortes Fahrland bedankt sich für die Spenden von Wernitzer Bürgern für ein Opfer eines Blitzeinschlages.
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05.10.1850 |
Dorfschulze Dansmann wird Mitglied der Kreiskommission zur Einführung der Gemeindeordnung.
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18.01.1851 |
Im Osthavelländischen Kreisblatt Nr. 6, amtlicher "Theil", wird Wuster-mark ermahnt, ihre Rückstände an Landwehr-Übungsgeldern
aus dem Jahre 1850 an die Kreiskasse abzuführen.
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25.01.1851 |
Osthavelländisches Kreisblatt Nr. 9, amtlicher "Theil": Anweisung des Kriegsministeriums, "Oeconomie-Department",
an die ostha-velländischen Ortsbehörden, den "Remonte-Pferden" auf langen Märschen genügend Futter zukommen zu lassen.
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12.03.1851 |
Der Kreisschulze Dansmann (Dyrotz) hat seinen Posten aufge-geben, ein Nachfolger soll gewählt werden.
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1851 |
Ein Finanzierungsbedarf von 5479 Reichstalern, 9 Silbergroschen und 4 Pfennigen für Arbeiten und Material zum Wiederaufbau der
Kirche wird ermittelt. |
22.05.1852 |
Im Osthavelländischen Kreisblatt erscheint eine Bekanntmachung des Landrates: „Der Mühlenmeister Krüger zu Wernitz hat seine vor
dem von der Berlin-Hamburger Chaussee nach dem Dorfe Wernitz führenden Wege belegene erdholländische Windmühle abgebrochen und auf
demselben Platze eine Bockwindmühle mit zwei Mahlgängen errichtet. Da, wie ein Schriftwechsel belegt, die Mühle ohne Genehmigung errichtet
wurde, belegt die Königliche Regierung den Besitzer mit einer Geldbuße von 30 RM. |
1853 bis 1856 |
Bereitstellung von Mitteln aus dem Etat der Regierung Potsdam für die Errichtung einer neuen Kirche. Für 1853 und 1854 stehen je 2000
Reichstaler zur Verfügung. 1856 wird ein Restbetrag von 300 Reichstaler gezahlt, die Gesamtfördersumme beläuft sich auf 4300
Reichstaler. |
Ab 1854 |
Der Wiederaufbau der Kirche beginnt am alten Standort. Die Steine von dem abgebrannten Bau werden für das Fundament verwendet. Im
November 1854 bittet der Wernitzer Kirchenvorstand die Königliche Regierung um Anschaffung von Altar und Taufstein, da noch die
Innenausstattung für den fast fertigen Kirchenneubau fehlt. |
1856 |
Die Kostenabrechnung weist für die Errichtung der Kirche eine Summe von 4833 Reichstalern, 2 Silbergroschen und 9 Pfennigen aus.
Eberhard Alexander von Bredow überläßt auf Bredow seine 2/3 Anteile an Wernitz dem Besitzer von Markau, Wilhelm Christian Christoph von
Bredow. Im Tausch tritt dieser dafür seinen Forstanteil ab. So gelangt Wernitz wieder in die Hände eines Bredowschen Eigentümers. |
1857 |
Es gibt erste Schreiben zu Baumängeln an der gerade fertiggestellten Kirche. Die Dielung im Fußboden ist fehlerhaft. |
1859 |
In einem gutachterlichen Bericht wird festgestellt, daß sich der Schaden in der östlichen Hälfte des Gotteshauses befindet, dort wo unter dem
Fußboden die Steine der alten Kirche verwendet wurden. |
1861 |
Die Ortschaftsstatistik für Wernitz weist folgende Daten aus: In der Landgemeinde leben 212 Menschen und es bestehen 31 Ehen. Es gibt fünf
öffentliche, 64 gewerbliche und wirtschaftliche sowie 22 Wohngebäude. Im Dorf werden fünf Gehöfte bewirtschaftet. Die landwirtschaftliche
Fläche ist angegeben mit 18 Morgen Gartenland, 1380 Morgen Acker, 214 Morgen Wiese, 42 Morgen Wald sowie 179 Morgen Weide, Torf und
anderes. Polizeilich ist der Ort dem Gut Markau zugeordnet. Das Kirchenpatronat hat der Fiskus. |
1862 |
Eine Kreisübersicht für Wernitz weist rund 1857 Morgen Fläche aus, die einen Reinertrag von etwa 9726 Talern erbringt. Das bedeutet im Durchschnitt
50 Silbergroschen pro Morgen. |
1867 |
Im Nachweis über den Seidenbau für Wernitz wird der Schulzengutsbesitzer Stegmann aufgeführt. |
01.12.1871 |
Allgemeine Volkszählung in den Gemeinden und Gutsbezirken der Provinz Brandenburg. In der Landgemeinde Wernitz ergibt die Erhebung: Der
Ort besteht aus einem Wohnplatz mit 21 Wohngebäuden. Die ortsanwesende Bevölkerung zählt 199 (97 männliche und 102 weibliche)
Personen, von denen 59 auch im Dorf geboren sind. Die Einwohner leben in 33 Familienhaushalten. Alle bekennen sich zur evangelischen Religion. 198
haben die preußische Staatsangehörigkeit, nur einer ist Nicht-Preuße. 46 Menschen sind unter 10 Jahre
alt. Bei den anderen wird als Schulbildung ermittelt: 143 können lesen und schreiben, acht sind Analphabeten und von zwei fehlen Angaben. Unter
der Rubrik persönliche Gebrechen Einzelner ist ein Taubstummer aufgeführt. Als ortsabwesend wird eine Person erfaßt. |
1873/75 |
Bildung von Amtsbezirken. Wernitz wird mit Bredow, Markau, Markee und Zeestow dem Amtsbezirk Bredow zugeordnet. |
1876 |
Der Potsdamer Orgelbaumeister Gesell wird mit dem Orgelbau für die Wernitzer Kirche beauftragt. Wie im Zuge für den Neubau der Kirche 1852
zugesagt, übernimmt die Regierung Potsdam 50% der Kosten. Der Zuschuß beträgt 933 RM. Insgesamt kostet die Orgel 1833 RM, davon
entfallen 622 RM auf die benötigten Materialien und 1244 RM auf Arbeitslöhne. |
1886 |
Folgende Berufe sind in der Einwohnerschaft Wernitz vertreten:
 |
27.08.1892 |
Liste mit Gemeinde-Vorsteher, Schöffen und stellvertretenden Schöffen.
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02.10.1894 |
Ein bedeutender Fund ganz alter Gold-und Silbermünzen ist hinter dem Chausseehause von Wernitz von dort beschäftigten Erdarbeitern in einer Urne gefunden worden.
Das Gold ist in einem kleinen Leinwandsläppchen eingewickelt und hat einen Wert von ca. 145 M.,
die Silbermünzen einen solchen von über 300 M. Sie stammen aus dem 16. und 17. Jahrhundert und sind sehr gut in der Prägung erhalten.
Der Fund ist an die Chaussee-Bauverwaltung abgeliefert worden. |
1894 |
Für Wernitz sind verzeichnet: Ein Gutsbesitzer mit einer Fläche von 117 ha, sechs Bauerngutbesitzer (Flächen zwischen 37 und 63 ha), ein Kossäth und
Gastwirt (22 ha), zwei Kossäthen mit je 20 ha und ein Büdner mit 6 ha Land sowie ein Lehrer. |
1895 |
Im Gemeindelexikon wird der Flächeninhalt der Landgemeinde mit 525,8 Hektar beziffert. Es gibt einen Wohnplatz mit 23 Wohnhäusern. Die 222
(116 männliche und 106 weibliche) Einwohner leben in 40 Familien- und einem Einzelhaushalt. 218 Personen sind evangelisch und vier katholisch.
Wernitz ist dem Amtsbezirk Bredow zugeordnet. |
1897 |
Das alphabetische Ortsverzeichnis für den Regierungsbezirk Potsdam enthält für Wernitz folgende Angaben: die Landgemeinde zählt zum Amtsbezirk
Bredow, es gibt eine Schule und postalisch gehört das Dorf zu Wustermark. Wernitz ist Tochterkirche von Zeestow. |
18.03.1898 |
Ein ordentlicher Müllergeselle erhält dauernde Arbeit beim Mühlenbesitzer J. Mahnkopf in Wernitz. |
12.05.1898 |
Tuchschieben in Wernitz.
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1898 |
Reichstagswahlen: Wernitz gehört zum Wahlkreis Potsdam – Spandau – Osthavelland. Bei der Hauptwahl am 16. Juni entfallen auf den
Kandidaten der Konservativen, Pauli, 29 und auf den der Sozialdemokraten, Schroer, 9 Stimmen. Die Stichwahl am 24.6. entscheidet Pauli mit 35 zu 5
Stimmen für sich. |
1899 |
Wernitz hat bei 222 Einwohnern eine Gastwirtschaft. |
05.01.1899 |
Verlustanzeige im Kreisblatt:
Auf dem Wege von Wernitz nach Charlottenburg sind folgende Papiere des Carl Berlin verloren gegangen:
Quittungskarte Nr. 7, Bescheinigung der Aufrechnung von Karte Nr. 6, Gesindebuch desselben, Krankenbuch, Abmeldeschein.
Der ehrliche Finder wird ersucht, obige Papiere an den Bahnwärter Berlin zu Wernitz abzugeben.
Bredow, den 3. Januar 1899
Der Amtsvorsteher. |
24.03.1899 |
Wegen des Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche unter dem Rindvieh des Vorwerks Niederhof bei Wernitz
verbietet der Landrath die Ausführung von Rindvieh, Schafen und Schweinen aus dem Gebiet des Vorwerks und aus der Ortschaft und
Feldmark Wernitz. |
09.08.1899 |
Todesanzeige Luise Gericke aus Niederhof.
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10.05.1900 |
Eigentümer eines Gefährtes mit Pferd gesucht.
 |
31.01.1903 |
Das tote und lebende Wirtschaftsinventar eines Kossätenhofes wird versteigert.
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11.08.1903 |
(Schweizer unter sich.)
Gelegentlich einer Geburtstagsfeier, die mehrere dieser milch-zapfenden Jünglinge am Sonnabend in Wernitz abhielten, spielten
sich zum Schluß, nachdem alle des Alkohols voll, recht erbauliche Scenen ab. Vom Wortwechsel ging es zum offenen Gefecht über.
Das unter dieser Zunft übliche Messer wurde gezogen und sogar Schüsse aus Revolvern gewechselt. Das Dazwischentreten des Gendarmen
machte der fröhlichen Feier ein Ende. |
05.11.1903 |
Auf einer Gemeindesitzung wird beschlossen, dass die Kirche einen Turm bekommen soll.
 |
1903 |
Bei den Reichstagswahlen im sogenannten „Kaiserwahlkreis“ stellen die Sozialdemokraten erstmals Karl Liebknecht auf. Bei der Hauptwahl
erhält der Sozialdemokrat in Wernitz 15 Stimmen, der Konservative Pauli kommt auf 27 und Kruse von der freisinnigen Partei auf 3 Stimmen. Bei der
Stichwahl liegt Pauli mit 26 zu 19 Stimmen vor Liebknecht. Pauli erhält auch im gesamten Wahlkreis die meisten Stimmen und wird damit
Reichstagsabgeordneter. |
30.06.1904 |
Der Kirchturmbau kommt nunmehr zur Ausführung.
 |
01.08.1905 |
Seine Majestät der Kaiser und König haben Allergnädigst geruht, dem Knecht Friedrich Schmidt in Wernitz
in Anerkennung 42jähriger treuer Dienste im Hause des Bauergutsbesitzers Theodor Krause in Wernitz das Allgemeine Ehrenzeichen
zu verleihen. |
17.02.1906 |
In Wernitz leben 120 männlichen und 106 weiblichen Geschlechts. |
25.08.1906 |
Die beabsichtigte Belegung Wustermarks durch Truppen des Gardekorps auf dem Marsche zum bezw. aus dem
Manöver-gelände wird mit einer Belegungsstärke von 4 Offizieren, 89 Mannschaften und 62 Pferden sein. |
22.12.1906 |
In der Nacht wurde ein dem Gutspächter Gericke in Niederhof gehöriges Reitpferde von einem Schnellzuge
erfasst und zermalmt. Das Pferd hatte sich im Stalle losgerissen und irrte herrenlos herum, bis es auf den Bahnkörper geriet und
getötet wurde. Der Zug mußte zum Stehen gebracht und die Maschine erst von dem Pferdekadaver befreit werden, ehe die Weiterfahrt
erfolgen konnte. |
1907 |
Bei der Reichstagswahl entfallen in Wernitz von 47 gültigen Stimmen 8 auf den Sozialdemokraten, 29 auf den Konservativen, 7 auf den Liberalen und drei
auf den vom konservativen Beamtenbund. Bei der notwendigen Stichwahl werden 45 gültige Stimmen abgegeben, davon erhält der konservative Kandidat
34 und der sozialdemokratische Konkurrent 11. |
10.08.1907 |
Mit knapper Mühe ist eine Familie vor dem Überfahren einer Lokomotive gerettet worden.
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30.10.1907 |
Landwirt Kluchert verbietet das Mähen auf seiner Schuh-macherwiese.
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30.08.1908 |
Zwangsversteigerung eines Grundstückes der Ehefrau des Lumpenhändlers Joachim Schönberg.
 |
1908 |
Bei einer Erweiterung des Wernitzer Gotteshauses wird die Erneuerung des Kirchturms fertiggestellt. Die tatsächlichen Baukosten betragen
10.233,98 RM. Davon entfallen auf den Fiskus 3.132,82 RM, auf die Kirchengemeinde 3.303,76 und auf die Kirchenkasse 3.797,40 RM. |
1909 |
Wernitzer Ansichtskarte mit Kirche, Dorfstraße und Gasthof.
 |
1910 |
Das Straßenverzeichnis der Regierung Potsdam enthält zu Wernitz zwei Angaben: 1. Es führt eine Straßenverbindung von Wernitz
nach Etzin, die an der Berlin-Hamburger Chaussee beginnt und bis an die Straße Nauen – Ketzin reicht und eine Länge von 4120 aufweist.
2. Eine befestigte Trasse verläuft vom Ortsausgang Markee bis zum Vorwerk Neuhof, die 2900 m lang ist. |
15.01.1910 |
Gastwirt Liere lädt zum Tanzvergnügen.
 |
25.03.1910 |
Aufruf zur Gräberpflege in den Gemeinden Zeestow und Wernitz.
 |
29.05.1910 |
Gemeinschaftlicher Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung in der Gastwirtschaft Liere.
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1912 |
Der sozialdemokratische Kandidat Karl Liebknecht gewinnt erstmals den „Kaiserwahlkreis“. In Wernitz allerdings liegt in Haupt- und Stichwahl der
Konservative Kandidat mit 28 zu 11 bzw. 37 zu 10 Stimmen vorne. |
25.01.1913 |
Gastwirt Grunow lädt ein zum großen Bockbierfest.
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10.02.1913 |
Stall und Scheune durch Schadenfeuer in Asche gelegt.
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26.05.1913 |
Beiträge zur Deckung der Entschädigungen bei Rotz und Milzbrand für Pferde und Rindvieh.
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22.09.1913 |
Gewohnheitseinbrecher machen sich gerne auf dem platten Lande zu schaffen, indem sie die Anwesenheit der
Landleute auf dem Felde ausnutzen, um unbemerkt in die Häuser einzudringen. Bei den Besitzern Liere und Dieter wurden jetzt alkolische
Getränke wie Kognak und Wein gestohlen. Leider entkamen die Alkoholfreunde unerkannt.
|
31.12.1913 |
Die Gebietseinteilung der Ärzte richtet sich vorwiegend nach deren Wohnsitz. Danach ist Dr. Burau für die
Gemeinden Wustermark, Dyrotz, Hoppenrade, Priort und Wernitz zuständig.
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10.02.1914 |
Am 1 Januar d. Js. konnte der 64jährige, in Wernitz geborene Vorarbeiter Friedrich Jänicke auf eine 40jährige
Dienstzeit in der Familie W. Gericke zurückblicken. Aus diesem Anlaß ist ihm von Sr. Majestät dem König das Allgemeine Ehrenzeichen
verliehen worden.
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13.03.1914 |
Notlandung. Am Donnerstag nachmittag ging in der Nähe des Dorfes das Flugzeug "B.13.13" nieder und bohrte
sich in die Erde ein. Nach langen Bemühungen wurde es wieder in die richtige Lage gebracht.
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23.03.1914 |
Vom Zug überfahren in der Nähe des Wustermarker Bahnhofes.
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02.06.1914 |
Herrn Lehrer Sanne ist vom Evangel. Oberkirchenrat der Titel "Kantor" verliehen worden.
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20.06.1914 |
Bei dem Gemeindevorsteher Krause hierselbst haben Einbrecher Hühner und aus den Räucherkammern der Arbeiter
auf dem Vorwerk Niederhof Wurst und Schinken gestohlen.
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24.11.1914 |
Paul Krüger fand den Heldentod.
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11.01.1916 |
C. Gericke aus Niederhof hat Saathafer abzugeben. Außerdem sucht er einen älteren, verheirateten Ochsenfütterer.
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10.06.1916 |
Kriegsspende Deutscher Frauendank.
Frau Landrat von Hahnke bedankt sich für die treue Opfer-willigkeit der Osthavelländischen Frauen, die zu einem Sammelergebnis von 14.812,48 M.
geführt hat. In Wernitz wurden 67,65 M. gespendet.
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24.01.1917 |
Todesanzeige des Nachtwächters und Botenmanns Karl Paasche.
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14.03.1917 |
Im Reichstagswahlkreis Potsdam – Spandau – Osthavelland findet eine Ersatzwahl statt. Liebknecht verliert sein Mandat, da ihm bei einem Prozeß die
bürgerlichen Ehrenrechte aberkannt werden. Für die Sozialdemokraten tritt Franz Mehring an, sein Gegenkandidat heißt Stahl. In Wernitz gewinnt
Stahl mit 18 zu 2 Stimmen. |
15.02.1918 |
Die Pferdevormusterung findet am 20. Februar 1918, 12:30 Uhr nachmittags, am nördlichen Ausgang nach Niederhof
in Wernitz statt.
Das Pferdeausfuhr- und Besitzerwechselverbot bis zur Beendi-gung der Pferdevormusterung.

Die Pferdevormusterungsbestimmungen.

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16.02.1918 |
Aufruf zur Ablieferung von Alteisen für die Herstellung von Kano-nen und Granaten, um die Feinde Deutschlands
niederzukämpfen und zum Frieden zu zwingen.
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05.03.1919 |
Anzeige eines Verkaufs einer Windmühle.
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07.05.1919 |
Aus dem Anzeiger:
Eine Färse im Gewicht von anderthalb Zentner wurde beim Gemeindevorsteher gestohlen. Als Täter kommen drei
Mann in Frage. Das Tier wurde in der Nähe des Dorfes abgeschlachtet und mittelst Fuhrwerks nach der Ketzin-Nauener Chaussee zu fortgeschafft. |
31.12.1919 |
Rinder, zur illegalen Verwendung erworben, wurden beschlag-nahmt.
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26.02.1920 |
Vom Landrat als Gemeindevorsteher bestätigt ist z. Zt. Landwirt Fritz Dieter.
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08.03.1920 |
Auszüge aus der Havelländische Rundschau über Diebe und verhinderte Einbrüche.
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10.03.1920 |
Feuerkampf mit französischen Wilderern.
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20.05.1920 |
Patrouille des Ortsschutzes stellt einen Dieb.
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07.06.1920 |
Ergebnisse der Reichstagswahl.
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24.06.1921 |
Anzeige: Gastwirt Buder lädt zur Tanzmusik ein.
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05.10.1921 |
18 Ehrenfeldhüter werden bestätigt.
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12.07.1924 |
Die Schulen von Wustermark, Hoppenrade, Buchow-Carpzow und Wernitz unternahmen gemeinsam einen Ausflug.
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24.07.1924 |
In der letzten Gemeindevertretersitzung wurde der bisherige Gemeindevorsteher Fritz Dieter wiedergewählt.
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20.06.1926 |
Der Volksentscheid gegen die Fürstenabfindung bringt in Wernitz folgendes Ergebnis: Von den 169 Wahlberechtigten werden 91 gültige Stimmen
abgegeben und alle sprechen sich für das Gesetz aus. |
1928 |
Eingemeindung des Vorwerks Niederhof nach Wernitz. |
1929 |
Bei einer Bestandsermittlung wird über das Vermögen der Schulverbände in den Ortschaften für Wernitz ermittelt: es gibt ein Schulhaus mit
Hofraum und Stallgebäude; außerdem gehören noch äcker am Dorf dazu. |
04.02.1929 |
Auf dem Schulwege vom Tode ereilt:
Bei bester Laune begab sich der vor der Entlassung stehende 14jährige Schüler Erich Ehrlichmann zur Schule. Auf halbem Wege machte
der Schnitter Tod vor der Tür des Landwirten Albert Ehrenbrecht seinem jugendlichen Leben ein jähes Ende. |
17.07.1929 |
Glockenweihe in Wernitz.
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15.10.1929 |
Wernitz ist ein Eldorado für alte Leute.
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1930 |
Errichtung eines neuen Schulhauses, da das alte zu klein war. Die Gesamtkosten für den Bau betragen 53.900,39 RM. Es gibt für die Gemeinde 9000 RM
an Staatsbeihilfen.
Veränderungen bei der Einteilung der Amtsbezirke werden vorgenommen: Wernitz wird von Bredow abgetrennt und Dyrotz zugeordnet.
Wernitz hat 310 Einwohner und umfaßt eine Fläche von 680 ha. |
18.01.1930 |
Amtliche Mitteilung des Landrates Siering:
Gemäß § 84 der Landgemeindeordnung vom 3. Juli 1891 (GS. S. 233) ist von mir die Wiederwahl bzw. Wahl bestätigt: Gemeindevorsteher
Landwirt Fritz Dieter; Schöffen Landwirt Wilhelm Gericke, Landwirt Wilhelm Ehrenbrecht; Schöffenstellvertreter
Ueberwachungsbeamter Alfred Mahnkopf. |
1931 |
Aus dem Adreßbuch des Kreises Osthavelland:
Liste der Einwohner mit Berufsbezeichnung und Telefonnummer.
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1932 |
Im Gemeindelexikon zu Wernitz sind angegeben: die Fläche umfaßt 680,1 Hektar. Der Durchschnittsgrundsteuerertrag pro Hektar liegt bei
24,71 RM. Die Wohnbevölkerung beträgt 383 Personen, davon 194 männlichen Geschlechts. Es existieren 34 Wohnhäuser und 82 Haushalte. 298
Menschen bekennen sich zum evangelischen und 85 zum katholischen Glauben. Wernitz gehört zum Amtsbezirk Dyrotz. |
05.03.1933 |
Reichstagswahlen: In Wernitz entfallen auf die DNVP 126, auf die KPD 15, auf die NSDAP 35 und auf die SPD 5 Stimmen. |
25.03.1933 |
Am Tage der feierlichen Eröffnung des neuen deutschen Reichstages fand eine Kundgebung statt.
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16.06.1933 |
Die Wohnbevölkerung wird mit 350 Personen angegeben. |
19.09.1933 |
Die Havelländische Rundschau: Straßenunterhaltungsarbeiter Wilhelm Wolf aus dem Chausseehaus Wernitz
konnte sein 25jähriges Dienstjubiläum feiern.
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21.03.1934 |
Die vier Löschzüge der Gemeinden Elstal, Dyrotz, Wustermark und Wernitz werden zu einer Amtsfeuerwehr zusammen-geschlossen.  |
1934 |
Kugelblitz in Wernitz beobachtet.
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12.03.1935 |
Ehrenkreuze für Kriegsteilnehmer werden ausgegeben.
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15.04.1935 |
Aufruf im Kreisblatt: Jeder aufrichtige Deutsche zeigt seine Verbundenheit mit dem deutschen Arbeiter
und trägt am 01. Mai die Maiplakette!
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17.06.1935 |
Der neue, von der Gemeinde gebaute, Feuerlöschbrunnen wird von einem Beauftragten der Feuersozietät der Provinz Brandenburg geprüft
und abgenommen. Der Brunnen hat eine Bohrtiefe von 19 Meter und liefert in der Minute weit mehr als 1000 Liter Wasser. Diese Menge reicht auch zur
Nutzung einer Automobilspritze aus. |
27.06.1935 |
Tötlicher Verkehrsunfall auf der Hamburger Chaussee.
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02.10.1935 |
Versammlung der Deutschen Arbeitsfront (DAF) im Lokal Buder.
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09.10.1935 |
Die Abteilung Volkswirtschaft-Hauswirtschaft im Deutschen Frau-enwerk veranstaltet gemeinsam mit den Gruppen
Dyrotz und Wernitz einen Handwerkertag im Gasthaus Bruhn..
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16.03.1937 |
Versammlung des Reichsbundes der Kinderreichen.
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24.07.1937 |
An Stelle des verstorbenen Kirchenältesten Fritz Dieter ist Herr Bürgermeister Wilhelm Gericke als Kirchenältester
in den Gemeindekirchenrat eingetreten. Der neue Kirchenälteste wird am kommenden Sonntag im Vormittagsgottesdienst in sein Amt eingeführt werden. |
12.08.1938 |
Kranzniederlegung am Wustermarker Denkmal zum 10. Jahrestag der Ermordung des Stahlhelmers Heinz Malchert.

Wie Heinz Malchert starb.  |
1939 |
In Wernitz gibt es zwei land- und forstwirtschaftliche Betriebe mit über 100 ha Land, sechs mit einer Fläche zwischen 20 und 100 ha
sowie einige kleinere Höfe. |
1940 |
Im Deutschen Reichs-Adressbuch für Industrie, Gewerbe und Handel sind für Wernitz verzeichnet: ein Gasthof, ein Gemischtwarenladen,
eine Schmiede, ein Schuhmacher und ein Stellmacher. Daran ändert sich zunächst auch nach 1945 nichts. |
14.03.1940 |
Dorfälteste wird 90 Jahre alt.
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10.08.1940 |
NSDAP-Ausflug mit Ferienkindern nach Potsdam.
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12.12.1940 |
Erfolgreiches Kriegsschießen in Wernitz.
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1941 |
Eine Erhebung zur Fläche für Wintersaat weist aus, daß in Wernitz auf 73,15 Hektar Roggen, 123,44 Hektar Weizen, 45,70 Hektar Gerste und 5,36
Hektar Raps zur Samengewinnung angebaut werden. |
04.12.1941 |
Karl-Heinz Gericke erhielt für besondere Tapferkeit vor dem Feinddas EK II. |
22.12.1943 |
Die Havelländische Rundschau berichtet über einen Bunten Nachmittag in Wernitz.
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1946 |
Bodenreform mit der Aufteilung von 257 Hektar Land. Es entsteht auch ein Großbetrieb, der als volkseigenes Gut geführt wird. |
29.10.1946 |
Bei einer Volks- und Berufszählung wird in Wernitz eine Wohnbevölkerung von 474 Personen ermittelt. |
1947 |
In Wernitz werden 452 ha Land enteignet. 247 ha Fläche teilt man auf 50 Eigentümer auf. Darunter befinden sich 25 bisher landlose Bauern und
Landarbeiter, 6 Umsiedler und 12 Kleinpächter. |
1948 |
Das Kuratorium für Technik in der Landwirtschaft wählt in jedem Land der DDR ein Beispieldorf für Neubauern aus, um eine Grundlage
zur Festigung der Bodenreform zu schaffen. Im Kreis Osthavelland fällt die Wahl auf die Gemeinde Wernitz. Ein landwirtschaftlicher Berater wird
eingesetzt, der mit den zuständigen Instituten zusammenarbeitet. Untersucht werden sollen die bäuerlichen Verhältnisse in den
Neubauernbetrieben. In Wernitz existieren 28, davon werden 20 in die Erhebung einbezogen. |
11.06.1948 |
Das Abgabesoll für Wustermark an Kaninchenfellen ist auf 990 Stk. und an Zickelfellen auf 45 Stk. für das Jahr
1948 festgesetzt worden. |
03.09.1948 |
Wernitz schreitet voran.
Auf einer Bauernversammlung am 10. August entschlossen sich weitere 11 Neubauern der Gemeinde im kommenden Frühjahr mit dem Bau
der Neubauerngehöfte zu beginnen. Die Baustellen wurden bereits festgelegt. Die Neubauten werden im Rahmen des Beispieldorfes,
als das die Gemeinde Wernitz vorgesehen ist, errichtet. |
15.10.1948 |
Wernitz wiederum an der Spitze.
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20.05.1949 |
Auf Grund einer Polizeiverordnung wird eine gründliche Räumung und Krautung des Pelsterlakengrabens (bei Wernitz) angeordnet. |
19.12.1949 |
Der Selbstschutzdienst wird als Ortsgesetz erlassen.
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1949–1951 |
Durchführung der Untersuchung in Wernitz. Festgestellt wird dabei unter anderem eine überalterung bei den Neubauern und das Fehlen
von Nachfolgern in zahlreichen Betrieben. Ermittelt hat man auch, daß auf rund der Hälfte der Ackerfläche Getreide und auf rund einem Drittel
Hackfrüchte angebaut werden. |
1950 |
In Wernitz ist die Einwohnerzahl durch starken Flüchtlingszustrom von 280 im Jahr 1939 auf 574 Personen angestiegen. |
15.06.1951 |
Bürgermeister Fenz würdigt die Verdienste des Lehrers Ripka, der maßgeblich an dem Neuaufbau der Schule
beteiligt war. Die Zentralschule wird heute von den Kindern der Orte Dyrotz, Hoppenrade, Wernitz, Wustermark und Zeestow besucht. |
22.06.1951 |
Die Gemeinde Wernitz wies 1945 einen Bestand von 18 Schweinen, 32 Rindern und 2 Pferden auf. Bis 1951
erhöhte sich die Zahl der Schweine auf 344, bei Rindern auf 204, bei Pferden auf 68. |
28.06.1951 |
Bei einem Reitsportfest trafen sich annähernd 40 Reiter. Das Hahnenreiten, das Ringstechen, das Hindernisrennen
u.a. verlangten von allen Reitern und Pferden Können und Ausdauer. Ein Wettlauf der Reiter zu den entfernt stehenden Pferden
beendete das Reiterfest. |
27.08.1951 |
Einer dringenden Ausbesserung bedarf die Anfahrtstraße von der Chaussee Nauen-Wustermark nach Wernitz.
Sie besteht fast nur noch aus Schlaglöchern. Fahrzeuge, die Obst geladen haben, schütteln beim Passieren der Straße ihr Ladung
derartig durcheinander, daß diese zum Teil schon sehr beschädigt bei der Ablieferungsstelle ankommt. |
02.11.1951 |
Bei der Ablieferung von Kartoffeln liegt Wernitz an dritter Stelle im Wettbewerb zur vorfristigen Ablieferung. |
09.06.1952 |
Vier Familien der Gemeinde fragen den Bauern Engel aus Wustermark, wann er die Lichtleitung in das Chausseehaus
legen lassen will. Noch immer müssen sie Stearinkerzen und Petroleum benutzen. Unsere Regierung ist ständig bemüht, den Werktätigen
zu helfen. Dazu ist aber notwendig, daß alle mithelfen, gleich ob bei der Elektrifizierung oder auf einem anderen Gebiet unserer
Friedenswirtschaft.
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08.08.1952 |
In Wernitz hat der Roggendrusch begonnen.
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1953 |
Zwölf Bauern schließen sich zusammen und bilden die erste LPG Typ III mit 60 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche. |
Jan. 1953 |
Dorfplan Frühjahr 1953.
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Herbst 1959 |
Planung für die Vorbereitung des 10. Jahrestages der Gründung der Republik.
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1960 |
Die LPG Typ III umfaßt 57 Mitglieder und bewirtschaftet eine Fläche von 333 ha. Außerdem entsteht in diesem Jahr eine LPG Typ I mit fünf
Mitgliedern, denen 40 ha Land zur Verfügung stehen.
Gründung der LPG Wernitz. |
19.05.1963 |
Im Milchwettbewerb zwischen den einzelnen sozialistischen Landwirtschaftsbetrieben belegt die LPG Wernitz,
Brigade I und II den 1. Platz und bekommen damit 100 DM.
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04.07.1963 |
Wernitzer Ernteplan im Schreibtisch statt mehr Schwung zu zeigen.
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22.09.1963 |
Reicht das Futter aus für den Winter? Zeitung stellt Fragen an die LPG "Clara Zetkin".
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25.10.1964 |
Wernitzer Problem mit der Zuckerrübenernte.
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19.12.1965 |
Nicht nur eine gute Milchproduktion kan die LPG "Clara Zetkin" aufweisen, sondern auch mit der Produktion von
Schweinefleisch können sich die Genossenschaftsbauern sehen lassen. |
1965 |
Wernitz hat noch 466 Einwohner. |
03.01.1967 |
Die Grundorganisation der LPG "Clara Zetkin" Wernitz führt regelmäßig ihr Parteilehrjahr durch. Von 14
Mitgliedern nehmen 12 Genossen ständig teil. Ein großes Interesse besteht darin, noch tiefer in die Grundfragen des Marxismus-Leninismus
einzudringen.
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1968 |
Wernitz belegt in der dritten Etappe des Wettbewerbs „Schöner unsere Städte und Gemeinden – mach mit!“ den zweiten Platz in der
Gruppe bis 500 Einwohner und erhält eine Prämie von 200 Mark. |
04.12.1970 |
Leserbrief der Schüler Sylvio Schwarz und Uwe Menzel.
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22.12.1971 |
In Anerkennung vorbildlicher Arbeit konnten am 14. Dezember die Sozial- und die Arbeits- und Brandschutzkommissionen
der LPG "Clara Zetkin" in Wernitz durch die Kreisdirektion Nauen der Staatlichen Versicherung ausgezeichnet werden. Unter Vorsitz
von Gertrud Langkawel und Werner Nofz setzen sich beide Kollektive aktiv für die Reduzierung des Krankenstandes ein und haben
auf diesem Gebiet gute Erfolge zu verzeichnen.
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Um 1975 |
Mit der Spezialisierung der Landwirtschaft findet auch eine Umstrukturierung der Betriebe statt. Die LPG Wernitz wird in die LPG Bredow (Tiere) und
die LPG Zeestow (Pflanzen) eingeordnet. Im Dorf verbleibt eine Brigade der Viehwirtschaft mit 20 Beschäftigten. |
01.05.1975 |
Vor 30 Jahren in Wernitz: Ein Bericht eines ehemaligen Insassen des Zuchthauses Görden.
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05.03.1976 |
Wie Wernitz attraktiv werden könnte: Eine Bestandsaufnahme.
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01.01.1979 |
Ein Kommunalvertrag zwischen Bredow und Wernitz mit der Dauer von 6 Jahren tritt in Kraft. Gegenstand
des Vertrages ist die langfristige Regelung wichtiger Beziehungen zwischen den Räten der Gemeinden einerseits und der LPG Tierproduktion
"7. November" Bredow andererseits, zur gemeinsamen Gestaltung der materiellen und kulturellen Lebensbedingungen der Bürger sowie zur
Vorbereitung und Durchführung von Produktions-aufgaben.
Die Partner gestalten die Zusammenarbeit auf der Grundlage des Gesetzes der örtlichen Volksvertretungen und ihre Organe und der Beschlüsse des
IX. Parteiiages der SED. |
1980 |
Wernitz hat noch 285 Einwohner |
06.01.1981 |
Unter dem Vorsitz von Elvira Gromann, Bürgermeisterin der Ge-meinde Wustermark, hat der neugegründete
Gemeindeverband Wustermark, bestehend aus den Gemeinden Bredow, Elstal, Hoppenrade, Priort, Wernitz, Wustermark und Zeestow, seit
dem 1. Januar seine Arbeit aufgenommen. |
28.06.1984 |
Genosse Klaus Gottschalk wird einstimmig zum Bürgermeister gewählt. Stellvertretender Bürgermeister
wird Gerhard Brandt. |
Anfang 1985 |
Arbeitsplan der Freiwilligen-Feuerwehr Wernitz.
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1985 |
Es leben noch 256 Menschen im Ort. |
08.06.1986 |
Wernitz wird vom Rat des Kreises beglückwünscht zur 100%igen Wahlbeteiligung an den Wahlen zur Volkskammer.
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01.01.1987 |
Die Beschäftigtenerhebung weist für Wernitz 162 Bürger in arbeitsfähigem Alter aus, davon sind 75 Frauen und 87 Männer. Berufstätig sind 154
Personen, 72 weiblichen und 87 männlichen Geschlechts. 123 Arbeitskräfte sind Auspendler, 31 arbeiten im Ort und drei sind Einpendler. Es gibt 40
Rentner und Invaliden, davon 26 Frauen und 14 Männer. |
14.04.1987 |
Im Genehmigungsverfahren zur Ortsgestaltungskonzeption werden die Ortsverhältnisse beschrieben. Dabei heißt es auch,
daß zur Gemeinde Wernitz der Ortsteil Niederhof und der Wohnplatz am Weiler gehören. |
1987 |
Die LPG (T) Bredow will neben der Schweinemastanlage am Ortsrand einen Bullenstall mit 200 Plätzen errichten.
Es ist der Bau eines Kindergartens mit 15 Plätzen aus Mitteln der LPG (T) Bredow vorgesehen. |
01.03.1987 |
Der Ort hat noch 242 Einwohner. |
04.10.1988 |
Wernitz bekommt eine Urkunde für hervorragende Leistungen im Wettbewerb "Schöner unsere Städte und Gemeinden".
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31.12.1989 |
Wernitz hat 228 Einwohner. |
30.06.1990 |
Wernitz hat 223 Einwohner. |
25.06.1991 |
Die Gemeindevertretung beschließt die Hauptsatzung.
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26.09.1992 |
Dorffest in Wernitz.
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1992 |
Die Baulandpreise in Wernitz liegen zwischen 40,- und 75,- DM.
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13.01.1993 |
Wernitz erwacht aus Dornröschenschlaf.
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24.02.1993 |
Mit dem Bau von 50 Eigenheimen soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Wernitz hat bisher 210 Einwohner,
hiervon leben 30 im Ortsteil Niederhof.
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16.07.1993 |
Beginn des Ausbaus der L 116 von der B 5 über Wernitz bis zum Anschluss an die Landstraße Nauen-Ketzin.
Die Fahrbahn soll auf 6,0 m verbreitert werden, außerdem wird eine neue Asphalt-deckschicht aufgebracht und die Ortsdurchfahrt
ausgebaut.
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24.08.1993 |
Kurzportrait des ehrenamtlichen Bürgermeister Hans-Jürgen Mix in der Neuen Nauener Rundschau.
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17.06.1994 |
Bei den Europawahlen gehen die meisten Stimmen an die SPD (35), PDS (19) und CDU (13).
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14.09.1994 |
Bei den Landtagswahlen gehen die meisten Stimmen an die SPD (53), PDS (22) und CDU (15).
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18.10.1994 |
Bei den Bundestagswahlen gehen die meisten Stimmen an die SPD (48), CDU (32) und PDS (28).
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06.12.1994 |
In Wernitz gibt es zum Jahresende 5 Gewerbetreibende.
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31.01.1995 |
Wernitz hat 213 Einwohner. |
02.11.1995 |
Der bisherige ehrenamtliche Bürgermeister, Detlef Wegner, hat sein Amt niedergelegt.
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08.03.1996 |
Die Gemeinde hat eine Bürgermeisterin aus Niederhof, Monika Seidel wurde einstimmig gewählt.
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12.03.1996 |
Die Gemeinde hat den neuen Planungen für das "Wohngebiet Markauer Weg" zugestimmt. Danach sollen zwischen
der Dorf-straße und dem Markauer Weg auf vier Hektar 50 Einfami-lienhäuser entstehen. Der Gehölzstreifen am Markauer Weg und die
Pappelreihe im Norden bleiben erhalten. Der erste Entwurf auf acht Hektar war von den Behörden blockiert worden.
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30.04.1996 |
Wernitz hat 193 Einwohner. |
05.05.1996 |
Volksabstimmung über die geplante Fusion Berlin-Brandenburg. Das Abstimmungsergebnis in Wernitz:
| Abst.-Berechtigte: |
154 |
|
| Teilnehmer: |
108 |
70,13% |
| Antwort ja: |
34 |
31,48% |
| Antwort nein: |
73 |
67.59% |
| ungültig: |
1 |
0,93% |
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05.07.1996 |
Altes schönes Bauernhaus verfällt seit es an die Treuhand fiel.
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13.06.1997 |
Schon zum dritten Mal konnten die Wernitzer Gemeindevertreter keine Beschlüsse fassen. Von den acht Gemeindevertretern
waren nur die Bügermeisterin Monika Seidel und ihre Stellvertreterin Helga Grunwald erschienen. |
24.08.1997 |
Der Zusammenschluss der Amtsgemeinden ist gescheitert: vier Kommunen dagegen, nur zwei dafür (Hoppenrade
und Buchow-Karpzow).
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21.11.1997 |
Wernitzer und Wustermarker Politiker stimmen einer Fusion beider Kommunen zu.
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29.07.1998 |
Am Markauer Weg sollen Einfamilienhäuser entstehen, ab September wird das Gelände erschlossen.
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27.09.1998 |
Eingemeindung von Wernitz nach Wustermark. |
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