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Chronik Wernitz
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Wernitz – „Ort, wo es Raben und Krähen gibt“?

Der Ortsname Wernitz leitet sich höchstwahrscheinlich ab von dem Begriff „Varnica“, was soviel bedeutet wie „Ort, wo es Raben und Krähen gibt“. Zugrunde gelegt sind dabei die Wörter „Varn“ = „Rabe“ und „Varna“ = „Krähe“. Möglich ist auch, daß der Ortsname abstammt von „Varnici“. Das heißt „Leute des Varn“ und wird in der Regel mit einem entsprechenden Zunamen ergänzt. Die jetzige Schreibweise ist damit zu erklären, daß das „e“ in der ersten Silbe dem Umlaut von „a“ im Deutschen entspricht.
Diese Erläuterungen sind entnommen aus dem Brandenburgischen Namensbuch, Teil 4: Die Ortsnamen des Havellandes von Reinhard E. Fischer.
In einem alten Zeitungsausschnitt, der sich in einer Akte mit Sammlungen zur Geschichte der Mark im Preußischen Geheimen Staatsarchiv befindet, wird die Herkunft des Ortsnamens Wernitz anders erläutert. Danach sind Endungen wie „-witz“, „-itz“ oder „-nitz“ in der slawischen Sprache üblich und entsprechen im Deutschen etwa „-ingen“ oder „-lingen“. Während die slawische Endung meist von örtlichkeiten abgeleitet ist, bezieht man sich bei der deutschen Form hauptsächlich auf Personennamen.



Wernitz 2008





Zeittafel



1000–1200

In dieser spätslawischen Zeit gibt es bereits im Gebiet des heutigen Ortes Wernitz einen Burgwall mit Siedlung.

06.06.1373

Ersterwähnung des Dorfes in einer Urkunde: Markgraf Otto belehnt Heinze Stertzinger mit Hebungen in Wernitz, Groß Behnitz und Schwanebeck. Diese beinhalten für das Dorf Wernitz sieben Hufen Acker, das oberste und niederste Gericht sowie eine freie Schäferei.

1375

Nach dem Landbuch Kaiser Karl IV. umfaßt Wernitz 31 Hufen. Eine davon besitzt die Pfarre, sieben sind Ritterhufe, die zum Stertzinger Hof gehören. Dieser Besitzer muß auch Vasallendienste leisten.

1402

In der wüsten luxemburgischen Zeit kam es in diesem Jahr bei Wernitz zu einer blutigen Entscheidung zwischen den Magdeburgern und Märkern. Über das Treffen wird berichtet:

1412

Es gibt Hinweise auf Besitztümer der von Bardeleben in Wernitz.

28.03.1427

Markgraf Johann veräußert wiederkäuflich Getreidepächte verschiedener Wernitzer Ortsansässiger an den Spandauer Bürger Peter Michil.

29.09.1430

Markgraf Johann verpfändet mehrere Hebungen in Wernitz an den Spandauer Jacob Liefeld. Genannt werden unter anderem neun Mandel Groschen mit allen Freiheiten und Gerechtigkeiten.

24.02.1431

Jacob Liefeld, Spandauer Bürger, erwirbt wiederkäuflich Hebungen und Rechte in Wernitz von Markgraf Johann. Aufgeführt sind beispielsweise Getreideabgaben.

1441

Die Lehnsregistratur weist aus, daß Sigmund Knoblauch das Dorf Wernitz mit allen Rechten empfangen hat. Ausgenommen sind davon aber unter anderem sieben Hufen der von Bardeleben und einige Abgaben, die Hans Mewes gehören. Diese Besitztümer werden 1442 und 1445 in den Aufzeichnungen wiederholt.

1443

Das Kloster erhält auf dem Berge zu Brandenburg vom Kurfürsten einige Güter für ein gesichertes Einkommen übereignet. Unter anderem werden dem Stift das oberste und niederste Gericht in Wernitz zugesprochen. Außerdem stehen dem Kloster Abgaben und Rechte von 18 Hufen aus dem Besitz des Getreuen Segemunde von Knobelouch und von weiteren fünf Hufen im Dorf zu.

1450

Das Schoßregister verzeichnet, daß Knobeloch mit Wernitz belehnt ist. Die Feldmark umfaßt 31 Hufen, wovon u. a. der Pfarrer zwei und die Bardeleben sieben haben. Andere Ortsbewohner haben Abgaben zu leisten, z.B. Getreideanteile und Hühner., daß Knobeloch mit Wernitz belehnt ist. Die Feldmark umfaßt 31 Hufen, wovon u. a. der Pfarrer zwei und die Bardeleben sieben haben. Andere Ortsbewohner haben Abgaben zu leisten, z.B. Getreideanteile und Hühner.

01.04.1455

Kurfürst Friedrich übereignet dem Kloster auf dem Berge vor der Altstadt Brandenburg Besitzungen zu Wernitz. Es handelt sich dabei um jährliche Zinsen aus dem Landbesitz verschiedener Eigentümer.

1541

Im Bestandsverzeichnis über die bestehenden Pfarren ist Wernitz als Filiale von Zeestow ausgewiesen. Der Probst auf dem Berge vor Brandenburg wird als Patron für die Wernitzer Kirche genannt.

25.01.1549

Kurfürst Joachim überschreibt das Kloster auf dem Berge zu Brandenburg an Anthonius von Warberg. Diese übereignung betrifft auch das Dorf Wernitz.

Um 1550

Das Prämonstratenserstift St. Marien hat auf dem Harlunger Berge bei Brandenburger das Patronat über die Wernitzer Kirche inne.

1552

Die Einwohner von Wernitz haben u.a. Holzzins und Getreidepacht an das Amt Spandau zu entrichten.

20.01.1555

Kurfürst Joachim läßt die erste Verleihungsurkunde über Besitzungen in Wernitz für Joachim von Bredow zu Bredow ausstellen. Dem kurfürstlichen Rat und seinen männlichen Nachkommen werden unter anderem das Dorf mit allen Hüfner- und Kossäthenhöfen, sowie das oberste und niederste Gericht zugesprochen. Der Bredow erhält außerdem aus dem Dorf Rauchhühner und den Fleischzehnt. Von den auf der Gemarkung Wernitz gelegenen Gewässern stehen ihm die Fischerei und die Enten zu. Zuvor gehörte Wernitz dem Kloster zu Marienberge bei Brandenburg.

1580

Teilung des Bredowschen Besitzes in Wernitz innerhalb der Familie. Je ein Drittel fällt an Joachim II. auf Bredow, Georg auf Markee und Heinrich auf Roskow. Damit beginnt für Jahrhunderte eine Vererbung an die verschiedenen Bredowschen Familienzweige. Meistens wird es für Wernitz mehrere Eigentümer aus diesem verzweigten märkischen Adelsgeschlechts geben.

1618–1648

30jähriger Krieg

1624

Aus dem mittelmärkischen Schoßkataster für Wernitz sind überliefert: Zum Dorf gehören 37 Bauernhufen, darunter vier auf der Feldmark Schlabrendorf. Es gibt zehn Bauern- und zwei Kossäthenstellen, außerdem ein ½ Paar Hausleute. Angegeben sind noch ein Hirte, ein Hirtenknecht und eine Schmiede. Zwei Hufen von den 37 besitzt die Pfarre.

1629

Die kaiserlichen Truppen fallen im Havelland ein. In Wernitz schlagen die Soldaten bei den Leuten, die nichts geben können, alles entzwei. Man nimmt den Einheimischen auch die Pferde weg.

1635

Eröffnung einer täglichen Botenpost von Tangermünde nach Spandau. Der Kurs führt von Rathenow kommend unter anderem auch über Wernitz und Wustermark.

1663

Karte der Mittelmark von Jeannes Blaeu (erschienen im Atlas Mayor, Amsterdam 1663).

1671

In der Hufentabelle für das Havelland sind für Wernitz angegeben: zehn Bauern, 37 Bauernhufen und zwei Kossäthen.

Nach 1695

Das Güterverzeichnis Otto Ludwig von Bredows vermerkt unter anderem folgende Besitztümer in Wernitz:
1. Aus dem Erbe seines Vaters – drei bewohnte Pflugdienste in Wernitz nebst Unter- und Obergericht auf dem Lande der Mewes, außerdem auf Buntebarts Hof ein Wispel und 17 Scheffel Roggen, ein Wispel und 12 Scheffel Gerste sowie acht Scheffel Hafer nebst Gerechtigkeiten wie sie in den Lehnsbriefen festgesetzt sind. 1/3 von zwei kleinen Kossäthenhöfen gehören ihm und es stehen ihm 6 Taler und 2 Gulden Geldzinsen aus Unter-, Ober- und Straßengerichten in Bredow und Wernitz zu. An Naturalabgaben sind genannt 100 Hühner von den Untertanen in Bredow und Wernitz sowie von dort der Fleischzehnt. Die Bierwirte in Bredow und Wernitz müssen jeder 1 Pfund Pfeffer und 12 Gulden Geld abgeben. Der Bredow verfügt auch über die Jagdhoheit zu Wasser und zu Lande.
2. Aus dem Erbe seines Vetters in Markee – das ganze Dorf Wernitz mit allen Gerechtigkeiten, drei Bauernhöfe und wiederum 1/3 von zwei kleinen Kossäthenhöfen. Dazu kommen noch Geldzahlungen von verschiedenen Ortsansässigen sowie Naturalabgaben wie Hühner und Gänse. Es stehen ihm Beträge aus den Gerichten und die Jagdhoheit zu, wie schon aus dem Erbteil seines Vaters.

1713

Der von Bredow auf Markau und Bredow besitzt Wernitz. Im Dorf ist ein Handwerker, nämlich ein Schneider, ansässig.

Um 1750

In Wernitz stehen 9 Maulbeerbäume, die für die Seidenzucht gebraucht werden. Das geht aus einer Aufstellung zu den einzelnen Dörfern hervor.

1775

In einer Ortschaftsübersicht wird Wernitz als adeliger Ort geführt.

1778

Karte des Havelländischen Kreises (Urheber Oesfeld) aus dem Jahre 1778 mit allen relevanten Orten.

1779

Wernitz hat 137 Einwohner.

1783

Eine Tabelle des Havelländischen Kreises weist für Wernitz 17 Schock Eier aus, die nach Berlin und Potsdam geliefert wurden. 1782 waren es noch 16 Schock und 4 Mandeln. Es gibt also eine Steigerung um eine Mandel.

20.07.1785

Hagelschlag ruiniert einen Teil der Getreideernte.

1787

Eine Tabelle weist für Wernitz 20 Maulbeerbäume auf dem Kirchhof aus. Diese werden von dem Küster gepflegt und genutzt. Dafür fallen Kosten in Höhe von einem Taler und 12 Silbergroschen an.

1795

Der Ortsprediger stellt an das Amt Spandau den Antrag auf Besichtigung des schadhaften Kirchturms. Im August wird dann die Reparatur in Auftrag gegeben. Die ermittelten Kosten von 183 Reichstalern, 20 Groschen und 10 Pfennigen sollen in drei Raten zu 100 Reichstalern, 50 Reichstalern sowie 33 Reichstaler, 20 Groschen und 10 Pfennigen gezahlt werden. Für jede Woche Verzug bei der Fertigstellung des Kirchturms müssen 5 Reichstaler Strafe gezahlt werden.

1796

Eine Zählung ergibt, daß in Wernitz 5 Maulbeerbäume auf Gemeindeland und 11 auf dem Kirchhof stehen.

1800

In Wernitz gibt es 14 Hofstellen; zwei mehr als 1624.

1804

Eine statistisch-topographische Beschreibung der Mark Brandenburg erscheint. Für Wernitz ist darin notiert, daß es ein Dorf mit zwei Gütern ist. Im Ort gibt es zehn Ganzbauern, vier Kossäthen, zwei Einlieger, eine Schmiede und einen Krug. Insgesamt leben in der Ortschaft 181 Menschen. Gezählt werden 17 Feuerstellen. Die Gemarkung umfaßt 34 Hufen. Besitzer von Wernitz sind der Bredow zu Bredow und der Bredow zu Markau. Die Kirche als Filiale von Zeestow gehört zur Kircheninspektion Nauen.

1810

Wernitz hat 151 Einwohner. Es werden 69 männliche und 66 weibliche Personen ermittelt. Als Kinder ausgewiesen sind 13 Söhne und 14 Töchter. Angeben werden auch 25 Knechte und 17 Mägde.

16.03.1810

Schulze Dansmann erstellt einen Zustandsbericht über Brücken in Wernitz: 1. In der Rathenower Straße führt über den Feldgraben eine Massivbau-Brücke, die der Gemeinde gehört und von dieser instandgehalten wird. Deren Zustand ist gut, es besteht kein Materialbedarf. Die Brücke hat eine Länge von 6 Fuß und eine Breite von 1 Ruthe und 3 Fuß. 2. Auf dem Weg nach Zeestow befindet sich eine Holzbrücke, die ebenfalls im Gemeindebesitz ist. Eine Reparatur ist nicht notwendig. Die Brücke ist ebenfalls 6 Fuß lang und 1 Ruthe und 3 Fuß breit. 3. Eine Holzbrücke führt über den Bredowschen Graben. Die überführung zählt zu 1/3 zu Wernitz und 2/3 zu Zeestow und Brieselang. Die drei Gemeinden halten das Bauwerk gemeinsam instand. Die Länge beträgt 8 Fuß und die Breite 1 Ruthe und 8 Fuß.

1812

Erneut findet sich ein Hinweis auf die Bepflanzung des Kirchhofes mit Maulbeerbäumen. Schulze Dansmann nutzt die Bäume.

1819

Eine Kirchenreparatur ist notwendig, die insgesamt 60 Reichstaler, 19 Silbergroschen und 1 Pfennig kostet.

1820

Eine Gewerbetabelle für Wernitz verzeichnet als ortsansässig einen Schneidermeister und einen Schmied. Es gibt im Ort eine ölmühle und eine ölpresse. Es befindet sich im Dorf auch ein Webstuhl für Leinen. Vermerkt sind noch ein Krug mit Ausspannung sowie ein Schankwirt. Außerdem werden 26 Knechte und 23 Mägde gezählt.

1823

Die Wernitzer Kirche gehört zur Diözese Nauen als Filiale der Mutterkirche in Zeestow. Das Patronat für Wernitz liegt bei Seiner Majestät, dem König.

1831

Aus dem Wernitzer Kirchenbesitz müssen mehrere Morgen Land zum Bau der von Spandau nach Nauen führenden Straße abgetreten werden. Die Entschädigungssumme wird von der Königlichen Regierung des Innern übernommen und beträgt insgesamt 1236 Reichstaler, 11 Silbergroschen und 7 Pfennige. Wie aus Mahnungen des Predigers hervorgeht, bleibt die Zahlung längere Zeit aus.

1834

Im Januar wird ein Kircheneinbruch und -diebstahl aus Wernitz gemeldet. Der Tat dringend verdächtig ist ein Dienstknecht.

1841

Bei der Kirchenvisitation wird als Kircheninventar beispielsweise eine Bibel und ein Kreuz auf dem Altar genannt. Erwähnt ist auch, daß bei dem früheren Einbruch in die Kirche die Figur des Gekreuzigten abgerissen wurde.

1847

In Wernitz zählt man 200 Seelen und 26 Häuser.
Im Ort wird das erste Schulgebäude errichtet und der erste ausgebildete Lehrer eingestellt. Bis zu diesem Zeitpunkt unterrichteten meist Handwerker die Kinder nebenamtlich. Zuletzt tat das der Schneidermeister Deter.

21.05.1849

Mitteilung des Königlichen Landratamtes an die Ortschaften im Osthavelland über die Vergütung für die Einquartierung der Soldaten der Preusischen Armee. Die Servicevergütung beträgt 50 Thlr. 21 Sgr. 1 Pf..

Juli 1849

Wernitz hat 198 Einwohner.

07-08.07.1849

Ein Feuer zerstört in der Nacht mehr als die Hälfte des Dorfes. Alle vom Brand Betroffenen können wenig oder nichts von ihrer Habe retten. Auch die Kirche brennt ab.

31.10.1849

Der Prediger zu Zeestow und Wernitz, J. Dracke, reicht zusammen mit anderen Geistlichen eine Petition an die "Hohe Zweite Kammer zu Berlin" ein mit der Bitte, die Verfassung hinsichtlich der Ungleichstellung der Wertigkeit der Eheschliesung zu ändern, wonach eine kirchliche Trauung nur nach Vollziehung des Civilaktes stattfinden darf.
"Wir bitten, die Hohe Zweite Kammer wolle dem § 16 folgende Fassung geben:
Die bürgerliche Gültigkeit der Ehe wird entweder durch die kirchliche Trauung oder durch den Civilact bedingt".

07.12.1849

Danksagung an die Spender der Liebesgaben für die Abgebrannten im Juli.

1850

Das Dorf bekommt ein neues Spritzenhaus. Der Etat des Baufonds des geistlichen Patronats weist für Wernitz einen Stall- und Brunnenbau aus. Es wird angemerkt, daß der Lehrer die Wirtschaftsgebäude nicht länger entbehren kann. Als Patronatsanteil wird ein Betrag von 135 Talern, 13 Groschen und 9 Pfennigen ausgewiesen. Holz wird im Wert von 61 Talern, 21 Groschen und 1 Pfennig benötigt.

Ab 1850

Bemühungen um den Wiederaufbau der Kirche.

01.06.1850

Einteilung der Distrikte für die Feuer-Lösch-Kommissare.

24.07.1850

Der Pfarrer des Ortes Fahrland bedankt sich für die Spenden von Wernitzer Bürgern für ein Opfer eines Blitzeinschlages.

05.10.1850

Dorfschulze Dansmann wird Mitglied der Kreiskommission zur Einführung der Gemeindeordnung.

18.01.1851

Im Osthavelländischen Kreisblatt Nr. 6, amtlicher "Theil", wird Wuster-mark ermahnt, ihre Rückstände an Landwehr-Übungsgeldern aus dem Jahre 1850 an die Kreiskasse abzuführen.

25.01.1851

Osthavelländisches Kreisblatt Nr. 9, amtlicher "Theil": Anweisung des Kriegsministeriums, "Oeconomie-Department", an die ostha-velländischen Ortsbehörden, den "Remonte-Pferden" auf langen Märschen genügend Futter zukommen zu lassen.

12.03.1851

Der Kreisschulze Dansmann (Dyrotz) hat seinen Posten aufge-geben, ein Nachfolger soll gewählt werden.

1851

Ein Finanzierungsbedarf von 5479 Reichstalern, 9 Silbergroschen und 4 Pfennigen für Arbeiten und Material zum Wiederaufbau der Kirche wird ermittelt.

22.05.1852

Im Osthavelländischen Kreisblatt erscheint eine Bekanntmachung des Landrates: „Der Mühlenmeister Krüger zu Wernitz hat seine vor dem von der Berlin-Hamburger Chaussee nach dem Dorfe Wernitz führenden Wege belegene erdholländische Windmühle abgebrochen und auf demselben Platze eine Bockwindmühle mit zwei Mahlgängen errichtet. Da, wie ein Schriftwechsel belegt, die Mühle ohne Genehmigung errichtet wurde, belegt die Königliche Regierung den Besitzer mit einer Geldbuße von 30 RM.

1853 bis 1856

Bereitstellung von Mitteln aus dem Etat der Regierung Potsdam für die Errichtung einer neuen Kirche. Für 1853 und 1854 stehen je 2000 Reichstaler zur Verfügung. 1856 wird ein Restbetrag von 300 Reichstaler gezahlt, die Gesamtfördersumme beläuft sich auf 4300 Reichstaler.

Ab 1854

Der Wiederaufbau der Kirche beginnt am alten Standort. Die Steine von dem abgebrannten Bau werden für das Fundament verwendet. Im November 1854 bittet der Wernitzer Kirchenvorstand die Königliche Regierung um Anschaffung von Altar und Taufstein, da noch die Innenausstattung für den fast fertigen Kirchenneubau fehlt.

1856

Die Kostenabrechnung weist für die Errichtung der Kirche eine Summe von 4833 Reichstalern, 2 Silbergroschen und 9 Pfennigen aus.
Eberhard Alexander von Bredow überläßt auf Bredow seine 2/3 Anteile an Wernitz dem Besitzer von Markau, Wilhelm Christian Christoph von Bredow. Im Tausch tritt dieser dafür seinen Forstanteil ab. So gelangt Wernitz wieder in die Hände eines Bredowschen Eigentümers.

1857

Es gibt erste Schreiben zu Baumängeln an der gerade fertiggestellten Kirche. Die Dielung im Fußboden ist fehlerhaft.

1859

In einem gutachterlichen Bericht wird festgestellt, daß sich der Schaden in der östlichen Hälfte des Gotteshauses befindet, dort wo unter dem Fußboden die Steine der alten Kirche verwendet wurden.

1861

Die Ortschaftsstatistik für Wernitz weist folgende Daten aus: In der Landgemeinde leben 212 Menschen und es bestehen 31 Ehen. Es gibt fünf öffentliche, 64 gewerbliche und wirtschaftliche sowie 22 Wohngebäude. Im Dorf werden fünf Gehöfte bewirtschaftet. Die landwirtschaftliche Fläche ist angegeben mit 18 Morgen Gartenland, 1380 Morgen Acker, 214 Morgen Wiese, 42 Morgen Wald sowie 179 Morgen Weide, Torf und anderes. Polizeilich ist der Ort dem Gut Markau zugeordnet. Das Kirchenpatronat hat der Fiskus.

1862

Eine Kreisübersicht für Wernitz weist rund 1857 Morgen Fläche aus, die einen Reinertrag von etwa 9726 Talern erbringt. Das bedeutet im Durchschnitt 50 Silbergroschen pro Morgen.

1867

Im Nachweis über den Seidenbau für Wernitz wird der Schulzengutsbesitzer Stegmann aufgeführt.

01.12.1871

Allgemeine Volkszählung in den Gemeinden und Gutsbezirken der Provinz Brandenburg. In der Landgemeinde Wernitz ergibt die Erhebung: Der Ort besteht aus einem Wohnplatz mit 21 Wohngebäuden. Die ortsanwesende Bevölkerung zählt 199 (97 männliche und 102 weibliche) Personen, von denen 59 auch im Dorf geboren sind. Die Einwohner leben in 33 Familienhaushalten. Alle bekennen sich zur evangelischen Religion. 198 haben die preußische Staatsangehörigkeit, nur einer ist Nicht-Preuße. 46 Menschen sind unter 10 Jahre alt. Bei den anderen wird als Schulbildung ermittelt: 143 können lesen und schreiben, acht sind Analphabeten und von zwei fehlen Angaben. Unter der Rubrik persönliche Gebrechen Einzelner ist ein Taubstummer aufgeführt. Als ortsabwesend wird eine Person erfaßt.

1873/75

Bildung von Amtsbezirken. Wernitz wird mit Bredow, Markau, Markee und Zeestow dem Amtsbezirk Bredow zugeordnet.

1876

Der Potsdamer Orgelbaumeister Gesell wird mit dem Orgelbau für die Wernitzer Kirche beauftragt. Wie im Zuge für den Neubau der Kirche 1852 zugesagt, übernimmt die Regierung Potsdam 50% der Kosten. Der Zuschuß beträgt 933 RM. Insgesamt kostet die Orgel 1833 RM, davon entfallen 622 RM auf die benötigten Materialien und 1244 RM auf Arbeitslöhne.

1886

Folgende Berufe sind in der Einwohnerschaft Wernitz vertreten:

27.08.1892

Liste mit Gemeinde-Vorsteher, Schöffen und stellvertretenden Schöffen.

02.10.1894

Ein bedeutender Fund ganz alter Gold-und Silbermünzen ist hinter dem Chausseehause von Wernitz von dort beschäftigten Erdarbeitern in einer Urne gefunden worden. Das Gold ist in einem kleinen Leinwandsläppchen eingewickelt und hat einen Wert von ca. 145 M., die Silbermünzen einen solchen von über 300 M. Sie stammen aus dem 16. und 17. Jahrhundert und sind sehr gut in der Prägung erhalten. Der Fund ist an die Chaussee-Bauverwaltung abgeliefert worden.

1894

Für Wernitz sind verzeichnet: Ein Gutsbesitzer mit einer Fläche von 117 ha, sechs Bauerngutbesitzer (Flächen zwischen 37 und 63 ha), ein Kossäth und Gastwirt (22 ha), zwei Kossäthen mit je 20 ha und ein Büdner mit 6 ha Land sowie ein Lehrer.

1895

Im Gemeindelexikon wird der Flächeninhalt der Landgemeinde mit 525,8 Hektar beziffert. Es gibt einen Wohnplatz mit 23 Wohnhäusern. Die 222 (116 männliche und 106 weibliche) Einwohner leben in 40 Familien- und einem Einzelhaushalt. 218 Personen sind evangelisch und vier katholisch. Wernitz ist dem Amtsbezirk Bredow zugeordnet.

1897

Das alphabetische Ortsverzeichnis für den Regierungsbezirk Potsdam enthält für Wernitz folgende Angaben: die Landgemeinde zählt zum Amtsbezirk Bredow, es gibt eine Schule und postalisch gehört das Dorf zu Wustermark. Wernitz ist Tochterkirche von Zeestow.

18.03.1898

Ein ordentlicher Müllergeselle erhält dauernde Arbeit beim Mühlenbesitzer J. Mahnkopf in Wernitz.

12.05.1898

Tuchschieben in Wernitz.

1898

Reichstagswahlen: Wernitz gehört zum Wahlkreis Potsdam – Spandau – Osthavelland. Bei der Hauptwahl am 16. Juni entfallen auf den Kandidaten der Konservativen, Pauli, 29 und auf den der Sozialdemokraten, Schroer, 9 Stimmen. Die Stichwahl am 24.6. entscheidet Pauli mit 35 zu 5 Stimmen für sich.

1899

Wernitz hat bei 222 Einwohnern eine Gastwirtschaft.

05.01.1899

Verlustanzeige im Kreisblatt:
Auf dem Wege von Wernitz nach Charlottenburg sind folgende Papiere des Carl Berlin verloren gegangen:
Quittungskarte Nr. 7, Bescheinigung der Aufrechnung von Karte Nr. 6, Gesindebuch desselben, Krankenbuch, Abmeldeschein.
Der ehrliche Finder wird ersucht, obige Papiere an den Bahnwärter Berlin zu Wernitz abzugeben.
Bredow, den 3. Januar 1899
Der Amtsvorsteher.

24.03.1899

Wegen des Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche unter dem Rindvieh des Vorwerks Niederhof bei Wernitz verbietet der Landrath die Ausführung von Rindvieh, Schafen und Schweinen aus dem Gebiet des Vorwerks und aus der Ortschaft und Feldmark Wernitz.

09.08.1899

Todesanzeige Luise Gericke aus Niederhof.

10.05.1900

Eigentümer eines Gefährtes mit Pferd gesucht.

31.01.1903

Das tote und lebende Wirtschaftsinventar eines Kossätenhofes wird versteigert.

11.08.1903

(Schweizer unter sich.)
Gelegentlich einer Geburtstagsfeier, die mehrere dieser milch-zapfenden Jünglinge am Sonnabend in Wernitz abhielten, spielten sich zum Schluß, nachdem alle des Alkohols voll, recht erbauliche Scenen ab. Vom Wortwechsel ging es zum offenen Gefecht über. Das unter dieser Zunft übliche Messer wurde gezogen und sogar Schüsse aus Revolvern gewechselt. Das Dazwischentreten des Gendarmen machte der fröhlichen Feier ein Ende.

05.11.1903

Auf einer Gemeindesitzung wird beschlossen, dass die Kirche einen Turm bekommen soll.

1903

Bei den Reichstagswahlen im sogenannten „Kaiserwahlkreis“ stellen die Sozialdemokraten erstmals Karl Liebknecht auf. Bei der Hauptwahl erhält der Sozialdemokrat in Wernitz 15 Stimmen, der Konservative Pauli kommt auf 27 und Kruse von der freisinnigen Partei auf 3 Stimmen. Bei der Stichwahl liegt Pauli mit 26 zu 19 Stimmen vor Liebknecht. Pauli erhält auch im gesamten Wahlkreis die meisten Stimmen und wird damit Reichstagsabgeordneter.

30.06.1904

Der Kirchturmbau kommt nunmehr zur Ausführung.

01.08.1905

Seine Majestät der Kaiser und König haben Allergnädigst geruht, dem Knecht Friedrich Schmidt in Wernitz in Anerkennung 42jähriger treuer Dienste im Hause des Bauergutsbesitzers Theodor Krause in Wernitz das Allgemeine Ehrenzeichen zu verleihen.

17.02.1906

In Wernitz leben 120 männlichen und 106 weiblichen Geschlechts.

25.08.1906

Die beabsichtigte Belegung Wustermarks durch Truppen des Gardekorps auf dem Marsche zum bezw. aus dem Manöver-gelände wird mit einer Belegungsstärke von 4 Offizieren, 89 Mannschaften und 62 Pferden sein.

22.12.1906

In der Nacht wurde ein dem Gutspächter Gericke in Niederhof gehöriges Reitpferde von einem Schnellzuge erfasst und zermalmt. Das Pferd hatte sich im Stalle losgerissen und irrte herrenlos herum, bis es auf den Bahnkörper geriet und getötet wurde. Der Zug mußte zum Stehen gebracht und die Maschine erst von dem Pferdekadaver befreit werden, ehe die Weiterfahrt erfolgen konnte.

1907

Bei der Reichstagswahl entfallen in Wernitz von 47 gültigen Stimmen 8 auf den Sozialdemokraten, 29 auf den Konservativen, 7 auf den Liberalen und drei auf den vom konservativen Beamtenbund. Bei der notwendigen Stichwahl werden 45 gültige Stimmen abgegeben, davon erhält der konservative Kandidat 34 und der sozialdemokratische Konkurrent 11.

10.08.1907

Mit knapper Mühe ist eine Familie vor dem Überfahren einer Lokomotive gerettet worden.

30.10.1907

Landwirt Kluchert verbietet das Mähen auf seiner Schuh-macherwiese.

30.08.1908

Zwangsversteigerung eines Grundstückes der Ehefrau des Lumpenhändlers Joachim Schönberg.

1908

Bei einer Erweiterung des Wernitzer Gotteshauses wird die Erneuerung des Kirchturms fertiggestellt. Die tatsächlichen Baukosten betragen 10.233,98 RM. Davon entfallen auf den Fiskus 3.132,82 RM, auf die Kirchengemeinde 3.303,76 und auf die Kirchenkasse 3.797,40 RM.

1909

Wernitzer Ansichtskarte mit Kirche, Dorfstraße und Gasthof.

1910

Das Straßenverzeichnis der Regierung Potsdam enthält zu Wernitz zwei Angaben: 1. Es führt eine Straßenverbindung von Wernitz nach Etzin, die an der Berlin-Hamburger Chaussee beginnt und bis an die Straße Nauen – Ketzin reicht und eine Länge von 4120 aufweist. 2. Eine befestigte Trasse verläuft vom Ortsausgang Markee bis zum Vorwerk Neuhof, die 2900 m lang ist.

15.01.1910

Gastwirt Liere lädt zum Tanzvergnügen.

25.03.1910

Aufruf zur Gräberpflege in den Gemeinden Zeestow und Wernitz.

29.05.1910

Gemeinschaftlicher Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung in der Gastwirtschaft Liere.

1912

Der sozialdemokratische Kandidat Karl Liebknecht gewinnt erstmals den „Kaiserwahlkreis“. In Wernitz allerdings liegt in Haupt- und Stichwahl der Konservative Kandidat mit 28 zu 11 bzw. 37 zu 10 Stimmen vorne.

25.01.1913

Gastwirt Grunow lädt ein zum großen Bockbierfest.

10.02.1913

Stall und Scheune durch Schadenfeuer in Asche gelegt.

26.05.1913

Beiträge zur Deckung der Entschädigungen bei Rotz und Milzbrand für Pferde und Rindvieh.

22.09.1913

Gewohnheitseinbrecher machen sich gerne auf dem platten Lande zu schaffen, indem sie die Anwesenheit der Landleute auf dem Felde ausnutzen, um unbemerkt in die Häuser einzudringen. Bei den Besitzern Liere und Dieter wurden jetzt alkolische Getränke wie Kognak und Wein gestohlen. Leider entkamen die Alkoholfreunde unerkannt.

31.12.1913

Die Gebietseinteilung der Ärzte richtet sich vorwiegend nach deren Wohnsitz. Danach ist Dr. Burau für die Gemeinden Wustermark, Dyrotz, Hoppenrade, Priort und Wernitz zuständig.

10.02.1914

Am 1 Januar d. Js. konnte der 64jährige, in Wernitz geborene Vorarbeiter Friedrich Jänicke auf eine 40jährige Dienstzeit in der Familie W. Gericke zurückblicken. Aus diesem Anlaß ist ihm von Sr. Majestät dem König das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen worden.

13.03.1914

Notlandung. Am Donnerstag nachmittag ging in der Nähe des Dorfes das Flugzeug "B.13.13" nieder und bohrte sich in die Erde ein. Nach langen Bemühungen wurde es wieder in die richtige Lage gebracht.

23.03.1914

Vom Zug überfahren in der Nähe des Wustermarker Bahnhofes.

02.06.1914

Herrn Lehrer Sanne ist vom Evangel. Oberkirchenrat der Titel "Kantor" verliehen worden.

20.06.1914

Bei dem Gemeindevorsteher Krause hierselbst haben Einbrecher Hühner und aus den Räucherkammern der Arbeiter auf dem Vorwerk Niederhof Wurst und Schinken gestohlen.

24.11.1914

Paul Krüger fand den Heldentod.

11.01.1916

C. Gericke aus Niederhof hat Saathafer abzugeben. Außerdem sucht er einen älteren, verheirateten Ochsenfütterer.

10.06.1916

Kriegsspende Deutscher Frauendank.
Frau Landrat von Hahnke bedankt sich für die treue Opfer-willigkeit der Osthavelländischen Frauen, die zu einem Sammelergebnis von 14.812,48 M. geführt hat. In Wernitz wurden 67,65 M. gespendet.

24.01.1917

Todesanzeige des Nachtwächters und Botenmanns Karl Paasche.

14.03.1917

Im Reichstagswahlkreis Potsdam – Spandau – Osthavelland findet eine Ersatzwahl statt. Liebknecht verliert sein Mandat, da ihm bei einem Prozeß die bürgerlichen Ehrenrechte aberkannt werden. Für die Sozialdemokraten tritt Franz Mehring an, sein Gegenkandidat heißt Stahl. In Wernitz gewinnt Stahl mit 18 zu 2 Stimmen.

15.02.1918

Die Pferdevormusterung findet am 20. Februar 1918, 12:30 Uhr nachmittags, am nördlichen Ausgang nach Niederhof in Wernitz statt.
Das Pferdeausfuhr- und Besitzerwechselverbot bis zur Beendi-gung der Pferdevormusterung.
Die Pferdevormusterungsbestimmungen.

16.02.1918

Aufruf zur Ablieferung von Alteisen für die Herstellung von Kano-nen und Granaten, um die Feinde Deutschlands niederzukämpfen und zum Frieden zu zwingen.

05.03.1919

Anzeige eines Verkaufs einer Windmühle.

07.05.1919

Aus dem Anzeiger:
Eine Färse im Gewicht von anderthalb Zentner wurde beim Gemeindevorsteher gestohlen. Als Täter kommen drei Mann in Frage. Das Tier wurde in der Nähe des Dorfes abgeschlachtet und mittelst Fuhrwerks nach der Ketzin-Nauener Chaussee zu fortgeschafft.

31.12.1919

Rinder, zur illegalen Verwendung erworben, wurden beschlag-nahmt.

26.02.1920

Vom Landrat als Gemeindevorsteher bestätigt ist z. Zt. Landwirt Fritz Dieter.

08.03.1920

Auszüge aus der Havelländische Rundschau über Diebe und verhinderte Einbrüche.

10.03.1920

Feuerkampf mit französischen Wilderern.

20.05.1920

Patrouille des Ortsschutzes stellt einen Dieb.

07.06.1920

Ergebnisse der Reichstagswahl.

24.06.1921

Anzeige: Gastwirt Buder lädt zur Tanzmusik ein.

05.10.1921

18 Ehrenfeldhüter werden bestätigt.

12.07.1924

Die Schulen von Wustermark, Hoppenrade, Buchow-Carpzow und Wernitz unternahmen gemeinsam einen Ausflug.

24.07.1924

In der letzten Gemeindevertretersitzung wurde der bisherige Gemeindevorsteher Fritz Dieter wiedergewählt.

20.06.1926

Der Volksentscheid gegen die Fürstenabfindung bringt in Wernitz folgendes Ergebnis: Von den 169 Wahlberechtigten werden 91 gültige Stimmen abgegeben und alle sprechen sich für das Gesetz aus.

1928

Eingemeindung des Vorwerks Niederhof nach Wernitz.

1929

Bei einer Bestandsermittlung wird über das Vermögen der Schulverbände in den Ortschaften für Wernitz ermittelt: es gibt ein Schulhaus mit Hofraum und Stallgebäude; außerdem gehören noch äcker am Dorf dazu.

04.02.1929

Auf dem Schulwege vom Tode ereilt:
Bei bester Laune begab sich der vor der Entlassung stehende 14jährige Schüler Erich Ehrlichmann zur Schule. Auf halbem Wege machte der Schnitter Tod vor der Tür des Landwirten Albert Ehrenbrecht seinem jugendlichen Leben ein jähes Ende.

17.07.1929

Glockenweihe in Wernitz.

15.10.1929

Wernitz ist ein Eldorado für alte Leute.

1930

Errichtung eines neuen Schulhauses, da das alte zu klein war. Die Gesamtkosten für den Bau betragen 53.900,39 RM. Es gibt für die Gemeinde 9000 RM an Staatsbeihilfen.
Veränderungen bei der Einteilung der Amtsbezirke werden vorgenommen: Wernitz wird von Bredow abgetrennt und Dyrotz zugeordnet. Wernitz hat 310 Einwohner und umfaßt eine Fläche von 680 ha.

18.01.1930

Amtliche Mitteilung des Landrates Siering:
Gemäß § 84 der Landgemeindeordnung vom 3. Juli 1891 (GS. S. 233) ist von mir die Wiederwahl bzw. Wahl bestätigt: Gemeindevorsteher Landwirt Fritz Dieter; Schöffen Landwirt Wilhelm Gericke, Landwirt Wilhelm Ehrenbrecht; Schöffenstellvertreter Ueberwachungsbeamter Alfred Mahnkopf.

1931

Aus dem Adreßbuch des Kreises Osthavelland:
Liste der Einwohner mit Berufsbezeichnung und Telefonnummer.

1932

Im Gemeindelexikon zu Wernitz sind angegeben: die Fläche umfaßt 680,1 Hektar. Der Durchschnittsgrundsteuerertrag pro Hektar liegt bei 24,71 RM. Die Wohnbevölkerung beträgt 383 Personen, davon 194 männlichen Geschlechts. Es existieren 34 Wohnhäuser und 82 Haushalte. 298 Menschen bekennen sich zum evangelischen und 85 zum katholischen Glauben. Wernitz gehört zum Amtsbezirk Dyrotz.

05.03.1933

Reichstagswahlen: In Wernitz entfallen auf die DNVP 126, auf die KPD 15, auf die NSDAP 35 und auf die SPD 5 Stimmen.

25.03.1933

Am Tage der feierlichen Eröffnung des neuen deutschen Reichstages fand eine Kundgebung statt.

16.06.1933

Die Wohnbevölkerung wird mit 350 Personen angegeben.

19.09.1933

Die Havelländische Rundschau: Straßenunterhaltungsarbeiter Wilhelm Wolf aus dem Chausseehaus Wernitz konnte sein 25jähriges Dienstjubiläum feiern.

21.03.1934

Die vier Löschzüge der Gemeinden Elstal, Dyrotz, Wustermark und Wernitz werden zu einer Amtsfeuerwehr zusammen-geschlossen.

1934

Kugelblitz in Wernitz beobachtet.

12.03.1935

Ehrenkreuze für Kriegsteilnehmer werden ausgegeben.

15.04.1935

Aufruf im Kreisblatt: Jeder aufrichtige Deutsche zeigt seine Verbundenheit mit dem deutschen Arbeiter und trägt am 01. Mai die Maiplakette!

17.06.1935

Der neue, von der Gemeinde gebaute, Feuerlöschbrunnen wird von einem Beauftragten der Feuersozietät der Provinz Brandenburg geprüft und abgenommen. Der Brunnen hat eine Bohrtiefe von 19 Meter und liefert in der Minute weit mehr als 1000 Liter Wasser. Diese Menge reicht auch zur Nutzung einer Automobilspritze aus.

27.06.1935

Tötlicher Verkehrsunfall auf der Hamburger Chaussee.

02.10.1935

Versammlung der Deutschen Arbeitsfront (DAF) im Lokal Buder.

09.10.1935

Die Abteilung Volkswirtschaft-Hauswirtschaft im Deutschen Frau-enwerk veranstaltet gemeinsam mit den Gruppen Dyrotz und Wernitz einen Handwerkertag im Gasthaus Bruhn..

16.03.1937

Versammlung des Reichsbundes der Kinderreichen.

24.07.1937

An Stelle des verstorbenen Kirchenältesten Fritz Dieter ist Herr Bürgermeister Wilhelm Gericke als Kirchenältester in den Gemeindekirchenrat eingetreten. Der neue Kirchenälteste wird am kommenden Sonntag im Vormittagsgottesdienst in sein Amt eingeführt werden.

12.08.1938

Kranzniederlegung am Wustermarker Denkmal zum 10. Jahrestag der Ermordung des Stahlhelmers Heinz Malchert.
Wie Heinz Malchert starb.

1939

In Wernitz gibt es zwei land- und forstwirtschaftliche Betriebe mit über 100 ha Land, sechs mit einer Fläche zwischen 20 und 100 ha sowie einige kleinere Höfe.

1940

Im Deutschen Reichs-Adressbuch für Industrie, Gewerbe und Handel sind für Wernitz verzeichnet: ein Gasthof, ein Gemischtwarenladen, eine Schmiede, ein Schuhmacher und ein Stellmacher. Daran ändert sich zunächst auch nach 1945 nichts.

14.03.1940

Dorfälteste wird 90 Jahre alt.

10.08.1940

NSDAP-Ausflug mit Ferienkindern nach Potsdam.

12.12.1940

Erfolgreiches Kriegsschießen in Wernitz.

1941

Eine Erhebung zur Fläche für Wintersaat weist aus, daß in Wernitz auf 73,15 Hektar Roggen, 123,44 Hektar Weizen, 45,70 Hektar Gerste und 5,36 Hektar Raps zur Samengewinnung angebaut werden.

04.12.1941

Karl-Heinz Gericke erhielt für besondere Tapferkeit vor dem Feinddas EK II.

22.12.1943

Die Havelländische Rundschau berichtet über einen Bunten Nachmittag in Wernitz.

1946

Bodenreform mit der Aufteilung von 257 Hektar Land. Es entsteht auch ein Großbetrieb, der als volkseigenes Gut geführt wird.

29.10.1946

Bei einer Volks- und Berufszählung wird in Wernitz eine Wohnbevölkerung von 474 Personen ermittelt.

1947

In Wernitz werden 452 ha Land enteignet. 247 ha Fläche teilt man auf 50 Eigentümer auf. Darunter befinden sich 25 bisher landlose Bauern und Landarbeiter, 6 Umsiedler und 12 Kleinpächter.

1948

Das Kuratorium für Technik in der Landwirtschaft wählt in jedem Land der DDR ein Beispieldorf für Neubauern aus, um eine Grundlage zur Festigung der Bodenreform zu schaffen. Im Kreis Osthavelland fällt die Wahl auf die Gemeinde Wernitz. Ein landwirtschaftlicher Berater wird eingesetzt, der mit den zuständigen Instituten zusammenarbeitet. Untersucht werden sollen die bäuerlichen Verhältnisse in den Neubauernbetrieben. In Wernitz existieren 28, davon werden 20 in die Erhebung einbezogen.

11.06.1948

Das Abgabesoll für Wustermark an Kaninchenfellen ist auf 990 Stk. und an Zickelfellen auf 45 Stk. für das Jahr 1948 festgesetzt worden.

03.09.1948

Wernitz schreitet voran.
Auf einer Bauernversammlung am 10. August entschlossen sich weitere 11 Neubauern der Gemeinde im kommenden Frühjahr mit dem Bau der Neubauerngehöfte zu beginnen. Die Baustellen wurden bereits festgelegt. Die Neubauten werden im Rahmen des Beispieldorfes, als das die Gemeinde Wernitz vorgesehen ist, errichtet.

15.10.1948

Wernitz wiederum an der Spitze.

20.05.1949

Auf Grund einer Polizeiverordnung wird eine gründliche Räumung und Krautung des Pelsterlakengrabens (bei Wernitz) angeordnet.

19.12.1949

Der Selbstschutzdienst wird als Ortsgesetz erlassen.

1949–1951

Durchführung der Untersuchung in Wernitz. Festgestellt wird dabei unter anderem eine überalterung bei den Neubauern und das Fehlen von Nachfolgern in zahlreichen Betrieben. Ermittelt hat man auch, daß auf rund der Hälfte der Ackerfläche Getreide und auf rund einem Drittel Hackfrüchte angebaut werden.

1950

In Wernitz ist die Einwohnerzahl durch starken Flüchtlingszustrom von 280 im Jahr 1939 auf 574 Personen angestiegen.

15.06.1951

Bürgermeister Fenz würdigt die Verdienste des Lehrers Ripka, der maßgeblich an dem Neuaufbau der Schule beteiligt war. Die Zentralschule wird heute von den Kindern der Orte Dyrotz, Hoppenrade, Wernitz, Wustermark und Zeestow besucht.

22.06.1951

Die Gemeinde Wernitz wies 1945 einen Bestand von 18 Schweinen, 32 Rindern und 2 Pferden auf. Bis 1951 erhöhte sich die Zahl der Schweine auf 344, bei Rindern auf 204, bei Pferden auf 68.

28.06.1951

Bei einem Reitsportfest trafen sich annähernd 40 Reiter. Das Hahnenreiten, das Ringstechen, das Hindernisrennen u.a. verlangten von allen Reitern und Pferden Können und Ausdauer. Ein Wettlauf der Reiter zu den entfernt stehenden Pferden beendete das Reiterfest.

27.08.1951

Einer dringenden Ausbesserung bedarf die Anfahrtstraße von der Chaussee Nauen-Wustermark nach Wernitz. Sie besteht fast nur noch aus Schlaglöchern. Fahrzeuge, die Obst geladen haben, schütteln beim Passieren der Straße ihr Ladung derartig durcheinander, daß diese zum Teil schon sehr beschädigt bei der Ablieferungsstelle ankommt.

02.11.1951

Bei der Ablieferung von Kartoffeln liegt Wernitz an dritter Stelle im Wettbewerb zur vorfristigen Ablieferung.

09.06.1952

Vier Familien der Gemeinde fragen den Bauern Engel aus Wustermark, wann er die Lichtleitung in das Chausseehaus legen lassen will. Noch immer müssen sie Stearinkerzen und Petroleum benutzen. Unsere Regierung ist ständig bemüht, den Werktätigen zu helfen. Dazu ist aber notwendig, daß alle mithelfen, gleich ob bei der Elektrifizierung oder auf einem anderen Gebiet unserer Friedenswirtschaft.

08.08.1952

In Wernitz hat der Roggendrusch begonnen.

1953

Zwölf Bauern schließen sich zusammen und bilden die erste LPG Typ III mit 60 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche.

Jan. 1953

Dorfplan Frühjahr 1953.

Herbst 1959

Planung für die Vorbereitung des 10. Jahrestages der Gründung der Republik.

1960

Die LPG Typ III umfaßt 57 Mitglieder und bewirtschaftet eine Fläche von 333 ha. Außerdem entsteht in diesem Jahr eine LPG Typ I mit fünf Mitgliedern, denen 40 ha Land zur Verfügung stehen.
Gründung der LPG Wernitz.

19.05.1963

Im Milchwettbewerb zwischen den einzelnen sozialistischen Landwirtschaftsbetrieben belegt die LPG Wernitz, Brigade I und II den 1. Platz und bekommen damit 100 DM.

04.07.1963

Wernitzer Ernteplan im Schreibtisch statt mehr Schwung zu zeigen.

22.09.1963

Reicht das Futter aus für den Winter? Zeitung stellt Fragen an die LPG "Clara Zetkin".

25.10.1964

Wernitzer Problem mit der Zuckerrübenernte.

19.12.1965

Nicht nur eine gute Milchproduktion kan die LPG "Clara Zetkin" aufweisen, sondern auch mit der Produktion von Schweinefleisch können sich die Genossenschaftsbauern sehen lassen.

1965

Wernitz hat noch 466 Einwohner.

03.01.1967

Die Grundorganisation der LPG "Clara Zetkin" Wernitz führt regelmäßig ihr Parteilehrjahr durch. Von 14 Mitgliedern nehmen 12 Genossen ständig teil. Ein großes Interesse besteht darin, noch tiefer in die Grundfragen des Marxismus-Leninismus einzudringen.

1968

Wernitz belegt in der dritten Etappe des Wettbewerbs „Schöner unsere Städte und Gemeinden – mach mit!“ den zweiten Platz in der Gruppe bis 500 Einwohner und erhält eine Prämie von 200 Mark.

04.12.1970

Leserbrief der Schüler Sylvio Schwarz und Uwe Menzel.

22.12.1971

In Anerkennung vorbildlicher Arbeit konnten am 14. Dezember die Sozial- und die Arbeits- und Brandschutzkommissionen der LPG "Clara Zetkin" in Wernitz durch die Kreisdirektion Nauen der Staatlichen Versicherung ausgezeichnet werden. Unter Vorsitz von Gertrud Langkawel und Werner Nofz setzen sich beide Kollektive aktiv für die Reduzierung des Krankenstandes ein und haben auf diesem Gebiet gute Erfolge zu verzeichnen.

Um 1975

Mit der Spezialisierung der Landwirtschaft findet auch eine Umstrukturierung der Betriebe statt. Die LPG Wernitz wird in die LPG Bredow (Tiere) und die LPG Zeestow (Pflanzen) eingeordnet. Im Dorf verbleibt eine Brigade der Viehwirtschaft mit 20 Beschäftigten.

01.05.1975

Vor 30 Jahren in Wernitz: Ein Bericht eines ehemaligen Insassen des Zuchthauses Görden.

05.03.1976

Wie Wernitz attraktiv werden könnte: Eine Bestandsaufnahme.

01.01.1979

Ein Kommunalvertrag zwischen Bredow und Wernitz mit der Dauer von 6 Jahren tritt in Kraft. Gegenstand des Vertrages ist die langfristige Regelung wichtiger Beziehungen zwischen den Räten der Gemeinden einerseits und der LPG Tierproduktion "7. November" Bredow andererseits, zur gemeinsamen Gestaltung der materiellen und kulturellen Lebensbedingungen der Bürger sowie zur Vorbereitung und Durchführung von Produktions-aufgaben.
Die Partner gestalten die Zusammenarbeit auf der Grundlage des Gesetzes der örtlichen Volksvertretungen und ihre Organe und der Beschlüsse des IX. Parteiiages der SED.

1980

Wernitz hat noch 285 Einwohner

06.01.1981

Unter dem Vorsitz von Elvira Gromann, Bürgermeisterin der Ge-meinde Wustermark, hat der neugegründete Gemeindeverband Wustermark, bestehend aus den Gemeinden Bredow, Elstal, Hoppenrade, Priort, Wernitz, Wustermark und Zeestow, seit dem 1. Januar seine Arbeit aufgenommen.

28.06.1984

Genosse Klaus Gottschalk wird einstimmig zum Bürgermeister gewählt. Stellvertretender Bürgermeister wird Gerhard Brandt.

Anfang 1985

Arbeitsplan der Freiwilligen-Feuerwehr Wernitz.

1985

Es leben noch 256 Menschen im Ort.

08.06.1986

Wernitz wird vom Rat des Kreises beglückwünscht zur 100%igen Wahlbeteiligung an den Wahlen zur Volkskammer.

01.01.1987

Die Beschäftigtenerhebung weist für Wernitz 162 Bürger in arbeitsfähigem Alter aus, davon sind 75 Frauen und 87 Männer. Berufstätig sind 154 Personen, 72 weiblichen und 87 männlichen Geschlechts. 123 Arbeitskräfte sind Auspendler, 31 arbeiten im Ort und drei sind Einpendler. Es gibt 40 Rentner und Invaliden, davon 26 Frauen und 14 Männer.

14.04.1987

Im Genehmigungsverfahren zur Ortsgestaltungskonzeption werden die Ortsverhältnisse beschrieben. Dabei heißt es auch, daß zur Gemeinde Wernitz der Ortsteil Niederhof und der Wohnplatz am Weiler gehören.

1987

Die LPG (T) Bredow will neben der Schweinemastanlage am Ortsrand einen Bullenstall mit 200 Plätzen errichten.
Es ist der Bau eines Kindergartens mit 15 Plätzen aus Mitteln der LPG (T) Bredow vorgesehen.

01.03.1987

Der Ort hat noch 242 Einwohner.

04.10.1988

Wernitz bekommt eine Urkunde für hervorragende Leistungen im Wettbewerb "Schöner unsere Städte und Gemeinden".

31.12.1989

Wernitz hat 228 Einwohner.

30.06.1990

Wernitz hat 223 Einwohner.

25.06.1991

Die Gemeindevertretung beschließt die Hauptsatzung.

26.09.1992

Dorffest in Wernitz.

1992

Die Baulandpreise in Wernitz liegen zwischen 40,- und 75,- DM.

13.01.1993

Wernitz erwacht aus Dornröschenschlaf.

24.02.1993

Mit dem Bau von 50 Eigenheimen soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Wernitz hat bisher 210 Einwohner, hiervon leben 30 im Ortsteil Niederhof.

16.07.1993

Beginn des Ausbaus der L 116 von der B 5 über Wernitz bis zum Anschluss an die Landstraße Nauen-Ketzin. Die Fahrbahn soll auf 6,0 m verbreitert werden, außerdem wird eine neue Asphalt-deckschicht aufgebracht und die Ortsdurchfahrt ausgebaut.

24.08.1993

Kurzportrait des ehrenamtlichen Bürgermeister Hans-Jürgen Mix in der Neuen Nauener Rundschau.

17.06.1994

Bei den Europawahlen gehen die meisten Stimmen an die SPD (35), PDS (19) und CDU (13).

14.09.1994

Bei den Landtagswahlen gehen die meisten Stimmen an die SPD (53), PDS (22) und CDU (15).

18.10.1994

Bei den Bundestagswahlen gehen die meisten Stimmen an die SPD (48), CDU (32) und PDS (28).

06.12.1994

In Wernitz gibt es zum Jahresende 5 Gewerbetreibende.

31.01.1995

Wernitz hat 213 Einwohner.

02.11.1995

Der bisherige ehrenamtliche Bürgermeister, Detlef Wegner, hat sein Amt niedergelegt.

08.03.1996

Die Gemeinde hat eine Bürgermeisterin aus Niederhof, Monika Seidel wurde einstimmig gewählt.

12.03.1996

Die Gemeinde hat den neuen Planungen für das "Wohngebiet Markauer Weg" zugestimmt. Danach sollen zwischen der Dorf-straße und dem Markauer Weg auf vier Hektar 50 Einfami-lienhäuser entstehen. Der Gehölzstreifen am Markauer Weg und die Pappelreihe im Norden bleiben erhalten. Der erste Entwurf auf acht Hektar war von den Behörden blockiert worden.

30.04.1996

Wernitz hat 193 Einwohner.

05.05.1996

Volksabstimmung über die geplante Fusion Berlin-Brandenburg. Das Abstimmungsergebnis in Wernitz:
Abst.-Berechtigte: 154
Teilnehmer: 108 70,13%
Antwort ja: 34 31,48%
Antwort nein: 73 67.59%
ungültig: 1 0,93%

05.07.1996

Altes schönes Bauernhaus verfällt seit es an die Treuhand fiel.

13.06.1997

Schon zum dritten Mal konnten die Wernitzer Gemeindevertreter keine Beschlüsse fassen. Von den acht Gemeindevertretern waren nur die Bügermeisterin Monika Seidel und ihre Stellvertreterin Helga Grunwald erschienen.

24.08.1997

Der Zusammenschluss der Amtsgemeinden ist gescheitert: vier Kommunen dagegen, nur zwei dafür (Hoppenrade und Buchow-Karpzow).

21.11.1997

Wernitzer und Wustermarker Politiker stimmen einer Fusion beider Kommunen zu.

29.07.1998

Am Markauer Weg sollen Einfamilienhäuser entstehen, ab September wird das Gelände erschlossen.

27.09.1998

Eingemeindung von Wernitz nach Wustermark.

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